Regionalliga: Schützenfest des 1. FC Magdeburg beim 7:0 gegen Tennis Borussia Berlin
Blau-Weiße betreiben aktive Frustbewältigung
Von Hans-Joachim Malli
„Oh, wie ist das schön ...“, skandierten die doch gut 5500 FCM-Fans gestern Nachmittag bereits vor dem Schlusspfiff des Regionalliga-Spiels gegen Tennis Borussia. Das 7:0 (2:0) gegen die Berliner war der zweithöchste Sieg der Blau-Weißen in der „alten“ und „neuen“ Regionalliga, Lok Stendal wurde nämlich im April 2000 mit 8:1 abgeschossen.
Magdeburg. Dabei deutete anfangs gar nichts auf das noch folgende Scheibenschießen, denn die Gäste ließen mit geschicktem Kurzpassspiel zunächst Ball und Gegner ganz schön laufen, waren vor dem Tischer-Tor jedoch mit ihrem Latein zumeist am Ende. Anders die Baumgart-Elf. Radovan Vujanovic traf nach einem weiten Flankenwechsel von Racanel aus Nahdistanz zum 1:0 (12. Minute), Lars Fuchs er höhte kurz vor der Pause mit einem sehenswerten Schuss aus gut 22 Metern ins untere linke Eck auf 2:0 (43.).
„Der FCM hatte in der ausgeglichenen ersten Halbzeit zwei Chancen und macht zwei Tore“, ärgerte sich später TeBe-Trainer Thomas Herbst. FCM-Coach Steffen Baumgart muss in der Pause die richtigen Worte gefunden haben, im zweiten Abschnitt erarbeiteten sich seine Schützlinge nicht nur die geforderten Chancen, sondern trafen im Gegensatz zum Spiel in Oberneuland auch.
Dabei war ein Tor schöner als das andere. Beim 3:0 drehte sich Vujanovic in Gerd-Müller-Art um die eigene Achse, schoss Gästekeeper Hampf den Ball über beide Fäuste (49.). Dann knallte Martin Zander, der anstelle des verletzten Daniel Bauer auf der Sechser-Position spielte, einen zu kurz abgewehrten Ball mit Schmackes ins Netz (51.). Das 5:0 erzielte Fuchs nach Racanel-Zuspiel mit einem für Hampf immer länger werdenden Ball ins lange Eck (57.).
Dann kam der Auftritt von Einwechsler Deniz Siga, der zunächst nach grobem Abwehrschnitzer ins verwaiste Tor traf – 6:0 (66.), um die folgende Ehrenrunde bei Bauer auf der Bank enden zu lassen. „Nachdem er sich am Donnerstag unglücklich im Training am Ellbogen verletzte, sagte er mir, dass ich gegen TeBe ein Tor machen werde“, freute sich Siga gemeinsam mit dem Zwangspausierenden. Siga ließ mit dem abschließenden 7:0 sogar noch sein zweites Tor folgen, als er nach tollem Racanel-Einsatz an der Grundlinie den Ball aus Nahdistanz am verdutzten Hampf vorbei ins Tor köpfte (82.).
Vujanovic (59./74./82./83.) und Watzka (61.) hatten weitere Möglichkeiten, doch konnten einem die bis zum Schluss um den Ehrentreffer bemühten Gäste auch so schon leid tun. „Das war aktive Frustbewältigung“, befand ein sichtlich zufriedener FCM-Präsident Volker Rehboldt, während Baumgart meinte: „Die Reaktion in der zweiten Halbzeit freute mich. Da war fast jeder Schuss ein Treffer, das passiert ja nicht in jedem Spiel.“ Doch hob der 37-Jährige auch warnend den Finger: „Wir müssen das 7:0 schnell abhaken, um nicht abzuheben. Denn jetzt kommt ein schweres Spiel in Meuselwitz.“
FCM: Tischer – Probst, Bankert, Prest (61. Littmann), Neumann – Watzka (71. Gaebler), Zander, Tüting, Racanel - Vujanovic, Fuchs (62. Siga).
Tennis Borussia: Hampf – Jakowitz, Neubert, Turan, Ahmetcik - Austermann (56. Landu Tubi), Below, Laletin, Anuk (74. Duran) – Beil, Yigitusagi (65. Breitkopf).
Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück). Zuschauer: 5486. Tore: 1:0 Vujanovic (12.), 2:0 Fuchs (43.) , 3:0 Vujanovic (49.), 4:0 Zander (51.), 5:0 Fuchs (57.), 6:0 Siga (66.), 7:0 Siga (82.). Gelb: Racanel, Prest / Austermann, Laletin, Below, Jakowitz.
Stefke verdirbt Middendorf-Elf den möglichen Dreier
Magdeburg (sgü). Am 15. Spieltag der Fußball-Verbandsliga trennten sich der FC Grün-Weiß Piesteritz und die U 23 des 1. FC Magdeburg in einem tempo- und torreichen Spiel 4:4 (3:2). Die Tore für die Magdeburger erzielten jeweils zweimal Philipp Glage und Moritz Instenberg bei Gegentoren von Ladislav Stefke (3) und Oliver Hinkelmann.
Beide Mannschaften begegneten sich mit offenem Visier und so ergaben sich bereits in den ersten Minuten auf beiden Seiten gute Möglichkeiten. Patrick Bartsch setzte das erste Achtungszeichen (3.). Kurz darauf wiederum Bartsch, der frei zum Kopfball kam (5.). Aber auch die Gastgeber hatten ihre Chance, als ein Rückpass zu kurz zu Keeper Filatov gespielt wurde (16.). Nur zwei Minuten später glich Philipp nach Vorarbeit von Köhne aus. Der Piesteritzer Hinkelmann köpfte kurz darauf zum 2:1 ein (23.). Durch einen Konter kamen die Gastgeber durch Stefke gar zum 3:1 (33.).
Nachdem Girke mit zwei Freistößen kein Glück hatte, machte es Moritz Instenberg mit seinem Schuss zum 3:2 besser (43.). Und dem Ex-Stendaler gelang drei Minuten nach der Pause nach einer Flanke von Maik Georgi und einer Kopfballablage von Glage sogar das 3:3. Jetzt wollte die U 23 mehr und erarbeitete sich weitere Möglichkeiten. In der 57. Minute tauchte Glage nach einem schönen Pass von Instenberg frei vor dem Piesteritzer Torhüter auf und vollendete zur 4:3- Führung für die FCM-Zweite.
Das Spiel war gedreht und die U23 obenauf. Georgi hätte alles klar machen können, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei (63.). Der Gastgeber warf trotz Unterzahl alles nach vorn. Dann sah der Piesteritzer Freihaube überzogenermaßen Rot (79.). Auf der Magdeburger Bank wurde schon gewitzelt: „Hoffentlich macht der Schiri das nicht wieder gut.“ Und so kam es. Als alle nur noch auf den Schlusspfiff des Referees warteten, kam auch ein Pfiff, aber zum Erstaunen der Magdeburger gab es Handstrafstoß. Zuvor hatte Christian Weiß einen Schuss aus fünf Metern an den Unterarm bekommen. Stefke ließ sich die Ausgleichschance nicht nehmen (90.). „Ich weiß nicht ob ich nach einem 1:3-Rückstand glücklich oder nach diesem bitteren Gegentor in der letzten Minute enttäuscht sein soll. Aber eines weiß ich ganz genau. Nach so einem Spiel kann ich stolz auf meine Mannschaft sein“, so FCM-Coach Mario Middendorf.
Autor: Klaus Renner
Baumgart: „Tore schießen und hinten zu null“
FCM will morgen gegen Tennis Borussia eine neue Serie starten / Bauer bricht sich Ellenbogen
Magdeburg. Zwei unterlegene Teams des vergangenen Wochenendes führt der 16. Regionalliga-Spieltag morgen ab 13.30 Uhr in der Magdeburger MDCC-Arena zusammen. Der 1. FCM verlor beim FC Oberneuland 0:1, und Aufsteiger Tennis Borussia musste den ZFC Meuselwitz 1:2 ziehen lassen. Neun Punkte beträgt jetzt der Rückstand der Elbestädter auf Tabellenführer SV Babelsberg – für FCM-Trainer Steffen Baumgart ein Grund mehr, seinen Opti mismus auf die Mannschaft zu übertragen: „Klar, wir haben in Oberneuland nicht das Optimale rausgeholt, aber unabhängig davon wollen wir dieses Heimspiel gewinnen. Wir wollen Tore schießen und hinten zu null spielen.“
Der Coach stuft die Berliner als „tiefstehende Mannschaft“ mit einer kompakten Abwehr ein, die eine gute erste Halbserie gespielt hat. Allerdings müsse der FCM gegen die Konter der Gäste gewappnet sein.
Bleibt zu hoffen, dass mit dem nach einer Angina wiedergene senen Christian Prest und dem zuletzt wegen fünf Gelber Karten gesperrten Stephan Neumann in der Abwehr wieder mehr Stabilität einzieht und der FCM in der kreativen Spielzone deutliche Akzente setzen wird.
Nicht dabei sein werden Daniel Bauer und René Gewelke. Bauer zog sich am Donnerstagabend beim Training einen Bruch des Ellenbogens zu, Gewelke leidet unter Kniebeschwerden.
Mit Neu-Manager Rüdiger Bartsch hatte das Team bislang noch keinen Kontakt. Das sei, so FCM-Sportchef Michael Richter, auch nicht nötig: „Wir sollten erst einmal unser Heimspiel gewinnen und eine neue Serie starten.“ Die Mannschaft habe sehr wohl registriert, dass es gelungen ist, nur zwei Wochen nach dem Hofmann-Abgang einen neuen Manager zu verpflichten. In der kommenden Woche wird Bartsch zum „Antrittsbesuch“ erwartet.
Bartsch tritt Nachfolge von Manager Hofmann an
Von Klaus Renner
Rüdiger Bartsch wird neuer Manager des Fußball-Regionalligisten 1. FCM. Der bisherige Geschäftsführer von Oberligist Germania Halberstadt tritt am 1. Dezember sein Amt an. Der unbefristete Vertrag des 45-Jährigen sieht jedoch vor, dass der Ex-Fußballer hauptsächlich als Geschäftsführer der Stadionund Sportmarketing GmbH (SSG) tätig sein wird.
Magdeburg. 15 Tage nachdem Bernd Hofmann sein Amt beim landeshauptstädtischen Traditionsverein niedergelegt hat, präsentierten gestern Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper und FCM-Präsident Volker Rehboldt in der MDCCArena mit Rüdiger Bartsch ihren Wunschkandidaten.
„Wir haben eine reibungslose Nachfolge und eine optimale Lösung gefunden“, sagte Rehboldt. Bei der Personalie Bartsch hätte es „keine Differenzen“ zwischen FCM und der Stadion GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stadt Magdeburg, gegeben. Trümper stellte jedoch klar, dass Bartsch in seiner neuen Tätigkeit zu 80 Prozent für die SSG und nur zu 20 Prozent als FCM-Manager tätig sein wird. Bedeutsam allerdings erscheint die Tatsache, dass der zweite SSG-Geschäftsführer, der von der Stadt bestellte Andreas Brakmann, zum Jahresende aus diesem Amt ausscheiden soll.
Hofmann hatte als Hauptgrund für seinen überraschenden Ausstieg „fehlendes Vertrauen meines Geschäftsführer-Kollegen innerhalb der Vermarktungsgesellschaft“ genannt.
„Wir geben Rüdiger Bartsch einen Vorschuss, sagen aber auch, er ist die zentrale Figur, damit durch die Vermarktung des Stadions Geld hereinkommt“, umriss Trümper das künftige Aufgabengebiet des Geschäftsführers. „Am Ende zählt nur der sportliche Erfolg.“
Der mit seiner Familie vor den Toren Magdeburgs lebende Bartsch, einst beim FCM aktiv, seit 25 Jahren Vereinsmitglied und seit drei Jahren Geschäftsführer in Halberstadt, bezeich nete die Elbestadt als seine Stadt, den FCM als seinen Verein und nannte seine zwei vordginglichsten Aufgaben. Er werde sich „in die aktuellen Stände einarbeiten“ sowie in Kürze die Lizenzunterlagen des Vereins für die 3. und 4. Liga erarbeiten.
Die „Dimension der Aufgabe“ erläuterte Rehboldt anhand der Tatsache, dass der FCM derzeit rund 200 Sponsoren hat. Wenn diese Zahl anwachsen würde, müsse „die Aufgabe bei der SSG eher noch intensiviert, die des Managers zurückgeschraubt“ werden. Der sportliche Part beim Regionalligisten werde weiter vom ehrenamtlichen Sportdirektor Michael Richter verantwortet. Rehboldt weiter: „Eine Zusammenfassung der Vermarktung und des sportlichen Bereiches streben wir nicht an.“
Der FCM-Chef zeigte sich im Übrigen sehr angetan von den „Verantwortlichen bei Germania Halberstadt, ohne deren unproblematisches Entgegenkommen Rüdiger Bartsch heute nicht hier sitzen würde“.
