Juli 2009

31.Juli 2009

1. FC Magdeburg morgen gegen Energie Cottbus / Knapp 12 000 Karten im Vorverkauf schon weg
Rehboldt vor Pokal-Hit: „Sind einfach wieder mal dran ...“
Von Uwe Tiedemann

Bis auf das Jahr 2000 war für den 1. FC Magdeburg in der ersten DFB-Pokalrunde fast immer Endstation (siehe Infokasten). Das soll morgen (19.30 Uhr, MDCC-Arena) anders werden. Für das Ost-Derby gegen Erstliga-Absteiger Energie Cottbus haben sich die Blau-Weißen viel vorgenommen, wollen endlich wieder einen Favoritensturz landen.
Magdeburg. „Wir sind einfach wieder mal dran“, machte Präsident Volker Rehboldt in Anlehnung an die drei jüngsten, teilweise sehr unglücklich verlaufenen Pokalauftritte sich und der großen FCM-Anhängerschar Hoffnung auf eine Überraschung. „Wir fühlen uns jedenfalls für das erste Highlight der neuen Saison gerüstet“, betonte der FCM-Boss, dessen Optimismus nicht zuletzt wegen des verheißungsvollen Auftritts gegen Szczecin (3:1) am vergangenen Sonnabend gestiegen ist.
In die gleiche Kerbe schlug Sportdirektor Michael Richter: „Auch wenn es letztlich kein optimaler Testgegner war, so hat man doch gesehen, dass die körperliche Fitness stimmt, dass der nötige Teamgeist vorhanden ist und dass unser Spiel mehr Kreativität als im Vorjahr bietet.“
Letzteres hatte Richter immer wieder kritisiert und versucht, mit entsprechenden Neuverpf ichtungen gegenzusteuern. Das sei, so der Sportchef, gelungen: „Ich denke, wir haben richtig gehandelt. Robert Littmann und Andreas Gaebler bilden die Innenverteidigung, Simon Tüting ist auf der ,10‘ jemand, der uns ebenfalls weiterhilft, und im Sturm sollte der momentan am Knie verletzte Denis Wolf in Kürze auch zur erhofften Verstärkung werden.“
Dennoch bremst Richter all zu hohe Erwartungen: „Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Cottbus hat zwar eine neu zusammengestelle Truppe, will aber zurück in die erste Liga und verfügt über hervorragende Einzelspieler. Da müsste schon alles passen, um dieses Spiel zu gewinnen.“
Die Gefahr, dass nach der Wolf-Verletzung der Sturm möglicherweise zu wenig Durchschlagskraft besitzt, sieht Richter nicht. Im Gegenteil: „Dadurch, dass die Außen offensiver zu Werke gehen, die zweite Reihe mehr Torgefahr ausstrahlt, sind wir noch schwerer auszurechnen.“
Die Vorfreude auf den neuen FCM ist jedenfalls groß. Bis gestern wurden knapp 12 000 Karten im Vorverkauf abgesetzt. „Das sind mehr als erwartet. Meine erste vielleicht zu euphorische Einschätzung lag damals bei 15 000 plus x. Jetzt sieht‘s ganz so aus, als könnten wir diese Zahl doch erreichen und damit sicherlich sehr gut leben“, sagte Rehboldt, den nur die Tatsache stört, dass laut DFB-Statuten kein Alkohol im Stadion ausgeschenkt werden darf.
Krawalle befürchtet der FCM-Präsident indes nicht: „Die beiden Fangruppen sind ja nicht gerade verfeindet. Zu früheren glorreichen FCMZeiten hat man Cottbus gar nicht richtig ernst genommen und sich danach quasi aus den Augen verloren.“ Dennoch gehen die Verantwortlichen kein Risiko ein, stellen für die gut 1300 zu erwartenden Gäste-Fans ein verstärktes Polizeiund Security-Aufgebot ab.

30.Juli 2009

Volksstimme-Gespräch mit dem neuen FCM-Kapitän Radovan Vujanovic
„Wir haben schon einen Schritt nach vorn gemacht“

FCM-Trainer Steffen Baumgart hat – nach einer Befragung seiner Spieler – Torjäger Radovan Vujanovic (27) zum Kapitän des Fußball-Regionalligisten ernannt. Über seine Aufgaben als Kapitän sowie über Vorstellungen und Ziele für die kommende Saison sprach Volksstimme-Redakteur Klaus Kahmann mit dem gebürtigen Serben.
Volksstimme: Hat Sie die Ernennung zum Kapitän überrascht?
Radovan Vujanovic: Nein, ich war ja schon in der gesamten Vorbereitung mehr oder weniger der Kapitän. Aber es ist schon eine schöne Sache. Es ist wohl der Wunsch eines jeden Spielers, Kapitän zu werden. Und ich bin es schon nach einem Jahr geworden. Das freut mich besonders.
Volksstimme: Worin sehen Sie ihre Aufgaben als Kapitän?
Vujanovic: Ich bin nur ein Teil der Mannschaft, wenn auch ein wichtiger. An der Seite des Trainers will ich die Mannschaft führen, sie zu höheren Leistungen bringen. Aber das ist nicht nur meine Aufgabe, sondern die des gesamten Mannschaftsrates.
Volksstimme: Was sind gegenwärtig die Schwächen und was die Stärken dieses 1. FCM?
Vujanovic: Das lässt sich besser nach zehn, zwölf Punktspielen sagen. Stärken sehe ich in unserer mannschaftlichen Geschlossenheit, in unserem Kampfgeist. Und eine Stärke ist der Zusammenhalt von Mannschaft, Zuschauern, Präsidium und allen anderen, die hinter uns stehen. Das macht sehr viel aus.
Volksstimme: Was unterscheidet diesen FCM von dem der vorigen Saison?
Vujanovic: Wir hatten in der vorigen Saison eine gute Mannschaft, allerdings nur, was so 14, 15 Spieler betrifft. Da sind wir jetzt breiter aufgestellt. Und die Neuen passen menschlich in unser Team. Wir sind erst vier Wochen zusammen. Ich hätte nicht gedacht, dass sich alle so schnell ins Team integrieren. Sicher passt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alles, aber wir haben in der kurzen Zeit schon einen guten Schritt nach vorn gemacht.
Volksstimme: Und was sagen Sie für das Pokalspiel am Sonnabend voraus?
Vujanovic: Das ist das erste wichtige Spiel als Kapitän für mich. Cottbus ist als Erstliga-Absteiger und Anwärter auf den Wiederaufstieg favorisiert. Aber die sollen staunen, wie wir gegenhalten. Und wenn uns dann noch 15 000 Fans und mehr –wie zuletzt im Pokal gegen Halle – den Rücken stärken, wir möglichst lange kein Gegentor kassieren, dann kann die Mannschaft sicher über sich hinauswachsen. Wir wollen jedenfalls nicht nur mitspielen, sondern am Ende auch gewinnen. Das wäre der ideale Auftakt für eine Saison, die mit dem Aufstieg enden soll.

