Mai 2009

30.Mai 2009

Drittes Spiel in nur vier Tagen

Fußball-Regionalliga: Der 1. FCM empfängt heute Oberneuland

Magdeburg. Zum Abschluss einer schon mehr als „englischen Woche“ empfangen die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg heute (Anpfff 13.30 Uhr) im neuen Stadion Magdeburg den Aufsteiger FC Oberneuland. Dabei bleibt abzuwarten, inwieweit die Partien gegen den Halleschen FC (1:0-Pokalerfolg) und gegen Rekordmeister FC Bayern München an der Substanz der Magdeburger gezehrt haben, bzw. ihnen neuen Auftrieb gaben.
Die Gäste aus dem Bremer Norden haben mit ihren 40 Zählern zwei Spieltage vor Saisonende das rettende Ufer noch nicht ganz erreicht. Der FCM kann bestenfalls noch auf Rang drei vorrücken. Aber die Gastgeber wollen natürlich vor heimischer Kulisse nach dem Pokal-Triumph noch einmal nachlegen. Das Hinspiel hatten die Elbestädter mit 2:1 gewonnen.
FCM-Trainer Steffen Baumgart ist nicht bereit, sich vor dieser Partie groß aus dem Fenster zu lehnen: „Eine englische Woche sind drei Spiele innerhalb einer Woche. Wir haben hier drei Spiele innerhalb von vier Tagen. Da wäre es wohl utopisch zu erwarten, dass meine Mannschaft gegen Oberneuland ein wahres Feuerwerk an Fußball abbrennt.“
Das heißt nicht, dass sich Trainer und Spieler nicht voll auf die Partie konzentrieren. „Natürlich erwarte ich von jedem den vollen Einsatz, aber die Spiele zuvor sind an die Substanz gegangen. Auftrieb hat sicher der Pokalerfolg vom Mittwoch gegeben. Damit haben wir wenigstens eines unserer Ziele erreicht. Ich glaube auch, dass das Team alles gibt, um im letzten Heimspiel der Saison die treuen Anhänger nicht zu enttäuschen. Wir wollen selbstverständlich gegen die Oberneuländer gewinnen. Aber wir werden auch nicht die Köpfe hängen lassen, wenn es – nach den Strapazen zuvor – nur zu einem gerechten Unentschieden reicht. Eine Niederlage wollen wir aber auf keinen Fall hinnehmen“, so Baumgart weiter.
Der Trainer muss auf Probst, Neumann und Wejsfelt weiter verzichten. Hinter dem Einsatz von Bauer steht noch ein Fragezeichen. „Den Pokal haben wir auch ohne die drei guten Deckungsspieler geholt. Und wenn Bauer nicht spielen kann, ist Gewelke von Anfang an dabei“, lässt Baumgart Ausfälle nicht für Ausreden gelten.
Bevor es aber ins letzte Heimspiel der Saison geht, werden noch einmal Erinnerungen an den größten Erfolg des FCM, den Gewinn des Europapokals, wach. Ab 11 Uhr stehen die Cup-Gewinner Sparwasser, Hoffmann, Tyll und Co. sowie weitere ehemalige FCMAkteure im Spiel gegen eine Prominenten-Auswahl auf dem Platz. Bei den Promis werden unter anderem der „schwarze“ – inzwischen mehr graue – Peter Ducke, Bernd Bransch und Rüdiger Schnuphase erwartet.

Dreimal Klose, aber FCM verbucht Achtungserfolg

Fußball-Rekordmeister Bayern München gewinnt 3:2 (2:0)

Zumindest in der zweiten Halbzeit kamen gestern Abend 15 605 Zuschauer beim Gastauftritt des deutschen Rekordmeisters Bayern München im Stadion Magdeburg auf ihre Kosten. Und mit dem 2:3 (0:2) verbuchte der heimische FCM in einem wohltuend fairen Freundschaftsspiel zudem einen Achtungserfolg.
Magdeburg. Brannte 48 Stunden zuvor beim Landespokalf - nale gegen den Erzrivalen Hallescher FC (1:0) noch die Luft, so herrschte gestern Abend beim Gastspiel des deutschen Rekordmeisters weitgehend fröhliche, friedliche Stimmung. Allerdings hätten sich viele den einen oder anderen Starkicker von der Isar mehr gewünscht. Namen wie Schürf, Erb, Kopplin oder Badstuber bringt der Fußball-Fan nicht unbedingt mit dem großen FC Bayern in Verbindung ...
Gelandet waren die Münchner am Nachmittag auf dem Flughafen Cochstadt mit halbstündiger Verspätung, so dass die Partie erst um 18.20 Uhr angepf ffen wurde.
Der neue sportliche Leiter, Christian Nerlinger, der sein Amt off ziell am 1. Juli antritt, meinte vor dem Anpfff: „Wir sind gerne hergekommen, wollen unseren vielen Anhängern im Osten ein schönes Spiel zeigen.“ Pressechef Markus Hörwick erinnerte sich dagegen eher mit Unbehagen an Magdeburg und an die legendäre 3:5-Niederlage der Münchner in der 2. DFB-Pokalrunde Ende 2000 beim FCM: „Das war ein bitterkalter und schlimmer Tag damals im November.“
Das erste Tor ließ dann nur neun Minuten auf sich warten, Klose mit einem Klasse-Trick gleich zwei Magdeburger aussteigen und Keeper Beer keine Chance. Doch das war‘s dann auch für lange Zeit. Die ballsicheren Bayern spulten ihr Pensum locker herunter, der Club hielt wacker dagegen, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Ausnahme die 38. Minute: Da stellte Braham Bayern-Schlussmann Butt mit einem Seitfallzieher ernsthaft auf die Probe. Wenig später hieß es dann aber 0:2. Torschütze aus kurzer Distanz erneut Klose.
In der zweiten Hälfte kam endlich mehr „Leben in die Bude“. Grund war zunächst der Anschlusstreffer durch Georgi (51.). Mindestens 50 Prozent des Tores gehörten jedoch aufgrund seines „Zuckerpasses“ Vujanovic. Kurz darauf fast das 2:2, doch der FCM-„Knipser“ scheiterte erst am Außenpfosten, dann an Butt. Ein krasser Abwehrfehler ermöglichte zwar Klose seinen dritten Treffer zum 1:3 (54.), doch der Club schlug postwendens zurück, verkürzte durch einen Rosin-Kopfball auf 2:3 (57.). Dabei blieb es, obwohl die engagierten Blau-Weißen durchaus noch die eine oder andere Möglichkeit zum Ausgleich besaßen.
FCM-Trainer Baumgart meinte: „Eine gute Partie auf hohem Niveau. Gefreut habe ich mich in der zweiten Halbzeit über unsere Jungen, die den Mut hatten, das Spiel anzunehmen.“ Bayern-Kollege Heynckes lobte: „Eine tolle Kulisse in einem sehr interes santen Spiel, bei dem uns alles abverlangt wurde.“
FCM: Beer (46. Tischer) - Bankert, Prest Rosin, Dragusha, Watzka (46. Georgi) Bauer (46. Gewelke), Zander (56. Matthi as), Racanel (46. Brendel), Vujanovic (56 Reimann), Braham (56. Siga) Bayern München: Butt - Schürf, Erb (67 Benede), Kopplin, Badstuber, Rieß (87 Schlottner), Müller (89. Boenig), Borowski Ottl, Klose, Sosa Schiedsrichter: Hammer (Ranis). Zu schauer: 15 605. Tore: 0:1 Klose (9.), 0:2 Klose (40.), 1:2 Georgi (51.), 1:3 Klose (54.) 2:3 Rosin (57.)

Absteiger FCM II will noch einmal alles geben

Magdeburg. Am 29. Spieltag der Fußball-Oberliga Süd muss der bereits als Absteiger feststehende Neuling 1. FC Magdeburg II beim Spitzenreiter ZFC Meuselwitz antreten. Anstoß in der dortigen „Bluechip Arena“ ist am Sonntag um 14 Uhr.
Nachdem die Abstiegsmessen gesungen sind und der letztjährige Vizemeister Sachsen-Anhalts wieder in die Verbandsliga abgestiegen ist, kann die junge Mannschaft in den beiden verbleibenden Spielen in Meuselwitz und daheim gegen Makranstädt ohne Druck aufspielen. „Die Mannschaft kann in diesen beiden Spielen nervlich befreit auftreten. Die Spieler können dabei zeigen, dass auch sie Fußball spielen können“, so Trainer Andrzej Wojcik, dessen anfänglicher Abstiegsfrust bereits wieder verflogen ist. „Wir haben den Klassenerhalt ja nicht im letzten Spiel vergeigt, sondern in vielen Spielen zuvor. Doch jammern hilft nicht. Wir müssen nach vorn schauen“, so der Coach.
Wojcik fordert von seiner Mannschaft in Meuselwitz: „Wir wollen uns beim Spitzenreiter von unserer guten Seite zeigen und ein achtbares Ergebnis erzielen. Das geht nur über den Kampf, da darf sich keiner gehen lassen.“ Das Team fährt mit 15 Spielern gen Süden. Nicht mit dabei sind der gesperrte Osterland, die berufl ich verhinderten Krause und Kauffmann sowie die verletzten Girke und Göres. So werden zwei bis drei Spieler aus dem gegenwärtigen A-Junioren-Kader die Reise mit antreten.
Unterdessen sind die Verantwortlichen der Club-Reserve dabei, den Kader für die kommende Saison zusammenzustellen. „Bis Mitte, Ende der kommenden Woche soll Klarheit darüber herrschen, wer in der kommenden Saison den Dress unserer Mannschaft tragen soll“, war vom Team-Verantwortlichen Lutz Pape zu erfahren. Stand gestern verlässt mit Nils-Oliver Göres, der erst im vergangenen Jahr vom FC Grün-Weiß Wolfen an die Elbe wechselte, erst ein Akteur das Team. Als Neuzugänge stehen bisher Christoph Köhne vom SV Blau-Gelb Goldbeck, Ex-A-Juniorenspieler Philipp Glage vom VfB Sangerhausen sowie aus dem eigenen Nachwuchs Patrick Bartsch, Robert Lösdau, Maximilian Gerwin und Bastian Benkel fest.

EC-Helden im Stadion nochmals am Ball

Vor 35 Jahren gewinnt der 1. FC Magdeburg in Rotterdam den Europacup der Pokalsieger

Magdeburg (mus/rsc). Am heutigen Sonnabend, 22 Tage nach dem 8. Mai, feiert der 1. FC Magdeburg den 35. Jahrestag seines größten Triumphes, den Gewinn des Europapokales der Pokalsieger, im Stadion Magdeburg. Zum genauen Jubiläum, an einem Freitag, war dies in dieser Form nicht möglich. Da traf sich das Team zu seinem Traditionstreffen beim diesjährigen Organisator Wolfgang „Paule“ Seguin in der Altmark und spielte gegen die Alten Herren des FSV Saxonia Tangermünde (2:1).
Im Rahmen des heutigen Regionalligaspieles der aktuellen Mannschaft des Magdeburger Clubs gegen den FC Oberneuland findet zuvor ein Traditionsspiel zwischen der 1974er-Europapokalmannschaft,
unterstützt von weiteren ehemaligen FCM-Größen, und einer Prominentenauswahl statt.
Das Trikot des Traditionsteams vom 1. FC Magdeburg ziehen dabei u.a. Jürgen Brennecke, Klaus Decker, Rolf Döbbelin, Helmut Gaube, Damian Halata, Guido Krause, Siegmund Mewes, Jörg Ohm, Detlef Raugust, Ulrich Schulze, Wolfgang Seguin, Frank Siersleben, Jürgen Sparwasser, Dirk Stahmann, Heinz Steinborn und Axel Tyll an. Gecoacht wird das Team derzeitig vom damaligen Kapitän und späteren DDR-Nationaltrainer Manfred Zapf. Für die Prominentenauswahl laufen u.a. Frank Schöbel, Gunnar Schimrock, Frank Emmelmann, Peter Ducke, Günther Dreibrodt, Hartmut Krüger und Andreas Schmidt-Schaller auf.
Die Stadiontore öffnen bereits um 10 Uhr, das Traditionsspiel wird um 11 Uhr im Stadion Magdeburg angepfi f- fen. Umrahmt wird das Spiel vom Auftritt der legendären „Klaus-Renft-Combo“. Hinter dem MDCC-Familienblock findet gegen 13 Uhr eine Autogrammstunde mit zwei FCMKickern statt. Die ersten 150 Autogrammjäger erhalten dabei kostenfrei ein Poster der beiden Mannschaften des Erinnerungsspieles, welches vor dem Anpfiff der Partie um kurz vor 11 Uhr geschossen wird. Außerdem führt der Fanclub-Dachverband des 1. FC Magdeburg im Stadionumlauf ein Torwandschießen durch.

29.Mai 2009

Mit dem Pokalsieg im Rücken macht Bayern doppelt Spaß

Nur zwei Tage nach dem 1:0-Triumph über den HFC schon wieder ein Höhepunkt für den FCM

Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg hat am Mittwochabend die schwarze Serie gegen den Halleschen FC (drei Niederlagen in Folge) gestoppt, mit dem Gewinn des Landespokals für ein einigermaßen versöhnliches Saisonende gesorgt und nur zwei Tage später (heute 18 Uhr) erneut ein Highlight zu bieten, wenn der deutsche Rekordmeister Bayern München zu einem Gastspiel an die Elbe kommt.
Magdeburg. Der Druck war enorm, der vor dem Finale auf dem FCM lastete, die Erleichterung nach dem verdienten, aber glanzlosen 1:0-Sieg über den HFC entsprechend groß, den Catalin Racanel mit einem umstrittenen Foulelfmeter in der 27. Minute sichergestellt hatte.
„Uns allen ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen. Wir haben gut angefangen, haben ja auch geführt, konnten dann aber mit der Roten Karte für Hebestreit nichts anfangen und waren teilweise wie blockiert“, resümierte Kapitän Daniel Rosin, der auch im Gefühl des Triumphes die insgesamt enttäuschend verlaufene Saison nicht vergaß: „Jetzt wird erst einmal gefeiert, aber dann gilt es, viele Dinge auszuwerten und vor allem zu verbessern. Ich bin da jederzeit gesprächsbereit.“
Was der Club, bei dem wenigstens die Defensive funktionierte, trotz Überzahl nach dem Wechsel bot, war über weite Strecken ein Trauerspiel. Selbst einfachste Pässe kamen nicht an, blieb vieles Stückwerk, wurden Konterchancen geradezu kläglich vergeben. Vor allem im Kreativbereich muss Verstärkung her, wenn es 2009/10 einen neuen, ernsthaften Anlauf in Richtung Liga drei geben soll.
Doch das war am Mittwochabend kein Thema. Der im laufenden Spieljahr oftmals arg gebeutelte FCM kostete seinen achten Pokaltriumph so richtig aus, herrschte nicht nur bei den glückseligen Fans, sondern auch bei Präsident Volker Rehboldt Freude pur, der erstmals in seiner Zeit beim FCM eine Bierdusche über sich ergehen lassen musste: „Unser Zeugwart Heiko Horner hatte mir vormittags noch geraten, Wechselsachen mitzubringen. Aber nachdem ich in der Saison 2006/07 bei unserem verpassten Zweitliga-Aufstieg dreimal damit reingefallen war, habe ich es diesmal gelassen. Egal, irgendwo wird wohl noch ein alter Trainingsanzug rumliegen“, lachte der durchnässte 41-Jährige am Spielfeldrand am Mittwochabend.
Der Pokalerfolg, der von den Spielern in der Szenekneipe M 2 ausgiebig „begossen“ wurde und ihnen laut Manager Bernd Hofmann eine Prämie von rund 40 000 Euro einbringt, spült nicht nur eine Menge in die FCMKasse – allein 100 000 Euro gibt‘s vom DFB, dazu winkt ein attraktiver Gegner in der DFB-Pokalhauptrunde am ersten August-Wochenende, sondern dürfte auch für den heutigen Auftritt einen zusätzlichen Schub geben. „Ich glaube, jetzt läuft jeder von ganz allein. Wir freuen uns riesig auf die Bayern, wollen den Zuschauern ein richtig tolles Spiel bieten“, blickte Rosin voraus, der am 7. August 2007, als die Münchner bei seinem Ex-Verein Wacker Burghausen in der 1. DFB-Pokalrunde erst im Elfmeterschießen mit 4:3 gewannen, verletzt war.
Dass der amtierende Vizemeister, der zum Saison-Halali noch insgesamt vier Freundschaftsspiele (SpVgg Kaufbeuren/11:0, VfB Eichstätt, FCM und Fortuna Sittard/Holland) austrägt, längst nicht mit „voller Kapelle“ aufäuft, ist klar. Einige Spieler sind verletzt, die Nationalkicker aufgrund der Asienreise nicht dabei, dafür aber so prominente Namen wie der lange verletzte Miroslav Klose, Tim Borowski, Daniel van Buyten oder Andreas Ottl im Aufgebot. Das Star-Ensemble von der Isar landet voraussichtlich heute um 16 Uhr auf dem Flughafen Cochstedt, wo es u.a. von Klaus-Dieter Theise, Geschäftsführer des als Flughafenentwickler fungierenden Grundstücksfonds Sachsen-Anhalt GmbH, begrüßt werden. Theise, zudem Abteilungsleiter beim Verbandsligisten MSV 90 Preussen, bringt auch seinen Trainer Dirk Hannemann mit, der in der 2. DFB-Pokalrunde am 1. November 2000 beim 5:3-Sensationssieg des FCM über die Bayern den letzten und alles entscheidenden Strafstoß verwandelt hatte.
Heute geht‘s zwar um nichts, dennoch erweist sich der erfolgreichste deutsche Fußballverein als Zugnummer. Bis gestern wurden gut 15 000 Karten im Vorverkauf abgesetzt. „Es gibt also noch genügend Tickets an den Tageskassen“, so Hofmann, der zudem darauf hinwies, dass heute eine FCM-Tombola (Hauptpreis ein Skoda Fabia) startet.