Schwere, aber lösbare Aufgaben für beide Teams
Magdeburg (rsc). Am 15. Spieltag der Fußball-Verbandsliga stehen vor beiden Magdeburger Mannschaften schwere, aber lösbare Aufgaben. Während Spitzenreiter 1. FC Magdeburg II im Spitzenspiel des Spieltages beim Tabellenfünften FC Grün-Weiß Piesteritz antreten muss, ist der MSV 90 Preussen Gastgeber für den Aufsteiger Oscherslebener SC. Anstoß am Sonnabend ist jeweils 14 Uhr.
„Ich erwarte in Piesteritz einen sehr heißen Tanz, zumal der Gastgeber mit einem Sieg nach Punkten mit uns gleichziehen kann“, blickt FCM-IITrainer Mario Middendorf voraus. Allerdings fahren die Blau-Weißen mit breiter Brust gen Süden, hat doch die Club-Reserve von den letzten sieben Spielen nur eines, in Wernigerode, verloren. „Das soll uns in Piesteritz nicht noch einmal passieren“, so der Coach weiter. Verzichten müssen die Elbestädter weiter auf die ver letzten Osterland und Schmidt sowie Verkic (Rot). „Alle anderen sind an Deck und brennen auf das Spiel!“
Ein ähnlich schweres Spiel erwartet auch Preussens Trainer Dirk Hannemann: „Oschersleben kommt wie Völpke mehr aus dem Kampf, hat seine größten Stärken in der mannschaftslichen Geschlossenheit. Trotzdem wollen wir das Spiel gewinnen und unseren Aufwärtstrend fortsetzen. Bis zur Winterpause wollen wir schon noch den einen oder anderen Platz in der Tabelle gutmachen.“
Beide Teams gehen mit den gleichen Erfolgserlebnissen in das Spiel, blieben zuletzt je zweimal siegreich und kickten einmal remis. Der OSC hat jedenfalls unter Neu-Trainer Michael Steffen erst eine Begegnung verloren, will seine Serie nicht abreißen lassen.
„Wenn wir an die erfolgreichen Tugenden der vergangenen Spiele anknüpfen kön nen, sollten wir auch gegen Oschersleben unseren Rasen als Sieger verlassen“, so Hannemann, der fast auf den kompletten, zuletzt erfolgreichen, Kader zurückgreifen kann. Einzig Stürmer Virginijus Dapkus befindet sich bereits in seiner litauischen Heimat im Weihnachtsurlaub.
1. FCM: Drei Varianten für Saisonvorbereitung im Januar in Portugal
„Freund des Vereins“ finanziert Trainingslager
Von Klaus Renner
Magdeburg. Das für Ende Januar 2010 geplante Trainingslager von Fußball-Regionalligist FCM nimmt Gestalt an. Nachdem Trainer Steffen Baumgart, der am Montag und Dienstag in Portugal die Bedingungen für das Trainingslager begutachtet hatte, noch am Dienstagabend gegenüber der Volksstimme davon gesprochen hatte, dass es nun „ein Rechenexempel“ würde, schlug gestern Michael Richter Pflöcke ein. Nach Aussage des FCMSportdirektors gibt es drei Varianten:
1. ein erstklassiges Hotel an der Algarveküste in Portimaro mit optimalen Bedingungen und einem zum Hotelkomplex gehörenden sehr guten Rasenplatz (teuerste Variante)
2. ein Hotel ebenfalls in Portimaro mit etwas geringerem Standard, nicht so guten Trainingsbedingungen, Kunstrasenplatz am Hotel
3. ein Hotel sehr guten Standards in der Nähe von Lissabon mit einem gepflegten Rasenplatz.
„Wir tendieren zu Variante eins oder drei und schnüren zurzeit ein Paket unter Beachtung der Kosten für Flug, Aufenthalt und Nutzung der Trainingsplätze“, rechnet Richter vor.
Ein „Freund des Vereins“, dessen Namen Richter nicht verrät, der zugleich auch Sponsor des FCM ist, soll jedoch bereit sein, „einen wesentlichen Beitrag“ dafür zu leisten, dass das einwöchige Trainingslager Realität wird. Eben jener „FCM-Freund“ soll dem Club auch behilflich sein, Testspielgegner zu finden. Da sich um diese Zeit keine deutschen Erst-, Zweit- und Drittligisten mehr in Portugal aufhalten, sie starten bereits am 16. bzw. 30. Januar in die Frühjahrsrunde, gibt es bereits Kontakte zum portugiesischen Zweitlisten Portimonense. Richter: „Möglicherwiese spielen wir auch zweimal gegen den gleichen Gegner, sollten wir keinen weiteren Partner finden.“
Der rund 30-köpfige FCMTross wird wahrscheinlich am Sonntag, dem 24. Januar, auf die iberische Halbinsel aufbrechen, nachdem am Tag zuvor das Pokal-Achtelfinale bei Grün-Weiß Wolfen absolviert werden muss.
Doch da sind die Blau-Weißen halbwegs flexibel, wie deren Sportchef betont: „Wenn wir einige Tage später einen preiswerteren Flug bekommen sollten, fliegen wir eben erst in der Woche und bleiben trotzdem sieben Tage.“
Ein Problem bleibt allerdings: Eine Woche vor dem Punktspielstart am 13. Februar findet am 6. Februar das Landespokal-Viertelfinale statt (das Weiterkommen gegen Wolfen vorausgesetzt).
Unterdessen mehren sich die Anzeichen, dass der FCM heute den Halberstädter Rüdiger Bartsch als neuen Manager vorstellt. Präsident Volker Rehboldt und Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper wollen bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage des Vereins und der Stadion- und Sportmarketing GmbH Stellung nehmen.
Viermal vor heimischen Fans
Magdeburg (kr). Fußball-Regionalligist 1. FCM startet am 8. Januar mit der ersten Trainingseinheit ins Jahr 2010. Darüber hinaus wurden die ersten Testspiel-Termine fixiert. Nur einmal, am Sonntag, dem 17. Januar, tritt die Elf von Trainer Steffen Baumgart auswärts an. Höhepunkt der Vorbereitungswochen ist der Kroschke-Cup in der Gieselerhalle.
Die Termine:
Fr., 8. 1., 15 Uhr: Trainingsbeginn Di., 12. 1., 15.00 Uhr: (H) VfB Oldenburg Fr., 15. 1., 18.00 Uhr: Kroschke-Cup (Gieselerhalle) So., 17. 1., 14.00 Uhr: (A) FC Eilenburg Mi., 20. 1., 18.30 Uhr: (H) Kali Wolmirstedt Mi., 3. 2., 15.00 Uhr: (H) Torgelower SV Greif (Die Heimspiele finden auf einem Nebenplatz der MDCC-Arena statt.)
Präsident Rehboldt will Regionalliga-Saison „nicht abschenken“
Stellt der FCM morgen neuen Manager vor?
Von Klaus Renner
Magdeburg. Auch wenn Fußball-Regionalligist 1. FCM am Sonntag Chancen im Minutentakt versiebte und dennoch beim FC Oberneuland 0:1 verlor, weist FCM-Präsident Volker Rehboldt jeden Zusammenhang mit dem derzeit alle Welt bewegenden Wettskandal entschieden von sich: „Wir haben damit nichts zu tun. Schlimm, was da passiert ist. Ich erwarte, dass hart gegen die Beteiligten durchgegriffen wird.“
Viel mehr bewegt den FCMChef die erste Niederlage seiner Elf nach sieben Spielen. Seitdem, so berichtete er gestern, habe er noch nicht mit Trainer Steffen Baumgart gesprochen: „Denn ich habe nach dem Schlusspfiff fluchtartig das Stadion verlassen.“
Allerdings ist sich Rehboldt mit Sportdirektor Michael Richter einig, der Ausgang der Partie sei zwar „ärgerlich und bitter, aber nicht zu ändern.“ Man werde die Saison „nicht abschenken“. Das Team müsse am Sonntag im Heimspiel gegen Tennis Borussia eine Reaktion zeigen und eine neue Serie starten. Rehboldt weiter: „Wir müssen wie schon in Oberneuland auf das Tor schießen – nur diesmal eben treffen.“.
Baumgart kam erst am gestrigen Abend aus Portugal zurück, wo er sich an der Algarve die Bedingungen für das Ende Januar geplante Trainingslager ansah. Anschließend sagte der 37-Jährige der Volksstimme: „Ich habe mir zwei, drei Sachen angesehen. Es wird für uns jetzt eine Rechenaufgabe, was und wie wir es ma chen. Darüber werde ich am Mittwoch mit unserem Sportdirektor zu reden haben.“
Inzwischen hat der FCM für morgen zu einer Pressekonferenz eingeladen. Ob bei dieser Gelegenheit der neue Manager vorgestellt werden soll, wollte Rehboldt nicht bestätigen. Rüdiger Bartsch, heißester Kandidat, der zudem vor einer Woche seinen Geschäftsführer-Vertrag bei Oberligist Germania Halberstadt aufgelöst hat, reagierte zurückhaltend: „Ich bin mit dem FCM in Gesprächen. Mal sehen, was passiert.“
Sportchef Richter: „Diese Niederlage wirft uns nicht um“
Bis zur Winterpause wollte Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg den Rückstand bis zur Spitze aufholen, doch daraus wird nichts. Im Gegenteil! Nach dem unglücklichen und allemal unnötigen 0:1 beim FC Oberneuland besteht sogar die ernsthafte Gefahr, dass der souveräne Tabellenführer SV Babelsberg – nun schon komfortable neun Punkte vor den Elbestädtern – davoneilt.
Von Uwe Tiedemann
Bremen/Magdeburg. Die Niederlage im noblen Bremer Stadtteil Oberneuland war am Sonntagnachmittag überflüssig wie ein Kropf. Die Gäste hatten das Spiel über weite Strecken fest im Griff und sich bis auf die Schlussphase auf die gefährlichen Konter der Norddeutschen prima eingestellt. Dennoch sprang kein zählbarer Erfolg heraus.
„Das war schon bitter, ein solches Spiel zu verlieren. Wir waren klar die bessere Mannschaft und hatten darüber hinaus eine Vielzahl bester Möglichkeiten. Ich verstehe allerdings auch den Schiedsrichter nicht, der aus meiner Sicht drei klare Handspiele im gegnerischen Strafraum nicht geahndet hat“, ärgerte sich FCM-Kapitän Radovan Vujanovic.
„Neun Punkte
Rückstand sind
eine ganze Menge“
Er richtete dann aber sogleich den Blick nach vorn: „Keine Frage, neun Punkte Rückstand sind eine ganze Menge, aber die Saison ist noch lang, und Babelsberg gewinnt in der Rückrunde nicht noch einmal neun Spiele in Folge. Ich glaube weiterhin ganz fest daran, dass wir im Kampf um den Aufstieg noch ein ernstes Wörtchen mitreden können.“
Auch Sportdirektor Michael Richter unterstrich: „Im Moment spricht sicherlich vieles gegen uns, aber ich betone auch, diese Niederlage wirft uns nicht um. Wir waren sieben Spiele ungeschlagen und auch in dieser Partie die stärkere Elf. Das stimmt mich op timistisch, anders hätte es ausgesehen, wenn wir hier chancenlos gewesen wären.“
Trainer Steffen Baumgart („Wenn ich Kritik üben soll, dann bei der mangelhaften Chancenverwertung und den häufig zu ungenauen Abspie len.“) hält sich derweil in Portugal auf, um das für Januar geplante Trainingslager an der Algarve auszuloten.
Baumgart geht es dabei nicht in erster Linie darum zu sehen, wie es um das Hotel und die Anlage bestellt ist. Vielmehr inspiziert der Coach die Trainingsmöglichkeiten und den Zustand der Rasenplätze. „Das ist die heiße Phase der Vorbereitung. Schließlich soll die Mannschaft in guter Verfassung in die Rückrunde gehen“, lässt Baumgart keine Zweifel an seiner Zuversicht aufkommen.
Auch wenn gegen den FC Oberneuland erstmals seit Monaten für den FCM wieder im Angriff die magere Null stand, darf nicht außer Acht gelassen werden, dass teilweise auch die umformierte Abwehr Abstimmungsprobleme erkennen ließ und die Pässe nach vorn viel zu oft ihren Adressaten nicht fanden. Schließlich musste Baumgart den erkrankten
Christian Prest und den für dieses Spiel wegen fünf Gelber Karten gesperrten Stephan Neumann ersetzen. Der Trainer stellte nach dem Abpfiff fest: „Man merkte schon, dass uns beide fehlten.“
Dennoch bleibt festzustellen, dass es diesmal die zuletzt viel gelobte Torfabrik des FCM war, die reihenweise beste Möglichkeiten ungenutzt ließ. Unliebsame Erinnerungen wurden da wach an längst vergangene Zeiten des holprigen Saisonbeginns. Letztmals waren die Elbestädter beim 0:1 verlorenen Auswärtsspiel am 25. August gegen Türkiyemspor Berlin torlos geblieben.
Nun stehen die Blau-Weißen bereits wieder unter massivem Zugzwang. Im letzten Heimauftritt der Hinrunde am Sonntag (13.30 Uhr, MDCC-Arena) zählt gegen den Tabellenneunten Tennis Borussia Berlin nur ein Sieg.