29.Juli 2009

Trainer Baumgart: „Wollen gleich richtig Gas geben“

1. FC Magdeburg am Sonnabend im DFB-Pokal gegen Energie Cottbus

Mit dem DFB-Pokalspiel am kommenden Sonnabend in der heimischen MDCC-Arena (Anpfff 19.30 Uhr) gegen den Zweitligisten Energie Cottbus beginnt für die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg der „Ernst des Lebens“ in der Saison 2009/2010.
Magdeburg. „Wir wollen gleich richtig Gas geben“, versprach gestern FCM-Trainer Steffen Baumgart und ergänzte: „Schließlich gilt es den Kredit zurückholen, den wir gegen Ende der vergangenen Saison teilweise verspielt haben.“ Baumgart war am Wochenende zuvor in Babelsberg, um den Gegner beim Test gegen den Regionalligisten zu beobachten: „Das war ähnlich, wie es ,Pele‘ Wollitz hier gesehen hat, keine der Mannschaften hat gemauert. Ich habe ja nur drei Meter von der Trainerbank von Wollitz gesessen, kann das beurteilen“, weiß der FCM-Coach, dass sich auch die Lausitzer intensiv auf das Match vorbereiten.
Denis Wolf wird beim 1. FC Magdeburg nach seiner Verletzung defnitiv fehlen. Aber auch der Einsatz von Pascal Matthias, Mike Georgi und Rene Gewelke ist nach deren Blessuren derzeit sehr ungewiss. „Sie können davon ausgehen, dass wir zu 90 Prozent mit der Mannschaft auflaufen, die auch am vergangenen Sonnabend gegen Pogon Szczecin (3:1-Sieg) gespielt hat. Ich habe in dieser Partei von meiner Mannschaft vieles gesehen, was noch nicht so funktioniert hat wie gewünscht – aber auch eine Menge an Sachen, die überraschend gut liefen“, erklärt Baumgart, warum er in Sachen Aufstellung nicht noch groß experimentieren will. „16, 17 Spieler sind es gegenwärtig, die sich vor allem anbieten. Aber durch Verletzungen, andere Gegner und andere taktische Aufgaben kann sich dabei noch einiges an Änderungen ergeben“, legt sich der FCM-Trainer verständlicherweise nicht absolut fest.
Das erfolgreiche System mit sechs vorwiegend defensiv orientierten und vier vorwiegend offensiv orientierten Akteuren vor dem Torhüter möchte Baumgart beibehalten. „Natürlich sehe ich da auch eine Reihe von Variationen, aber wir haben mit dieser Taktik bisher recht erfolgreich gespielt“, meint der Trainer. Mit Variationen meint Baumgart vor allem das wechselnde sich in den Angriff einschalten der Außenverteidiger bzw. defensiver Mittelfeldspieler. „Das setzt aber voraus, dass die anderen dann deren Positionen mit absichern, dass sich in der Mannschaft wirklich einer auf den anderen verlassen kann“, macht der FCM-Trainer immer wieder deutlich, dass mannschaftliche Geschlossenheit auch in dieser Hinsicht für ihn das A und O ist.
Die mit der Volksstimme zusammenarbeitende Biberpost wird zum Pokalspiel präsent sein. Sie bringt ab 10. August Sondermarken vom Volksstimme-Medienpartner 1. FC Magdeburg heraus.

Klarer Sieg für U 23 Muster ohne Wert

SV 09 Staßfurt – 1. FC Magdeburg II 0:8

Staßfurt/Magdeburg(hma). Die U 23 des 1. FC Magdeburg kam gestern Abend in einem weiteren Vorbereitungsspiel beim SV 09 Staßfurt zu einem glatten 8:0 (4:0)-Erfolg.
Tietz (5., 33., 56.), Glage (12.), Matthias (44.), Herold (74.) und Schmidt (88.) sowie ein Eigentor der Gastgeber sorgten für klare Verhältnise. „Allerdings war das ein Spiel ohne Stellenwert für uns, da die Staßfurter bis auf einige Ausnahmen praktisch mit der zweiten Mannschaft gespielt haben. So ist der Sieg für uns ein Muster ohne Wert, hätten wir uns doch gern einen stärkeren Gegner gewünscht“, monierte FCM-Mannschaftsleiter Sebastian Günther.
Vor dem verspäteten Punktspielstart der FCMZweiten in der Verbandsliga am Dienstag kommender Woche bei Askania Bernburg (die Gastgeber baten um Verlegung, weil sie am Wochenende langfristig feststehend verhindert sind), testet das Middendorf-Team am Freitag abschließend in Gnadau. Der Coach: „So wollen wir im Rhythmus bleiben.“
FCM II: Filatow – Gebauer, Benkel (66. Schock), Loth, Jahnel (74. Hennecke) – Matthias (59. Schmidt), Weiß, Köhne – Tietz, Glage (46. Herold), Gierke.

28.Juli 2009

Autor: Klaus Kahmann
6 + 4 – ein wirkungsvolles System für die Zukunft?

Magdeburg. „Wir haben heute viele gute Dinge gesehen. Es war ein erfreulicher Saisonauftakt, aber wir wollen das Spiel nicht überbewerten“, hielt sich Volker Rehboldt, der Präsident des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg, nach dem 3:1-Heimerfolg gegen Erstliga-Aufsteiger Pogon Szczecin deutlich zurück. Dabei überwog bei diesem Spiel deutlich das Positive.
Auffälligster Spieler war – zumindest über weite Strecken der ersten Halbzeit – Mittelfeldmann Simon Tüting. Der 22-Jährige riss die Partie als Spielmacher auffällig an sich, gab entscheidende Pässe. Dabei proftierten die Magdeburger allerdings auch von „Stockfehlern“ der Polen, denen man ansah, dass ihnen noch ein Stück Vorbereitung fehlte.
Auf die Leistung von Tüting angesprochen, urteilte Baumgart salomonisch: „Simon ist ein Spieler, der uns in der Offensive sehr viel helfen kann. In der Defensive muss er allerdings noch sehr viel tun.“
In der Deckung f el besonders der 23-jährige Robert Littmann auf, der immer wieder für einen reibungslosen Übergang in das Angriffsspiel sorgte. Stephan Neumann und Silvio Bankert zog es auf den Außenbahnen ständig nach vorn. In solchen Situationen unterstützten Daniel Bauer und Martin Zander den unauffälligen, aber sehr sicheren Andreas Gaebler in der Deckungsarbeit. Bis auf wenige Ausnahmen zeigte sich die Abwehr eine Woche vor dem Pokal-Hit gegen Energie Cottbus als recht sattelfest.
Und hinter der Sturmspitze Radovan Vujanovic verschafften Catalin Racanel und Maximilian Watzka auf den sogenannten Halbpositionen den Gastgebern immer wieder torgefährliche Situationen in der Spielhälfte der Gäste.
FCM-Trainer Steffen Baumgart erklärte seine Spielkonzeption so: „Wir haben heute mit sechs eher mit defensiven Aufgaben betrauten und vier eher mit offensiven Aufgaben betrauten Spielern agiert.“
Ein Konzept auch für die Zukunft?