SPRUCH DES TAGES

„Mit dem Gewinn des Kroschke-Cups, des Derby-Cups, bei dem wir immerhin den deutschen Meister geschlagen haben, und des Landespokals gehört diese Saison zu den erfolgreichsten der Club-Geschichte.“
Der zum Scherzen aufgelegte FCM-Präsident Volker Rehboldt

Fußballverband legt Pokalfinale 2010 auf den 15. Mai fest

FSA-Präsident Georg will sich mit HFC-Boss Schädlich treffen

Magdeburg. Der Wettbewerb um den Fußball-Landespokal hatte in dieser Saison für jede Menge Verdruss und Ärger gesorgt, der Hallesche FC wegen des Finaltermins zuletzt sogar mit juristischen Schritten gedroht. Dabei sah der hiesige Verband (FSA) nicht immer glücklich aus, leistete sich auch am Mittwoch im off ziellen Programmheft einen peinlichen Fehler (bei der FCM-Aufstellung tauchte der längst verkaufte Jarakovic im Sturm auf, wurde aus Vujanovic ,Vujanov‘), doch damit soll jetzt Schluss sein.
„Wir haben den Pokalendspieltermin für die nächste Saison auf den 15. Mai 2010 festgelegt. Der muss nur dann geändert werden, wenn der FCM ins DFB-Pokalf nale einziehen sollte, weil dieses am gleichen Abend stattf ndet“, verkündete FSA-Präsident Werner Georg. Und: „Finalort wird bei einer Endspielpaarung FCM kontra HFC erneut Magdeburg sein. Und zwar so lange, bis das Stadion in Halle fertig ist. Dann wird für den gleichen Zeitraum wie zuvor in Magdeburg im Wabbelstadion gespielt. Andere ins Gespräch gebrachte Orte wie Leipzig waren und sind kein Thema.“
Das eher schwache Niveau des Finales hatte auch Georg registriert: „Man hat schon bessere Spiele gesehen ... Magdeburg hat sich auf das Wesentliche konzentriert, Halle zu viele Dinge von außen reingetragen. Da waren die Köpfe nicht frei.“
Der HFC ist bekanntlich auf den FSA überhaupt nicht mehr gut zu sprechen. Im Vorfeld gab es das Hick-Hack um den Termin, im Spiel dann so manche umstrittene Schiedsrichterentscheidung des Osterburgers Gunnar Melms.
Georg unterhielt sich nach dem Finale noch mit HFC-Präsident Michael Schädlich und sagte: „Ich kann die Emotionen und totale Enttäuschung verstehen. Wir haben vereinbart, dass wir uns, wenn die Luft verraucht ist, unter vier Augen zusammensetzen und einige Dinge aus der Welt schaffen.“

Randale nach Pokalfinale und massive Vorwürfe des HFC

Polizisten und Fans verletzt / Sechs Gewaltbereite vorläufig festgenommen

Magdeburg. Trotz eines riesigen Polizeiaufgebots – rund 800 Beamte waren im Einsatz – kam es nach dem Fußball-Landespokalf nale zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem HFC (1:0) zu Krawallen.
Zuerst hatten Fans aus Halle versucht, das Ballauffangnetz in der Fankurve herunterzureißen. Als Ordner das verhindern wollten, wurden Polizisten zu deren Schutz eingesetzt. Außerdem sollten die Beamten unterbinden, dass die Absperrgitter überstiegen werden. Dabei wurden Polizisten massiv von HFC-Fans angegriffen. Die Sicherheitskräfte setzten Schlagstock und Pfefferspray ein. Einige Gäste-Fans wurden dadurch verletzt, zwei mussten ambulant behandelt werden.
Die Situation eskalierte wenig später, als 50 gewaltbereite FCM-Fans nach dem Verlassen des Stadioninneren versuchten, auf den Gästeparkplatz zu gelangen, um Busse anzugreifen. Dabei warfen sie Flaschen und Steine in Richtung HFC-Fans. Durch das Einschreiten der Polizei konnten größere Ausschreitungen verhindert werden.
Polizisten wurden auch außerhalb des Stadions von Einzelpersonen und gewaltbereiten Gruppierungen mit Steinen beworfen. Ein Beamter wurde verletzt. Sechs Tatverdächtige wurden vorläufg festgenommen. Um weitere Gewalttätigkeiten zu verhindern, kamen sie für einige Stunden ins Polizeigewahrsam der Polizeidirektion Nord. Insgesamt nahm die Polizei zwölf Anzeigen, unter anderem wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung, auf.
Sportlich war es ebenfalls hoch hergegangen, fühlte sich der HFC, der das Finale auf seiner Homepage als „Pokalfarce“ bezeichnete und schon im Vorfeld mit dem Verband (FSA) im Clinch lag, von Referee Gunnar Melms (Osterburg) verschaukelt. Präsident Dr. Schädlich sprach davon, „dass man gegen den FSA, den Schiedsrichter und Magdeburg von Beginn an keine wirkliche Chance besaß“. So sei das Foul, das zum Elfmeter führte, außerhalb des Strafraums gewesen, hätte es zudem keine Rote Karte für Hebestreit geben dürfen.

28.Mai 2009

Zum 35-jährigen Europacup-Jubiläum Stelldichein der „Promis“

Traditionsspiel der „74er-Helden“ des 1. FC Magdeburg / Rahmenprogramm mit Livemusik

Magdeburg. Einen Tag nach dem Gastspiel des FC Bayern München (morgen 18 Uhr) bietet der 1. FC Magdeburg noch einen „Leckerbissen“ der besonderen Art. Genau 22 Tage nach dem 35. Jahrestag des größten Erfolges der Vereinsgeschichte, dem Europapokal-Triumph, treffen die „74er-Helden“ am Sonnabend ab 11 Uhr in einem Traditionsduell auf eine Prominentenauswahl. Anschließend (13.30 Uhr) fndet die letzte Regionalliga-Heimpartie 08/09 gegen den FC Oberneuland statt.
Für die Blau-Weißen betreten neben den Europapokalsiegern wie Jürgen Sparwasser, Martin Hoffmann, Axel Tyll, Helmut Gaube oder Wolfgang „Paule“ Seguin ehemalige FCM-Akteure wie Rolf Döbbelin, Damian Halata oder Dirk Stahmann noch einmal den Rasen.
Ihnen gegenüber stehen u.a. Ex-DDR-Auswahlspieler wie Peter Ducke, Bernd Bransch oder Rüdiger Schnuphase. Verstärkt wird die Prominentenauswahl darüber hinaus von den ehemaligen SCM-Handballern Günther Dreibrodt, Hartmut Krüger und Gunar Schimrock sowie Sprinter Frank Emmelmann, Box-Trainer-Legende Uli Wegner, SchauspielerAndreasSchmidt-Schaller oder Schlagersänger Frank Schöbel.
Zum Rahmenprogramm gehört auch der Auftritt der bekannten „Klaus-Renft-Combo“.
Die Eintrittskarten für das Jubiläums-Event und das anschließende letzte FCM-Heimspiel kosten zwischen 10,50 Euro und 23,00 Euro, können auch im Vorverkauf an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden.
„Selbstverständlich stehen die Akteure anschließend auch für Autogramme zur Verfügung. Wir sprechen mit dieser Veranstaltung auch die Zuschauer an, die sonst nicht regelmäßig die Heimspiele der ersten Mannschaft besuchen“, sagte Präsidiumsmitglied Lutz Weiß.
Präsident Volker Rehboldt wies auch noch auf eine andere Thematik hin: „Wir haben ganz bewusst die ,Klaus-Renft-Combo‘ eingeladen und wollen damit demonstrieren, dass in diesem Stadion durchaus auch Live-Acts möglich sind.“

1:0 – Racanels verwandelter Foulelfmeter entscheidet das Landespokalfinale

1. FC Magdeburg bezwingt den Halleschen FC und holt zum achten Mal den Cup

Der 1. FC Magdeburg ist zum achten Mal Landespokalsieger, schlug gestern Abend in einem kampfbetonten, aber niveauarmen Finale im eigenen Stadion den Erzrivalen Hallescher FC mit 1:0 (1:0). Das „goldene Tor“ vor 13000 Zuschauern gelang Racanel per Foulelfmeter (27.).

Magdeburg. Die Sticheleien und Animositäten beider Vereine hatten schon im Vorfeld begonnen, die Gäste sowohl am vom Fußball-Verband (FSA) organisierten gemeinsamen Essen als auch an der Pressekonferenz nicht teilgenommen. FSA-Präsident Werner Georg: „Unverständlich, dass der HFC fehlt.“ FCM-Manager Hofmann räumte ein, dass der Club eindeutig mehr unter Druck stünde als der HFC und appellierte in Richtung eigene Spieler: „Für sie ist es die große Gelegenheit, Wiedergutmachung zu betreiben.“
Zum Spiel: Es war von Beginn an das erwartet verbissen geführte Finale, bei dem der HFC mit einem strammen Schuss von David, der knapp das Ziel verfehlte, das erste Achtungszeichen setzten (4.). Dann aber übernahm der kompromisslos zu Werke gehende Club das Kommando und hatte Riesenpech, dass Vujanovic nur 180 Sekunden später nur den Außenpfosten traf.
Die Saalestädter tauchten zwar nur selten vor Keeper Beer auf, aber wenn, dann war es nicht ungefährlich. So wie bei einem abgefälschten Kanitz-Freistoß (24.).
Dann die 27. Minute: Nach einem langen Pass auf Braham und zu ungestümer Rettungstat von Torhüter Horvat, der zudem Gelb sah, zeigte der Unparteiische Melms auf den Elfmeterpunkt. Diesen Strafstoß hätte nicht jeder Schiedsrichter gepfffen ... Racanel ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zur vielumjubelten Führung.
Es sollte nicht der einzige Tiefschag für den Regionalliga-Tabellenzweiten bleiben. Nach einem Foul von Routinier Hebestreit an Zander in Höhe der Seitenauslinie zückte der Referee zur Überraschung aller plötzlich Rot (42.) und begründete seine Entscheidung zur Pause mit einem Nachtreten des Hallensers.
Die Gäste fühlten sich jedenfalls verschaukelt, gingen Melms beim Gang in die Kabine verbal hart an.
Die zweite Hälfte war geprägt von Nervositäten und Fehlern auf beiden Seiten. Ausnahme: Eine reaktionsschnelle Parade von Horvat gegen einen Zander-Kopfball (51.).
Im weiteren Verlauf zog sich der FCM mehr und mehr zurück, lauerte auf Konter, agierte dabei aber meistens zu ungenau. der HFC suchte mit zehn Mann vergeblich eine Lücke in der gegnerischen Abwehr. Das Prestigeduell lebte nun fast ausschließlich von der Spannung, kaum noch von spielerischen Höhepunkten, war zudem häuf g unterbrochen.
Dennoch besaßen die Blau-Weißen mehrfach die Möglichkeit, den Sack zuzumachen. So, als Horvat zunächst gegen Watzka (68.) und dann gegen Braham rettete (75.). Kurz vor Schluss noch einmal Zittern beim Club, als Beer erst im Nachfassen einen Müller-Freistoß entschärfte. Danach war es geschafft.
FCM-Trainer Baumgart erklärte im Anschluss: „Natürlich bin ich erleichtert. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber endlich haben wir die Sache in die richtige Richtung gelenkt und den Bock umgestoßen.“
FCM: Beer - Bankert, Prest, Rosin, Dragusha, Watzka, Bauer, Zander, Racanel, Braham, Vujanovic
HFC: Horvat - Schubert, Lachheb, Kamalla (76. Kittler), Benes, Stark, Finke, David, Kanitz (82. Kunze), Neubert (66. Müller), Hebestreit
Schiedsrichter: Melms (Osterburg). Zuschauer: 12988. Tor: 1:0 Racanel (27./ Foulelfmeter). Gelb: Watzka, Vujanovic
/ Horvat, Finke. Rot: Hebestreit (42./ Nachtreten).

27.Mai 2009

Rehboldt: „Vierte Niederlage in Folge verzeihen uns die Fans nicht“

Heute Landespokalfnale FCM kontra HFC: 11 000 Karten verkauft

Noch nie hatte der Gewinn des Landespokals für den 1. FC Magdeburg eine derart immense Bedeutung wie in diesem Jahr. Im Kampf um den Regionalliga-Aufstieg kläglich gescheitert, kann heute (19.30 Uhr) nur ein Sieg gegen den Erzrivalen Hallescher FC die enttäuschende Saison noch einigermaßen retten.
Magdeburg. FCM-Präsident Volker Rehboldt brachte es gestern auf den Punkt: „Wir wollen unbedingt diese Chance nutzen. Ein Sieg würde auch psychologisch einen positiven Effekt auslösen, eine vierte Niederlage in Folge dagegen auch unsere Fangemeinde nicht verzeihen.“ Zuletzt hieß es in der Meisterschaft 1:2 bzw. 0:1 und im Cupf nale vor einem Jahr 3:4 nach Elfmeterschießen.
Die Chancen liegen laut Rehboldt bei „50:50“, wobei der „Präsi“ den HFC diesmal in einer leichten Favoritenstellung sieht: „Man muss nur einen Blick auf die Tabelle werfen. Die lügt bekanntlich nicht.“ Derzeit belegen die Saalestädter Rang zwei, gleichauf mit Spitzenreiter Holstein Kiel, der Club ist dagegen mit zehn (!) Punkten Rückstand nur Vierter.
Vom Ausgang dieser Partie hängt auch die Höhe des Etats für 2009/10 ab. „Er liegt etwa 250 000 Euro plus ,x‘ unter dem der laufenden Saison (3,0 Millionen/d. Red.)“, so Rehboldt. Genau dieses ,x‘ betrifft das heutige Finale, für das laut Klaus Ebeling, Pokalspielleiter des Fußballverbandes (FSA), bislang knapp 11 000 Karten im Vorverkauf abgesetzt wurden. „Wir hoffen auf eine Zahl wie im Vorjahr mit rund 14 000“, so Ebeling, der darauf hinwies, dass an den Tageskassen nur ein begrenztes Kartenkontingent zur Verfügung steht. Aus Halle werden 4000 bis 4500 Fans erwartet.
Und was ist aus der Terminverlegung auf nächsten Mittwoch geworden, die der HFC per einstweiliger Verfügung erwirken wollte? Ebeling: „Das hat sich erübrigt. Halle hat offenbar erkannt, dass die Erfolgsaussichten mehr als gering gewesen wären.“
FCM-Trainer Steffen Baumgart erwartet „ein Spiel auf des Messers Schneide. Jeder freut sich auf ein solches Finale, und bei der vorhandenen Konstellation mit drei Niederlagen in Folge wollen die Jungs nun natürlich beweisen, dass sie gegen Halle auch gewinnen können.“ Dabei hofft der 37-Jährige, dass jeder seine Nerven im Griff behält: „Die Gefahr der Übermotivation besteht natürlich immer.“
Zum HFC wollte sich der Coach nicht näher äußern, rechnet aber mit einer „kompakt stehenden, homogenen Mannschaft, in der jeder für den anderen läuft, und in der auch bei Auswechslungen kein Bruch entsteht“.
Wesentliche Veränderungen gegenüber der Elf, die 0:2 bei Türkiyemspor verlor, wird es laut Trainer nicht geben: „Probst und Neumann fallen weiter verletzt aus. Insofern stellt sich die Mannschaft quasi von selber auf.“
Übrigens: Die letzte offene Personalie ist mittlerweile auch geklärt. Neuer Co-Trainer wird der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Carsten Müller. Rehboldt: „Er ist ein Mann mit Fußball-Lehrerlizenz und darüber hinaus als Vollzeitkraft immer präsent. Und noch etwas: Die Verzahnung mit der U 23 und den Junioren wird damit auch besser. Denn dieses Affentheater, das es mit der ,Zweiten‘ gab, will ich nicht noch einmal erleben. Über interne Aussagen, dass Spieler der ,Ersten‘ diese Mannschaft kaputtgemacht hätten, kann ich mich nur wundern.“

Endspiele mit FCM und HFC seit 1991

1993: FCM – HFC 3:2 f
1994: HFC – FCM n.V. 4:3
1998: FCM – Lok Altmark Stendal 4:1
2000: FCM II – VfL Halle 3:2
2001: FCM – VfL IMO Merseburg 3:0
2002: HFC – GW Wolfen 3:1
2003: FCM – Lok Altmark Stendal 2:0
2006: FCM – SV Staßfurt 1:0
2007: FCM II – MSV 90 Preussen 3:0
2008: HFC – FCM i.E. 4:3

Schon 15 000 Karten für Highlight gegen FC Bayern weg

1. FC Magdeburg freut sich auf den deutschen Rekordmeister

Magdeburg. Nur zwei Tage nach dem Landespokalf nale gegen den Halleschen FC (heute 19.30 Uhr) steigt im Stadion Magdeburg das nächste Highlight, trifft Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg auf keinen Geringeren als den deutschen Rekord- und amtierenden Vize-Meister FC Bayern München. Anstoß am Freitag ist um 18 Uhr. Die prominenten Gäste landen per Charter auf dem Flughafen Cochstedt.
„Von all unseren Freundschaftsspielgegnern von Werder Bremen über Schalke 04 ist das natürlich die Krönung und nicht zu toppen. Und es ist auch ein kleiner Dank an unsere Fans, denen wir in dieser Saison so manche Enttäuschung bereitet haben“, sagte FCM-Präsident Volker Rehboldt, der auf mehr als 20 000 Zuschauer hofft. „Bislang haben wir im Vorverkauf rund 15 000 Karten abgesetzt. Wie voll es letztlich wird, hängt natürlich auch vom Ergebnis des Pokalf nales ab.“
Der FCM-Boss lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Arbeit von Manager Bernd Hofmann: „Ohne seinen Dialog mit Uli Hoeneß hätte es wohl nicht geklappt. Das war ganz entscheidend.“
Welche Prof s des Münchner Star-Ensembles nun konkret in Magdeburg auf aufen werden, konnte Rehboldt nicht sagen: „Wir gehen aber davon aus, dass bis auf die Nationalspieler alle dabei sind.“
Beim Thema Antrittsgage hielt sich der 41-Jährige bewusst bedeckt: „Wir haben uns auf ein faires Agreement verständigt. Wir alle wissen, dass Uli Hoeneß ein großes Herz für den Ostfußball hat.“


Sorgt 1. FC Magdeburg für versöhnliches Ende?