Fußball-Regionalliga: 1. FC Magdeburg verliert beim FC Oberneuland 0:1 (0:0)
Baumgart: „Letztlich sind wir an uns selbst gescheitert“
Von Uwe Tiedemann
Böser Rückschlag für Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg im Kampf um den Aufstieg. Die Elbestädter verloren gestern trotz einer Vielzahl von Chancen beim FC Oberneuland Bremen unglücklich mit 0:1 (0:0) - die erste Schlappe nach zuvor sieben Partien ohne Niederlage. Damit beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter SV Babelsberg schon neun Punkte.
Bremen. Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Nationaltorhüter Enke und dem ersten Aufreger nach zwei Minuten (Abseitstor Vujanovic) machten die Gäste von Beginn an Druck, schnürten die Platzherren regelrecht ein. Doch zählbarer Erfolg sprang trotz guter Gelegenheiten nicht heraus. Zunächst zögerte Racanel nach Fuchs-Direktablage in zentraler Position zu lange, wurde noch abgeblockt (13.), dann konnte Oberneulands Kee per Ceglarek einen Watzka-Schuss nicht festhalten, Tüting verfehlte im Nachsetzen das Ziel nur knapp (24.).
Die Platzherren verlegten sich wie erwartet fast ausschließlich auf Konter, trafen dabei auf einen bestens vorbereiteten FCM, der zunächst nichts zuließ, auf der anderen Seite aber auch das eigentlich längst fällige Führungstor nicht zustande brachte.
„Ruhiger, konzentrierter“, appellierte Trainer Baumgart nicht zu Unrecht an seine Schützlinge, die gegen eher einfallslose Bremer zwischenzeitlich das Heft aus der Hand gaben und dem Gegner mit leichtsinnigen Abwehraktionen Chancen ermöglichten. Doch es blieb bei der einenoderanderenSchrecksekunde. Gegen Ende der ersten Halbzeit zeigten sich die Elbestädter dann wieder gefestigter, doch der erlösende Treffer fiel auch jetzt nicht. Besonders Tüting ärgerte sich, dass sein Kopfball nach Racanel-Freistoß zu unplatziert und so kein Problem für Ceglarek war (42.). So ging es mit einem schmeichelhaften 0:0 für die Gastgeber in die Pause.
Der FCM begann die zweite Hälfte längst nicht so konzentriert wie die erste und wurde prompt bestraft. Nachdem zunächst Tischer gegen Titz noch Kopf und Kragen riskierte und reaktionsschnell das 0:1 verhinderte (53.), war es wenig später passiert. Der aufgerückte Dreyer konnte ungehindert per Aufsetzer einköpfen (57.). Die umgestellte Club-Abwehr machte auch hier keine glückliche Figur ...
Der Favorit musste nun alles auf eine Karte setzen. Siga kam als weiterer Stürmer. Kurz zuvor hatte Fuchs die bis dato wohl größte Möglichkeit versiebt, als er nach Watzka-Flanke aus kürzester Distanz freistehend über den Kasten köpfte (63.). Dann hämmerte Watzka den Ball über den Oberneuländer Kasten (70.). Das Bemühen war dem Club zu keiner Phase der Partie abzusprechen, man stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Mehrfach raufte man sich jetzt auf der Bank die Haare. Das gegnerische Tor schien wie vernagelt. Vor allem, als der schussbereite Racanel das Leder Vujanovic vorlegen wollte, aber zu steil spielte. In der Endphase besaßen die Gäste weitere Chancen, doch selbst ein Zähler blieb ihnen gestern verwehrt.
Kommentar Baumgart: „Ich bin natürlich enttäuscht. Allerdings fällt es mir schwer, der Mannschaft einen Vorwurf zu machen, die alles versucht hat und sieben, acht hundertprozentige Möglichkeiten besaß. Letztlich sind wir an uns selbst gescheitert.“
Oberneuland: Ceglarek – Pekrul, Dreyer, Beck, Boukantar (73. Block), Laabs (73. Behrens), Mandic, Cornelius, Muzzicato, Karapetyan (46. Aksoy), Titz FCM: Tischer – Gaebler, Littmann, Bankert, Probst (87. Matthias) – Watzka, Bauer (87. Zander), Tüting (64. Siga), Racanel – Fuchs, Vujanovic Schiedsrichter: Stegemann (Bonn). Zuschauer: 721. Tor: 1:0 Dreyer (57.). Gelb: Dreyer, Cornelius / –
Fußball-Verbandsliga: Nur VfB Ottersleben auf einem Abstiegsplatz
Club-Reserve übernimmt wieder Tabellenspitze
Von Roland Schulz
Magdeburg. Nach dem 14. Spieltag der Fußball-Verbandsund Landesliga Nord sind die Verantwortlichen bei vier der fünf Magdeburger Vereinen sicherlich zufrieden mit dem gegenwärtigen Abschneiden.
In der Verbandsliga hat die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg am vergangenen Freitagabend im direkten Fernduell mit Union Sandersdorf wieder die Tabellenspitze übernommen. Während die Magdeburger zu Hause im Duell der Ex-Oberligisten den VfB Sangerhausen mit 6:3 bezwangen, siegte Sandersdorf zu Hause nur mit 2:0 gegen Einheit Wernigerode. Damit ist der FCM II um ein Tor besser und steht auf dem Platz an der Sonne. Der bisherige Spitzenreiter 1. FC Lok Stendal blieb am Wochenende spielfrei und liegt nunmehr zwei Zähler hinter der Club-Reserve und Sandersdorf.
Gegen Sangerhausen beeindruckte der FCM II besonders in der ersten hälfte, führte da mit 4:0. „Das war schon toller Angriffsfußball“, freute sich Präsi diumsmitglied und Augenzeuge Lutz Weiß zusammen mit rund 200 Zuschauern.
Auch die Preussen kommen immer besser in Fahrt, sind nach dem 3:1 in Haldensleben jetzt bereits Siebenter mit direktem Kontakt zu Platz drei.
In der Fußball-Landesliga Nord gab es am Wochenende mit je einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage von jedem etwas. Beste Magdeburger Mannschaft ist nach dem 14. Spieltag der MSV Börde, der nach dem zweiten 4:1-Erfolg in Folge jetzt Fünfter ist. Aufsteiger SG Hand werk liegt mit einem Punkt weniger als der MSV auf Rang neun. Einzig der VfB Ottersleben rangiert als 14. auf einem Abstiegsrang.
Die Südwester haben derzeitig fünf Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Bis zur Winterpause müssen die VfB-Kicker noch dreimal zu Hause gegen Bismark (3.), Gardelegen (8.) und Barleben (18.) sowie in Mechau (4.) antreten. Da müssen schon neun Punkte aus den Heimspielen her, will man den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz nachhaltig verkürzen.
Fußball-Verbandsliga: 1. FC Magdeburg II – VfB Sangerhausen 6:3 (4:0)
FCM-Zweite mit halbem Dutzend Toren Tabellenführer
Cracau (sgü/hma). Die U 23 des 1. FCM ist nach dem gestrigen 6:3 (4:0) über den VfB Sangerhausen zumindest für eine Woche mit nunmehr 26 Punkten Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga, denn das punktgleiche Union Sandersdorf kam zur selben Zeit gegen Wernigerode nur zu einem 2:0, hat dadurch das um ein Tor schlechtere Torverhältnis. Lok Stendal (24 Punkte) ist an diesem Wochenende spielfrei.
Die Club-Zweite bot vor 185 Zuschauern auf einem Nebenplatz die bisher beste erste Halbzeit der Saison. Patrick Bartsch nach Brendel-Flanke eröffnete den Torreigen (12. Minute), Tim Girke (17.) und Moritz Instenberg (21., 35.) mit einem Doppelpack legten bis zur Pause nach. Kurz vor dem Seitenwechsel sah Marko Verkic vom Stendaler Referee Plaue die Rote Karte wegen Nachschlagens (44.).
„Eine Frechheit“, schäumte FCM-Coach Mario Middendorf nach dem Schlusspfiff. Auch über die drei Nachpausen-Gegentore war der 31-Jährige nicht erfreut, zumal alle per Kopf fielen: „Das darf trotz Unterzahl nicht passieren. Zum Glück war die Mannschaft heute sehr tor hungrig.“ Marcel Brendel traf zum 5:2. Beim 6:2 grätschte VfBAkteur Müller in einen Brendel-Pass ins eigene Tor.
Glage hätte kurz vor Schluss sogar noch beinahe da 7:3 gemacht, wurde aber zu weit abgedrängt. In ähnlicher Situation gelang Instenberg von der Grundlinie das dritte FCM-Tor.
FCM II: Beer – Loth, Jahnel, Gebauer, Weiß, Georgi (60. Glage), Instenberg, Girke, Bartsch (67. Köhne), Brendel (72. Herold), Verkic. Tore: 1:0 Bartsch (12.), 2:0 Girke (17.), 3:0, 4:0 Instenberg (21., 35.), 4:1 Krüger (58.), 4:2 Trautmann (63.), 5:2 Brendel (70.), 6:2 Müller (71., Eigentor), 6:3 Krüger (89.).
P.S.: Das heutige Landesklasse-Spiel TSV Völpke II – TuS Neustadt wurde abgesagt.
FCM beim FC Oberneuland / Trainer Baumgart auf Visite nach Portugal
Trainingslager kollidiert mit Achtelfinale
Von Klaus Renner
Magdeburg. FCM-Trainer Steffen Baumgart fliegt am Montag nach Portugal – am liebsten mit drei Punkten aus der Regionalligapartie vom Wochenende beim FC Oberneuland (Sonntag, 13.30 Uhr) im Gepäck. Der 37-Jährige ist auf eintägiger Dienstreise, soll er doch im Ferienort Portimaro an der Algarve, eine Autostunde von Faro entfernt, die Bedingungen für das Trainingslager des Regionalligisten erkunden.
Doch so wichtig die Saisonvorbereitung im Januar 2010, fällt doch ein Wermutstropfen in den Kelch der Freude. Denn: Ur sprünglich hatte der FCM das Trainingslager vom 23. bis 31. Januar geplant. Beginn soll nun aber erst später sein, weil der FCM sein Achtelfinalspiel im DFB-Landespokal bei Verbandsligist Grün-Weiß Wolfen am 24. Januar austragen muss.
Das bringt FCM-Sportdirektor Michael Richter in Harnisch: „Der Landesverband reißt damit unsere Saisonvorbereitung auseinander. Wir hätten später, dann auch mal in der Woche gespielt, aber der Landesverband geht auf seine führenden Vereine nicht ein.“ Gleiches trifft nämlich auch auf den HFC zu, der bei Eintracht Elster antreten muss. Die Kritik aus der Landeshauptstadt ficht Klaus Ebeling nicht im Geringsten an: „Ob der FCM ab 23. Januar ein Trainingslager machen will, ist mir Wurst. Dort weiß man seit August die Termine“, sagt der Verantwortliche für Sachsen-Anhalts Landespokal. Der Rahmenspielplan des Landesverbandes weist den 23., den 30. Januar sowie den 6. und den 10. Februar 2010 als Nachholspieltage für den Pokal aus. Gerade letzterer Termin wird von beiden Regionalligisten als günstig angesehen, endet doch am 13. Februar für sie wie auch ihre Pokalgegner die Winterpause.
Beim HFC ist man flexibler. Wie dessen Pressesprecher Jörg Sitte gestern erklärte, legen die Hallenser den Termin ihres Trainingslagers (erneut in der Türkei) erst dann fest, wenn über ihren Antrag auf Verlegung des Achtelfinals entschieden worden ist.
Doch am Sonntag muss der FCM erst einmal zum FC Oberneuland, von dem Baumgart weiß: „Auf eigenem Rasen spielstark und bei Kontern gefährlich.“ Mit neuem Trainer (Wolfgang Sidka/54 Jahre, für Werder Bremen, 1860 München und Hertha BSC aktiv) erwartet Baumgart bei den Rand-Bremern „neue Strukturen“. Der FCM wird ohne den wegen fünf Gelben Karten gesperrten Stephan Neumann und den an Angina erkrankten Christian Prest antreten.
Fußball-Verbandsliga: Preussen treffen zum zweiten Mal im Saisonverlauf auf den Haldensleber SC
Club-Zweite kann heute die Tabellenführung übernehmen
Von Roland Schulz
Im einzigen Freitagspiel des 14. Spieltages der Fußball-Verbandsliga stehen sich heute Abend ab 19 Uhr auf Platz 5 der MDCC-Arena die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg und der VfB Sangerhausen gegenüber. Die restlichen Begegnungen werden am Sonnabend ab 14 Uhr ausgetragen. Darunter auch die Partie zwischen dem Haldensleber SC und dem MSV 90 Preussen.
Magdeburg. Bereits vor der Saison machten die Verantwortlichen der beiden Ex-Oberligisten 1. FC Magdeburg II und VfB Sangerhausen aus, dass die Begegnung des 14. Spieltages bereits am Freitag ausgetragen wird. „Wir haben damit überhaupt kein Problem“, so FCMII-Trainer Mario Middendorf.
„Nach den langen Pausen kommt unsere Mannschaft langsam ins Rollen“, so Middendorf weiter. „Das wollen wir auch gegen den VfB unter Beweis stel len. Wir wollen zeigen, dass wir gut Fußball spielen können und uns weiterentwickelt haben.“ Bis auf den an einer Zehenprellung laborierenden Osterland und den mit einem Bänderriss pausierenden Schmidt hat der Coach alles beisammen.