27.Juli 2009

1. FC Magdeburg gewinnt Spiel zur Saisoneröffnung gegen Pogon Szczecin 3:1
Erst Watzka-Doppelschlag, dann Vujanovic-Nachwäsche
Von Klaus Kahmann

Zum off ziellen Saisonauftakt bezwangen die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg am Sonnabend in der Magdeburger MDCC-Arena vor 2315 Zuschauern den polnischen Erstliga-Aufsteiger Pogon Szczecin mit 3:1 (3:0). Maximilian Watzka (22. und 36. Minute) und Radovan Vujanovic (44.) trafen für den FCM, Piotr Petasz (57.) für die Gäste.
Magdeburg. „Die ersten 20 Minuten war meine Mannschaft doch etwas nervös. Aber mit dem ersten Tor kam dann mehr Sicherheit, haben wir das Spiel besser angenommen. Wir haben sehr aggressiv gespielt und sind konsequent in die Zweikämpfe gegangen“, so der erste Kommentar von FCM-Trainer Steffen Baumgart. Doch der Coach legte gleich nach: „Wir wollen die Leistung der ersten Halbzeit aber nicht zu hoch hängen. Nach den Reisestrapazen mussten unsere Gäste ja erst einmal ins Spiel f nden.“
„Wir sind 9.30 Uhr in Szczecin abgefahren, wollten 13.30 Uhr mit einer kleinen Pause hier sein, gerieten dann aber in einen Stau, so dass wir erst gegen 14.45 hier ankamen“, erklärte Pogon-Trainer Piotr Madrysz den um rund 30 Minuten verspäteten Anpf ff. Seine Mannschaft hatte so nur rund 15 Minuten zum Warmmachen. „Da kann man nach einer solch langen Busfahrt einfach noch nicht voll da sein“, zeigte Baumgart Verständnis für die Probleme der Polen in der ersten Halbzeit. FCM-Präsident Volker Rehboldt bedankte sich ausdrücklich dafür, dass das Gästeteam nur für dieses Spiel die Reise auf sich genommen hatte.
Im Spiel setzte Catalin Racanel (5. Minute) mit einem Hammerschuss das erste Achtungszeichen. Doch es dauerte noch eine reichliche Viertelstunde, bis die Gastgeber ihre Überlegenheit auch in Erfolge umsetzen konnten. Nach einer Kombination legte Mittelfeld-Organisator Simon Tüting überlegt nach rechts auf Maximilian Watzka ab, der die Situation zum 1:0 nutzte. „Ich brauchte nur noch voll draufhauen. Das waren Superpässe von Simon. Ich denke, dass wir von ihm in dieser Saison noch öfter prof tieren werden“, lobte der zweifache Torschütze Tüting.
Keine Viertelstunde später war es erneut Tüting, der sich den Ball erarbeitete und mit einem langen Pass nach rechts wieder in Watzka den vollendenden Partner fand. Kurz vor dem Pausenpf ff täuschte Radovan Vujanovic seinen Gegenspieler und zog von der Strafraumgrenze zum 3:0 ab.
In den zweiten 45 Minuten agierten die Elbestädter nicht mehr ganz so aggressiv, kamen die Szczeciner durch einen Fernschuss von Piotr Petasz zum verdienten Ehrentor.
„In der zweiten Halbzeit haben wir gesehen, was passiert, wenn man auch nur einen Tick nachlässt. Da kann ein sicher geglaubtes Spiel noch einmal eng werden“, so Baumgart zur Leistung seiner Mannschaft in den zweiten 45 Minuten.
Magdeburg: Tischer (46. Beer) – Bankert, Gaebler, Littmann, Neumann – Zander, Tüting (84. Gewelke) , Bauer (53. Verkic) – Watzka (65. Probst), Racanel (71. Brendel) – Vujanovic.
Zuschauer: 2315. Tore: 1:0 und 2:0 Watzka (22. und 36.), 3:0 Vujanovic (44.), 3:1 Petasz (57.)

Kantersieg des 1. FCM II gegen schwache Harzer



Cracau (sgü). Durch Treffer von Brendel (21.), Gewelke (29.), Georgi (37.), Tietz (47.), Gerwien (51.), Glage (57.) und Osterland (87.) sowie zwei Eigentoren von Gasch (10.) und Mandrella (15.) gewann die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg am vergangenen Freitag ein Testspiel gegen Landesklasse-Vertreter Germania Wernigerode klar und deutlich mit 9:0 (5:0).
Von Beginn an zeigte der Gastgeber, dass er dieses Spiel für sich entscheiden wollte. So ergaben sich in der Anfangsphase gute Möglichkeiten zur schnellen Führung. Eine Ecke von Pascal Matthias konnte der Keeper der Gäste gerade noch über die Latte lenken (4.). Dann vollendeten die Wernigeröder Gasch und Mandrella für den FCM II und es stand nach 15 Minuten 2:0. Bis zur Pause erhöhten Frendel nach Matthias-Vorarbeit, Gewelke nach Zuspiel von Gerwien und Georgi nach Gewelke-Solo auf 5:0.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Der 1. FC Magdeburg erspielte sich weitere gute Möglichkeiten. Und nur zwei Minuten nach dem Wiederanpf ff war es Tobias Tietz, der nach einem Schuss aus 16 Metern auf 6:0 erhöhte. Weitere vier Minuten später nutzte Gerwien einen Abwehrfehler der Gäste und vollendete zum 7:0 (51.). Nach einem schönen Pass von Tietz in den Strafraum der Gäste hatte Glage sechs Minuten später kein Problem, um auf 8:0 zu erhöhen (57.). Den Schlusspunkt in dieser einseitigen Partie setzte dann Osterland, als er eine Flanke von Tim Girke per Kopf zum 9:0 vollendete (87.).
„Im Vergleich zum Spiel vom Mittwoch waren bei uns Fortschritte zu erkennen. Wir haben gute Offensivaktionen gehabt und auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Wir wissen aber auch dieses Ergebnis realistisch einzuschätzen. Besonders gefreut hat mich, dass mit Glage, Osterland und Tietz auch die Offensivkräfte der zweiten Mannschaft getroffen haben. Mit diesem Spiel hat sich das Team für ihre harte Arbeit in der vergangenen Zeit belohnt“, resümierte FCM-IITrainer Mario Middendorf nach dem Spiel das Geschehen.
1. FC Magdeburg II: Flückiger – Gebauer (70. Schmidt), Weiß (65. Benkel), Loth (65. Schock), Jahnel (83. Hennecke), Gewelke, Dürstel (75. Girke), Georgi (46. Köhne), Matthias (46. Glage), Brendel (46. Tietz), Gerwien (79. Osterland).