Heute Landespokalfinale gegen Halleschen FC

Magdeburg. In der Meisterschaft hat Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg sein Saisonziel klar verfehlt, nun soll wenigstens der Landespokal her: Heute Abend (19.30 Uhr) dürfte es im Stadion Magdeburg hoch hergehen, wenn das Cupfnale gegen den Erzrivalen Hallescher FC steigt.
Neben dem Prestige geht es auch um eine Menge Geld. Der Sieger erhält nicht nur vom Deutschen Fußball-Bund knapp 100 000 Euro, sondern qualifziert sich gleichzeitig für die DFB-Pokalhauptrunde, die am ersten August-Wochenende entweder einen Erst- oder einen Zweitligisten beschert.
Bei der heutigen Pokal-Neuaufage – im vergangenen Jahr gewann der HFC 4:3 nach Elfmeterschießen – will der FCM endlich den „Bock umstoßen“ und nach drei Niederlagen in Folge wieder ein Erfolgserlebnis feiern.

26.Mai 2009

Magdeburg. Gibt es am Mittwoch nach drei Niederlagen in Folge endlich den ersten Sieg für den 1. FC Magdeburg gegen den Halleschen FC? Im Finale des Landespokals empfängt der Club im heimischen Stadion (Anpf ff 19.30 Uhr) die Kicker aus der Saalestadt.
Sowohl im Pokalfinale 2007/2008 (3:4 im Elfmeterschießen) als auch in den Regionalliga-Spielen dieser Saison (1:2 und 0:1) hatten die Elbestädter gegen den „Erzrivalen“ jeweils den Kürzeren gezogen.
Dass die Partie am Mittwoch in Magdeburg steigt, ist inzwischen sicher. „Die Sache ist vom Tisch. Sie haben wohl erkannt, dass das wenig Chancen auf Erfolg hat“, so Klaus Ebeling, Pokalverantwortlicher beim Fußballverband Sachsen-Anhalt, zum Versuch des Halleschen FC, mit einer „Einstweiligen Verfügung“ das Spiel vor Gericht zu stoppen, da eigentlich die Saalestädter an der Reihe waren, aber nicht über das notwenige Flutlicht für ein Abendspiel verfügen. Zudem wollte der HFC auf einen späteren Spieltermin ausweichen – um nach einem Punktspiel mehr Zeit für die Regeneration zu haben. „Egal, wer am Mittwoch spielt. Wir haben eine schlagkräftige Mannschaft und wollen als Sieger vom Platz gehen“, so Daniel Rosin, der Kapitän der Elbestädter, mit Blick auf die Tatsache, dass mit Neumann, Probst und Wejsfelt wahrscheinlich gleich drei Deckungsspieler ausfallen.
„Ein Pokalendspiel ist immer etwas Besonderes. Und nach der verkorksten Rückrunde wollen wir natürlich mit einem Pokalsieg am Ende doch ein wenig besser dastehen, als das bis jetzt der Fall ist“, macht der FCM Deckungsspieler deutlich, dass die gesamte Mannschaft darauf brennt, den Fans noch einmal ein Erfolgserlebnis zu vermitteln.
In Anspielung auf die Niederlage bei Türkiyemspor will Rosin den alten Theaterspruch „misslungene Generalprobe – gelungene Premiere“ aber nicht gelten lassen. „Das kann man so oder so sehen. Wir haben in Berlin nicht das gezeigt, das wir uns vorgestellt haben. Jetzt müssen wir nach vorn sehen. Und da heißt es endlich wieder einmal gegen die Hallenser gewinnen“, gibt sich Rosin für den Mittwoch optimistisch.

25 . Mai 2009

1. FC Magdeburg mit sechster Rückrunden-Niederlage / Zorniger Prest / Hoffen auf Landespokal
Das „beste Personal der Liga“ ließ erneut viele Wünsche offen

Mit einer gewissen Genugtuung dürfte Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg das „Finale“ in der 3. Liga verfolgt haben. Denn sowohl Carl Zeiss Jena als auch Werder Bremen II konnten sich retten. Was gleichzeitig bedeutet, dass beim erneuten Anlauf um den Aufstieg in der kommenden Saison zwei ernsthafte Konkurrenten weniger im Weg stehen. Was das noch laufende Spieljahr anbetrifft, so sehnen alle Beteiligten das Ende herbei. Von Uwe Tiedemann
bereits die sechste Pleite seit Ende Februar. Die Niederlage am Freitagabend tat doppelt weh, weil Berlins Trainer Erkenbrecher den Dreier so richtig auskostete: „Für mich ist ein persönlicher Traum in Erfüllung gegangen. Wir haben gegen Kiel oder Halle schon einige Fleißkärtchen erhalten, jetzt aber endlich einmal eine Topmannschaft geschlagen. Magdeburg verfügt über das absolut beste Personal in dieser Liga.“ Worauf FCM-Präsidiumsmitglied Kristian Tolk zerknirscht einräumte: „Der Mann hat ja Recht. Das Schlimme ist nur, dass die Spieler es nicht zeigen ...“
Allenfalls im ersten Abschnitt blitzte hier und da das Können auf, hätte Vujanovic eigentlich sein 19. Saisontor erzielen müssen. Doch nach dem Wechsel
Magdeburg. Das 0:2 gegen Abstiegskandidat Türkiyemspor im Jahnsportpark war über weite Strecken ein Spiegelbild der so enttäuschend verlaufenen Rückrunde und ging nicht mehr viel, dachten viele wohl schon an das Cupf - nale gegen den Halleschen FC (Mittwoch, 19.30 Uhr). Gedanken, denen Innenverteidiger Prest überhaupt nicht folgen wollte: „Ich kann das Gerede mit dem Pokalspiel im Hinterkopf nicht mehr hören. Wenn einige das so sehen, ist das ihre Sache. Wenn ich auf dem Platz stehe, will ich gewinnen und drei Punkte holen. Mit Halle kann ich mich hinterher beschäftigen“, ärgerte sich der 28-Jährige. Und: „Wenn einer angeschlagen oder gelb-belastet ist, kann ich verstehen, wenn er zurückzieht. Sonst nicht.“
Trainer Baumgart musste jedenfalls tatenlos mitansehen, wie sein Team nach der Pause kaum noch Gegenwehr zeigte: „Wir haben verdient verloren. Nach dem Rückstand war es für uns natürlich doppelt schwer.“
Nun aber febern alle dem Pokalknüller in zwei Tagen entgegen. Prest bekräftigte noch einmal, was ohnehin jeder weiß: „Um die Saison einigermaßen zu retten, müssen wir gewinnen.“ So richtige Vorfreude wollte aber nicht aufkommen: „Die stehen doch nur wieder hinten drin und warten auf Fehler. Es ist immer das Gleiche.“
Und der verletzte Linksverteidiger Neumann, der sich eine Woche zuvor beim 2:0 in Cottbus einen Bruch des Augenringes zugezogen hatte und vier Wochen absolute Ruhe verordnet bekam, warnte: „Wenn wir so spielen wie gegen Türkiyemspor, verlieren wir wieder gegen den HFC. Wir sollten uns noch einmal zusammensetzen und aussprechen.“

Fußball-Oberliga: Halberstadt und FCM II trennen sich 1:1
Germanen schießen Elbestädter in Verbandsliga
Von Hans-Joachim Malli



Magdeburg. Die U 23 des 1. FC Magdeburg steht nach dem 1:1 (1:0) im Landesderby gegen Germania Halberstadt zwei Spieltage vor Saisonende mit nur 20 Punkten als erster Absteiger fest.
Die FCM-Zweite geriet zu Beginn der gestrigen Partie gleich mächtig unter Druck, denn die Vorharzer belagerten in der Anfangsphase förmlich das Tischer-Tor. Jahnel rettete vor Götz auf der Linie (2. Minute), Tischer klärte mit letztem Einsatz gegen Pölzing (9.), später auch gegen den immer wieder mit vorn auftauchenden Heit (23.). Erst langsam kam der Gastgeber in die Gänge, zumal die „schwarze Doppelspitze“ N’Dombasi/Aboagye zu viele Bälle verlor. Dennoch gelang der Neuverpfichtung Aboagye kurz vor der Pause aus Nahdistanz die 1:0-Führung (44.).
Nach Wiederbeginn begegneten sich beide Teams nahezu auf Augenhöhe, erarbeitete sich auch die junge Club-Elf verheißungsvolle Möglichkeiten durch Aboagye (59., 60.), Herold (62., 68.), doch nur der Halberstädter Binsker nach Eingabe von Kapitän Gerlach traf zum letztlich leistungsgerechten 1:1-Endstand (85.).
„Wir waren fahrlässig im Abschluss, hätten nach 30 Minuten 2:0 führen müssen“, monierte Germania-Trainer Andreas Petersen, dessen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison verlängert wurde. „Es war ein
gutes Oberligaspiel, meine Mannschaft hat diszipliniert gespielt
und gut gekämpft“, erklärte
FCM-Trainer Andrzej Wojcik.
1. FCM II: Tischer – Weiß, Loth, Taylor, Jahnel – Tietz, Osterland, Dentz, Herold (89. Gebauer) – N’Dombasi, Aboagye (80. Schmidt).
Halberstadt: Kischel – Gottwald, Kopp, Binsker – Heit (65. Grimm) – Götz, Pölzing, Gerlach, Saalbach (65. Sommermeyer) – Eggert (77. Reitzig), Kalbus.
Schiedsrichter: Schneider (Limbach-Oberfrohna). Zuschauer: 350. Tore: 1:0 Aboagye (44.), 1:1 Binsker (85.). Gelb: Kopp, Saalbach. Gelb-Rot: Osterland (78., wiederholtes Foulspiel).

Fünf Minuten vor Ende des Landesderbys gegen Halberstadt ist Abstieg der U 23 besiegelt
Abenteuer Oberliga endet für FCM-Zweite sehr abrupt
Von Hans-Joachim Malli

Das Abenteuer Fußball-Oberliga hat für die U 23 des 1. FC Magdeburg seit dem gestrigen 1:1 gegen Germania Halberstadt ein absehbares Ende, denn die Wojcik-Schützlinge stehen zwei Spieltage vor Saisonschluss als erster Absteiger fest, können den rettenden 13. Platz nicht mehr erreichen.
Magdeburg. „Das war‘s“, musste auch FCM-Coach Andrzej Wojcik nach dem Schlusspfiff und dem Bekanntwerden des Erfurter Sieges in Wolfen, der die Rot-Weißen auf uneinholbare 27 Punkte katapultierte, einsehen, um nachzuschieben: „Wir sind nicht heute abgestiegen.“
In der Tat boten seine Schützlinge, die nur durch Tischer aus der Ersten verstärkt wurden, nachdem Gewelke am Freitag in Berlin noch in der 90. Minute eingewechselt wurde und automatisch gesperrt war, eine engagierte Leistung gegen die Vorharzer. Die Gäste hatten zu Beginn zwar die besseren Torchancen, doch vermisste Germania-Coach Andreas Petersen den notwendigen „Killerinstinkt“ bei seiner Elf, wechselte nicht zufällig Stürmer Florian Eggert, im Vorjahr noch bei den Preussen, aus. „Vielleicht wollten einige Schützenhilfe für die Magdeburger leisten“, so der Gästetrainer, der seinen Kollegen Wojcik nach dem Schlusspfi ff und feststehenden Abstieg Trost zusprach.
Der attestierte seinen Schützlingen gestern eine „disziplinierte und kampfstarke Leistung“, sah in der (unberechtigten) Gelb-roten Karte gegen Osterland von Schiedsrichterin Daniela Schneider nach einem Allerweltsfoul den „Genickbruch“ für sein Team.
Präsidiumsmitglied Lutz Weiß, der sich persönlich verantwortlich für die FCM-Zweite sieht, will in den nächsten Tagen erst einmal Bilanz und Schlussfolgerungen ziehen, sagte unter anderem: „Natürlich war die Vorbereitung vor Saisonbeginn nicht optimal, zumal wir nur durch Glück über die Relegation in die Oberliga gerutscht waren. Aber die Mannschaft ist zusammengewachsen. Die Trainer Andrzej Wojcik und Mario Middendorf machten eine gute Arbeit. In zwei Jahren will man mit ausschließlich eigenen Nachwuchsleuten wieder in die 5. Liga.

23.Mai 2009

Generalprobe für den Pokalknüller misslungen

Fußball-Regionalliga: FCM unterliegt bei Türkiyemspor mit 0:2 (0:0)

Berlin. Der Berliner Jahnsportpark entpuppt sich für Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg als schlechtes Pfaster. Nach dem 0:1 bei Hertha BSC II unterlagen die Elbestädter gestern Abend Türkiyemspor mit 0:2 (0:0) und boten unterm Strich abermals eine enttäuschende Vorstellung.
Die vorletzte Auswärtspartie der so bitter verlaufenen Saison 2008/09 war die Generalprobe für das Landespokalfnale am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) gegen den Erzrivalen und Cupverteidiger HFC. Mit einem Sieg wollte sich der Club auf dieses Highlight entsprechend einstimmen, andererseits aber auch seine Kräfte schonen. Spielerisch war, das zeigte sich schnell, der FCM den stark abstiegsgefährdeten Berlinern überlegen. Aber das sollte nicht für einen Dreier reichen.
Die erste Möglichkeit im Jahnsportpark hatte Vujanovic, der nach langem Pass von Zander am ehemaligen Club-Keeper Rothe scheiterte (15.). Dann legte sich Georgi, diesmal von Beginn an dabei, weil Probst verletzt war, den Ball nach Fehler von Teichmann zu weit vor (28.). Chance leichtfertig vertan.
Türkiyemspor tauchte erst nach einer halben Stunde gefährlich vor Beer auf, der gleich zweimal gegen Lemcke parierte (30./31.). Diese Szenen konnten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Spiel nur auf mäßigem Niveau stand. Zwei Höhepunkte in Abschnitt eins aber gab es noch. Nach einem Konter über Georgi fand Vujanovic in aussichtsreicher Position in Rothe erneut seinen Meister (43.), und dann entschärfte Beer einen Volleyschuss von Karwot zur Ecke (45.).
„Ein Spiel, in dem sich beide nicht so richtig weh tun. Mit ein wenig mehr Nachdruck hätten wir hier führen können, aber die Spieler gehen angesichts des bevorstehenden Pokalf nales nicht mit letzter Konsequenz in die Zweikämpfe, um sich nicht zu verletzen. Das kann man in gewisser Weise sogar nachvollziehen“, befand zur Pause der neue sportliche Leiter des FCM, Michael Richter.
Nach dem Wechsel wurden die Gäste kalt erwischt. Ein strammer platzierter Flachschuss von Novacic aus rund 22 Metern schlug unhaltbar im rechten Eck zur etwas überraschenden 1:0-Führung ein (51.). Die Berliner hatten nun „Blut geleckt“, wurden mutiger, machten Druck. FCM-Coach Baumgart reagierte, brachte für den schwachen Georgi mit Reimann einen weiteren Stürmer. Nun endlich nahm das Match Fahrt auf, aber echte FCMMöglichkeiten gab es nicht. Dem Club gelang es nicht mehr, das Blatt noch zu wenden und wenigstens einen Zähler zu retten. Im Gegenteil. In der Schlussminute hämmerte Steinwarth die Kugel unter die Latte zum 2:0-Endstand.
Kommentar von Baumgart: „In der ersten Halbzeit ein gutes Spiel mit fünf, sechs Großchancen, umso enttäuschender die Leistung in der zweiten Hälfte.“
Türkiyemspor: Rothe - Doymus, Teichmann, Joof, Grossert, Lemcke, Steinwarth, Novacic, Cankaya (77. Manai), Karwot (62. Tomioka), Okamoto (85. Hussain) FCM: Beer - Watzka, Prest, Rosin, Dragusha (89. Gewelke), Georgi (63. Reimann), Bauer, Zander (77. Matthias), Racanel, Vujanovic, Braham
Schiedsrichter: Cortus (Nürnberg). Zuschauer: 713. Tore: 1:0 Novacic (51.), 2:0 Steinwarth (89.). Gelb: Grossert / Racanel, Rosin