Middendorf erwartet einen sehr defensiv stehenden Gegner, dessen Stärken bei nur zwölf Gegentoren in der Abwehr ersichtlich sind. Bei ebenfalls nur zwölf eigenen Treffern ist aber auch das derzeitige Manko der Rosenstädter in der Chancenverwertung erkennbar. „Ich erwarte eine Begegnung, die lange ausgeglichen ist. Wir müssen geduldig sein, auf unsere Chancen lauern und diese eiskalt ausnutzen.“ Bei einem Sieg winkt dem FCM II wieder die Tabellenspitze.
Zwar denkt Preussen-Trainer Dirk Hannemann noch gern an den 4:1-Erfolg seiner Mannschaft in der I. Hauptrunde des Fußball-Landespokales gegen den Haldensleber SC. Doch wird das „am Sonnabend in Haldensleben ein ganz anderes Spiel werden.“
Auf Grund der Tabellensituation, der HSC ist mit 19 Punkten Achter, die Preussen haben 17 Zähler und sind Zehnter, wäre ein Sieg in diesem Spiel sehr wichtig für die Platzierung. Der Vorteil dürfte dabei mental bei den Preussen liegen. Während der HSC in den vergangenen vier Spielen bei 4:16 Toren vier Niederlagen kassierte, haben die Sudenburger die beiden letzten Spiele nicht verloren und vier Punkte geholt.
„Wir haben in Haldensleben aber nur eine Chance, wenn wir jetzt auch im Spiel unsere Chancenausnutzung verbessern“, so Hannemann. Allerdings will der Trainer „nicht auf Teufel komm raus angreifen.“ Im Gegenteil: „Wir müssen aus einer gefestigten Abwehr heraus spielen, auf unsere Chancen warten und diese nutzen.“ In der vergangenen Saison gelang dies, wie das 2:0 der Preussen vom März diesen Jahres belegt.
Neben den Langzeitverletzten Behr, Hitzing und Knöfler wird bei den Preussen bis zum Jahresende Rasche fehlen. Der Stürmer hat sich nach Vereinsangaben eine persönliche Auszeit genommen.
Die Beteiligten in Halberstadt und Magdeburg üben sich noch in Zurückhaltung
Bartsch tritt beim VfB zurück – bald FCM-Manager?
Von Klaus Kahmann
Magdeburg/Halberstadt. Es verdichten sich die Hinweise, dass Rüdiger Bartsch auf dem Weg ist, der Nachfolger von Bernd Hofmann als Manager beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg zu werden.
In der Nacht zu gestern teilte Fußball-Oberligist VfB Germania Halberstadt durch dessen Präsidenten Olaf Herbst mit, dass „Rüdiger Bartsch die Gesellschafter der Halberstädter Fußball GmbH und das Präsidium des VfB Germania Halberstadt darum gebeten hat, ihn kurzfristig von seinen Ämtern als Manager und Geschäftsführer der Fußball GmbH zu entbinden.“ Die verantwortlichen Gremien gaben dem Rücktrittsgesuch statt.
Bartsch übte sich gestern auf die Frage, ob das ein erster Schritt in Richtung Manager beim FCM sei, noch deutlich in Zurückhaltung: „Das kann man zumindest so interpretieren. Es war ein Schritt, weil sich neue Möglichkeiten für mich auftaten, mit denen ich mich befassen möchte. Ansonsten ist das zurzeit nur heiße Luft, nur Spekulation.“.
Auf die Frage, ob es denn schon einen Gesprächstermin mit dem 1. FC Magdeburg gäbe, meinte Bartsch: „Zu diesem Thema sage ich nichts weiter als das bisher Gehörte.“.
Sehr ähnlich die Reaktion bei Volker Rehboldt, dem Präsidenten
des 1. FC Magdeburg.
„Da ich keinen Einfluss auf Herrn Bartsch und die Gesellschafter der Halberstädter Fußball GmbH sowie das Präsidium des VfB Germania habe, gibt es dazu keinen Kommentar von mir“, blockte er ab. Dass man die Nachricht aus Halberstadt doch als einen ersten Schritt von Bartsch in Richtung Manager beim FCM bewerten könne, nannte Rehboldt „eine Spekulation ihrerseits, der ich nicht widersprechen werde. Aber aus gutem Grund sehe ich von jedwedem Kommentar dazu ab“, ließ Rehboldt auch keinen Raum für die Frage nach einem Termin mit Bartsch.
Es ist keine fünf Monate her, da hatte Bartsch noch ein Angebot als Manager der Handballer des SC Magdeburg abgelehnt mit der Begründung, er wolle das Projekt in Halberstadt zu Ende führen. Schon damals hatte VfBPräsident Olaf Herbst vorher gesagt, dass man ihm keine Steine in den Weg legen würde. „Wenn Herr Bartsch jetzt einen anderen Weg gehen will, dann lassen wir ihn ziehen. Wir werden unseren Weg gehen. Wir haben auch schon eine Lösung parat, auch wenn es erst einmal eine für den Übergang ist. Bei allem, was Herr Bartsch geleistet hat, wir haben in Halberstadt schon Fußball gespielt, bevor er hier war“, machte Herbst deutlich, dass es bei Germania keinen Einbruch gibt.
Stock verlässt FCM
Trennung vom Torwarttrainer
Magdeburg (cme). Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg und sein langjähriger Torwarttrainer Jo Stock gehen mit sofortiger Wirkung getrennte Wege.
Das teilte der Verein in einer Presseerklärung mit. Der 1. FC Magdeburg entsprach mit diesem Schritt dem persönlichen Wunsch von Jo Stock. Für die verbleibenden Spiele bis zur Winterpause wird das Torwarttraining über den Trainerstab abgesichert.
Die Entscheidung über einen möglichen Nachfolger für Jo Stock, der seit 2007 für die Leitung des Torwarttrainings von der Regionalligamannschaft bis zur U16 zuständig war, wird in der Winterpause getroffen.
1. FCM kurz vor der Verpflichtung eines neuen Managers / Rüdiger Bartsch ist „heißer Kandidat“
Alles spricht für Germania-Geschäftsführer
Von Klaus Renner
Magdeburg. Zündet der FCM nach dem überraschenden Rücktritt seines Managers Bernd Hofmann vergangene Woche jetzt Nebelbomben, um in Ruhe mit dem möglichen Nachfolger verhandeln zu können? Es hat zumindest den Anschein, denn der ins Spiel gebrachte Geschäftsführer von Regionalliga-Mitkonkurrent SV Babelsberg, Ralf Hechel, antwortete gestern auf Volksstimme-Nachfrage: „Ich habe zwar zum FCM durch meine beruflichen Verbindungen persönliche Kontakte. Aber zum Thema Manager hat niemand mit mir gesprochen – obwohl ich gestehen muss, dass mich das angebliche Interesse doch ein wenig ehrt. Und außerdem: Ich bin hier sehr zufrieden.“.
Der 44-Jährige hat nach eigenem Bekunden in Babelsberg „noch viel vor“. Schließlich will der Regionalliga-Spitzenreiter in die 3. Liga aufsteigen. Zudem werden aus dem Konjunkturpaket II acht Millionen Euro für die Sanierung des Liebknecht-Stadions ausgeschüttet – Hechel koordiniert die Baumaßnahmen.
FCM-Präsident Volker Rehboldt hingegen hüllt seine Ambitionen in die vielsagenden Worte: „Wir suchen einen Vermarktungsexperten, der gleichzeitig in der Sportmarketing GmbH tätig werden soll.“ Man arbeite „die Liste der Kandidaten“ ab. Konkret angespro chen auf den angeblichen Wunsch-Nachfolger, den Geschäftsführer des Oberligisten Germania Halberstadt, Rüdiger Bartsch, ließ Rehboldt keinen Zweifel aufkommen: „Ein interessanter Mann …“.
Präsidium und Aufsichtsrat hätten sich zum einen auf das Anforderungsprofil für den „Neuen“ festgelegt („Wir suchen einen Vermarktungsexperten“) und zum anderen auf die Sprachregelung einer „möglichst kurzfristigen“ Nachfolgeregelung geeinigt.
Rüdiger Bartsch bestätigte gestern, „in intensiven Gesprächen mit dem FCM“ zu sein und unterstrich: „Die Chancen auf eine Einigung mit dem FCM stehen gut.“ Der 45-Jährige hatte noch am gestrigen späten Abend ein Gespräch mit Germania-Präsident Olaf Herbst. Der Ausgang war bei Redaktionsschluss dieser Seite zwar noch offen, doch deuteten alle Indizien darauf hin, dass die Vorharzer dem baldigen Wechsel ihres Geschäftsführers in die Landeshauptstadt keine Steine in den Weg legen würden.
Erst Ende Juni hatte Bartsch ein Angebot des SCM ausgeschlagen, als Geschäftsführer beim Handball-Bundesligisten einzusteigen.
2. Hauptrunde im Fußball-Landespokal: 1. FC Magdeburg gewinnt bei TSG Calbe 3:0 (2:0)
Baumgart-Schützlinge ohne Probleme ins Achtelfinale
Von Klaus Kahmann
In der zweiten Hauptrunde des Fußball-Landespokals kam der Regionalligist 1. FC Magdeburg am Sonnabend zu einem mühelosen 3:0 (2:0)-Sieg über den gastgebenden Landesligisten TSG Calbe. Racanel (7. Minute, Foulelfmeter), Fuchs (42.) und Vujanovic (56.) erzielten vor 1199 Zuschauern die FCM-Treffer.
Calbe. „Das war ein verdienter Sieg für die Magdeburger. Wir wollten aus einer kompakten Deckung zu Treffern kommen. Das ist uns nicht gelungen. Zwei individuelle Fehler brachten den FCM gleich in der ersten Halbzeit in Vorteil“, kommentierte Calbes Trainer Detlef Drachenberg. Für FCM-Coach Steffen Baumgart hieß es: „Aufgabe erfüllt. Die Calbenser haben alles gegeben. Wir sind auf dem schwierigen nassglatten Boden konzentriert zu Werke gegangen, haben immer nach vorn gespielt. Vielleicht wäre es nach einem verwandelten Elfmeter der TSG noch einmal enger geworden.“
Ja, der Elfmeter. In der ersten Minute der zweiten Halbzeit wurde TSG-Kapitän Menz im Strafraum leicht gerempelt. Schiedsrichter Sven Schweinefuß (Rieder) zeigte sofort auf den Elfmeter punkt. Doch der Gefoulte scheiterte mit seinem Schuss an FCMKeeper Beer, der in die richtige Ecke abtauchte und auch den Nachschuss meisterte.
Ein Elfmeter hatte auch den FCM in Front gebracht. Bergholz holte in der siebten Minute Racanel im Strafraum von den Beinen. Racanel selbst ließ vom Punkt Harant – er war danach häufig der Garant für eine nicht so hohe Niederlage – keine Chance. Die Gastgeber kamen nur selten in die Nähe des gegnerischen Strafraums. Als die Calbenser den Ball im Strafraum vertändelten, erhöhte Fuchs auf 2:0 (42.). Vujanovic traf schließlich nach einer prä zisen Watzka-Flanke zum 3:0-Endstand (56.).
Mit 1199 Zuschauern wurde der alte Rekord vom Spiel gegen den Halleschen FC um sieben Gäste übertroffen. In einer Schweigeminute gedachten Spieler und Zuschauer Nationaltorwart Robert Enke. Der FCM spielte mit Trauerflor.
Calbe: Harant – Bergholz (66. Ulrich), Harms, Zapke, Blöhm, Müller, Voigt (46. Wolff), Strohbach, Menz, Neumeister, Schmidt.
Magdeburg: Beer – Probst, Prest (46. Gewelke), Littmann, Gaebler – Bauer, Racanel, Tüting (62. Matthias), Watzka – Vujanovic, Fuchs (72. Verkic).
Schiedsrichter: Schweinefuß (Rieder). Zuschauer: 1199. Tore: 0:1 Racanel (7. Foulelfmeter), 0:2 Fuchs (42.) 0:3 Vujanovic (56.).
Fußball-Verbandsliga: 1. FC Magdeburg II gewinnt Nachholspiel bei Aufsteiger Naumburger SV mit 1:0
Brendel mit Tor des Tages nach Friebertshäuser-Pass
Naumburg/Magdeburg (sgü). Im Nachholspiel des 10. Spieltages der Fußball-Verbandsliga behauptete sich die U 23 des 1. FC Magdeburg beim Naumburger SV durch ein spätes Tor von Marcel Brendel mit 1:0.
Die U 23 versuchte in der Anfangsphase das Spiel zu kon-trollieren, doch der Gastgeber versteckte sich nicht und war durch schnelles Konterspiel stets gefährlich. Die erste gute Möglichkeit auf Magdeburger Seite hatte Deniz Siga, als er eine Flanke von Patrick Bartsch knapp über das Tor schoss (15. Minute).
Es wurde immer gefährlich für das Naumburger Tor, wenn die FCM-Zweite schnell über die Flügel spielte, doch Bartsch verfehlte freistehend das Tor (22.), auf der Gegenseite parierte Filatow gegen den Naumburger Stößel (37.). Kurz vor der Pause hatte Rückkehrer Tobias Friebertshäuser die große Möglichkeit, den Club in Führung zu bringen. Doch sein Kopfball nach einer Brendel-Ecke landete am Pfosten (44.).