25.Juli 2009

Trainer Baumgart: „Die Zeit der Experimente ist vorbei“

Der 1. FC Magdeburg empfängt heute zur Saisoneröffnung Pogon Szczecin

Zur Saison-Eröffnung treffen die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg heute (Anpf ff 15 Uhr) in der MDCC-Arena auf den polnischen Erstliga-Aufsteiger Pogon Szczecin. Für die Schützlinge von FCMTrainer Steffen Baumgart ein wichtiger Test vor dem DFBPokal-Heimspiel am 1. August gegen Energie Cottbus.
Magdeburg. „Die Zeit der Experimente ist jetzt vorbei. Zu etwa 90 Prozent wird gegen Szczecin die gleiche Mannschaft aufaufen, die eine Woche später an gleicher Stelle im DFB-Pokal gegen den FC Energie Cottbus antreten soll. Zu 90 Prozent, weil sich zum Glück mehrere Spieler anbieten und wir bis zur Pokalpartie gegen die Lausitzer ja noch eine Woche Training haben“, macht Steffen Baumgart deutlich, dass es gegen die Polen nicht die große Wechselei geben wird, wie in einer ganzen Reihe der Testspiele zuvor.
„Wir haben derzeit 16 Spieler, die aus meiner Sicht alle durchaus von Anfang an spielen können. Elf, zwölf davon stehen bei mir im Kopf schon als Mannschaft für diesen Sonnabend“, so der Trainer, der natürlich keine Namen nennen wollte, weiter.
Kapitän Radovan Vujanovic hatte schon am Mittwoch beim Sponsorentreffen eingeschätzt, dass „die Stammelf mindestens 70, 80 Minuten durchspielen wird, damit sich der Trainer schon einmal ein Bild machen kann“. Damit lag er exakt richtig.
Am Donnerstag in Oschersleben war der FCM auf einen Gegner getroffen, der sich mit elf Mann hinten reinstellte, sich einzig aufs Verteidigen konzentrierte. „Solche Mannschaften werden wir auch in Punktspielen erleben. Da kommt es dann darauf an, sich voll zu konzentrieren, ein, zwei Tore zu machen und so zu gewinnen“, war die Partie aus Baumgarts Sicht durchaus für die taktische Ausrichtung seiner Mannschaft von Nutzen.
Am gestrigen Nachmittag schloss der FCM seine Personalplanung mit einem Zweijahresvertrag für den 19-jährigen Angriffsspieler Matko Verkic ab.
Der 1. FC Magdeburg möchte die Saisoneröffnung zugleich als ein Familienfest für seine Anhänger nutzen. Dehalb werden die Stadiontore heute bereits um 13 Uhr geöffnet. Während sich die jüngsten FCM-Anhänger im Umlauf rund ums Stadion in der Hüpfburg austoben, können die schon etwas erwachseneren ihre Kraft in den Beinen an einer Radarschuss-Anlage testen. Im Anschluss an die hoffentlich spannende Partie stehen die Spieler des Regionalligisten hinter dem Block 23 dann den Fans für eine Autogramm- und Plauderstunde zur Verfügung.

24.Juli 2009

Vujanovic soll als Kapitän den FCM auf Kurs bringen
Von Klaus Kahmann und Christian Besecke



Magdeburg. Torjäger Radovan Vujanovic ist der neue Kapitän des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg. Das gab Trainer Steffen Baumgart am Mittwochabend offziell bekannt. Zwar habe es keine Wahl des Kapitäns gegeben, aber „ich habe die Jungs trotzdem nach ihrer Meinung gefragt, und da lag ,Rado‘ vorn“, so der Trainer. Vujanovic‘ Stellvertreter ist Daniel Bauer. Zum Mannschaftsrat gehören weiter Christian Beer, Christian Prest und Catalin Racanel.
Diese Neuigkeit erfuhren nach der Mannschaft zuerst die Sponsoren, die das Präsidium des FCM zusammen mit dem Team zum traditionellen Treffen vor dem offziellen Saisonauftakt (Sonnabend 15 Uhr, MDCC-Arena gegen Pogon Szczecin) eingeladen hatte.
FCM-Präsidiumsmitglied Lutz Weiß, der den im Urlaub weilenden Präsidenten Volker Rehboldt vertrat, verkündete, dass der Verein – trotz der schwierigen Situation in der Wirtschaft – mit den gleichen Einnahmen wie in der vorigen Saison rechnen könne.
Vorsichtiger war Weiß dann schon mit der sportlichen Prognose: „Wir wollen in der Regionalliga oben mitspielen – wenn wir das nötige Quäntchen Glück haben, ganz oben.“ In der Saison zuvor hatte man sich da noch zum eindeutigen Favoriten erklärt.
Für das Saisonziel habe man sich punktuell verstärkt, so Weiß weiter, die Mannschaft aber nicht auseinandergerissen.
„Die Jungs mussten in den letzten Wochen eine ganze Menge arbeiten, haben aber auch ihren Spaß gehabt und fnden sich als Mannschaft immer besser zusammen“, so das Fazit Baumgarts zur Vorbereitung auf die Saison.
Dann wurden mit Robert Littmann, Andreas Gaebler, Simon Tüting, Denis Wolf, Moritz Instenberg, Patrick Bartsch, Maximilian Gerwien, Konstantin Filatow, Franco Flückiger und Marco Verkic die Neuen im Team vorgestellt. Dazu auch der neue Co-Trainer Carsten Müller.
Für einen der Neuen, den Ex-Cottbuser Verkic, steht demnächst möglicherweise eine ganz besondere Bewährungsprobe an. Am 1. August trifft der FCM im DFB-Pokal daheim auf die Lausitzer. „Ich hoffe, dass mich der Trainer einsetzt“, so Verkic. „Und wenn ich schon dabei bin, dann will ich natürlich auch ein Tor machen.“
Im gestrigen Testspiel gewann der FCM beim Verbandsliga-Aufsteiger Oscherslebener SC 2:0 (0:0). Racanel (54.) und Watzka (59.) trafen für die Elbestädter. „Die Gastgeber haben sich ganz aufs Verteidigen eingestellt. So hatten wir nur wenige Chancen“, meinte Baumgart.

Middendorf hofft auf Steigerung seiner Angreifer
Von Roland Schulz



Magdeburg. Die beiden Magdeburger Fußball-Verbandsligisten 1. FC Magdeburg II und MSV 90 Preussen setzen am Wochenende ihre Testspielserie fort. Während die Club-Reserve bereits heute Abend ab 19 Uhr auf dem Nebenplatz 2 an der MDCC-Arena Germania Wernigerode empfängt, sind die Sudenburger morgen ab 12.30 Uhr beim FC Sachsen Leipzig II zu Gast.
Mario Middendorf, Trainer der Club-Reserve, hofft gegen den Landesliga-Absteiger aus der bunten Stadt im Harz darauf, dass sich sein Angriff endlich einmal überzeugend vorstellt. Beim Blitzturnier in Ottersleben
fehlte es bei der Clubzweiten wieder einmal „im Spiel nach vorn. Da waren wir wieder zu harmlos, konnten keine Durchschlagskraft entwickeln.“ Eventuell kann der zuletzt angeschlagene Herold wieder eingesetzt werden. Lösdau dürfte dagegen weiter fehlen.
Im Leipziger Kunze-Sportpark kann Preussen-Coach Dirk Hannemann gegen den „Wernesgrüner-Sachsenligisten“ dagegen bis auf den beruflich verhinderten Röhl alles aufbieten, was zur Zeit in seinem Kader steht. Da sich der Trainer erst auf „vier bis fünf Positionen festgelegt hat“, bietet sich seinen Mannen vor dem ersten Punktspiel am nächsten Sonnabend bei Aufsteiger Naumburger SV 05 die letzte Möglichkeit, sich unter Wettkampfbedingungen aufzudrängen.
Die letzte Möglichkeit deshalb, da die Sudenburger das Testspiel am Mittwoch beim MSV Börde auf Grund ihrer anstehenden Trainingsgestaltung bis zum Punktspielauftakt absagten. Man hatte noch versucht, auf den Dienstag auszuweichen, doch da musste Börde personell passen.