Coach Wojcik: „Abstieg wäre für mich eine persönliche Niederlage“

Fußball-Oberliga: Letzte Hoffnung für FCM-Zweite im morgigen Landesderby gegen Germania Halberstadt

Eine katastrophale Punktausbeute, dazu das vermeintlich schwierigste Restprogramm aller drei Abstiegskandidaten. Nur die größten Optimisten glauben vor dem morgigen Landesderby gegen Germania Halberstadt noch an den Klassenerhalt der FCMZweiten in der NOFV-Oberliga Süd. Coach Wojcik dazu: „Ich laufe vor der Verantwortung nicht weg.“
Magdeburg. Trainer Andrzej Wojcik ist um sein Amt bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Magdeburg nicht zu beneiden. Drei Runden vor Schluss stehen die Elbestädter nicht nur auf dem letzten Tabellenplatz, fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer stellen eine schwere Hypothek dar.
Doch noch sieht Wojcik, dessen Mannschaft aus den letzten neun Partien nur ganze sechs Zähler holte und die letzten drei Spiele, davon zwei daheim, in den Sand setzte, ein wenig Licht am Ende des Tunnels: „Natürlich ist die Lage alles andere als rosig. Aber vielleicht können wir gegen Halberstadt neue Hoffnung schöpfen. Beim folgenden Spiel in Meuselwitz hoffe ich auf etwas polnische Schützenhilfe, darauf, dass mein Freund Damian Halata die Meisterschaft dann schon in der Tasche hat.“
Natürlich weiß auch Wojcik, dass die Klasse kaum noch zu halten ist, dass entscheidende Fehler im Vorfeld gemacht wurden und er sich im letzten Sommer auf ein großes Abenteuer einließ, als er den Job beim FCM übernahm. Doch der 46-Jährige sagt auch: „Ich würde den Abstieg als persönliche Niederlage nehmen, denn ich mag keine einfachen Sachen. Wenn einige Dinge geklärt werden, würde ich auch in der Verbandsliga weiter machen.“ Dazu gehört auch die weitere Bindung herauswachsender AJunioren an den FCM. Benkel, Gerwien und Lösdau haben bereits für die Zweite unterschrieben, Bartsch und Instenberg sollen folgen.
Für das morgige Spiel gegen Germania Halberstadt (14 Uhr/ Germerstadion) kann die FCMZweite kaum auf Verstärkung von oben rechnen. Siga, Reimann und Georgi sind „festgespielt“. Das ärgert auch Geschäftsstellenleiter Bernd Tiedge, der allen Trainern stets eine aktuelle Liste „bedrohter“ Spieler zur Verfügung stellt: „Die fünf Minuten Einsatzzeit von Siga gegen Altona hätte man sich auch schenken können, nun ist der wieder zehn Tage für die Zweite gesperrt.“
Während Kauffmann, Dentz und Jahnel wieder im Kader stehen, fallen die verletzten Girke (Zeh), Göres (Kapsel) und Knöfler (Knie) weiterhin aus.
Restprogramm – Wolfen: Erfurt II (H), Bautzen (H), Pößneck (A).
Eilenburg: Pößneck (A), Auerbach (H), Lok Leipzig (A).
1. FCM II: Halberstadt (H), Meuselwitz (A), Markranstädt (H).

22.Mai 2009

Nach lockerem 4:1 heute zu Türkiyemspor

Fußball-Regionalligist im Dauereinsatz / Kantersieg gegen Altona 93 verpasst

Magdeburg. Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg im Dauereinsatz: Nach dem 4:1 über Altona 93 am Mittwochabend geht‘s schon heute (19 Uhr) auswärts weiter bei Türkiyemspor. Nächsten Mittwoch (19.30 Uhr) steigt das Landespokalf nale gegen den HFC, 48 Stunden später kommen die Bayern (18 Uhr) und tags darauf der FC Oberneuland (13.30 Uhr) zum letzten Heimspiel der Saison 08/09.
Beim 4:1 gegen erschreckend harmlose Hamburger wurde der Club kaum gefordert, hatte nach der schnellen 2:0-Führung durch ein Watzka-Solo (6.) und einem Vujanovic-Abstauber (11.) leichtes Spiel, verpasste allerdings einen weitaus höheren Sieg.
Gäste-Trainer Thomas Seeliger bat um Verständnis: „Uns fehlten fünf Stammspieler, darunter alle Manndecker. Nach dem 0:2 hatte ich schon gedacht, hier gibt‘s ein Debakel. Es war eine Lehrstunde.“ Altona hat im Übrigen vom DFB keine Lizenz erhalten, muss, unabhängig vom sportlichen Abschneiden, ohnehin die Regionalliga verlassen.
So lustlos spielten sie dann auch, störten den FCM kaum, der nach der Pause ebenfalls einen Gang runterschaltete. So gab es nicht mehr allzu viele Höhepunkte. „Sicherlich hat man im Unterbewusstsein schon das nächste Spiel zwei Tage später im Kopf“, räumte Kapitän Rosin ein, der eine Viertelstunde vor Schluss per Kopf den vierten Treffer beigesteuert hatte: „Endlich hat‘s mal geklappt. Ich war ja zuletzt oft dicht dran.“
Das zwischenzeitliche 3:0 ging erneut auf das Konto von Vujanovic (39.). Der FCM-„Knipser“ hat damit zum dritten Mal in Folge zwei Treffer erzielt! Ein von Tunjic sicher verwandelter Foulelfmeter – Probst hatte Starck umgesäbelt – führte zum 4:1-Endstand (78.).
Nur allzu gerne hätte an seinem 32. Geburtstag auch Braham getroffen, doch daraus wurde nichts: „Schade, aber nächsten Mittwoch im Pokal gegen den HFC ist es wichtiger. Und wenn wir gewinnen, feiere ich mit den Fans zusammen meinen Geburtstag im Stadion nach“, lachte der Stürmer. Den Landescup hatte auch Watzka im Visier: „Mit unserem Selbstvertrauen war es ja zuletzt nicht weit her und deshalb doppelt wichtig, dass wir gewonnen haben.“
Trainer Baumgart meinte: „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Ein kleines Manko war natürlich die Chancenverwertung.“ Und: „Auch für Türkiyemspor gilt: Wir wollen die Partie gewinnen. Ich hoffe, dass die Jungs bis dahin wieder frisch sind.“
Im Jahnsportpark dürfte der Club heute auf wesentlich mehr Gegenwehr stoßen. „Für die Berliner geht‘s schließlich um die Existenz“, warnte Rosin, der die aktuelle Entwicklung beim Club mit der Installierung des neuen sportlichen Leiters Michael Richter wie folgt kommentierte: „Wir haben davon auch nur aus der Zeitung erfahren, kennen ihn nicht. Er hat sich bei uns noch nicht vorgestellt ...“
FCM: Beer - Probst, Prest, Rosin, Dragusha, Watzka, Bauer, Zander, Racanel (72. Georgi), Braham (62. Matthias), Vujanovic (85. Siga)
Altona: Hinz - Ansorge, Tunjic, Becken, Bugrov, Bektas, Nadler (87. Sivcak), Hoose, Röhr, Schrödter (43. Günaydin), Starck (84. Ricken)
Schiedsrichter: Henschel (Braunschweig). Zuschauer: 4497. Tore: 1:0, Watzka (6.), 2:0, 3:0 Vujanovic (11./39.), 4:0 Rosin (74.), 4:1 Tunjic (Foulelfmeter/78.). Gelb: - / -

20.Mai 2009

1. FC Magdeburg stellt Weichen für neue Saison
Baumgart bleibt Cheftrainer, Richter neuer sportlicher Leiter
Von Uwe Tiedemann

Einen Tag vor dem Heimspiel gegen Altona 93 (heute 19 Uhr) wartete Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg mit einer echten Überraschung auf: Aufsichtsratsmitglied Michael Richter (45) ist ab sofort neuer sportlicher Leiter. Ferner gab der Club bekannt, dass Steffen Baumgart für die Saison 2009/10 Cheftrainer bleibt.
Magdeburg. Richter, seit drei Jahren im Aufsichtsrat des FCM und als Vertriebs- und Marketingleiter der Firma „SelectLine Software GmbH“ seit 2003 Sponsor, wurde gestern im Rahmen einer Pressekonferenz offziell vorgestellt. Der 45-Jährige, der die Funktion ehrenamtlich ausübt (Vertrag bis 2011), sieht sich als Bindeglied zwischen Präsidium, Trainerstab und Mannschaft und hat ganz konkrete Vorstellungen:
„Oberstes Ziel muss es sein, besseren Fußball anzubieten und auf der Landkarte wieder wahrgenommen zu werden. Wie viele Fans habe auch ich mich über so manches Spiel geärgert. Es geht darum, bei der Kaderzusammenstellung sorgfältiger vorzugehen, vor allem das Scouting zu verbessern. Es gibt so viele Talente, es müssen nicht immer große Namen und ein hohes Budget sein“, sagte Richter und kündigte an, dass es einige personelle Veränderungen geben werde: „Es ist damit zu rechnen, dass wir uns auch von Akteuren trennen, die noch einen Vertrag haben. Und: „Vor allem brauchen wir im zentralen Kreativbereich mehr Qualität. Unser Spiel ist viel zu sehr von langen Bällen geprägt.“
Lange überlegen musste Richter nach eigener Aussage nicht, als ihm der Posten angeboten wurde, den er im laufenden Spieljahr bei seinem Heimatverein VfB Oldenburg bekleidete und den er gerade zur Oberliga-Meisterschaft geführt hat. Aber der FCM sei eben etwas ganz Besonderes und deshalb erfolgt nun quasi ein fiegender Wechsel: „Der Club liegt mir mit seiner Tradition, den begeisterungsfähigen Anhängern und dem tollen Stadion noch mehr am Herzen.“
Präsident Volker Rehboldt sprach hinsichtlich der Personalien Baumgart und Richter von „wesentlichen sportlichen Eckpfeilern, mit dem das sportliche Kompetenzteam erweitert und die professionelle Struktur gefestigt wird“.
Manager Bernd Hofmann begrüßte den Einstieg Richters, sprach von einer Entlastung seiner Person mit Aufgaben nunmehr ausschließlich in der Vermarktung und den Finanzen.
Allerdings ist laut Rehboldt der Prozess damit noch nicht abgeschlossen. So soll in Kürze noch ein neuer Co-Trainer präsentiert werden, der bisherige Assistent Frank Windelband andere Aufgaben übernehmen. Torwarttrainer bleibt Jo Stock. Baumgart erklärte: „Wir wollen im nächsten Jahr um den Aufstieg mitspielen. Inwieweit uns das gelingt, wird man sehen. Unser Ziel bleibt natürlich die dritte Liga.“
Richter über den Coach: „Ich habe ihn erst in der letzten Woche bei einem persönlichen Gespräch näher kennengelernt, schätze seine emotionale, begeisterungsfähige Art. Ich hoffe, wir können eine neue, erfolgreichere Periode des Magdeburger Fußballs einleiten.“

19.Mai 2009

Braham: „Für Cupgewinn werde ich alles geben“

Magdeburg. Er ist wieder da: Eine knappe halbe Stunde durfte der nach seiner Suspendierung begnadigte Najeh Braham für den Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg beim 2:0 in Cottbus ran. „Ich bin froh, wieder dabei zu sein. Dass die Mannschaft für mich kämpft und um Rückkehr ins Team bittet, hatte ich erwartet. Schließlich bin ich ein wichtiger Spieler“, sagte der Deutsch-Tunesier selbstbewusst und blickte noch einmal zurück: „Die letzten Tage waren nicht einfach für mich. Natürlich habe ich Fehler gemacht, aber ich lebe nun einmal von Emotionen. Das ist meine Art, Fußball zu spielen. Nur so bin ich stark, kann meine Leistung abrufen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Unterstützung der Fans.“
Dem 31-Jährigen hat die enttäuschend verlaufene Saison schwer zu schaffen gemacht, und so ist es nur verständlich, wenn der Angreifer jetzt vor allem ein Ziel vor Augen hat – den Gewinn des Landespokals. „Der Cup muss her. Dann wäre das Spieljahr noch einigermaßen gerettet. Dafür werde ich alles geben“, versprach der ehemalige Publikumsliebling, der noch zwei Jahre Vertrag beim Club hat und betonte: „Ich fühle mich sehr wohl hier. Allerdings will ich auch Erfolg haben...“ Es scheint also zumindest nicht ausgeschlossen, dass sich Braham nach anderen Vereinen umschaut, wenn auch dieses Saisonziel verpasst wird.
Bis zum 27. Mai muss der FCM aber noch zweimal um Punkte ran. Und für den morgigen Mittwoch (19 Uhr) im Heimspiel gegen Altona 93 dürfte der Angreifer ab sofort wieder erste Wahl sein, denn zum einen war er an beiden Toren in Cottbus beteiligt, zum anderen erwischte sein Sturmpartner und -rivale Christian Reimann einen rabenschwarzen Tag.
Trainer Steffen Baumgart hat den „Fall Braham“ komplett abgehakt: „Das Thema war schon vor dem Spiel in Cottbus erledigt. Er gehört wieder dazu, weiß, dass er für uns ein bedeutender Spieler ist, was man beim 2:0 wieder gesehen hat. Allerdings erwarte ich natürlich, dass er sich auch in Zukunft ein- und unterordnet.“

Club-Reserve kann wieder für Verbandsliga planen

Fußball-Oberliga Süd: SC Borea Dresden – 1. FC Magdeburg II 1:0 (1:0)


Magdeburg (mmi). Eine verdiente 0:1 (0:1)-Niederlage brachte die Reserve des 1. FC Magdeburg von ihrem Auswärtsspiel beim SC Borea Dresden mit nach Hause (Volksstimme berichtete). Nach dieser enttäuschenden Leistung muss das Team nach nur einem Jahr wohl wieder den Gang in die Verbandsliga antreten.
Obwohl rein rechnerisch noch alles möglich ist, bedarf es bei fünf Punkten Rückstand schon eines großen Optimismus, um nach der gezeigten Leistung vom Sonntag gegen einen direkten Konkurrenten noch vom Klassenerhalt zu reden.
Das Spiel im Jägerpark stand von Anfang an für die Magdeburger Clubelf unter keinem guten Stern, neben dem gelb gesperrten Jahnel fehlten dem Team Knöfler, Kauffmann, Göres, Dentz, Schmidt und Girke aufgrund von Verletzungen oder Abstellungen. Dazu kam, dass aus dem Kader der ersten Mannschaft lediglich Siga und Keeper Tischer zur Unterstützung geschickt wurden. So reiste die Elf mit 14 Spielern nach Sachsen.
Dort mussten die Magdeburger bereits nach 13 Minuten den nächsten Tiefschlag hinnehmen. Werner verletzte sich nach einem Standard am Sprunggelenk und musste durch Osterland ersetzt werden.
Das Spiel verlief zu diesem Zeitpunkt vornehmlich in der Hälfte der Magdeburger. Borea spielte von Beginn an voll auf Sieg und versuchte die verunsicherten Gäste früh zu stören, was den Gastgebern sehr gut gelang. In der 20. Spielminute dann auch die verdiente Führung für die Norddresdener. Als auf der neu formierten linken Abwehrseite die Abstimmung noch nicht passte, fl ankte Krähmer scharf und präzise auf den zweiten Pfosten, wo Boros per Direktabnahme keine Mühe hatte und zur Führung traf.
Danach kam der Gast besser in die Partie, konnte sich aber kaum Zählbares erarbeiten. Bis auf einen N´Dombasi-Schuss (43.) verliefen die Offensivaktionen regelrecht im Sande. Auf der anderen Seite zeigte Tischer in mehreren Szenen seine Klasse und bewahrte die Gäste vor einem höheren Rückstand.
Der zweite Abschnitt verlief ohne Höhepunkte auf Magdeburger Seite. Keine nennenswerte Chance oder Torraumszene konnte sich die Mannschaft erarbeiten. Lediglich Tischer verdiente sich in mehreren Situationen Bestnoten und rettete mehrmals in höchster Not. So blieb es beim am Ende noch schmeichelhaften 0:1 aus Sicht der Magdeburger, die in keiner Phase des Spiels an die guten Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen konnten. Zu groß war die Verunsicherung und Anspannung auf Seiten der jungen Gäste-Mannschaft in diesem Spiel.