Kurz nach Wiederbeginn setzte Friebertshäuser einen Kopfball knapp neben das Tor (48.). Der Gast wirkte nun bissiger, Naumburg zog sich zunehmend in die eigene Hälfte zurück, wollte das Remis sichern.
Aber erst ein Freistoß von Marcel Brendel brachte wieder Gefahr für das Naumburger Tor (65.). Nach einem weiteren Freistoß hatte Christian Weiß die Möglichkeit zur Führung, aber sein Schuss wurde auf der Torlinie geklärt (75.).
In der 83. Minute dann das 1:0 für die FCM-Zweite. Nachdem einer der seltenen Naumburger Angriffe abgefangen wurde, spielte Friebertshäuser den Ball mustergültig in den Lauf von Marcel Brendel, dieser lief allein auf Naumburgs Keeper Stefan Leger zu und ließ ihm bei seinem Schuss keine Abwehrchance.
Die Gastgeber warfen jetzt alles nach vorn, doch die Mannschaft um Kapitän Loth ließ in den letzten Minuten nichts mehr anbrennen und brachte den glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg über die Zeit.
„Heute hat meine Mannschaft den Kampf angenommen und dagegen gehalten. Im Gegensatz zum Spiel letzte Woche in Wernigerode waren wir in den spielentscheidenden Situationen konsequenter und haben die wenigen Fehler der Gastgeber genutzt. Ich bin froh, dass sich die Mannschaft für ein hartes Stück Arbeit dieses Mal mit einem Sieg belohnt hat“, freute sich FCM-Trainer Mario Middendorf nach dem Schlusspfiff.
FCM souverän ins Achtelfinale
Calbe (kk). Mit einem 3:0 (2:0)-Sieg beim Landesligisten TSG Calbe haben die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg am Sonnabend souverän das Achtelfinale des Landespokals erreicht. Catalin Racanel (7. Minute, Foulelfme ter), Lars Fuchs (42.) und Radovan Vujanovic (56.) trafen für die Elbestädter. Zu Beginn der zweiten Halbzeit meisterte Christian Beer einen Foulelfmeter vom TSG-Kapitän Alexander Menz und parierte auch den Nachschuss.
Autor: Klaus Kahmann
Baumgart: „Spiel schnell in unsere Bahnen bringen“
1. FC Magdeburg heute im Landespokal bei der TSG Calbe
Die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg treffen heute ab 13 Uhr im Hegerstadion von Calbe in der 2. Hauptrunde des Landespokals auf Gastgeber TSG Calbe. Die Saalestädter sind 13. der Landesliga, der FCM Vierter der Regionalliga und damit haushoher Favorit.
Magdeburg. So sieht es auch FCM-Trainer Steffen Baumgart: „Gerade weil wir klar favorisiert sind, besteht die Gefahr, dass meine Mannschaft den Gegner unterschätzt. Darum habe ich meinen Spielern auch gesagt, dass sie sofort in die Zweikämpfe gehen sollen und den Gegnern zeigen, dass das kein Freundschaftsspiel ist. Wir wollen weiterkommen. Also müssen wir mindestens ein Tor mehr machen als die Gastgeber. Deshalb sollen meine Spieler die Partie so schnell wie möglich in unsere Bahnen bringen.“
Auch wenn die Calbenser drei Ligen unter dem FCM spielen, der Trainer hat die Mannschaft beobachten lassen, geht das Match professionell an. „Natürlich will ich auch, dass die Zuschauer in Calbe schöne Tore sehen, aber die müssen wir uns natürlich erarbeiten. Calbe wird uns sicher nichts schenken wollen“, war gestern weiter vom FCM-Trainer zu hören.
Deckungsspieler Silvio Bankert fällt laut Baumgart aus, einige Spieler haben noch Nachwirkungen der Grippeschutz-Impfung. Im FCM-Tor steht diesmal Christian Beer. „Das ist kein Experiment, sondern das Ergebnis der Trainingsleistungen. Wir haben einen Kader, in dem für alle Positionen Alternativen gegeben sind“, so Baumgart zum Wechsel auf der Torhüterposition.
Natürlich ist der Freitod von Nationaltorhüter Robert Enke nicht spurlos an den FCM-Kickern vorübergegangen. „Viele unserer Spieler waren schon in der Gegend von Hannover, kennen Robert Enke. Sein tragischer Tod beschäftigt ja nicht nur uns Fußballer, die wir eine große Familie sind. Da war Enke nun einmal häufig das Thema unserer Gespräche. Ich selber habe noch gegen ihn gespielt. Manches Wort, das da so nebenbei gefallen ist, hat auf einmal eine ganz andere Bedeutung. Aber im Spiel wird das für unsere Spieler keine Rolle spielen. Wie es auch für uns keine Rolle spielt, ob Herr Hofmann da ist oder nicht, um gleich ein anderes Thema noch anzusprechen“ so Baumgart.
Fußball-Verbandsliga: Club-Reserve im Nachholspiel bei Aufsteiger Naumburg zu Gast
Middendorf erwartet richtige Einstellung
Von Roland Schulz
Cracau. In einem Nachholspiel des 10. Spieltages der Fußball-Verbandsliga muss Oberliga-Absteiger 1. FC Magdeburg II am Sonnabend ab 14 Uhr beim Neuling Naumburger SV 05 antreten.
Beide Vereine haben als einzige Mannschaften der Liga erst elf Spiele bestritten und gehen mit der gleichen Zielstellung in die Partie. Beide wollen das Spiel gewinnen. Der Gastgeber, der seinen Optimismus aus der Partie Wernigerode gegen den FCM II vom vergangenen Sonnabend zieht, da verlor der Club mit 0:2, würde sich mit einem Erfolg von der Abstiegszone entfernen. Die Club-Reserve hätte auf Grund des besseren Torverhältnisses gegenüber Union Sandersdorf Platz zwei erreicht.
„Ich hoffe, dass die Spieler die Auswertung des Wernigerode-Spieles aufgenommen haben. Dieses Spiel hat eindeutig gezeigt, dass man in jede Begegnung mit der richtigen Einstellung und Leistungsbereitschaft gehen muss. Ansonsten hat man schon verloren“, so Trainer Mario Mittendorf gestern. Das Team wird heute noch einmal trainieren, bevor der Kader festgelegt wird. Dann entscheidet sich auch, wer aus dem Kader der „Ersten“ mit nach Naumburg reist. Bis auf den erkrankten Tim Girke hat Middendorf aus seinem Kader alles an Deck, so dass der Konkurrenzkampf, auch nach dem Wernigerode-Spiel, sicherlich neuen Antrieb erhalten hat. Bleibt aus Magdeburger Sicht wahrlich zu hoffen, dass die Mannschaft die Aussagen ihres Trainers verinnerlicht hat.
Nach Rücktritt als Stadion- und Vermarktungs-Geschäftsführer und FCM-Manager
Hofmann beklagt „fehlendes Vertrauen“
Von Klaus Renner
Seit gestern ist der 1. FC Magdeburg ohne Manager und zwei mit dem Regionalligisten kooperierende Gesellschaften, die Stadion- und die Vermarktungsgesellschaft, ohne Geschäftsführer (Volksstimme berichtete). Der zurückgetretene Bernd Hofmann nannte als Hauptgrund für seinen Entschluss „fehlendes Vertrauen meines Geschäftsführer-Kollegen innerhalb der Vermarktungsgesellschaft“.
Magdeburg. Der aus dem brandenburgischen Velten stammende Hofmann, seit 2005 FCM-Manager, erklärte weiter, er bedauere diesen Schritt, sehe sich aber dazu gezwungen: „Ich erkenne unter den gegebenen Voraussetzungen keine erfolgversprechende Perspektive für diese eminent wichtige Position.“ Seit geraumer Zeit sah sich der 40-Jährige nach eigenen Angaben „inhaltlichen und persönlichen Angriffen ausgesetzt, die eine professionelle Arbeit und die angestrebte Optimierung der Einnahmesituation ad absurdum führten“. Außerdem würde ihm trotz eines Gesellschafterbeschlusses vom August 2009 kein neues Vertragsangebot vorliegen.
Ein frustrierter Hofmann weiter, ihn hätten „fehlende Einbeziehung als vormaliger Entscheidungsträger in grundlegende strukturelle Fragen trotz anderslautender Vereinbarungen durch jetzige Verantwortliche“ in seinem Entschluss bestärkt.
Hofmann betonte zudem, die Trennung sei nicht im Zusammenhang mit seiner Aufgabe beim 1. FCM zu sehen. „Schweren Herzens“, so der Ex-Manager, „gebe ich die Aufgabe im ,Herzstück‘ des Magdeburger Fußballs auf.“
Auf die Frage nach seiner beruflichen Zukunft antwortete Hofmann: „Ich habe definitiv nichts Neues. Es war noch nie meine Art, diesbezüglich mit zwei Partnern parallel zu verhandeln.“
Zumeist Bedauern
Überwiegend mit Bedauern regierte das Umfeld auf Hofmanns Entschluss. FCM-Präsident Volker Rehboldt sagte: „Ich möchte ihm für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren danken. Die Entscheidung hat uns überrascht, und wir konnten ihn trotz intensiver Bemühungen nicht überzeugen, seinen Entschluss rückgängig zu machen.“ Hofmann habe „einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des 1. FCM, der wirtschaftlichen Stabilität und des Vermarktungserfolges gehabt“.
Der Vorsitzende des FCMAufsichtsrates, Rüdiger Koch, zeigte sich von Hofmanns Schritt überrascht: „Ich hatte zuvor keine Kenntnis von Herrn Hof,manns Absicht. Er hat eine erfolgreiche Arbeit im Sponsoring geleistet.“ Zwar sei es „viel zu früh, um Namen zu nennen“, doch müsse man sich „zeitnah um einen Nachfolger kümmern“.
FCM-Legende Wolfgang Seguin, der nach jahrelanger Mitgliedschaft erst kürzlich nicht mehr in den Aufsichtsrat des Vereins gewählt wurde, sang ebenfalls ein Loblieb auf Hofmann: „Er hat sehr viel für den FCM gemacht und viele Spon soren gewonnen. Seine Arbeit in der Marketing-Gesellschaft kann ich nicht beurteilen.“ Kritisch vermerkte Seguin jedoch, dass es nach wie vor keine Lösung im so genannten „Würstchenkrieg“ um die Magdeburger MDCC-Arena gibt und zudem ein Gerichtsverfahren wegen des zweifachen Verkaufs der Rechte an den FCM-Fanartikeln anhängig ist. Seguin vieldeutig: „Da sind noch einige Dinge im Dunkeln.“
Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper, bis 2002 selbst FCM-Präsident, sprach sich dafür aus, neben dem von der Stadt bestellten Geschäftsführer Andreas Brakmann „schnellstmöglich einen neuen zweiten Geschäftsführer für die Gesellschaft zu suchen“. Diesen werde man „in einer überschaubaren Zeit“ vorstellen. „Das muss kein Fußball-Experte sein. Wir brauchen einen Geschäftsführer, der mit Geld umgehen und die Vermarktung des Stadions und des Clubs vorantreiben kann.“
Gastronom Eckhard Meyer, wie Trümper ehemaliger FCMChef, legte in der von ihm gewohnten deftigen Art nach: „Bernd Hofmann hat eine Menge bewegt. Man stelle sich vor: Im VIP-Raum tummeln sich nach unseren Heimspielen bis zu 550 Leute. Das sind zum größten Teil aktive oder potenzielle Sponsoren. Und das in der vierten Liga. Davon träumt mancher Zweit- und Drittligist.“
Unstimmigkeiten
Bekannt ist auch: Das Verhältnis von Hofmann, der den FCM vertritt, zu seinem Geschäftsführerkollegen Andreas Brakmann ist alles andere als freundschaftlich. Erst im Sommer hatte Magdeburgs Oberbürgermeister Trümper Hofmann im Zusammenhang mit der Vergabe der Namensrechte für das neue Stadion gerüffelt. Im FCM selbst gab Manager Hofmann erst im Mai die Verantwortung für alle sportlichen Belange an das bisherige Aufsichtsratsmitglied Michael Richter ab, nachdem wegen des mehrfach verpassten Aufstiegs Kritik laut geworden war. Noch im Sommer hatte Hofmann dies selbst eingeräumt. Die Mischung der Mannschaft habe nicht gepasst.
Tischer: „Wir sind eben als Mannschaft gewachsen“
Von Klaus Kahmann
Magdeburg. „Wichtig ist, dass wir die drei Punkte in der Tasche haben. Ich wiederhole mich da gern: Natürlich freue ich mich, dass ich ein Tor geschossen habe, aber wichtiger ist für mich der Sieg, egal, wer von uns getroffen hat“, machte Radovan Vujanovic, Kapitän des 1. FC Magdeburg und gemeinsam mit Lars Fuchs mit neun Treffern der beste Torjäger der Elbestädter, deutlich, dass hier die Leistung der Mannschaft und nicht die des Einzelnen im Mittelpunkt steht.