23.Juli 2009

Staatssekretär weist FCM-Darstellung zurück
Von Uwe Tiedemann



Magdeburg. Die geplatzte Generalprobe des 1. FC Magdeburg gegen Hansa Rostock – stattdessen gastiert nun morgen (15 Uhr) Pogon Stettin in der MDCC-Arena – hat ein Nachspiel. Innenstaatssekretär Rüdiger Erben widersprach den Aussagen von FCM-Manager Bernd Hofmann, der die Absage der Polizei aus Sicherheitsgründen scharf kritisiert hatte („Ein Skandal und ein Armutszeugnis“).
„Wir unterstützen als vorgesetzte Behörde ausdrücklich die Entscheidung der Polizei und waren über einen solchen Frontalangriff ziemlich verstört. Zumal in den letzten Jahren die Sicherheitskooperation in Sachsen-Anhalt mit Vereinen und Verband pro- blembewusst funktioniert hat und gelebt wurde“, sagte der SPD-Politiker gestern der Volksstimme und begründete seinen Standpunkt wie folgt: „Uns wurde vom FCM für den 25. Juli seit Monaten ein Familienfest angekündigt. Für ein solch brisantes Spiel gegen Hansa Rostock konnten wir dann so kurzfristig nicht die nötige Sicherheit gewährleisten, auch weil sich viele Beamte im Urlaub bef nden. Unterstützung aus anderen Bundesländern hätten wir ebenfalls nicht erhalten.“
Und weiter: „Seit Wochen und Monaten gibt es in Bezug auf die Hansa-Fanszene schwere Vorkommnisse. Und der FCM liegt in der Feindbildliste hinter St. Pauli und Energie Cottbus an dritter Stelle. Von ein paar Hansels, wie von Herrn Hofmann dargestellt, kann jedenfalls keine Rede sein.“
Hinzu kommt: Die Hansa-Reserve sollte am gleichen Tag in Halberstadt spielen. Erben: „Dann wären die in Magdeburg abgewiesenen Rostocker möglicherweise nach Halberstadt weitergezogen, und wir hätten zwei Kriegsschauplätze gehabt.“
Ein Patentrezept, wie zukünftig in solchen Fällen verfahren werden kann, hat freilich auch Erben nicht, sagte aber: „Vielleicht sollten solche Spiele im Sommer nicht auf Biegen und Brechen durchgezogen werden, sich die Vereine im Vorfeld besser abstimmen. Nicht alle Clubs sind ja untereinander verfeindet.“
Für die eine Woche später (1. August, 19.30 Uhr) gegen Energie Cottbus stattf ndende DFB-Pokalpartie stelle sich die Situation, so der Innenstaatssekretär, ganz anders dar: „Die Polizei ist für diesen Tag auf den scharfen Auftakt vorbereitet und wird allen Gewalttätern den Spaß gründlich verderben.“ Wie viele Hundertschaften zum Einsatz kommen, wollte Erben indes nicht verraten.

22.Juli 2009

Trainer Baumgart arbeitet intensiv an seiner Stammelf

Magdeburg. Alle 48 Stunden ein Testspiel: FCM-Trainer Steffen Baumgart feilt in diesen Tagen intensiv an seiner Stammformation. Gestern Abend gewann der Fußball-Regionalligist bei Union Heyrothsberge (Landesklasse) mit 13:0 (5:0).
Bis zum off ziellen Saisonauftakt am kommenden Sonnabend – der neue Gegner nach dem geplatzten Gastspiel von Zweitligist Hansa Rostock heißt Pogon Stettin aus der 1. polnischen Liga – soll im Wesentlichen das Team stehen, das dann eine Woche später (1. August, 19.30 Uhr) auch den DFBPokal-Ostgipfel gegen Energie Cottbus bestreitet.
Morgen (18 Uhr) sind die Blau-Weißen beim Verbandsligisten Oscherslebener SC zu Gast. Wie Baumgarts Wunschelf aussieht, darüber kann derzeit nur spekuliert werden, zumal sich der Trainer diesbezüglich noch bedeckt hält. Zu den wenigen Gesetzten gehört wohl Radovan Vujanovic im Angriff. Aber wer stürmt neben ihm? Der mit großen Vorschusslorbeeren von RW Erfurt zum FCM gewechselte Denis Wolf ist verletzt, Deniz Siga (noch) nicht torgefährlich genug und Marko Verkic mit seinen 19 Jahren noch in der Lernphase.
Müssen sich die FCM-Anhänger also Sorgen machen? „Nein“, sagt Präsident Volker Rehboldt im Brustton der Überzeugung und fährt fort: „Diese Problematik sehe ich ganz gelassen, zumal ein Denis Wolf ja nicht wochenlang verletzt ist.“ Und: „Die neue Mannschaft ist gewiss nicht schwächer als im Vorjahr.“
Übrigens: Nachdem der DFB die ersten sieben Partien terminiert hat, hat der FCM mit dem Kartenvorverkauf für die ersten Heimspiele in der MDCC-Arena begonnen. So können seit gestern an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie über den Onlineservice „print@home“ und die biber-ticket-Hotline (01805 / 121310) Tickets für die Spiele gegen HSV II (14.8./19 Uhr), Hansa Rostock II (30.8./13:30 Uhr) und SV Wilhelmshaven (6.9./13:30 Uhr) erworben werden.
Magdeburg (gegen Union Heyrothsberge): Tischer – Prest, Gewelke, Probst, Gerwin, Tüting, Bartsch, Insterberg, Georgi, Siga Verkic. Eingewechselt wurden: Bankert, Racanel, Littmann, Neumann, N‘Dombasi.
Tore: Tüting 3, Siga 3, Verkic 2, N‘Dombasi 2, Gerwin, Bartsch, Racanel.