18.Mai 2009

Fußball-Regionalligist bei Schlusslicht Energie Cottbus II erfolgreich / Neumann ins Krankenhaus
FCM hat das Gewinnen in der Fremde nicht verlernt – 2:0
Von Uwe Tiedemann

Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg kam am Sonnabend (endlich) zu seinem zweiten Auswärtssieg in der Rückrunde, gewann bei Schlusslicht Energie Cottbus II mit 2:0 (0:0). Vujanovic, tags zuvor Vater eines Sohnes (Alexander) geworden, erzielte beide Treffer, schraubte sein Torkonto damit auf 16.
Cottbus. Wie sich die Zeiten ändern: Waren am 1. Spieltag allein 3500 FCM-Fans zum Auswärtsspiel nach Hannover mitgereist (insgesamt 4000), so verfolgten jetzt gerade einmal 342 Zuschauer, darunter etwa 100 Magdeburger, den bedeutungslosen und über weite Strecken niveauarmen Kick im Stadion der Freundschaft.
Trainer Baumgart, der während seiner aktiven Laufbahn 98 Erst- und Zweitligaspiele für Energie bestritten hatte und dementsprechend freundlich begrüßt wurde, sah im ersten Abschnitt eine schwache Vorstellung seiner Schützlinge. „Laufbereitschaft ist nicht gleich Laufbereitschaft. Man muss aggressiv an eine solche Aufgabe herangehen, nicht nebenhertraben“, kritisierte der 37-Jährige hinterher.
Dennoch boten sich gegen die harmlosen Cottbuser gute Chancen zur Führung, doch gleich mehrfach wurde der Ball im letzten Moment von der Linie geschlagen.
Eine Schrecksekunde gab es nach 16 Minuten, als Neumann benommen vom Platz getragen werden musste. „,Charly‘ hatte nach einem Schlag an die Schläfe das Bewusstsein verloren, sich hinterher auch noch übergeben. Wir haben ihn sofort ins Krankenhaus und anschließend zur weiteren Beobachtung nach Vogelsang gebracht, wo eine Gehirnerschütterung und eine schwere Jochbeinprellung diagnostiziert wurden“, berichtete Baumgart und ergänzte: „Zum Glück ist nichts gebrochen.“ Neumann wird wohl heute entlassen, aber morgen soll am Kiefer noch eine Computer-Tomographie vorgenommen werden.
Zurück zum Spiel: Die Dominanz der Gäste drückte sich nach der Pause endlich auch in Toren aus. Zunächst staubte Vujanovic nach einem Braham-Kopfball an den Pfosten zum 0:1 unter die Latte ab (63.), dann ließ der FCM-„Knipser“ noch einen Gegenspieler aussteigen und schoss halbhoch zum 0:2 ein (75.). Baumgart: „Nach dem Wechsel sah das alles schon viel füssiger aus. Insgesamt war der Erfolg hochverdient.“
Dass kein höherer Sieg heraussprang, lag an der mangelhaften Chancenverwertung. Allen voran Reimann, der neben Zander doch arg enttäuschte. Die beste Gelegenheit ließ der FCM-Stürmer nach 57 Minuten aus, als er mutterseelenallein vor Keeper Pentke stand und es mit einem Heber versuchte, der jedoch auf dem und nicht im Netz landete. Bissiger Kommentar von Baumgart: „Ich hab früher auch nicht jedes Ding versenkt, aber zumindest dafür gesorgt, dass der gegnerische Torhüter seine Hände benutzen muss- te ...“ Reimann verließ nach 62 Minuten das Feld, wird es in dieser Verfassung schwer haben, einen Stammplatz zu ergattern. Für ihn kam Braham, der seine Sache nach der aufgehobenen Suspendierung recht ordentlich machte.
Der zweifache Torschütze Vujanovic meinte: „Solche Spiele brauchen wir fürs Pokalf nale gegen Halle. Kompakt stehen und hinten die Null. Das hat diesmal richtig Spaß gemacht.“
Energie II: Pentke - Bittroff, Franke, Straith, Birk, Schwarz (85. Hackenberg), Thielemann, Lerchl, Miatke, Porter (64. Sidra), Zimmermann FCM: Beer - Probst, Prest, Rosin, Neumann (17. Dragusha), Watzka, Bauer, Zander, Racanel (80. Georgi), Reimann (62. Braham), Vujanovic Schiedsrichter: Hofmann (Dachwig). Zuschauer: 342. Tore: 0:1, 0:2 Vujanovic (63./75.). Gelb: Thielemann, Lerchl, Zimmermann, Hackenberg / -


1. FC Magdeburg II
Der Abstieg ist so gut wie besiegelt
Von Roland Schulz



Magdeburg. Am 27. Spieltag der Fußball-Oberliga Süd unterlag Schlusslicht und Aufsteiger 1. FC Magdeburg im Kellerduell beim SC Borea Dresden mit 0:1.
Boros markierte bereits in der 20. Minute den entscheidenden Treffer für die Sachsen, die sich damit einen Drei-Punkte-Vorsprung auf einen Abstiegsplatz erarbeiteten. Der Neuling aus der Landeshauptstadt bleibt dagegen weiter auf dem letzten Platz. Bei noch drei auszutragenden Spielen hat das Team bei vier Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz zwar rechnerisch noch alle Chancen. Doch nach der dritten Niederlage und dem Restprogramm mit Spielen gegen Halberstadt, in Meuselwitz und gegen Markranstädt ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt auf ein Minimum gesunken.
Nach dem Gegentor kam der Gast besser ins Spiel, hatte durch René N’Dombasis Lattentreffer sowie durch Steven Herold auch zwei Möglichkeiten. Mehr sprang aber nicht heraus, so dass der Sieg der Dresdner vollauf in Ordnung ging.
FCM II: Tischer – Gebauer, Loth, Tayler, Werner (13. Osterland), Weiß, Tietz, Herold, Siga (78. Krause), Aboagye, N‘Dombasi.
Schiedsrichter: Wilske (Bretleben). Zuschauer: 112. Tor: 1:0 Boros (20.)

16.Mai 2009

FCM mit Braham zurück in die Erfolgsspur?

Fußball-Regionalligist heute bei Energie Cottbus II zu Gast

Magdeburg. Allzu rosig sieht bekanntlich die bisherige Rückrundenbilanz des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg nicht aus: Nur drei Siege gab es nach der Winterpause, ebenso viele Remis und schon fünf Niederlagen. Eine gute Gelegenheit, diesbezüglich nachzubessern, bietet sich heute (13.30 Uhr) beim Schlusslicht Energie Cottbus II.
„Das ist zweifellos eine lösbare Aufgabe, aber nur, wenn wir mit voller Konzentration rangehen. Wenn nicht, kann uns das gleiche wie in Rostock passieren, als wir nach drei krassen Fehlern von drei verschiedenen Spielern frühzeitig mit 0:3 zurücklagen“, warnte Trainer Steffen Baumgart, der von den Stammkräften weiterhin auf den verletzten Mats Wejsfelt und den gesperrten Silvio Bankert verzichten muss. Das Hinspiel hatte der FCM übrigens 3:1 für sich entschieden.
Wieder zurück im Team ist dagegen Najeh Braham, der begnadigt wurde (Volksstimme berichtete). Baumgart begrüßte die Initiative der Mannschaft, die sich für den Angreifer eingesetzt und beim Coach vorgesprochen hatte: „Das zeigt, dass es den Jungs nicht egal ist, sondern sie sich Gedanken machen.“ Und zu Braham: „Er hatte die Möglichkeit, über gewisse Dinge nachzudenken. Ob er sie genutzt hat, wird man sehen. Im Training gibt er jedenfalls richtig Gas, wobei er noch nie jemand war, der sich hängenlässt. Und wenn er begreift, dass er sich ein- und unterzuordnen hat, dann kann er uns mehr als helfen.“ Ob der Stürmer aber schon heute wieder von Beginn an dabei ist, ließ Baumgart offen: „Das steht noch nicht fest.“
An die letzten Auftritte gegen Cottbus’ U 23 hat der FCM im Übrigen denkbar schlechte Erinnerungen. In Magdeburg gab’s zum Saisonauftakt 07/08 nur ein mageres 1:1 (verschossener Manai-Elfmeter, Gegentor in 90. Minute), und im Rückspiel verlor der Club nicht nur mit 1:2, sondern Trainer Dirk Heyne auch seinen Job.

Wojcik: Jetzt alles oder nichts

Magdeburg (rsc). Ein vorentscheidendes Spiel steht am morgigen Sonntag vor Schlusslicht 1. FC Magdeburg II (16.) in der Fußball-Oberliga Süd. Im Kellerduell trifft die Elf von Trainer Andrzej Wojcik ab 14 Uhr auf Gastgeber SC Borea Dresden (13.).
„Die Devise kann für uns nur heißen: Alles oder Nichts. Bei derzeit vier Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz hilft nur ein Sieg“, gibt sich der junge Trainer weiterhin kämpferisch. Dazu hat er auch allen Grund. Zeigte sich doch seine junge Mannschaft zuletzt, trotz der zwei Heimniederlagen in Folge, durchaus von ihrer besseren Seite. Doch muss sich jetzt endlich die Chancenverwertung verbessern, soll es ein zweites Oberligajahr in Folge für die Magdeburger Clubzweite geben.

15.Mai 2009

Pokalfinale sorgt für Zündstoff

FCM kontra HFC / Saalestädter wollen juristisch gegen 27. Mai vorgehen

Magdeburg. Der FCM und der HFC liegen wegen des Landespokalfnales im Clinch. Nachdem sich beide Vereine auf keinen gemeinsamen Termin einigen konnten, setzte der Fußballverband (FSA) das Spiel für Mittwoch, den 27. Mai (19.30 Uhr), in Magdeburg an. Doch dagegen wollen die Saalestädter, die momentan gute Aufstiegschancen besitzen, nun sogar juristisch vorgehen.
Begründung von Pressesprecher Jörg Sitte: „Wir spielen am 24. Mai (Sonntag) gegen Hertha BSC II, am 30. Mai (Sonnabend) in Wolfsburg und am 7. Juni (wieder Sonntag) gegen Plauen. Wenn also das Finale eine Woche später am 3. Juni stattf ndet, haben wir zwei Tage mehr Luft zur Regeneration.“
Mit dem Spielort hat sich der HFC inzwischen abgefunden; gleichwohl fühlt man sich auch hier durch den FSA benachteiligt. Sitte: „Die Situation ist für uns mehr als unbefriedigend, aber mehr möchten wir dazu zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen.“ Die Zurückhaltung liegt darin begründet, dass der Verein versucht, eine einstweilige Verfügung zu erwirken und so noch den 3. Juni durchzusetzen.
Diesem Ärger sieht FSA-Präsident Werner Georg gelassen entgegen: „Das ist ihr Ding. Wir halten am 27. Mai fest. Der 3. Juni kommt allein schon deswegen nicht infrage, weil an dem Tag US-Präsident Obama in Dresden weilt und nicht genügend Sicherheitskräfte zur Verfügung stehen würden.“
FCM-Präsident Volker Rehboldt stellt klar: „Es kann keine Rede davon sein, dass wir den sportlichen Erfolg des HFC behindern wollen. Allerdings genießt das Finale bei uns oberste Priorität, ist sozusagen die Pficht. Erst danach kommt die Kür gegen Bayern und Oberneuland (29./30. Mai). Wir verlegen das wichtigste Spiel doch nicht ans Ende, wo die Mannschaft dann möglicherweise ,platt‘ ist.“

Devise für die Club-Zweite: Alles oder Nichts!

Schlusslicht FCM II gastiert im Kellerduell beim SC Borea Dresden

Magdeburg (rsc). Am 27. Spieltag der Fußball-Oberliga Süd kommt es für den Aufsteiger 1. FC Magdeburg II am kommenden Sonntag zum wohl alles entscheidenden Spiel gegen den Abstieg. Ab 14 Uhr sind die Magdeburger beim SC Borea Dresden zu Gast, der Mannschaft, die zur Zeit den ersten Nichtabstiegsplatz inne hat.
Die Sachsen haben sich am vergangenen Mittwoch einen Vorteil im Kampf um den Klassenerhalt gegenüber dem Schlusslicht FCM II verschafft. Bei der Reserve des FC Carl Zeiss Jena holte das Team beim 1:1 einen wichtigen Punkt, hat nun vier Zähler Vorsprung auf die Magdeburger Club-Zweite.
„Das wird ein ganz schweres Spiel für uns. Da heißt es Hop oder Top“, so FCM-II-Trainer Andrzej Wojcik in Anbetracht der Aufgabe. „Das ist unsere letzte Chance, wollen wir die Klasse halten, denn bei einer Niederlage hätte Borea auf uns dann sieben Punkte Vorsprung“, sinniert Wojcik weiter. Personell muss der Coach auf Girke, Osterland, Kauffmann und Knöfl er verzichten. Wer aus dem Kader der ersten Mannschaft nachrückt, entscheidet sich nach deren samstäglichem Spiel bei Energie Cottbus II.

14.Mai 2009

1. FC Magdeburg: Braham-Suspendierung aufgehoben
Neues Trainermodell mit Baumgart als Chef?
Von Uwe Tiedemann



Magdeburg. Regionalligist 1. FC Magdeburg bereitet mit Hochdruck die neue Saison 09/10 vor. Und nachdem nun schon zum dritten Mal in Folge die Zielsetzung verpasst wurde, will der Club auf sportlicher Leitungsebene eine, wie es Präsident Rehboldt formulierte, „Gesamtlösung, ein anderes Modell, als wir bisher hatten“, präsentieren.
Wie dieses Vorhaben konkret aussieht, darüber schwieg sich der 40-Jährige noch aus: „Es müssen letzte Gespräche geführt werden. Anfang nächster Woche haben wir alles unter Dach und Fach.“ Noch einmal der FCMBoss: „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir bei der Trainerfrage noch analytischer vorgehen müssen und in diesem Bereich nicht am falschen Ende sparen dürfen.“ Solche Aussagen lassen natürlich Raum für Spekulationen und so manchen Club-Fan etwas ratlos zurück. Vor allem: Was wird aus dem jetzigen Trainer Baumgart?
Bezüglich dessen Person äußerte sich Rehboldt so: „Wir haben viele Gespräche mit ihm geführt. Seine Vorstellungen sind überzeugend. Er soll Chef bleiben. Hinzu kommt: Er ist ein Mann mit Prof erfahrung und hohem Fußball-Sachverstand, aber eben kein Fußball-Lehrer.“
Nach Volksstimme-Informationen deutet sich folgende Lösung an: Baumgart soll auch in Zukunft das Sagen haben, bekommt aber einen neuen, gestandenen Co-Trainer zur Seite gestellt. Den jetzigen Assistenten Windelband will der FCM auch weiterhin an sich binden; er hat aber das Problem, dass er aus beruflichen Gründen nicht an allen Übungseinheiten mitwirken kann. Diesen Zustand will die Club-Spitze ändern, das Training intensivieren, damit der Zwei-Jahres-Plan, der da heißt Drittliga-Aufstieg, doch noch von Erfolg gekrönt ist.
Übrigens: Die Suspendierung von Stürmer Braham wurde, nachdem der Mannschaftsrat den Trainer darum gebeten und der Spieler sich beim Team entschuldigt hatte, gestern aufgehoben.

13.Mai 2009

Fußball-Pokal
Finale am 27. Mai in Magdeburg



Magdeburg (kr). Das Endspiel um den Pokal des Fußball-Verbandes Sachsen-Anhalt (FSA) zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC f ndet am 27. Mai (Beginn 19.30 Uhr) im neuen Magdeburger Stadion statt. Diese Entscheidung trafen gestern Präsidiumsmitglieder und der sachsen-anhaltische Pokalverantwortliche. Zuvor hatte es mehrere Telefonate zwischen den Finalteilnehmern und dem Fußball-Verband Sachsen-Anhalt gegeben. Nach Aussage des FSAPräsidenten Werner Georg war eine für heute anberaumte Zusammenkunft von Vertretern des FCM und des HFC nicht zustande gekommen. „Die schriftlichen Bescheide des Spielausschusses sind bindend“, so Werner Georg.
Bis zur Eröffnung eines neuen Stadions in Halle sollen alle künftigen Pokalfnals in Magdeburg stattfinden.