Und als Team haben die Schützlinge von Trainer Steffen Baumgart gegen die zweite Mannschaft von Wolfsburg wahrlich über weite Strecken geglänzt. Da war zum Beispiel Maximilian Watzka. „Es ist natürlich immer schön, wenn man präzise Pässe schlägt, die in Tore umgemünzt werden. Aber dafür bin ich ja da“, meinte er auf seine genauen Zuspiele zu den ersten beiden Tore angesprochen. Immerhin ist der Mittelfeld mann mit sieben Treffern ja die Nummer drei in der internen Torschützenliste.
Oder Marcel Probst. Mancher wird sich gewundert haben, dass der Deckungsspieler zur zweiten Halbzeit nicht mehr auflief. „Das hat nichts mit der Leistung von Marcel zu tun. Die war einwandfrei. Aber er hatte schon gegen Ende der ersten 45 Minuten angedeutet, dass er kräftemäßig nicht mehr so gut drauf war“, erklärte Baumgart die Hereinnahme von Andreas Gaebler für Probst.
Überhaupt die Deckung. Ob Neumann, Bankert, Prest oder Probst bzw. Gaebler, alle „putzten“ immer wieder in gefährlichen Situationen aus. Das Mittelfeld ergänzte die gute Deckungsarbeit. Spätestens hinter der Mittellinie attackierten fast immer gleich zwei Mann erfolgreich den ballführenden gegnerischen Spieler. Das brachte den Gast zumeist aus dem Takt.
„Unser Zusammenspiel in Angriff und Abwehr ist deutlich besser geworden.“ konstatiert Torhüter Matthias Tischer. „Wir wissen voneinander jetzt viel mehr, wissen, wie der andere reagiert. Dadurch ist die Umkehr von Angriff auf Abwehr oder umgekehrt deutlich schneller und besser geworden. Wir sind eben als Mannschat gewachsen“, ergänzt Tischer.
Baumgart konstatierte das und meinte: „Riesenkompliment an meine Mannschaft. Sie hat versucht, vieles von dem, was uns in den letzten Wochen stark gemacht hat, umzusetzen. Das ist ihr – bis auf den Ausrutscher zum 1:2 – in den meisten Phasen des Spiels gelungen. Unser ganz großes Plus war heute eindeutig der Siegeswille aller Spieler. Das hat zusätzliche Kräfte freigesetzt.“
Fußball-Regionalliga: 1. FC Magdeburg besiegt VfL Wolfsburg II 3:1 (2:0)
Vujanovic und Fuchs lassen die „Wölfe“ alt aussehen
Von Klaus Kahmann
9243 begeisterte Zuschauer feierten gestern in der Magdeburger MDCC-Arena den 3:1-Sieg der Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg über die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg. Fuchs (22. und 81. Minute) und Vujanovic (33.) trafen für die Gastgeber. Könnecke (47.) sorgte für den zwischenzeitlichen Anschluss.
Magdeburg. „Das war das beste Spiel unserer Mannschaft in dieser Saison. Beide Teams haben körperbetont gespielt, aber unseres war da klar stärker“, freute sich FCM-Präsident Rehboldt über den Sieg der Elbestädter über die bis zum Wochenende auf Rang zwei liegende Reserve des Bundesligisten VfL Wolfsburg.
Lediglich elf einsame enttäuschte Wolfsburg-Fans konnten die Freude nicht teilen. Dabei machten die Gäste zu Beginn mehr Druck, so dass die FCMAbwehr voll beschäftigt war. Erst nach einer Viertelstunde kam der Gastgeber besser zum Zuge und erzielte durch Fuchs (22.) die Führung. Nach einem gekonnten Passspiel von Vujanovic, Watzka und Racanel flankte Watzka von rechts, und Fuchs war per Flugkopfball zur Stelle. Danach wieder einige gefährliche Szenen im FCM-Strafraum, die glücklich überstanden wurden.
Auch beim 2:0 kam der mustergültige Pass von Watzka. Vujanovic nahm ihn an, drehte sich um die eigene Achse und verwandelte durch die Beine von VfLKeeper Hitz. Damit ging es in die Pause.
Kurz nach dem Wiederanpfiff ein Eckball für den FCM, den die Gäste abfangen. Im Konterspiel verlädt dann Könnecke die FCMDeckung und vollendet sicher zum Anschluss. Rund fünf Minuten zeigten sich die Gastgeber nun unkonzentriert, ehe sie wieder das Zepter übernahmen.
Chancen arbeiteten sich jetzt fast nur noch die Schützlinge von FCM-Trainer Steffen Baumgart heraus, doch mit der Vollendung wollte es noch nicht so recht klappen. Erst als der eingewechselte Gaebler auf den freigelaufenen Fuchs passte, fiel die Vorentscheidung. Der Stürmer ließ Hitz aus Nahdistanz keine Chance.
Danach rannten die Gäste immer wieder vergeblich gegen das FCM-Tor an. Die Magdeburger verteidigten auf allen Positionen diesen wichtigen Erfolg.
„Wir haben heute eine sehr intensive Regionalliga-Partie auf hohem Niveau gesehen“, schätzt Baumgart ein. „Wolfsburg hat uns alles abverlangt. Wir haben vor allem läuferisch und kämpferisch dagegengehalten. Beide Mannschaften haben mit sehr viel Risiko gespielt“, so Baumgart weiter.
Sein Gegenüber Lorenz-Günther Köstner meinte: „Vor allem auf Grund der ersten Halbzeit war der Sieg der Magdeburger verdient. Viele meiner Spieler sind mit der kämpferischen Einstellung der Magdeburger nicht zurechtgekommen. Sie wussten zwar von den Stärken der Gastgeber im Zweikampfverhalten, haben aber nicht entsprechend reagiert. Magdeburg zeigte zudem mehr Willensstärke.“
Der zweifache Torschütze Lars Fuchs meinte: „Ich glaube, wir haben heute gezeigt, dass wir offensiv sehr stark sind. Ich konnte die guten Zuspiele von Watzka und Gaebler gut nutzen. Aber auch von Racanel, Bauer und Tüting kam im Mittelfeld sehr viel.“
Magdeburg: Tischer – Neumann, Bankert, Prest, Probst (46. Gaebler) – Bauer, Tüting (90. Zander) , Racanel (86. Matthias), Watzka – Vujanovic, Fuchs. Wolfsburg: Hitz – Simunek (80. Ahlschwede), Karimow, Klamt, Reiche – Riemer (46. Klos), Yilmaz, Ziehl (76.) Fomitschow, Schindzielorz – Könnecke, Esswein.
Schiedsrichter: Wagner (Kriftel). Zuschauer: 9254. Tore: 1:0 Fuchs (22.), 2:0 Vujanovic (33.), 2:1 Könnecke (47.), 3:1 Fuchs (81.). Gelb: Neumann
Club-Reserve enttäuscht vor dem Harzer Tor
Fußball-Verbandsliga: FC Einheit Wernigerode – 1. FC Magdeburg II 2:0 (1:0)
Magdeburg (sgü/rsc). Am 13. Spieltag der Fußball-Verbandsliga setzte sich der FC Einheit Wernigerode im eigenen Stadion mit 2:0 (1:0) gegen die Reserve des 1. FC Magdeburg durch. Hendrik Blume (36.) und Marko Oberstädt (85.) markierten dabei die Treffer für den Außenseiter aus dem Harz.
Auf tiefem Geläuf hatte der Gast aus der Landeshauptstadt zunächst die besseren Möglichkeiten. Doch Weiß konnte beide Chancen in der 17. und 25. Minute nicht nutzen. Zuvor musste die Club-Zweite einen Ausfall verkraften. Rückkehrer Tobias Friebertshäuser musste bereits nach zehn Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
Wernigerode kam erst nach gut einer halben Stunde besser ins Spiel, blieb aber nur nach Standards gefährlich. Zunächst verfehlte Blume (29.) mit einem Kopfball aber das FCM-II-Gehäuse. Sieben Minuten später machte er es besser, als er nach einem Freistoß freistehend per Kopf zum 1:0 traf.
Nur eine Minute später hatte Brendel die große Chance zum 1:1, doch setzte er seinen Ball vom Anstoß weg an die Latte des Wernigeröder Tores.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit verstärkte der FCM II den Druck, während Wernigerode sich sehr weit zurückzog und nur noch auf Konter setzte.
Viel anfangen konnten die Blau-Weißen mit der Freiheit aber nicht, gute Chancen blieben Mangelware. Die größte Möglichkeit zum Ausgleich hatte Bartsch in der 65. Minute. Doch anstatt den Ball abzugeben, versuchte er es eigensinnig allein und vergab.
1. FC Magdeburg hat morgen VfL Wolfsburg II zu Gast
Rehboldt: „Wolfsburg schnell Schneid abkaufen“
Von Klaus Kahmann
Im Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga Nord treffen die Kicker des 1. FC Magdeburg morgen (Anpfiff 13.30 Uhr) vor heimischer Kulisse auf die zweite Mannschaft des Bundesligisten VfL Wolfsburg. Die Wolfsburger liegen derzeit auf Tabellenplatz zwei, die Gastgeber auf Rang vier.
Magdeburg. Gespannt fiebern die FCM-Fans der morgigen Spitzenpartie entgegen. FCM-Kapitän Radovan Vujanovic hofft „auf rund 10 000 Zuschauer, die unsere Mannschaft nach vorn peitschen“. Das wird allerdings ein wenig knapp werden. Bis Freitagvormittag waren 5500 Tickets verkauft. FCM-Manager Bernd Hofmann geht davon aus, dass die Zahl bis zum gestrigen Abend auf etwa 6500 angewachsen ist. „Dann hängt es davon ab, wie das Wetter am Sonntag ist. Ich rechne eher mit 8000 bis 9000 Zuschauern.“ so Hofmann. Die Stadiontore und Kassen öffnen am Sonntag um 12 Uhr.
„Ich freue mich auf die Partie, weil sie ein Gradmesser für unser Team ist. Wenn man einmal von der ersten Halbzeit in Chemnitz absieht, hat man zuletzt deutlich gesehen, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt hat. Ich bin gespannt, wie sie sich gegen die überraschend starke Abwehr der U 23 von Wolfsburg in Szene setzen kann“, war weiter von Hof mann zu hören. Immerhin ist es das Duell des angriffsstärksten FCM (28 Tore) gegen abwehrstärkste Wolfsburger (nur 4 Gegentreffer).
FCM-Präsident Volker Rehboldt setzt auf 7500 + X, was die morgige Zuschauerzahl betrifft. „Es ist Herbst. Da ist das Wetter meist nicht so angenehm. Außerdem strotzen die zweiten Mannschaften der Bundesligisten – wenn man von ihren Platzierungen einmal absieht – nicht gerade vor Attraktivität“, meint der FCM-Präsident. Rehboldt hofft natürlich auf die drei Punkte. „Die brauchen wir dringend, um den Anschluss nach vorn zu schaffen“, so der FCM-Chef. Er hat auch einen Rat für seine Truppe zur Hand: „Ich glaube, es ist das Beste, wenn wir gleich konsequent in die Zweikämpfe gehen und so – wie wir das ja sehr deutlich gegen Hertha BSC II gesehen haben – dem Gegner schnell den Schneid abkaufen.“ Des Lobes voll war Rehboldt auch über die FCMFans. „Das Experiment, den Fan-Zug nach Chemnitz ohne große Polizeibegleitung (siehe Wochenend-Magazin) fahren zu lassen, ist voll geglückt. Ich hatte auch keine Zweifel daran. Es war das richtige Zeichen in einer Zeit, da die Gewaltexzesse am Rande des Fuß balls immer mehr zunehmen“, erklärte der FCM-Präsident.
Gestern Nachmittag war klar, dass Stephan Neumann und Catalin Racanel ihre Blessuren überwunden haben. Zudem wurden für Friebertshäuser (erhielt Vertrag bis 30. 6. 2010) und Nachwuchsspieler Ujazdowski Spielgenehmigungen für die Regionalliga beantragt.
Tests für junge Ballkünstler
Magdeburg (hma). Das Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Magdeburg führt am kommenden Freitag (13.11.) auf dem Trainingsgelände hinter der MDCC-Arena zum vierten Mal einen Sichtungstag für interessierte Kinder und Jugendliche durch.
In der Zeit von 14 bis 16 Uhr werden die Spieler der Jahrgänge 1992 bis 1997 auf ihre sportliche Eignung getestet. Die Interessenten sollten bereits aktiv Fußball spielen und idealerweise bereits am Stützpunkt-Trainingsbetrieb des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt oder anderer Landesverbände teilnehmen.
Interessierte Kinder der Jahrgänge 1998 bis 2003 können anschließend von 17 bis 18.30 Uhr in kleinen Gruppen und Spielformen ihr Können unter Beweis stellen.
Die Anmeldung für den Sichtungstag erfolgt per Mail über jugend@fc-magdeburg.de .
Weitere Infos unter www.fc-magdeburg.de .
1. FC Magdeburg am Sonntag gegen VfL Wolfsburg II / Torjäger Vujanovic:
„Egal, wer von uns trifft, Hauptsache wir gewinnen“
Von Klaus Kahmann
Aufholen und den Anschluss an die Tabellenspitze schaffen oder den Rang eins weiter aus den Augen verlieren, das ist die Alternative, vor der die Kicker des Regionalligisten 1. FC Magdeburg am Sonntag stehen. Dann haben sie ab 13.30 den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg II in der MDCC-Arena zu Gast.