Autor: Roland Schulz
Blitzturnier am Schwarzen Weg mit FCM-Übermacht

Ottersleben. Zum traditionellen Blitzturnier des VfB Ottersleben treffen sich heute Abend ab 18.30 Uhr Fußball-Landesligist VfB Ottersleben, Verbandsligist 1. FC Magdeburg II sowie die Regionalliga-A-Junioren des Magdeburger Clubs am Schwarzen Weg.
Dabei wird nach dem Motto „Jeder gegen jeden“ über die Spielzeit von 1 x 45 Minuten der Sieger ermittelt. Zunächst stehen sich die beiden Club-Mannschaften gegenüber. Dem folgt die Partie des VfB Ottersleben gegen die Club-Reserve und zum Schluss trifft der Gastgeber auf die A-Junioren des 1. FC Magdeburg.
Für VfB-Trainer Burkhard Knobbe und seine Mannen wird dies ein echter Härtetest. Stehen doch dem neuen Coach der Südwester aus Urlaubs- und Verletzungsgründen gerade einmal zwölf Akteure zur Verfügung. „Da wird sicherlich der eine oder andere Akteur aus der zweiten Mannschaft noch zum Einsatz kommen müssen“, so Knobbe gestern am Volksstimme-Telefon.
Solche Sorgen haben die Trainer Mario Mittendorf vom FCM II und Martin Hoffmann von den A-Junioren des Clubs nicht. Während bei der Club-Reserve nur der erkältete Robert Lösdau fehlt, stehen Hoffmann „23 der 25 Akteure des in diesem Jahr sehr großen Kaders“ zur Verfügung.
„Es macht Spaß, mit einem so großen Kader zu trainieren. Da wird im Training nicht nur der Konkurrenzkampf unter den Akteuren angestachelt, sondern man kann auch Spielzüge und verschiedene Varianten fast unter Wettkampfbedingungen üben“, so Mittendorf zu seiner im Gegensatz zum VfB beneidenswerten Personalsituation.
Für die Verbandsliga-Kicker des Clubs, die erst am 4. August in Bernburg in die Saison einsteigen, geht es mit diesem Turnier in das Vorbereitungsf nale. Dagegen stehen die A-Junioren erst am Anfang ihrer Vorbereitung, trainieren sie doch erst seit genau einer Woche.

21.Juli 2009

Der leise Abschied des Leitwolfs Mario Kallnik

Sein Abschied ging eher heimlich, still und leise vonstatten: Mario Kallnik (34), der den Weg des 1. FC Magdeburg in den vergangenen Jahren als Kapitän, Sprachrohr und Leitwolf maßgeblich mitgeprägt und nach seinem Karriereende 2008 in der vergangenen Saison die Rolle des Teamleiters übernommen hatte, gehört seit Anfang Juli nicht mehr dazu.
Magdeburg. Mario Kallnik kam im Sommer 2001 im Alter von 26 Jahren mit hohen Erwartungen vom BFC Dynamo nach Magdeburg, erlebte zum Saisonende eine der dunkelsten Stunden der Club-Geschichte mit (Insolvenz), fand dann jedoch keinen neuen Verein und stieg in der Folge schnell zum Führungsspieler auf. Am 10. Mai 2008 war plötzlich Schluss als Spieler, hatte die beruf iche Laufbahn bei der AOK Vorrang, wo der gebürtige Spremberger mittlerweile zum Regionalleiter aufgestiegen ist. Kallnik wechselte die Seiten, übernahm 2008/09 die neu geschaffene Stelle als Teamleiter, die er jetzt aber auch verlor.
„Man hat mir mitgeteilt, dass die Funktion zum 30. Juni wegfällt, weil es zur neuen Saison Umstrukturierungen gibt und ein neuer hauptamtlicher sportlicher Leiter anfängt (Michael Richter/d. Red.). Alternativ wurde mir der Trainerposten der zweiten Mannschaft angeboten, aber das kam aus Zeitgründen erst recht nicht in Frage“, berichtet Kallnik.
Nun wurde zwar von Clubseite mehrfach versichert, dass Richter ehrenamtlich für den FCM tätig sei. Doch Kallnik will keinen Stress, stellt den Verein in den Vordergrund („Wir sind doch alle daran interessiert, irgendwann Zweitligafußball in unserem Stadion zu erleben“), weiß darüber hinaus, dass speziell Präsident Volker Rehboldt ihm auf seinem Berufsweg Türen geöffnet hat.
Dennoch sieht es der Betroffene mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Einerseits bin ich als Regionalleiter bei der AOK, die mich fordert und fördert, einfach zu viel unterwegs. Andererseits ist das schon alles sehr, sehr traurig. Man hat eine Menge in diesen Verein investiert, und mein Herz wird immer blau-weiß schlagen.“
Soll heißen: Kallnik hätte sich gerne weiter eingebracht, was auch nicht ausgeschlossen scheint (Rehboldt: „Er steht uns wohlwollend zur Seite.“), nur nicht mehr in off zieller Funktion.
Im Juni hatte Kallnik sogar noch einmal die Töppen geschnürt, als es im Freundschaftsspiel in Hermsdorf personelle Engpässe gab: „Eine nette Geste von Steffen Baumgart. Ich halte mich stets ft, stehe außerdem der Traditionsmannschaft zur Verfügung. Fußball wird für mich immer einen hohen Stellenwert haben.“ Aber ob (und wann) ein Abschiedsspiel für einen der Großen des FCM stattf nden wird, darüber hat die Clubführung wohl noch nicht entschieden.