11.Mai 2009

Noch in dieser Woche neuer Vertrag für Trainer Baumgart?
Von Uwe Tiedemann

Noch fünf (quälende) Spiele – dann ist die verkorkste Saison für den Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg beendet. Das 2:4 (1:3) am vergangenen Freitag in der fast leeren DKBArena bei Hansa Rostock II zeigte einmal mehr: Die Luft ist raus, kaum ein Spieler noch mit der vollen Konzentration und Leidenschaft dabei.
gezeigt, was wir können. Bei solch individuellen Fehlern wird es dann schwer, den Rückstand wieder aufzuholen“, stellte Coach Steffen Baumgart enttäuscht fest.
Trotz der insgesamt unbefriedigenden Auftritte sieht es aber ganz so aus, als werde die Club-Führung den Vertrag mit dem 37-Jährigen verlängern. „Wir setzen uns am Montag noch einmal zusammen und geben voraussichtlich im Laufe der Woche die Entscheidung bekannt. Die Tendenz geht in Richtung pro Baumgart“, sagte Manager Bernd Hofmann. Die ursprünglich angedachte Variante mit Baumgart als Sportdirektor und einem neuen Trainer dürfte schon allein deswegen nicht in Frage kommen, weil die f nanziellen Möglichkeiten fehlen.
Dabei wird Hofmann nicht müde zu betonen, „dass diese Mannschaft lebt“. In der Tat ergab sich der Club nach dem deprimierenden 0:3-Rückstand nach nur 24 Minuten nicht in sein Schicksal, sondern kam noch einmal heran und stand sogar kurz vorm Ausgleich. Doch die Geschehnisse der Rückserie mit den vielen enttäuschenden Resultaten, dem Konf ikt mit den Fans und dem Trainerwechsel haben deutliche Spuren hinterlassen.
Bei der Fehleranalyse kam Hofmann zu folgendem Ergebnis: „Erstens hätte die Mannschaft den Gegner von Anfang an aggressiver attackieren und zweitens die einzige Spitze, Radovan Vujanovic, aus dem Mittelfeld mehr unterstützen müssen.“
Zumal der gebürtige Serbe nicht zu den Schnellsten gehört. Dennoch zählt der zweifache Torschütze momentan zu den wenigen Lichtblicken im Team, hat nun schon 14 „Buden“ auf seinem Konto. „Ich bin Teil der Mannschaft. Deswegen sind diese Treffer nur ein schwacher Trost“, sagte der 27-Jährige und betonte, dass es immer auf
Rostock/Magdeburg. Für den Club war das 2:4 bereits die fünfte Niederlage in der Rückrunde, stehen magere zwölf Punkte von 33 möglichen zu Buche – und das als selbst ernannter Meisterschaftsanwärter.
Aber was soll ein Trainer machen, wenn sich Spieler wie Kapitän Daniel Rosin, Keeper Christian Beer oder Verteidiger Silvio Bankert, normalerweise die Zuverlässigkeit in Person, böse Schnitzer erlauben wie in Rostock? „Wir haben nicht das das gesamte Team, nicht auf den Einzelnen ankomme: „Deswegen bin ich auch dagegen, dem einen oder anderen konkret die Schuld zu geben. Fehler passieren, das gehört im Fußball dazu. Mal ist es die Abwehr, die patzt, mal der Sturm, der nicht trifft.“ Und er legte ehrlich nach: „Klar ist aber natürlich auch, dass wir alle ein bestimmtes Spiel im Hinterkopf haben. Das ist das Landespokalfnale am 27. Mai gegen den HFC. Wenn wir das gewinnen und den Pott holen, ist die Saison noch halbwegs gerettet.“
Zur Trainerdiskussion wollte sich Vujanovic nicht äußern: „Das ist allein Sache des Präsidiums. Aber egal, wer es nächste Saison macht: Wir werden neu angreifen im Kampf um die 3. Liga.“ Aber noch läuft das alte Spieljahr. Und da liegt die Vermutung nahe, dass sich der Club kommenden Sonnabend bei Schlusslicht Energie Cottbus II keine Beine ausreißen wird ...

1. FC Magdeburg II
Handelfmeter besiegelt Niederlage
Von Roland Schulz



Magdeburg. Am 26. Spieltag der Oberliga Süd unterlag der 1. FC Magdeburg II gestern dem FSV Budissa Bautzen mit 0:1 (0:0). Fröhlich (80.) erzielte im Heinrich-Germer-Stadion mit einem verwandelten Handelfmeter das goldene Tor.
Durch diese Niederlage verbleibt der FCM II weiter auf dem letzten Platz. „Ich kann meiner Mannschaft kämpferisch keinen Vorwurf machen. Allerdings ist unser Manko, die Chancenverwertung, wieder zutagegetreten“, so ein enttäuschter Trainer Wojcik.
Gegen die früh störenden Gäste hatte die Club-Reserve große Schwierigkeiten, ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Die besten Chancen für den Gastgeber besaß in der ersten Hälfte Braham (34., 37.). Im zweiten Durchgang dauerte es bis zur 70. Minute, ehe die Partie an Fahrt gewann. Beim FCM zerrte jetzt immer wieder der finke Georgi an den Ketten, leitete mehrere Konter ein.
Dann die Entscheidung, als einem Abwehrspieler das Leder an den Arm sprang und der Referee auf den Punkt zeigte. Fröhlich verwandelte zum 0:1.
FCM II: Tischer - Weiß, Loth, Jahnel, Gewelke, Braham, Göres (70. Herold), Werner, Taylor, N`Dombasi (70. Aboagye), Georgi. Schiedsrichter: Wartmann (Großvargula). Zuschauer: 84. Tor: 0:1 Fröhlich (80., Handelfmeter).


Fußball-Oberliga: U 23 des 1. FC Magdeburg mit erneuter Heimniederlage / Auch Braham ohne Tor
Club-Reserve bleibt weiterhin Schlusslicht der Süd-Staffel
Von Roland Schulz

Am 26. Spieltag der Fußball-Oberliga Süd unterlag der 1. FC Magdeburg II gestern Nachmittag dem FSV Budissa Bautzen mit 0:1 (0:0). Stefan Fröhlich (80.) erzielte im Heinrich-Germer-Stadion mit einem verwandelten Handelfmeter das Tor für die Gäste. Durch diese erneute Niederlage sowie den Punktgewinn von Wolfen verbleibt die FCMZweite jetzt wieder allein auf dem letzten Platz.
Sudenburg. „Ich kann meiner Mannschaft heute kämpferisch keinen Vorwurf machen. Doch war hier einfach mehr drin. Obwohl rechnerisch noch alles offen ist, wird es jetzt natürlich immer schwieriger, noch die Klasse zu halten“, so Trainer Andrzej Wojcik nach dem Spiel.
In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer eine Begegnung, die viel von Taktik und den beiden Abwehrreihen geprägt war. So blieben Chancen Mangelware. Das erste Achtungszeichen setzte Wochnik für die Gäste nach acht Minuten. Dann besaß Helcelt (29., 40.) zwei Möglichkeiten für Budissa, konnte diese ebenfalls nicht nutzen. Für den Hausherren hatte Najeh Braham zwei gute Möglichkeiten. Doch zunächst wird seine gefährliche Flanke zur Ecke geklärt, dann scheitert er per Kopfball knapp (34.). Drei Minuten später verpasste der aus der ersten Mannschaft vorübergehend suspendierte Angreifer eine Flanke von Maik Georgi knapp.
Die zweite Hälfte begann zunächst wie die erste. Beide Abwehrreihen bestimmten gegen den auf beiden Seiten harmlosen Angriff die Szenerie. Glück für die Gäste, als der Referee in der 54. Minute ein Handspiel von Torhüter René Katzwinkel außerhalb des Strafraumes nicht ahndete. In den letzten 20 Minuten nahm das Spiel dann an Fahrt zu. Beide Teams lockerten jetzt ihre Abwehrreihen, setzten mehr auf die Offensive. Doch sowohl Helcelet (53.) als auch Schenk (56.) auf Bautzener Seite sowie Braham (57.) und Steven Herold (77.) vergaben ihre guten Einschusschancen.
Dann die Spielentscheidung, als einem FCM-Abwehrspieler, nachdem er zuvor in der Luft einen Schubser bekam, das Leder an den Arm sprang und der Referee auf den Punkt zeigte. Fröhlich ließ sich diese Chance nicht entgehen. Danach wollte der FCM II den Ausgleich. Doch ließen die Bautzener jetzt nichts mehr anbrennen.

9.Mai 2009

Fußball-Regionalliga: Hansa Rostock II lässt beim 4:2 (3:1) nichts anbrennen
Früher Rückstand bringt den FCM um alle Chancen
Von Uwe Tiedemann

Für Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg war gestern der Auftritt an der Ostseeküste keine Reise wert. Bei Hansa Rostock II verlor der Club mit 2:4 (1:3), hatte nach nur 24 Minuten schon 0:3 zurückgelegen und sich damit vorzeitig um alle Chancen gebracht.
Rostock. Die Partie in der knapp 30000 Zuschauer fassenden DKB-Arena glich einem „Geisterspiel“. Nur 644 Besucher, darunter etwa die Hälfte aus Magdeburg, verloren sich auf den Rängen. Dennoch wollte natürlich der FCM zum 35-jährigen Europacup-Jubiläum – am 8. Mai 1974 hatte es das legendäre 2:0 im Rotterdamer Finale gegen den AC Mailand gegeben – seinen zweiten Auswärtssieg in der Rückrunde landen. Doch daraus wurde nichts.
Der Club, der mit Vujanovic nur eine echte Spitze aufgeboten hatte, geriet schnell in Rückstand. Nach einem bösen Schnitzer von Rosin lief Jänicke frei auf das Gäste-Tor zu und vollendete aus spitzem Winkel clever zum 1:0 (13.). Dann konnte Beer einen 35-m-Freistoß von Jelen nicht festhalten und Rahmig aus kürzester Distanz zum 2:0 abstauben (19.). Und es sollte noch schlimmer kommen: Diesmal patzte Bankert gegen Jänicke, der quer auf Lukimya-Mulongoti ablegte – 3:0 (24.). Nach drei individuellen Fehlern schien also frühzeitig alles gelaufen.
Trainer Baumgart reagierte, brachte mit Reimann (für Zander) einen zweiten Angreifer. Und es wurde tatsächlich etwas erträglicher. Zunächst klärte ein Rostocker gegen Vujanovic nach Vorlage von Watzka und Reimann noch zur Ecke (42.), doch dann war der FCM-„Knipser“ zur Stelle und verkürzte aus halblinker Position nach Watzka-Flanke zum 3:1-Pausenstand (45.).
Der Club kam mit neuem Schwung und neuer Hoffnung aus der Kabine - und nach 51 Minuten auf 3:2 heran. Torschütze wiederum Vujanovic, der Hansa-Keeper Schenk auf dem falschen Fuß erwischte und f ach einschoss.
In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem mehrfach der Ausgleich in der Luft lag. Doch das Aufbäumen fand ein abruptes Ende, als nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum erneut Lukimya-Mulongoti zur Stelle war und auf 4:2 erhöhte (62.). Damit war das Match endgültig entschieden, der Gast nicht mehr in der Lage, die Wende herbeizuführen. Schlusspunkt: In der 83. Minute sah Bankert nach Foul an Lange Rot – Gelb hätte es hier allerdings auch getan.
Kommentar von Baumgart: „Wir haben als Mannschaft nicht das gezeigt, was wir können. Aber wer solche Fehler macht, wie wir momentan, der wird es schwer haben, die Spiele zu gewinnen.“
Hansa II: Schenk - Pett, Schrod, Lukimya-Mulongoti, Lange, Freitag, Yelen (74. Haufe), Rahmig (65. Pittwehn), Albert, Tüting, Jänicke (82. Yilmaz)
FCM: Beer - Probst (66. Gewelke), Rosin, Bankert, Neumann, Watzka, Bauer, Zander (34. Reimann), Racanel, Brendel (49. Dragusha) Vujanovic
Schiedsrichter: Gorniak (Bremen). Zuschauer: 644. Tore: 1:0 Jänicke (13.), 2:0 Rahmig (19.), 3:0 Lukimya-Mulongoti (24.), 3:1 Vujanovic (45.), 3:2 Vujanovic (51.), 4:2 Lukimya-Mulongoti (62.). Gelb: Lukimya-Mulongoti / Reimann. Rot: Bankert (Foulspiel/83.).

1. FC Magdeburg II
Trainer Wojcik: Wir müssen endlich auch punkten
Von Roland Schulz



Magdeburg. In der Fußball-Oberliga Süd empfängt die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg am Sonntag (Anstoß im Germerstadion 14 Uhr) Budissa Bautzen.
Für den Aufsteiger aus der Landeshauptstadt wird es nunmehr höchste Zeit, endlich Punkte einzufahren, so man vom Zug zurück in Richtung Verbandsliga tatsächlich noch abspringen will. Die Chancen dazu bestehen allemal, beträgt doch der Rückstand auf den Tabellenzwölften SC Borea Dresden nur drei Punkte.
Dafür müssen endlich Punkte her. Das sieht Trainer Andrzej Wojcik ebenso. „Alles Rreden und Schön-Spielen hilft nichts mehr. Wir müssen punkten!“ Das heißt, die Ladehemmung vor dem Tor abstellen. Denn nach Bautzen und Eilenburg (je 21) stellt der FCM II mit 23 Treffern den drittschlechtesten Angriff der Ligastafel Süd.

8.Mai 2009

Regionalligist FCM muss in den letzten sechs Punktspielen viermal auswärts antreten
Drei gute Gründe, die Saison nicht abzuhaken
Von Uwe Tiedemann



Magdeburg. Gleich viermal von den restlichen sechs Spielen muss Fußball-Regionalligist FCM auswärts ran. Heute (18 Uhr) gastieren die Elbestädter bei Hansa Rostock II. Die Saison ist angesichts des Zehn-Punkte-Rückstandes auf Spitzenreiter Holstein Kiel zwar gelaufen, und Präsident Volker Rehboldt sprach vom „Niemandsland“ in der Tabelle, doch es gibt gute Gründe, sich nicht hängenzulassen und so Gas zu geben wie zuletzt nach der Halbzeitpause beim 1:0 über Wilhelmshaven. Die Verantwortlichen schauen in diesen Tagen und Wochen besonders genau hin, auf wen sie 2009/10 bauen können. Das gilt besonders für Trainer Steffen Baumgart, dessen geplante Vertragsverlängerung nicht zuletzt vom Auftreten und den Ergebnissen seiner Schützlinge abhängt. Ferner sollen nach dem gerade wieder gekitteten Verhältnis zu den Fans keine neuen Risse entstehen. Und schließlich kommt es darauf an, die Spannung für das Landespokalf nale gegen den Erzrivalen HFC hochzuhalten. Mit dem Cupgewinn könnte das verkorkste Spieljahr noch einigermaßen gerettet werden.
Was die heutige Partie anbetrifft, erklärte Baumgart: „Natürlich sind wir stark genug, das Spiel zu gewinnen. Das gelingt aber nur, wenn jeder sein Leistungsvermögen abruft. Wenn der eine oder andere glaubt, es auch mit geringerem Aufwand zu schaffen, bekommen wir sofort Schwierigkeiten.“ Der Coach lobte diesbezüglich noch einmal die „außergewöhnliche“ zweite Hälfte seiner Elf gegen Wilhelmshaven und betonte in Anlehnung des katastrophalen ersten Abschnitts: „Natürlich haben wir da schlecht ausgesehen, aber es wird nie gelingen, volle 90 Minuten lang guten Fußball zu bieten. Es gibt immer Phasen, in denen es nicht so läuft.“

Oberliga Süd: 1. FCM II empfängt Bautzen
Mit Braham im Angriff drei Punkte einfahren
Von Roland Schulz



Cracau. Am kommenden Sonntag empfängt die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg am 26. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd den FSV Budissa Bautzen. Anstoß im Heinrich-Germer-Stadion ist um 14 Uhr.
Für das Schlusslicht aus Magdeburg geht es an den letzten fünf Spieltagen um alles. Zwar steht die junge Mannschaft des Aufsteigers auf dem letzten Tabellenplatz. Doch sind es bis zum Tabellenzwölften Borea Dresden nur drei Punkte Rückstand.
„Alles Reden hilft aber jetzt nichts mehr. Wir müssen endlich wieder punkten, nicht nur gut spielen“, so FCM-IITrainer Andrzej Wojcik vor dem Spiel gegen die erfahrenen Bautzener, die seit dem 19. März vom ehemaligen Dresdner Bundesligaspieler (18 Spiele) Thomas Hoßmang trainiert werden. So sind drei Punkte am Sonntag das fest avisierte Ziel für die Blau-Weißen.
Wojcik, der sich in Bezug auf den Klassenerhalt weiter kämpferisch gibt („Wir haben noch drei Heimspiele. Das müssen wir ausnutzen!“), kann gegen die Oberlausitzer auf die Dienste des aus der Regionalligaelf suspendierten Najeh Braham zurückgreifen. „Najeh kann für uns eine große Hilfe sein, wenn er sein Potenzial in den Dienst der Mannschaft stellt“, so der Trainer. Das ist auch vonnöten, treffen doch zwei der drei abschlussschwächsten Mannschaften der Südstaffel aufeinander. Wer ansonsten aus dem Kader der ersten Mannschaft nach unten rückt, entscheidet sich nach dem heutigen Abendspiel beim F.C. Hansa Rostock II.