Magdeburg. Sieben Spiele ohne Niederlage haben die Schützlinge von FCM-Trainer Steffen Baumgart zuletzt absolviert. Fünf davon haben sie gewonnen. Am Sonntag soll unbedingt das sechste hinzukommen. „Wir sind von unserer Leistung her auf einer Augenhöhe mit den Wolfsburgern“, so FCM-Kapitän Radovan
Vujanovic, der mit seinen acht Treffern auch
die interne Torjägerliste des 1. FC Magdeburg anführt.
„Natürlich habe ich
mich über mein Tor in Chemnitz gefreut. Aber die Freude wäre noch größer gewesen, wenn ich nicht getroffen hätte, wir aber durch Treffer von Fuchs, Watzka, Racanel oder einen Kopfball von Prest oder wem auch immer zum Sieg gekommen wären“, macht der Stürmer klar, dass ein „Sieg hundertmal mehr wert ist als noch so viele Treffer ohne die drei Zähler auf dem Punktekonto“. Das gilt auch für Sonntag gegen Wolfsburg. Und seine „Verfolger“ in der Torjägerliste, Lars Fuchs und Maximilian Watzka (je sieben Treffer), sehen das nicht anders.
Aber einiges ist doch schon anders geworden beim FCM gegenüber der Vorsaison: Watzka ist viel torhungriger, viel auffälliger im Spiel der Blau-Weißen. „Max hat im Spielsystem unseres Trainers eine andere Rolle übernommen, und er hat sie gut übernommen. Er hat mehr offensive Aufgaben, die er auch in Tore ummünzt. Darum ist er für uns wertvoller geworden“, begründet Vujanovic die Torerfolge seines Mannschaftskameraden.
Und Lars Fuchs?
„Ich freue mich für Lars, dass er so schnell in die Mannschaft gefunden hat. Es ist für einen Angreifer katastrophal, wenn er lange Zeit ohne echten Erfolg bleibt. Lars ist bei uns sehr schnell zum Torschützen geworden. Das hat ihm, aber natürlich auch der Mannschaft, Auftrieb gegeben. Es war schon ein Glücksgriff, ihn noch zu unserem Team hinzuzuholen“, so Vujanovic über seinen Sturmpartner.
Die Ursache für die Erfolgsserie sieht der Kapitän – ähnlich wie Abwehrrecke Christian Prest – im weiteren Zusammenwachsen
der Mannschaft. „Alle arbeiten mit, wenn es nach vorn geht, alle arbeiten mit, wenn der Angriff des Gegners zu stoppen ist. Das ist für mich derzeit unser Erfolgsrezept. Und für das Wolfsburgspiel gilt erneut: Egal wer von uns trifft, Hauptsache wir gewinnen“, so Vujanovic.
Einer wird am Sonntag den Blau-Weißen auf der Bühne besonders die Daumen drücken: Mats Wejsfelt. „Das Potenzial zu einem Spitzenplatz ist bei der Mannschaft auf jeden Fall da. Ich habe allerdings noch nicht Wolfsburg und Babelsberg gesehen“, schätzt der ehemalige FCM-Deckungsspieler ein. Er war im Sommer bei den Magdeburgern ausgeschieden.
Wejsfelt scheint endlich seine Verletzung überwunden zu haben. „Ich freue mich, dass ich hier jetzt wieder schmerzfrei mittrainieren kann und mich so in Form bringe“, sagte er am Rande des FCM-Trainings. Eine komplizierte Verletzung in Wade und Schienbein, deren Ursache die Mediziner jetzt wohl endlich gefunden haben, hatte Wejsfelt für lange Zeit außer Gefecht gesetzt.
Fußball-Verbandsliga: Club-Reserve kickt am Sonntag bei Einheit Wernigerode
Von Roland Schulz
Am Spieltag der Fußball-Verbandsliga haben die beiden Magdeburger Vereine recht unterschiedliche Aufgaben zu lösen. Während der MSV 90 Preussen am Sonnabend ab 14 Uhr Gastgeber für den TSV Völpke ist, muss der 1. FC Magdeburg II am Sonntag zur gleichen Zeit beim Neuling FC Einheit in Wernigerode antreten.
Magdeburg. „Ich erwarte in der Harzstadt ein zähes Spiel. Der Gegner wird motiviert genug sein, steht ja fast schon wieder mit dem Rücken zur Wand. Unsere Jungen wollen gegen die kampfstarken Harzer nachlegen. Das müssen wir auch, wenn wir oben dran bleiben wollen“, blickt FCM-IITrainer Mario Middendorf voraus.
Personell verzichten muss der Coach auf den sich mit einer Oberschenkelverletzung herumplagenden Tietz sowie die krankgeschriebenen Jahnel und Schmidt. Zudem wird erst kurzfristig entschieden, wer aus dem Kader der ersten Mannschaft, die ja ebenfalls erst am Sonntag spielt (13.30 Uhr zu Hause gegen Wolfsburg II), die Reise in den Harz mit antreten wird.
Die Mannschaft kann jedenfalls befreit aufspielen, da sie gegenwärtig bei der Umsetzung ihrer Saisonzielstellung einstelliger Tabellenplatz vollauf im Soll steht. „Wir bekommen keinen Druck von oben, unbedingt aufsteigen zu müssen. Und wir machen uns auch keinen Druck, da erst ein Drit tel der Saison gespielt ist, die Mannschaft sehr jung ist und noch Schwankungen unterworfen ist“, so Middendorf weiter.
Auch der MSV 90 Preussen will gegen Völpke nachlegen und die drei Punkte im Germer-Stadion behalten. „Wir wollen nach dem Sieg in Stendal jetzt auch gegen Völpke gewinnen und in der Tabelle weiter nach oben klettern. Das Selbstvertrauen hat die Mannschaft. Sie muss sich jetzt für ihre Leistungen im Spiel und Training nur selbst belohnen“, so Trainer Dirk Hannemann im Hinblick auf die samstägliche Partie gegen den ehemaligen Oberligisten aus Völpke.
Der Preussen-Trainer sieht die Stärken des Kontrahenten in seiner Kompaktheit. „Das ist eine eingespielte Mannschaft, die aus ihrer Geschlos senheit auch ihre Stärken zieht.
Fehlen werden den Preussen weiterhin die langzeitverletzten Sommermeyer und Behr sowie die angeschlagenen Mensch und Knöfler.
„Trotzdem! Wenn die Mannschaft mit Leidenschaft, der nötigen Laufbereitschaft und Aggressivität in das Spiel geht, dann behalten wir die drei Punkte in Magdeburg.“
Fußball-Regionalliga: Der 1. FC Magdeburg empfängt am Sonntag den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg II
Baumgart: Jugendlichen Elan mit unserer Erfahrung kontern
Von Klaus Kahmann
Magdeburg. Die Stunde der Wahrheit schlägt am Sonntag (Anpfiff in der MDCC-Arena 13.30 Uhr) wieder einmal für die Regionalliga-Kicker des 1. FC Magdeburg. Mit der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg haben die Elbestädter den Tabellenzweiten zu Gast und können durch einen Sieg den Abstand zu den Auto-Städtern auf zwei Zähler verkürzen.
Allerdings sind die Erinnerungen an das letzte Heimspiel gegen die Niedersachsen nicht gerade die schönsten. Am 29. März dieses Jahres unterlagen die Magdeburger den Wolfsburgern mit 0:3. Das war zum einen das Ende aller Aufstiegsträume (zehn Punkte Rückstand auf Spitzenreiter
Kiel) und zum anderen das Ende der Trainer-Karriere von Paul Linz beim 1. FC Magdeburg.
Besonders Deckungsspieler Silvio Bankert wird sich an diese Partie nicht gern erinnern. Sein zweifelhaftes Foul („Ich habe zuerst den Ball gespielt und dann den Spieler getroffen“) an Mike Könnecke brachte ihm die Rote Karte und den Gästen das 1:0 per Elfmeter durch Philipp Kreuels – der Anfang des Dilemmas.
Bankert gehört zu den nur noch sechs FCM-Akteuren aus dem damaligen Team, die auch jetzt unter Trainer Steffen Ba umgart zumeist in der Start-elf stehen. Und wie es der Zufall so will: Auch VfL-Trainer Lorenz-Günter Köstner hatte am vorigen Wochenende gegen Meuselwitz sechs Spieler, die damals begannen, in der Startaufstellung.
Um Racanel und Neumann, die sich im Spiel in Chemnitz Blessuren zuzogen, muss Baumgart noch bangen. Sicher ist für ihn aber schon eins: „Gegen Wolfsburg müssen wir bis an die Leistungsgrenze gehen, wenn wir die Mannschaft schlagen wollen. Wir haben ja letztes Jahr gesehen, was passiert, wenn man gegen dieses Team nicht alles gibt“, warnt der FCM-Trainer vor der Leistungsstärke der Niedersachsen.
„Wie viele der zweiten Mannschaften ist unser Gegner vom Sonntag technisch und läuferisch sehr stark. Bei den Wolfsburgern kommt aber noch hinzu, dass sie diese Stärken sehr kontinuierlich unter Beweis stellen“, begründet Baumgart die gegenwärtig gute Platzierung des Gästeteams.
Und Baumgart fordert von seinem Team: „Wir müssen dem jugendlichen Elan der Wolfsburger unsere ganze Erfahrung entgegensetzen und den Gegner mit unserem offensiven Spiel von Anfang an unter Druck setzen. Wer wie wir, um den Aufstieg mitspielen will, und am Ende ganz oben stehen möchte, der muss auch Wolfsburg besiegen – noch dazu vor heimischer Kulisse.“
Club-Reserve mit Blick nach ganz oben
Von Roland Schulz
Magdeburg. Sowohl in der Fußball-Verbands- als -Landesliga beginnt am kommenden Sonnabend das letzte Drittel der ersten Halbserie 2009/10. In beiden Spielklassen endet am 12. Dezember die erste Halbserie. Beide Spielklassen bestreiten aber auch noch am 19. Dezember (!) das erste Spiel der Rückrunde.
Geschuldet ist diese Terminhatz zum einen der Mannschaftsstärke der drei Staffeln. Zum anderen aber auch dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 am 11. Juni des kommenden Jahres. Laut Beschluss des DFB müssen die Amateure zu Beginn eines solchen Großereignisses ihre Spielserien abgeschlossen haben. Allerdings bestreiten viele Amateurligen in Sachsen-Anhalt ihr letztes Saisonspiel erst am 12. Juni. Nicht auszudenken, wenn die deutsche Mannschaft an diesen Tag nachmittags spielen wür de.
In der Verbandsliga konnten zuletzt sowohl der 1. FC Magdeburg II als auch der MSV 90 Preussen Siege feiern. Die Club-Zweite liegt mit zwei Spielen und drei Punkten hinter Spitzenreiter Union Sandersdorf und der Stendaler Lok auf Rang drei. Hat also alle Chancen, zum Halbserienende auf dem ersten Platz zu überwintern.
Allerdings muss das Team um Trainer Mario Middendorf und Team-Manager Lutz Pape in seinen sieben diesjährigen Spielen noch fünfmal (Wernigerode, Naumburg, Piesteritz, Ammendorf, Bernburg) in der Fremde antreten,
spielt nur noch gegen Sangerhausen und Amsdorf daheim.
Die zuletzt mit dem Auswärtssieg in Stendal ihre Negativserie stoppenden Preussen bestreiten dagegen noch vier Heimspiele (Völpke, Oschersleben, HFC II, Naumburg) und spielen nur noch zweimal in der Fremde (Haldensleben, Eisleben). Wenn die Mannschaft die Leistung von Stendal über einen längeren Zeitraum zeigen und umsetzen kann, dürfte der Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz gelingen.
In den drei Magdeburger Vereinen aus der Landesliga Nord kann man gegenwärtig wohl nur beim Aufsteiger SG Handwerk (8.) zufrieden sein. Dagegen läuft es beim MSV Börde (11.) sowie beim auf einem Abstiegsplatz rangierenden VfB Ottersleben (16.) alles andere als gut. Zwar haben alle drei Magdeburger Vereine gegenwärtig sehr viele verletzte Spieler zu beklagen, doch ist die Situation beim MSV und beim VfB teilweise sehr prekär. Bei beiden macht sich der von Beginn an sehr eng gesteckte Kaderkreis negativ bemerkbar. Beide Teams müssen in ihren verbleibenden Spielen des Jahres ihre Reserven voll ausschöpfen, will man nicht noch tiefer in den (Tabellen)- Keller rutschen.
Autor: Uwe Tiedemann
FCM und der lange Kampf bis zur Tabellenführung
Fußball-Regionalligist trotz stolzer Serie mit sechs Punkten Rückstand zur Spitze
Die stolze Serie von nunmehr sieben ungeschlagenen Pflichtspielen in Folge (darunter fünf Siege) und der Sprung auf Platz vier ist das eine, der Abstand zur Spitze, der seit dem 1:1 in Chemnitz wieder sechs Punkte auf den neuen Tabellenführer Babelsberg beträgt, das andere. Keine Frage: Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg muss für seinen verkorksten Saisonstart lange büßen.