20.Juli 2009

Nach Doppelschlag in die Siegesspur

Testspiel: 1. FC Magdeburg bezwingt Schöneiche 5:1

Magdeburg. Rund 500 Zuschauer erlebten gestern Nachmittag auf einem Nebenplatz der Magdeburger MDCC-Arena den 5:1 (4:1)-Erfolg des gastgebenden Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg über den Oberligisten Germania Schöneiche. Littmann (25.), Gaebler (27.), Verkic (36.) und Vujanovic (64.) trafen für den FCM. Beim Gast sorgte Manteufel für den 1:3-Anschluss. Zum fünften FCM-Treffer lenkte Germania-Keeper Greulich einen Racanel-Schuss ins Tor.
„Mit der heutigen Leistung der Mannschaft kann ich zufrieden sein. In der ersten Halbzeit lief der Ball sehr gut. Auch in den zweiten 45 Minuten wurde weitgehend das gespielt, was wir durchgesprochen haben, auch wenn es nicht so effektiv war“, schätzte FCM-Trainer Steffen Baumgart ein. „In einigen Szenen fehlte die hundertprozentige Konzentration. Das ist aber auch zu verstehen, weil wir in den letzten Tagen beim Training noch einmal ordentlich Gas gegeben haben“, ergänzte der Coach.
Die Gastgeber machten von Anfang an Druck, zeigten dabei aber anfangs noch Fehler in der Ballannahme. Mit zunehmender Spieldauer wurden die aber abgestellt. Ein Doppelschlag brachte den Magdeburgern dann mehr Sicherheit. Erst war Littmann nach einer Racanel-Ecke per Kopf zur Stelle, dann nutzte Gaebler eine Verkic-Vorlage aus Nahdistanz zum 2:0. Verkic setzte knapp zehn Minuten später nach Vujanovic-Vorarbeit noch eins drauf. Der FCM führte verdient mit 3:0. Ein Deckungsfehler und ein starkes Solo des Germania-Kickers Manteufel führte zum 3:1, ehe der Gäste-Keeper einen langgezogenen Ball von Racanel ins eigene Tor beförderte.
Zur Pause wechselte Baumgart gleich sechs neue Spieler ein. Der Druck auf die Gäste blieb aber weiter stark, wobei Vujanovic anfangs Pech an den Schussstiefeln hatte. Doch ausgerechnet den schwersten Ball setzte er dann aus der Drehung zum 5:1 ins gegnerische Netz
Als der Torjäger kurz vor Schluss vier, fünf Gegenspieler austrickste und dann den Ball verzog, frotzelte Baumgart: „Vujo, musst du jetzt ins Sauerstoffzelt?“ Doch der Angreifer konterte locker: „Nee, Trainer, es reicht noch ein bisschen.“ Dieser Dialog zeigt auch, mit welcher Lockerheit und Spielfreude das Magdeburger Team die Partie gestaltete. Nur ein, zwei Tore hätten es bei den vielen Chancen in den zweiten 45 Minuten ruhig noch mehr sein können.
Eine Entscheidung über den Gegner zur Saisoneröffnung (25. Juli) soll möglichst am heutigen Montag fallen.
Magdeburg: Beer – Probst, Gaebler, Littmann, Neumann – Bauer, Tüting, Watzka, Racanel – Vujanovic, Verkic. Eingewechselt: Bankert, Prest, Siga, Gewelke, Georgi, Zander (alle 46.) und Instenberg (72.).
Tore: 1:0 Littmann (25.), 2:0 Gaebler (27.), 3:0, Verkic (36.). 3:1 Manteufel (39.), 4:1 Greulich (42., Eigentor), 5:1 Vujanovic (64.).

0:3, dann mit dem Rad nach Dannigkow

Fußball-Testspiel: 1. FCM II – Berliner AK

Cracau. Gegen den NOFVNord-Oberligisten Berliner AK erlitt die U 23 des 1. FC Magdeburg am Freitag eine 0:3 (0:0)- Niederlage (Volksstimme berichtete), nachdem sie tags zuvor im vereinsinternen Vergleich die U 19 mit 10:1 besiegte.
Im Spiel gegen die Berliner standen die Abwehrreihen beider Mannschaften gut, sodass es in der ersten halben Stunden kaum zu nennenswerten Möglichkeiten kam. Es dauerte bis zur 35. Minute, bis die Zuschauer auch echte Strafraumszenen zu sehen bekamen. Der Berliner Dogan fasste sich ein Herz und sorgte mit einem Distanzschuss für Gefahr für das Magdeburger Tor. Steven Herold brachte im Gegenzug eine Köhne-Flanke per Direkt-abnahme auf das Berliner Tor.
In der zweiten Halbzeit ein verändertes Bild. Die Berliner taten jetzt mehr für das Spiel und bekamen in der 50. Minute einen Freistoß zugesprochen. Diesen verwandelte Burak Salantur zur 1:0-Führung für die Gäste, in dem er den Ball über die Mauer schlenzte. In der 57. Minute das gleiche Bild. Wieder Freistoß für die Berliner fast von der gleichen Position und wieder war Salantur zur Stelle. Doch diesmal schlenzte er den Ball in die Torwartecke, – 0:2. Durch diesen Doppelschlag war die junge Club-Elf etwas geschockt. Die Gäste aus Berlin wollten jetzt die Vorentscheidung und drückten auf das dritte Tor. Dieses f el dann auch in der 62. Minute, als Metin Cakmak einen Abwehrfehler der Gastgeber zum 0:3 nutzte. Die Gastgeber versuchten sich noch einmal aufzubäumen. Aber die Berliner ließen bis auf eine Chance von Max Dentz nicht mehr allzu viel zu (80.).
„In der ersten Halbzeit war ich mit der Leistung der Mannschaft voll zufrieden. Sie hat taktisch genau das umgesetzt, was wir im Vorfeld besprochen haben. Was aber nicht passieren darf, dass wir nach den beiden Toren durch Standardsituationen so die Linie verlieren. Das müssen wir mit der Mannschaft auswerten“, war nach dem Spiel von Trainer Mario Middendorf zu hören.
Den Abschluss der Trainingswoche bildete eine gemeinsame Fahrradtour nach Dannigkow, wo die Mannschaft eine Nacht im Bungalow des Vereins verbrachte und sich dort auf die bevorstehende Verbandsligasaison einschwor.
FCM II: Flückiger (73. Gropius) – Benkel, Jahnel (73. Hennecke), Weiß, Gebauer (58. Schock) – Dürstel, Köhne (62. Osterland), Girke – Tietz, Herold (68. Schmidt), Glage (62. Dentz).