7.Mai 2009

Baumgart greift durch: Braham bis auf Weiteres suspendiert

Magdeburg. Die Gelb-Rote Karte nach nur 27 Minuten im jüngsten Heimspiel gegen den SV Wilhelmshaven (1:0) brachte das Fass zum Überlaufen: Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg hat Stürmer Najeh Braham (31) bis auf weiteres vom Trainingsund Spielbetrieb suspendiert. Das Präsidium folgte damit einem Vorschlag von Neu-Trainer Steffen Baumgart.
„Es sind ja mit Najeh in der Vergangenheit schon andere Dinge passiert. Diese Aktion war sozusagen das i-Tüpfelchen“, sagte Baumgart und erläuterte die Situation aus seiner Sicht: „Die Zuschauer, die Eintritt zahlen, haben das Recht zur freien Meinungsäußerung. Ob die immer gerechtfertigt sind, sei dahingestellt. In diesem Fall habe ich die Reaktionen auch nicht für gut geheißen (höhnischer Beifall nach der Gelben Karte/d. Red.), aber wo kommen wir denn hin, wenn sich ein Spieler (Braham klatschte zurück/d. Red.) während eines Spiels mit den Zuschauern beschäftigt?“
Die Suspendierung, so Baumgart, soll bewirken, „dass er die Zeit zum Nachdenken nutzt und wieder einen klaren Kopf bekommt“. Der Trainer betonte zugleich, dass der Rauswurf des Stürmers, der sich derzeit bei der zweiten Mannschaft ft hält, nur vorübergehend gilt: „Er ist sehr, sehr wertvoll für uns, aber eben nur, wenn er auch klar im Kopf ist.“
Auf die Frage, wie der Angreifer, der wegen der verkorksten Saison, wegen der Zuschauerkritik und wegen des Trainerwechsels in den letzten Wochen reichlich frustriert war, auf die Nachricht reagiert habe, antwortete Baumgart: „Er war natürlich geschockt.“
Die Maßnahme dürfte dem Coach alles andere als leicht gefallen sein, haben doch beide noch in der vergangenen Saison zusammen beim Club gespielt. Wobei Baumgart allerdings Wert auf die Feststellung legt, dass Braham kein Ziehsohn von Vorgänger Paul Linz sei und nur unter ihm seine Leistung abrufen könne, sondern „wir beide ein sehr gutes Verhältnis miteinander und schon viele Gespräche geführt haben“.

Stürmer Braham suspendiert

Magdeburg (ut). Nach den jüngsten Eskapaden seines Stürmers Najeh Braham hat Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg die Reißleine gezogen und den 31-Jährigen suspendiert. „Das Präsidium ist damit dem Vorschlag von Trainer Steffen Baumgart gefolgt“, sagte gestern Manager Bernd Hofmann, der die Dauer der Freistellung offen ließ: „Das hängt von Brahams weiterem Verhalten ab.“ Für die morgige Partie in Rostock wäre er ohnehin gesperrt gewesen

6.Mai 2009

Ex-FCM-Trainer Paul Linz im Volksstimme-Interview:
„Ich weiß nur, dass ich es immer wieder so machen würde“

Er ist nach wie vor frustriert, hat aber mittlerweile ein wenig Abstand gewonnen: Ende März wurde Paul Linz nach dem 0:3 gegen den VfL Wolfsburg II von seinen Aufgaben als Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg entbunden. Volksstimme-Redakteur Uwe Tiedemann sprach mit dem 53-jährigen Ex-Prof (33 Bundesligaspiele), der seinen größten Erfolg als Coach 2001/02 mit dem Verein seiner Heimatstadt Eintracht Trier (Aufstieg in die 2. Liga) feierte.
Volksstimme: Herr Linz, das Kapitel FCM ist nach nur 15 Monaten beendet. Wie fällt Ihr Fazit aus?
Paul Linz: Was soll ich dazu sagen? Ich hätte nicht gedacht, dass es so kommt, war schon sehr überrascht und natürlich auch enttäuscht. Denn eigentlich hatten wir nach dem knapp verpassten Sprung in die dritte Liga einen Zwei-Jahres-Plan.
Volksstimme: Sie hätten sich also mehr Rückhalt gewünscht?
Linz: Genauso ist es. Aber scheinbar hat man als Trainer in Magdeburg diese Zeit nicht.
Volksstimme: Nun gab es aber seit der 0:1-Niederlage in Halle einen echten Leistungseinbruch. Welche Erklärung haben Sie dafür?
Linz: Das HFC-Spiel war zweifellos der Knackpunkt. Nicht nur unmittelbar nach dieser Partie, auch im Verlauf der dann folgenden Woche ist unheimlich viel passiert, was die Mannschaft letztlich nicht verkraftet hat. Es wurde permanent auf die Jungs draufgehauen, plötzlich alles in Frage gestellt, was ich bis heute nicht nachvollziehen kann.
Volksstimme: Auch weil Sie von der Qualität der Truppe immer überzeugt waren?
Linz: Ja, ich bleibe dabei, dass wir eine gute Mannschaft beisammen hatten.
Volksstimme: War aber nach der Pleite gegen Wolfsburg der Rückstand auf Platz eins nicht schon zu groß?
Linz: Wir hätten es wohl nicht mehr geschafft, aber ich betone noch einmal: Es gab einen Zwei-Jahres-Plan. Davon bin ich stets ausgegangen.
Volksstimme: Einer der Vorwürfe Ihnen gegenüber lautete: Sie hätten sich zu oft vor die Mannschaft gestellt. Ein Fehler?
Linz: Ich weiß nur, dass ich es immer wieder so machen würde und habe mir auch sonst nicht viel vorzuwerfen. Es gab keinen Spieler, der nicht wollte, sondern jeder hat sich voll engagiert. Letztlich war es ein Kopfproblem, lag es an der Verkrampfung, dass die Ergebnisse nicht mehr stimmten. Aber gerade dann darfst du als Trainer nicht die Nerven verlieren, sondern musst ruhig bleiben.
Volksstimme: Verfolgen Sie die Auftritte des FCM auch weiterhin?
Linz: Selbstverständlich. Schließlich ist es die Mannschaft, die ich zusammengestellt habe.
Volksstimme: Haben Sie noch Kontakt zu dem einen oder anderen Spieler?
Linz: Es haben schon etliche angerufen, was ich aber auch völlig normal f nde.
Volksstimme: Wie geht es mit Ihnen persönlich weiter? Wollen Sie so schnell wie möglich wieder einen Klub übernehmen?
Linz: Ich sehe das ganz entspannt, werde nichts überstürzen. Schließlich habe ich noch einen Vertrag beim FCM.
Volksstimme: Es gab zuletzt Spekulationen, Kickers Emden hätte Interesse angemeldet.
Linz: Davon habe ich auch gehört, bis heute aber keinen Anruf erhalten.
Volksstimme: Und Magdeburg? Kehren Sie überhaupt noch einmal in die Stadt zurück?
Linz: Natürlich. Ich habe schließlich noch eine Wohnung, bin in Trier derzeit nur zu Besuch.

5.Mai 2009

Die Personalie Baumgart hat beim FCM oberste Priorität

Bis spätestens Mitte Mai will der Fußball-Regionalligist die Trainerfrage klären / Fünf Verträge laufen aus

Magdeburg. Wenn die verkorkste Saison für Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg (zehn Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Kiel) überhaupt einen positiven Nebeneffekt hat, dann den, dass der Verein frühzeitig fürs Spieljahr 2009/10 planen kann. Und da steht (natürlich) die Trainerfrage ganz oben auf der Tagesordnung.
„Unsere Konzeption sieht vor, dass die Personalie Steffen Baumgart bis spätestens Mitte Mai geklärt ist“, sagte gestern Manager Bernd Hofmann.
Warum die Clubführung derzeit noch abwartet, dürfte vor allem daran liegen, dass die Verantwortlichen beobachten wollen, ob und wie der neue Coach angenommen wird.
Und da fällt momentan ein Urteil schwer, wie die zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten beim jüngsten 1:0-Sieg gegen den SV Wilhelmshaven deutlich gemacht haben. Die Tendenz geht allerdings klar in Richtung pro Baumgart. Hofmann: „Die Mannschaft muss Rückschläge hinnehmen, lässt sich aber nicht hängen. Ich sehe die Entwicklung insgesamt positiv. Und wenn ich an das Heimspiel in Unterzahl gegen den VfL Wolfsburg II (Endstand 0:3/d. Red.) denke, war das Chancenverhältnis 0:6, diesmal 6:0.“ Nochmals Hofmann: „Fünf Verträge laufen aus. Doch über Mats Wejsfelt, Marcel Probst, Mehmet Dragusha, Deniz Siga und Martin Zander wird erst dann entschieden, wenn feststeht, wie der Trainer heißt.“
Und wie reagiert der Club auf „Problemfall“ Najeh Braham (Vertrag bis 2011), der am Sonntag Gelb-Rot sah? Bislang noch gar nicht (Hofmann: „Wir müssen das noch intern auswerten.“), wenngleich Baumgart deutliche Worte fand: „Wenn ein Spieler wie Najeh von den Fans regelrecht geliebt wird, dann aber innerhalb kürzester Zeit in Ungnade fällt, muss er sich zunächst an die eigene Nase fassen und nicht ständig die Schuld bei anderen suchen.“

Jetzt Tickets für die Bayern und die EC-Helden sichern

Fußball: Ein Höhepunkt jagt beim 1. FC Magdeburg den anderen

Cracau (mus). Ende Mai jagt beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg ein Höhepunkt den nächsten. Zunächst gastiert am 29. Mai der noch amtierende Deutsche Fußball-Meister FC Bayern München erstmals im neuen Magdeburger Stadion.
Einen Tag später bestreiten die Europapokalsieger des 1. FC Magdeburg von Rotterdam 1974, aus Anlass des 35. Jahrestages des Cupgewinns, gegen eine Traditions-Auswahl aus der ehemaligen DDR-Oberliga das Vorspiel zum abschließenden Regionalliga-Heimspiel gegen den FC Oberneuland. Für diese beiden Events bietet der 1. FC Magdeburg Kombipakete in drei Vorverkaufsphasen an.
Ab dem heutigen Dienstag beginnt die erste Phase des Vorverkaufs in Magdeburg. An den Vorverkaufsstellen FCM-Ticketservice in der Otto-von-Guericke-Straße 46a, am Eingang Nord des Stadion Magdeburg (Achtung hier keine EC-Kartenzahlung möglich) von Dienstag bis Donnerstag zwischen 10 Uhr und 18 Uhr sowie im Volksstimme Service Center an der Goldschmiedebrücke sind die Kombitickets ausschließlich für aktuelle Dauerkartenbesitzer und Mitglieder gegen Vorlage des jeweiligen Nachweises erhältlich. Die Besitzer von Saisontickets erhalten eine Bayern-Eintrittskarte und die Möglichkeit, zusätzlich vier Kombitickets zu erwerben. Bis zu fünf Kartenpakete werden bis einschließlich 7. Mai 2009 an FCM-Mitglieder verkauft. Die Kombiticketpreise liegen jeweils zwischen 20 Euro und 43 Euro.
Die zweite Vorverkaufsphase beginnt am 8. Mai 2009 und läuft bis zum 21. Mai 2009 an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie über „Print@Home“ auf der offi ziellen Vereins-Homepage. Damit startet der freie Vorverkauf für Kombitickets auf die Spiele am 29. und 30. Mai 2009. Die Kartenbeschränkung auf fünf Kartenpakete pro Person bleibt bestehen.
Am 22. Mai 2009 beginnt die dritte und letzte Vorverkaufsphase für die beiden Spiele Ende Mai. Dann sind sowohl Kombitickets als auch Einzeltickets für das Freitagabendspiel gegen den FC Bayern München zum vollen Preis im freien Vorverkauf, an allen Vorverkaufsstellen und über die offi zielle Homepage www.fc-magdeburg.de „Print@ Home“ zu erwerben. Jeder Käufer erhält maximal fünf Tickets für diese Partie im Stadion Magdeburg, die zu Preisen zwischen zwölf Euro und 29,50 Euro erhältlich sind.
Eintrittskarten für das Regionalligaspiel gegen den FC Oberneuland inklusive Traditionsvorspiel am 30. Mai 2009 im Stadion Magdeburg, werden an allen bekannten Vorverkaufsstellen zu Preisen zwischen 10,50 Euro und 23,00 Euro angeboten.

4.Mai 2009

Fußball-Regionalligist feiert glanzlosen Heimerfolg gegen SV Wilhelmshaven / Gelb-Rot für Braham
FCM mit zwei Gesichtern – Vujanovic trifft zum 1:0-Sieg
Von Uwe Tiedemann

Die zweite Halbzeit entschädigte für die ersten unansehnlichen 45 Minuten und sorgte am Ende sogar für drei Punkte: Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg bezwang gestern den SV Wilhelmshaven durch ein Vujanovic-Tor mit 1:0 (0:0).
Magdeburg. Beide Teams boten zunächst Fußball zum Abgewöhnen. Es gab kaum einmal gelungene Aktionen, stattdessen Fehlpässe, Missverständnisse und individuelle Schwächen zuhauf. „Katastrophal! Für mich unverständlich, denn noch drei Tage zuvor hat die Mannschaft im Landespokal bewiesen, dass sie es kann“, rätselte Trainer Baumgart, der sich besonders über die Szene in der 27. Minute ärgerte. Da stieß Braham den Wilhelmshavener Gäbler in Höhe der Mittellinie zu Boden, sah Gelb und quittierte den höhnischen Beifall der eigenen Fans mit einem Händeklatschen seinerseits. Dumm nur, dass Schiedsrichter Sippel diese Reaktion auf sich bezog und Gelb-Rot zückte. „Was soll man dazu sagen? Ich hätte in dem Moment vor Wut schreien können. Fakt ist, dass es mit Najeh derzeit ein ernsthaftes Problem gibt, für das ich so kurz nach dem Spiel auch keine Lösung parat habe“, meinte Baumgart.
Die Platzherren konnten von Glück sagen, dass der Gast mit dieser numerischen Überlegenheit nichts anzufangen wusste. Weder für den Rest der ersten noch in der zweiten Hälfte. Die Offensive der Jungs von Neu-Trainer „Maxe“ Steinbach – eine einzige Enttäuschung.
Immerhin zeigte der FCM nach dem Wechsel eine weitaus engagiertere Leistung als zu Beginn. „Der Trainer ist, nachdem wir so ein schwaches Spiel abgeliefert haben, in der Kabine ganz schön laut geworden. Am Ende hat es gereicht, und wir wissen jetzt, dass wir in der Liga noch gewinnen können“, lautete das Statement von Mittelfeldf itzer Watzka, der beim Tor des Tages mit seinem Kopfball an den Pfosten maßgeblich beteiligt war. Vujanovic („Der Ball war gar nicht so leicht zu nehmen“) staubte aus der Luft zum 1:0 ab (49.).
Trotz Unterzahl war im weiteren Verlauf der Club dem zweiten Treffer weitaus näher als der harmlose Gast dem Ausgleich. Die größte Möglichkeit vergab Racanel, der mit einem Foulelfmeter am glänzend reagierenden Lucassen scheiterte (70.). Zuvor hatte Watzka einen Konter eingeleitet und der SVWKeeper Vujanovic zu Fall gebracht. Zehn Minuten später traf Prest per Kopf nur die Latte. So blieb es beim glanzlosen, aber verdienten 1:0, das Mittelfeldakteur Bauer so kommentierte: „Im ersten Abschnitt haben wir uns in die Halbzeit gerettet, dann aber eine überragende Mannschaftsleistung gezeigt, auf der man aufbauen kann. Immerhin verfügt Wilhelmshaven mit Pollok und Storey über zwei Top-Torjäger, die man erst einmal aufhalten muss.“
Baumgarts Fazit: „Es war kein Spiel auf hohem Niveau, die Mannschaft zunächst völlig verunsichert. Aufgrund der zweiten Halbzeit ging der Sieg aber in Ordnung.“
Das sah auch sein Kollege und Ex-Magdeburger Steinbach so: „Wir haben zu wenig investiert, nach dem Platzverweis für Braham gedacht: Das wird schon ... Stattdessen schlichen sich Leichtsinnsfehler und Schlampigkeiten ein.“
Damit nicht genug: Der 54-Jährige war mit einem von Mäzen Sprehe geliehenen f otten, silbergrauen Mercedes Cabrio angereist, das allerdings einen „Schönheitsfehler“ hatte: das Verdeck ließ sich nicht schließen. Und nachdem kurz vor Spielende ein heftiger Platzregen niederging, wurde „Maxe“ sozusagen ein zweites Mal nassgemacht ...
FCM: Beer - Probst, Prest, Rosin, Bankert, Watzka, Bauer, Zander, Racanel (89. Georgi), Vujanovic, Braham
W‘haven: Lucassen - Conrad, Diamesso, Gäbler, Suchy, Nimptsch, Bendovskyi (76. Ngole-Ndame), Azizi (61. Pesic), Kowalczyk (87. Rito Madueira), Pollok, Storey Schiedsrichter: Sippel (München). Zuschauer: 5528. Tor: 1:0 Vujanovic (49.). Gelb: Prest, Watzka, Zander, Braham / Gäbler, Pollok, Azizi. Gelb-Rot: Braham (27.)