Magdeburg. Ein Remis beim heimstarken Chemnitzer FC (noch keine Niederlage) klingt im ersten Moment nicht schlecht. Doch war „nur“ der eine Zähler möglich? Schließlich spielten Elbestädter 50 Minuten lang in Überzahl. Und in der Endphase verpassten zunächst Marcel Probst, dann Radovan Vujanovic gegen den glänzend aufgelegten CFCKeeper Philipp Pentke den greifbar nahen Sieg. „Besonders den abgefälschten Schuss von ,Vujo‘ hatte ich schon drin gesehen. Eine Superreaktion des Torhüters! Ein 2:1 wäre vielleicht des Guten zuviel gewesen, aber wer fragt hinterher schon danach? Nachdem Wolfsburg und der HFC nicht über ein 0:0 hinausgekommen waren, hätten wir zusammen mit Babelsberg der Gewinner des Spieltages werden können“, trauerte Sportchef Michael Richter noch gestern einer großen vertanen Chance hinterher.
Immerhin hob Richter positiv hervor, dass sich im Hinblick auf das Schlagerspiel am Sonntag (13.30 Uhr, MDCC-Arena) gegen den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg II keiner der gefährdeten FCM-Kicker die fünfte Gelbe Karte eingehandelt hatte. „Das wäre ganz bitter gewesen, wenn uns auch noch ein ,Charly‘ Neumann oder Lars Fuchs gefehlt hätten. Denn bei Catalin Racanel sieht es gar nicht gut aus. Er hat einen Schlag auf den linken Knöchel bekommen und ist umgeknickt. Eine genaue Diagnose liegt aber noch nicht vor“, verkündete Richter. Der Betroffene selber hatte schon unmittelbar nach derPartieamSonntagSchlimmes befürchtet: „Ich glaube nicht, dass ich bis zum Wolfsburg-Spiel wieder fit bin. So etwas dauert seine Zeit.“ Nach seinem frühen Ausscheiden zeigte sich einmal mehr, dass der „zweite Anzug“ des FCM noch nicht passt. Der eingewechselte Martin Zander leistete sich jedenfalls so manchen Schnitzer.
Keinen Grund zur Unzufrie denheit sah der Torschütze vom vergangenen Sonntag: „O.k., wir sind in der ersten Halbzeit nicht ins Spiel gekommen. Letztlich kann man mit einem 1:1 in Chemnitz aber leben. Wir bleiben damit voll im Rennen. Was mich richtig ärgert, ist das dumme Gegentor. Dabei wussten wir, wie gefährlich der Gegner bei Standardsituationen ist“, befand Vujanovic, der mit seinem achten Saisontreffer wieder die alleinige Führung in der internen FCM-Torjägerliste übernommen hat. Mit jeweils sieben „Buden“ sitzen ihm jedoch Maximilian Watzka und Lars Fuchs dicht im Nacken.
Für die Heimpartie gegen die starken Niedersachsen steht für den FCM-„Knipser“ fest: „Wenn wir Sonntag gewinnen, und das Zeug dazu haben wir bei unserem Lauf und den vielen Fans im Rücken allemal, redet über Chemnitz niemand mehr.“
Fußball-Regionalliga: 1. FC Magdeburg spielt beim Chemnitzer FC 1:1
Vujanovic-Treffer bringt noch die Punkteteilung
Von Uwe Tiedemann
Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg blieb gestern auch im siebten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen, musste dabei beim 1:1 in Chemnitz aber Schwerstarbeit verrichten. Das Verfolgerduell war erwartungsgemäß über weite Strecken von hohem Einsatz geprägt. Den Treffer für die Elbestädter, die seit 1991 weiter auf einen Auswärtssieg bei den Sachsen warten, erzielte Vujanovic.
Chemnitz. Der Ost-Gipfel, der wegen des großen Zuschauerandrangs eine Viertelstunde später begann, nahm sofort Fahrt auf. Die „Himmelblauen“ machten viel Druck, holten in den ersten acht Minuten drei Eckbälle heraus, ohne allerdings zu klaren Chancen zu kommen. Schon frühzeitig wurde klar: Hier gab es heute keinen Schönheitspreis zu gewinnen, Kampf um jeden Meter bestimmte die Szenerie.
Pech für den FCM, dass Racanel verletzungsbedingt (Knöchel) frühzeitig raus musste. Für ihn kam Zander. Die Gäste versuchten zwar, spielerische Akzente zu setzen, was aber gegen die sehr engagiert zu Werke gehenden Sachsen zu selten gelang. Und nach vorne ging beim Club zunächst wenig, weil man zahlreiche Kopfballduelle verlor bzw. die Genauigkeit bei den Pässen fehlte. Dafür überzeugte die Defensive. Allerdings nur bis zur 30. Minute. Nachdem zunächst Tischer mit einer spektakulären Parade Jansens Kopfball aus dem Winkel gefischt hatte (29.), war er wenig später machtlos. Nach einem Garbuschewski-Freistoß stand Richter „knochenfrei“ und köpfte mit seinem sechsten Saisontreffer unhaltbar und nicht unverdient zur CFCFührung ein (39.).
Wenig später musste der zuvor bereits verwarnte Torschütze nach einem taktischen Foul allerdings mit Gelb-Rot vom Platz. Richter, der tragische Held.
Der FCM besaß in den ersten 45 Minuten eigentlich nur zwei zwingende Möglichkeiten. Nach Vorlage von Fuchs traf Zander den Ball nicht voll (37.), dann konnte kurz vorm Pausenpfiff ein Chemnitzer bei einem Bauer-Fernschuss für seinen bereits geschlagenen Keeper Pentke klären.
Zweiter Abschnitt: Würden die Elbestädter mit der numerischen Überlegenheit noch für die Wende sorgen können? Es sah so aus. Nach einem schnellen Konter verlängerte Vujanovic per Hacke ein Watzka-Zuspiel zum 1:1 (52.). Ein Klassetor! Im weiteren Verlauf stand zunächst der Unparteiische im Blickpunkt. Der CFC fühlte sich mehrfach benachteiligt. Danach beruhigte sich das Geschehen wieder, wobei sich beide Teams nicht mit einem Remis zufriedengeben wollten. FCM-Coach Baumgart trieb seine Truppe immer wieder nach vorn. Aber auch die Sachsen kämpften in Unterzahl aufopferungsvoll um den Dreier. Das Niveau ließ dabei je doch wiederholt zu wünschen übrig.
In der Schlussphase war der Sieg für den FCM nahe. Zweimal parierte jedoch Pentke glänzend, zunächst gegen Probst und dann bei einem abgefälschten Vujanovic-Geschoss (88./89.). So blieb es beim leistungsgerechten 1:1.
Kommentar von FCM-Trainer Baumgart: „Ich kann meine Enttäuschung nicht ganz verbergen. Wir haben zu viele Fehler gemacht – vor allem in der 1. Halbzeit große Schwierigkeiten gehabt, uns zu lösen.“ Und sein Kollege Schädlich meinte: „Ein gerechtes 1:1, das keiner der beiden Mannschaften weiterhilft.“
CFC: Pentke - Reinhardt, Richter, Thönelt, Becker, Garbuschewski, Emmerich, Vrtelka, Löwe, Hampf (40. Nowak), Jansen (86. Benduhn) FCM: Tischer - Probst, Bankert, Prest, Neumann, Watzka, Bauer, Tüting (78. Verkic), Racanel (21. Zander), Fuchs, Vujanovic Schiedsrichter: Gräfe (Berlin). Zuschauer: 5573. Tore: 1:0 Richter (39.), 1:1 Vujanovic (52.). Gelb: Richter, Pentke, Jansen, Thönelt / Bauer. Gelb-Rot: Richter (wiederholtes Foulspiel/40.)
Fußball-Verbandsliga: 1. FC Magdeburg II – SG Union Sandersdorf 2:1 (1:1)
Instenberg und Brendel lassen den Gastgeber jubeln
Von Sebastian Günther
Im Spitzenspiel der Fußball-Verbandsliga Sachsen-Anhalt setzte sich der 1. FC Magdeburg II am Sonnabend gegen Tabellenführer SG Union Sandersdorf 2:1 (1:1) durch. Moritz Instenberg (16.) und Marcel Brendel (75.) markierten die Treffer für den Sieger. Meinhardt (18.) traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich.
Cracau. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie nach einer fast vierwöchiger Pflichtspielpause sofort wieder ins Spiel gefunden hat und dieses für sich entscheiden konnte“, war nach dem Spiel von Coach Mario Middendorf zu hören. Dabei musste der Trainer vor dem Spiel die Hiobsbotschaft verkraften, dass sein Kapitän und Abwehrchef Christian Loth krankheitsbedingt ausfiel. Für ihn rückte Moritz Instenberg in die Abwehrkette.
Die Anfangsphase des Spieles begann verhalten. Beide Mannschaften versuchten über sicheres Passspiel in die Partie zu finden. Man merkte, dass hier heute die beiden abwehrstärksten Mannschaften der Liga aufeinander trafen und so waren Chancen zu Beginn Mangelware. Nach einer Viertelstunde ein erstes Achtungszeichen der Gastgeber, als ein Schuss von Patrick Bartsch durch den Gästekeeper zur Ecke geklärt werden konnte. Die anschließende Ecke von Pascal Matthias konnte Instenberg mit einem Schuss aus acht Metern zur 1:0-Führung im Tor der Sandersdorfer unterbringen (16.).
Aber auch die Gäste zeigten, das sie effektiv vor dem gegnerischen Tor sein können. So wurde zwei Minuten später der erste gut herausgespielte Gäste-Angriff durch Alexander Meinhardt zum 1:1 verwertet.
Nun begann das Spiel etwas mehr an Fahrt zu bekommen. In der 20. Minute hatte Deniz Siga nach einem Freistoß von Tim Girke die erneute Führung auf dem Fuß, doch sein Schuss ging knapp übers Tor.
Der Gastgeber hatte nun mehr vom Spiel und erarbeitete sich weitere Chancen. So versuchte Matthias mit einem Schuss die Führung zu erzielen, doch sein Schlenzer ging am Tor vorbei. Die Gäste standen in ihrem Defensivverbund sehr sicher und blieben aber durch Konter stets gefährlich. Kurz vor der Pause hatte dann Bartsch die Möglichkeit zum Tor, doch er konnte einen langen Ball aus dem Mittelfeld nicht am Torhüter der Gäste vorbeispitzeln (42.).
Nach der Pause knüpfte der Gastgeber an die gute Vorpausenleistung an und hatte mit dem Schuss von Matthias auch die erste gute Szene. Aber auch hier konnte sich der Gäste-Torhüter auszeichnen (46). Aber auch der Tabellenführer hatte in der zweiten Halbzeit seine Möglichkeiten. So setzten Nicky Ebert einen Kopfball (52.) und Stefan Bebber einen Schuss (55.) knapp neben das FCM-Tor.
Doch dann die erneute Führung für den FCM II, als Brendel einen Freistoß ins untere Eck des Union-Gehäuses zum 2:1 verwandelte. Die Freude auf Magdeburger Seite war natürlich groß. Es waren aber noch 15 Minuten zu spielen und Sandersdorf erhöhte den Druck. Immer wieder versuchte man mit langen Bällen und Flanken in den Strafraum der Gastgeber zu gelangen. Doch im Gastgeber-Tor stand mit Christian Beer ein „Fels in der Brandung“, der mit seiner Erfahrung das Spiel beruhigte.
Durch den Gäste-Druck ergaben sich auch Kontermöglichkeiten für die Blau-Weißen. So konnte Bartsch eine Flanke in den Strafraum der Gäste schlagen, doch der anschließende Kopfball von Marko Verkic ging knapp über das Tor (85.). Am Ende blieb es bei diesem knappen aber nicht unverdienten 2:1-Sieg des 1. FC Magdeburg II
„Sandersdorf hat gezeigt, dass es zu Recht da oben mitspielen. Uns war vor der Partie klar, dass dieses ein schweres Spiel wird. Die Mannschaft hat aber das umgesetzt, was wir im Vorfeld besprochen haben und auch verdient gewonnen“, lautete das Resümee nach dem Spiel von Trainer Middendorf.
Denis Wolf 3
Stiefel 2
Daniel Bauer 1
1.Lübeck - FCM 0:2
2.FCM - HSV II 1: 1
3.Wilhelmshaven - FCM 0:3
4.FCM - Oberneuland 1:0
5.RB Leipzig - FCM
6.FCM - VfL Wolfsburg II
7.VFC Plauen - FCM
8.FCM - Hertha BSC II
9.Cottbus II - FCM
10. FCM - Meuselwitz
11.HFC - FCM
12. FCM - CFC
13.TSV Havelse - FCM
14.FCM -Türkiyemspor
15.Braunschweig II - FCM
16.FCM- H96 II
17.Kiel - FCM
1.1. FC Magdeburg 10
2.Chemnitzer FC 10
3.VfL Wolfsburg II 9
4.Holstein Kiel 9
5.Hallescher FC 8
6.VfB Lübeck 7
7.VFC Plauen 7
8.Hannover 96 II 7
9.RB Leipzig 6
10.TSV Havelse 6
11.E. Braunschweig II 4
12.Hertha BSC II 4
13.SV Wilhelmshaven 4
14.ZFC Meuselwitz 3
15.Hamburger SV II 2
16.Türkiyemspor Berlin 1
17.Energie Cottbus II 0
18.FC Oberneuland 0