Fußball-Oberliga: FCM II unterliegt Carl Zeiss Jena II mit 1:3
Wojcik-Elf mit Offenbarungseid
Von Hans-Joachim Malli



Magdeburg. Die U 23 des 1. FC Magdeburg ist nach der 1:3 (1:2)- Heimniederlage gegen den FC Carl Zeiss Jena II am 25. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht.
Trotz sechsfacher Verstärkung aus dem Regionalligakader, auch Reimann sollte nach auskurierten Rückenproblemen kurzfristig Spielpraxis sammeln, boten die Wojcik-Schützlinge vor allem vor der Pause eine unterirdische Leistung. Die Gäste waren praktisch in allen Belangen überlegen. Vor allem hatten sie in Stefan Treitl einen Denker und Lenker sowie in Martin Ullmann einen schussgewaltigen Doppeltorschützen.
Mit dem ersten strukturierten Angriff verkürzte N’Dombasi nach Reimann-Vorarbeit zum 1:2- Pausenstand. „Die erste Halbzeit hatte nichts mit Fußball zu tun. Das ist eine ganz bittere Niederlage“, bekannte FCM-Coach Andrzej Wojcik.
FCM II: Tischer - Weiß, Werner, Gewelke, Taylor (72. Aboagye) - Brendel (32. Jahnel), Loth, Girke (14. N’Dombasi), Georgi - Reimann, Siga.
Schiedsrichter: Rosenkranz (Plauen). Zuschauer: 350. Tore: 0:1, 0:2 Ullmann (9., 26.), 1:2 N’Dombasi (45.), 1:3 Treitl (71.). Gelb: Werner, Gewelke / -

Fußball-Oberliga: FCM-Zweite verliert mit 1:3
Regionalliga-Akteure keine Verstärkung
Von Hans-Joachim Malli



Sudenburg. Die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg erlitt mit dem 1:3 am Sonnabend im Heinrich-Germer-Stadion gegen die zweite Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena einen weiteren herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga Süd.
Trainer Andrzej Wojcik beschlichen bereits am Vormittag böse Ahnungen, als er neben Tischer, Brendel, Gewelke, Georgi und Siga kurzfristig auch noch Reimann aus dem Regionalligakader in die Startelf aufnehmen musste. Die Regionalliga-Akteure konnten keine Akzente setzen, gingen wie alle anderen FCM-Spieler gegen die starken Thüringer mit unter. Brendel wurde bereits nach einer halben Stunde ausgewechselt. Wojcik: „Ich hätte auch acht andere herausnehmen können.“
Noch drastischer drückte es FCM-Präsidiumsmitglied Lutz Weiß aus: „Reimann hätte heute lieber zuhause bleiben sollen. Statt wie zuletzt in Zwickau,alskeinRegionalliga-Spieler dabei war, erneut zu kombinieren, wurde heute wieder der Brechstangenfußball hervor gekramt. Jena war einfach besser.“
Regionalliga-Coach Steffen Baumgart, ebenfalls Augenzeuge des Spiels, nahm seine Schützlinge nach der Partie in Schutz: „Es ist nie leicht, von der ersten in die zweite Mannschaft herunter zu kommen. Ich kenne das noch aus eigenem Erleben. Dazu kommt ein anderes Spielsystem. Und, das sollte man bedenken, die Oberliga ist keine Fitnessinsel, da wird gefi ghtet.“
Bei den Thüringern führte mit dem 37-jährigen Stefan Treitl ein alter Bekannter gekonnt Regie und trat auch noch als Torschütze auf, der vor gut zehn Jahren, noch in der Ära Hans-Dieter Schmidt, beinahe beim FCM gelandet wäre.
Statt des angestrebten Befreiungsschlages nimmt die U 23 des Clubs nach der 14. Saisonniederlage nun erst einmal den letzten Rang ein. FCMPräsident Volker Rehboldt unterdessen würde trotz angestrebter Finanzkonsolidierung die zweite Mannschaft gern weiterhin in der Oberliga sehen: „Ob Oberliga oder Verbandsliga ist finanziell nicht so erheblich.“

2.Mai 2009

Präsident Rehboldt zu FCM-Finanzplänen:
„Ein Hopp oder Top wird es nicht geben“




Magdeburg (rb). Trotz des nicht geschafften Aufstiegs in die 3. Liga wird der 1. FC Magdeburg in der neuen Saison „kein f nanzielles Hasardspiel“ betreiben. Wie Präsident Volker Rehboldt vor Journalisten erklärte, stehe die Existenz des Vereins in jeder Hinsicht im Vordergrund. „Ein Hopp oder Top wird es nicht geben.“ Man lasse sich bei allen Entscheidungen von der Prämisse leiten, dass auch über den 30. Juni 2010 hinaus beim FCM Leistungsfußball gespielt wird.
Der FCM-Chef räumte zwar ein, dass das sportliche Scheitern in diesem Jahr auch wirtschaftlich in Form von Einnahmeverlusten (z.B. bei Tages-VIP-Karten, Vermietung von Tageslogen) zu spüren sei. „Wir befnden uns im Niemandsland der Tabelle, das merkt man dann auch.“
Er lobte allerdings im gleichen Atemzug, dass die überwiegende Zahl der Sponsoren bei der Stange bleibe; derzeit verfügt der Club über mehr als 200 Wirtschaftspartner. „Der größte Teil von ihnen ist nach der Vertragskündigungsfrist am 31. März an Bord geblieben.“ Sichtbares Zeichen: Hauptund Trikotsponsor Wernesgrüner Brauerei verlängert am Donnerstag vorzeitig den bestehenden Kontrakt um zwei Jahre bis 2011.
Der FCM wird in die Saison 2009/10 mit einem leicht abgespeckten Etat von 2,8 Millionen Euro gehen. In diesem Jahr lag er noch bei drei Millionen. Dennoch gab Rehboldt das Ziel aus, auch im nächsten Jahr „an der Tabellenspitze mitzuspielen“. Auf Nachfragen konkretisierte er: „Natürlich wollen wir aufsteigen. Da wird es für die Mannschaft auch kein Alibi geben.“
Die wichtigen Personalgespräche kündigte Rehboldt für Mai an: „Wir werden auf jeden Fall wieder ein schlagkräftiges Team aufs Feld führen.“
Der Präsident bekräftigte, dass es das Ziel der Führung sei, „die Mannschaft an dem, was hier passiert ist, auch f - nanziell zu beteiligen“. Es gehe nicht um die Kürzung der Gehälter, sondern darum, dass die Spieler erkennen, „dass die Mannschaft eine Verantwortung im f nanziellen Bereich hat“. Gespräche darüber seien im Gange. „Ich bin optimistisch, dass es eine Verständigung gibt.“

Fußball-Regionalliga: Der 1. FC Magdeburg empfängt morgen den SV Wilhelmshaven
Steinbach: „Für den FCM spielen – eine Sache der Ehre“
Von Klaus Kahmann



Magdeburg. In der Fußball-Regionalliga empfängt der 1. FC Magdeburg morgen (Anpf ff im neuen Stadion 14 Uhr) die Mannschaft des SV Wilhelmshaven. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Gastgeber als Favoriten in diese Partie gehen. Zusätzliches Selbstbewusstsein sollte die Mannschaft von FCM-Trainer Steffen Baumgart durch den 3:1-Sieg im Landespokal am Mittwoch bei Germania Halberstadt getankt haben.
„Ich konnte heute eine ganze Menge Positives bei meiner Mannschaft beobachten. Sie hat hier – vor allem in der ersten Halbzeit – spielerisch mehr zeigen können, weil sie die Zweikämpfe gewonnen hat und als geschlossene Einheit aufgetreten ist“, zeigte sich der FCM-Trainer vor allem von den ersten 45 Minuten in Halberstadt positiv beeindruckt.
„Nach dem Sieg im Pokal in Halberstadt wollen wir nun auch daheim gegen Wilhelmshaven weiter in der Erfolgsspur bleiben. Drei Punkte müssen her“, fordert Baumgart. „Ich erwarte, dass meine Mannschaft mit dem gleichen Einsatz in die Zweikämpfe geht, wie das in Halberstadt der Fall war. Nur so kann man den starken SV Wilhelmshaven das eigene Spiel aufzwingen“, meint Baumgart.
Sein Widerpart bei den Nordseestädtern ist der „beliebteste FCM-Spieler aller Zeiten“ Wolfgang „Maxe“ Steinbach. „Mein Club ist und bleibt der 1. FC Magdeburg. Ich bin schließlich mit Blau-Weiß groß geworden“, bekennt sich das ehemalige Mittelfeld-Ass zu seiner Heimat. „Das heißt aber nicht, dass wir 400 Kilometer nach Magdeburg fahren, um dort drei Punkte zu verschenken. Ich will schon mit meiner Mannschaft als Sieger den Platz verlassen. Schließlich sind wir noch nicht ganz aus dem Schneider im Kampf gegen den Abstieg. Alles andere wäre ja auch unsportlich“, so Steinbach.
Auf die gegenwärtige Situation seines Ex-Clubs angesprochen, wurde Steinach recht kritisch: „Seien wir einmal ehrlich. Diese vierte Liga interessiert doch weit und breit kaum jemanden. Nur in Magdeburg hat sie solch großen Zulauf. Ich habe das ja selbst immer wieder bei meinen Besuchen erlebt. Allein diesen vielen Zuschauern, die immer wieder den Weg in ihr Stadion suchen, ist es die Mannschaft schuldig, alles bis zum Letzten zu geben. So wie wir das schließlich auch in der damaligen DDR-Oberliga gemacht haben. Ich weiß, dass es der Region Magdeburg und den Leuten dort wirtschaftlich nicht rosig geht. Trotzdem geben sie immer wieder ihre letzten Euro her, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Darum ist es eine Sache der Ehre, für diesen FCM zu spielen.“

Fußball-Oberliga
Heimaufgaben für Halberstadt und FCM II
Von Hans-Joachim Malli und Wolfgang Seibicke




Magdeburg. Vor Heimaufgaben stehen die Fußball-Oberligisten VfB Germania Halberstadt (morgen 14 Uhr) und 1. FC Magdeburg II (heute 14 Uhr). Die Halberstädter empfangen den 1. FC Lok Leipzig, die Elbestädter den FC Carl Zeiss Jena II.
Nach zwei Niederlagen in Folge gegen favorisierte Konkurrenz (0:1 bei Spitzenreiter Auerbach, 1:3 im Landespokal-Halbfnale gegen Regionalligist FCM) wollen die Halberstädter wieder punkten. Die Messestädter werden von einem große Anhang begleitet, was die Zuschauerzahl in Halberstadt durchaus in die Vierstelligkeit treiben könnte.
Germania-Trainer Andreas Petersen kann aus dem Vollen schöpfen. Die zuvor langzeitverletzten Enrico Gerlach und Philipp Saalbach absolvierten zuletzt erstmals wieder Einsätze über die volle Spielzeit.
„Uns helfen jetzt nur noch Siege“, weiß der Trainer des 1. FC Magdeburg II, Andrzej Wojcik, der mit seinem Team in den sechs verbleibenden Saisonpartien noch viermal zu Hause antritt.
Gegen die Thüringer sollen bei der Reserve des 1. FC Magdeburg neben den Regionalliga-Akteuren Tischer, Brendel, Georgi, Gewelke und Siga auch die beiden Afrikaner Gerson Aboagye, dessen Spielerpass endlich vorliegt, und der wiedergenesene René N’Dombasi als Sturmspitze für die geforderten Tore sorgen. An die zuletzt gezeigten guten Ansätze will der Neuling anknüpfen und heute endlich den fünften Saisonsieg einfahren.

Fußball-Oberliga: FCM-Zweite heute gegen den FC Carl Zeiss Jena II
Mit „afrikanischer Doppelspitze“ zum Sieg gegen die Thüringer?
Von Hans-Joachim Malli




Magdeburg. Sechs Spiele stehen für die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg bis zum Saisonende noch in der NOFVOberliga Süd an, davon vier zuhause, was sicherlich kein Nachteil ist. Das erste der vier Heimspiele steigt am heutigen Sonnabend. Die Wojcik-Elf empfängt um 14 Uhr im Heinrich-Germer-Stadion die zweite Mannschaft vom FC Carl Zeiss Jena. Die Thüringer sind Tabellenelfter (28 Punkte), während die Gastgeber (19) seit Mittwoch und dem 4:0 des FC Rot-Weiß Erfurt II im Nachholspiel in Gera Schlusslicht sind, punktgleich mit Borea Dresden und Grün-Weiß Wolfen.
Da zählen für die FCMZweite jetzt nur noch Siege, soll der Klassenerhalt kein Wunschtraum bleiben und am Ende der rettende Rang 13 herausspringen. Das weiß auch Trainer Andrzej Wojcik, der übrigens einen Vertrag beim FCM bis zum 30. Juni 2010 hat: „Wir müssen siegen, Unentschieden sind in unserer Situation jetzt zu wenig. Zuletzt in Zwickau und auch gegen Lok Leipzig spielten wir taktisch klug, wurden aber noch nicht belohnt. Jetzt heißt es für alle, vollste Konzentration, sind Kämpfer gefragt.“
Auch beim Fantreffen am Dienstag (Wojcik: „Da herrschte eine angenehme Atmosphäre“) waren sich alle einig, dass der Klassenerhalt auch wichtig für den Verein sei, um zum Beispiel den fünf aus der A-Jugend kommenden Spielern eine Perspektive zu bieten.
Verzichten muss Wojcik heute auf Sören Osterland (5. Gelbe), bekommt aber Tischer, Brendel, Gewelke, Georgi und Siga aus dem Regionalligakader. Sein Debüt dürfte heute Gerson Aboagye nach Erteilung der Spielerlaubnis geben, der gemeinsam mit dem wiedergenesenen René N’Dombasi die „afrikanische Doppelspitze“ bilden könnte.
Restprogramm des 1. FCM II:
02.05. H FC Carl Zeiss Jena II 10.05. H FSV Budissa Bautzen 16.05. A SC Borea Dresden 24.05. H VfB Germania Halberstadt 31.05. A ZFC Meuselwitz 07.06. H SSV Markranstädt

Am 29. Mai gastiert der deutsche Fußball-Rekordmeister zu einem Freundschaftsspiel im neuen Stadion
Die Landeshauptstadt jubelt: Hurra, die Bayern kommen!
Von Rudi Bartlitz

Seit Franz Beckenbauer im Dezember 2006 in Magdeburg Sachsen-Anhalts neue „Kathedrale“ des Fußballs eröffnet hat, geistert auch die Vision von einem Gastspiel des FC Bayern durch die Lande. Jetzt ist es soweit: Am 29. Mai gibt der deutsche Rekordmeister seine Visitenkarte im neuen Stadion ab. Spannende Frage: Wieder als Titelträger oder diesmal im geschlagenen Feld?
Magdeburg. Nach zweieinhalbjährigem Bemühen war Manager Bernd Hofmann nun doch erfolgreich. Sein bayerischer Kollege Uli Hoeneß gab in dieser Woche grünes Licht: Am 29. Mai läuft das Star-Ensemble der Münchner unter Flutlicht in Magdeburg auf. Eine genaue Anstoßzeit soll in den nächsten Tagen festgelegt werden. Zurzeit wird noch sondiert, ob eventuell ein TV-Sender die Begegnung live überträgt.
„Es ist keine Alltäglichkeit, dass die Bayern zu einem Viertligisten kommen“, freut sich Präsident Volker Rehboldt. „Wir wollen unseren Fans, die ja sportlich zuletzt nicht verwöhnt wurden, etwas bieten und hoffen auf ein volles Haus.“
Es habe für den Termin des Bayern-Gastspiels nur „ein sehr enges Zeitfenster“ gegeben, erklärt der FCM-Chef. Deshalb sieht er es auch nicht als ein allzu großes Handicap an, dass sein Club bereits einen Tag später die Regionalliga-Partie gegen den FC Oberneuland bestreiten muss.
Laut Hofmann haben die Bayern zugesichert, mit der bestmöglichen Besetzung anzureisen; eventuell Verletzte und Erkrankte einmal ausgenommen. „Hoeneß hat mir versichert, dass der Urlaub der Spieler erst nach dem 30. Mai beginnt.“ Nach jetzigem Stand def nitiv nicht dabei sein werden allerdings die deutschen Nationalspieler (auf jeden Fall Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski), die zur selben Zeit mit der Nationalmannschaft auf Asien-Tour sind.
Ein möglicher Termin in der ersten Vorbereitungswoche auf die neue Saison wurde von beiden Seiten verworfen, weil die Gäste da wegen zahlreicher Verpfichtungen ihrer ausländischen Stars nicht hätten mit der ersten Garnitur antreten können.
Auf dem Feld hat der FCM zum letzten Mal die Klingen mit dem Team von der Isar im legendären Pokaljahr 2000 gekreuzt. Damals warf der Viertligist das Star-Ensemble im Elfmeterschießen sensationell mit 5:3 raus. Vier Jahre später trafen die „Roten“ im DFB-Pokal erneut auf einen Vertreter Sachsen-Anhalts. Da ließen sie gegen den überraschend Landespokalsieger gewordenen TSV Völpke allerdings beim 6:0-Erfolg in Dessau nichts anbrennen. Meinung