18.Juli 2009

Hansa-Generalprobe geplatzt
Hofmann: „Armutszeugnis!“


Bislang lief beim Fußball Regionalligisten 1. FC Magdeburg hinsichtlich der Vorbereitungsund Testspieltermine alles glatt. Doch das ist spätestens seit gestern anders.
Negativer Höhepunkt: Die Saisoneröffnung gegen den Zweitligisten Hansa Rostock,geplant für den 25. Juli, wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. Die Verantwortlichen des FCM reagierten entsetzt.
Von Uwe Tiedemann
Magdeburg.
Der Termin Hick-Hack begann mit dem ursprünglich für heute angesetzten
Spiel gegen Erzgebirge Aue.Auch hier ging es schon, wie Volker Rehboldt erklärte, um
Sicherheitsfragen. „Mit dem Braham-Transfer hatte die Absage rein gar nichts zu tun“, erteilte der FCM-Präsident allen eventuellen Spekulationen eine klare Absage.
Für Aue war dann Germania Schöneiche eingesprungen. Doch nun wurde dieses für heute in Schöneiche vorgesehene Match kurzfristig auf morgen (14 Uhr) nach Magdeburg (Nebenplatz Stadiongelände) verlegt.
Die Krönung war nun allerdings der am gestrigen Vormittag erfolgte Ausfall des Rostock-
Spiels, der ursprünglich angedachten offi ziellen Saisoneröffnung am 25. Juli (Kosten
für bereits erworbene Tickets werden ab Dienstag zurückerstattet).
„Nachdem einerseits bekannt geworden war, dass offenbar 500 bis 700 extrem gewaltbereite Hansa-Anhänger anreisen wollen, andererseits wegen des Drittliga-Starts an dem Wochenende und der noch andauernden Ferienzeit nicht genügend Sicherheitskräfte zur Verfügung stehen, wurde an beide Vereine appelliert, die Partie
abzusagen“, erläuterte Rehboldt und ergänzte: „Die Angst, dass es außerhalb des Stadions zu Krawallen kommen könnte, ist nach den jüngsten Vorfällen mit gewalttätigen Rostocker Anhängern deutlich gestiegen.“ Dennoch fand der Club-Chef klare Worte: „So etwas hat es bei uns in dieser Form noch nicht gegeben. Es ist das erste praktische Beispiel, dass der Sport vor der Gewalt zurückweicht.Ein bedauerlicher und schlimmer Vorgang.“ Manager Bernd Hofmann ging sogar noch weiter und wetterte:
„Ein Skandal und ein Armutszeugnis zugleich! Die Kapitulation des Rechtsstaates vor einigen angeblich gewaltbereiten Hansels!“ Hofmann erinnerte in süffisantem Unterton an das nur eine Woche später stattfindende DFB-Pokalspiel gegen Energie Cottbus (1. August/19.30 Uhr): „Auch da herrscht bekanntlich noch Ferienzeit. Vielleicht sollte
diese Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder am besten gar nicht stattfinden ...“
Der 40-Jährige ließ seinem Ärger weiter freien Lauf: „Wir haben schließlich nicht irgendeinen Dorfplatz, sondern ein neues Stadion, in dem noch nie etwas passiert ist. Außerdem gab es schon Begegnungen gegen Halle oder Dresden, wo 3000 und mehr Gäste-Fans in Magdeburg waren und wir die Sache trotzdem vernünftig über die
Runden gebracht haben.“ Auch den sportlichen Schaden vergaß Hofmann nicht: „Es
wäre die ideale Generalprobe fürs DFB-Pokalspiel gewesen.
Rostock und Cottbus spielen schließlich beide in der zweiten Liga.“
Und noch etwas: „Wenn das angeblich alles so schlimm und keine Sicherheit zu gewährleisten ist, frage ich mich, warum dann die Bestrafung der Gesetzgebung
keine besondere Härte für solche Leute vorsieht?“, gab Hofmann zu bedenken.
So weit, so schlecht: Der FCM ist nun bemüht, einen Ersatzpartner für den 25. Juli zu fi nden,denn ausfallen soll die Saisoneröffnung auf keinen Fall.
Wobei wohl alles auf einen internationalen Gegner hinausläuft.
Im Gespräch ist der polnische Erstligist Pogon Stettin.
Übrigens: Der Kroate Marko Verkic (19/Energie Cottbus) hat den Dreikampf mit Danilo dos Santos und Rene N‘Dombasi gewonnen und erhält den letzten noch freien Platz im Sturm.

17.Juli 2009

1. FC Magdeburg: Statt Erzgebirge Aue heißt der nächste Testgegner nun Germania Schöneiche
Heimspielauftakt gegen den Hamburger SV II unter Flutlicht
Von Klaus Kahmann und Uwe Tiedemann

Mit dem 0:1 (0:0) gegen den polnischen Erstliga-Aufsteiger Zaglebie Lubin mussten die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg am Mittwoch ihre erste Niederlage in der Saisonvorbereitung hinnehmen. Trotzdem war Trainer Steffen Baumgart recht optimistisch. Und auch die Fans dürfen sich freuen: Das erste Heimspiel 09/10 fndet unter Flutlicht statt.
Magdeburg. „Die Mannschaft hat vieles richtig gemacht und vor allem in der ersten Halbzeit die taktischen Vorgaben gut umgesetzt“, so Baumgart. „In der zweiten Spielhälfte hat es dann einen kleinen Bruch gegeben, aber bis auf eine Standardsituation und den Foulelfmeter hatten die Gäste keine Chance. Wenn wir dann noch unsere Möglichkeiten nutzen, sieht es noch besser aus“, war weiter von Baumgart zu hören.
Bestimmte Spieler hervorheben wollte der Trainer allerdings nicht: „Neumann hat gut auf der Außenbahn gespielt, Tischer hat sicher gestanden, Vujanovic vorn für die Chancen gesorgt, von Gaebler kamen gute Pässe. So könnte ich hier alle der Reihe nach durchgehen. Wichtig war, dass die Mannschaft geschlossen gespielt hat, dass jeder bemüht war, die Fehler des Nebenmannes mit auszubügeln.“
Darauf angesprochen, dass seine Spieler das Training zwar als hart empfnden, aber für notwendig halten, meinte der FCMCoach: „Wir sind nicht die einzige Mannschaft, die sich so konzentriert vorbereitet. Wichtig ist, dass alle mitziehen, sich keiner hängen lässt, und das erlebe ich derzeit. Die Saison ist lang. Da muss die Kraft auch bis zum Ende reichen“, begründete er die anstrengenden Einheiten. Erfreut konstatierte Baumgart, dass es bisher keine schwerwiegenden Verletzungen gab.
Diplomatisch seine Antwort auf die Frage nach weiteren Entscheidungen in Sachen Spieler wie zum Beispiel dos Santos: „Sie sind schon getroffen. Wir werden sie bekanntgeben, wenn es soweit ist ...“
Einen Ersatzgegner für den abgesagten Test gegen Aue hat der Club inzwischen gefunden, gastiert am Sonnabend (15 Uhr) bei Germania Schöneiche, Baumgarts Ex-Verein.
Derweil hielt sich Manager Hofmann gestern in Berlin auf, wo der Regionalliga-Staffeltag stattfand und die exakten Termine für die ersten sieben Spieltage festgelegt wurden.
Danach startet der FCM am Sonnabend, 8. August (13.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim VfB Lübeck in die neue Saison und empfängt zur Heimspiel-Premiere den Hamburger SV II am Freitagabend, 14. August (19 Uhr) unter Flutlicht. Ziel der Verantwortlichen ist es, auch im weiteren Saisonverlauf auf einen Freitag auszuweichen, weil erfahrungsgemäß dann die meisten Zuschauer kommen.
Termine der ersten sieben Spieltage:
08.08. (13.30 Uhr): VfB Lübeck (A) 14.08. (19.00 Uhr): Hamburger SV II (H) 25.08. (19.00 Uhr): Türkiyemspor (A) 30.08. (13.30 Uhr): Hansa Rostock II (H) 02.09. (18.30 Uhr): VFC Plauen (A) 06.09. (13.30 Uhr): SV Wilhelmshaven (H) 12.09. (13.30 Uhr): SV Babelsberg (A)

16.Juli 2009

0:1-Niederlage gegen Zaglebie Lubin

Magdeburg. Der Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg unterlag gestern Abend auf dem Sportplatz Zielitzer Straße (TuS Magdeburg) dem polnischen Erstliga-Aufsteiger Zaglebie Lubin durch einen verwandelten Foulelfmeter von Wojcek mit 0:1 (0:0). Das polnische Erstligateam war in der Saisonvorbereitung nach Testspielen gegen eine Reihe unterklassiger Mannschaften der erste echte Prüfstein für die Schützlinge von FCM-Trainer Steffen Baumgart.
Volker Rehboldt, der Präsident des 1. FC Magdeburg, zeigte sich nach den 90 Minuten keineswegs unzufrieden: „Wir dürfen das Ergebnis hier nicht überbewerten. Die Mannschaft ist im Training noch immer im harten Ausdauerbereich. Und hier waren durchaus schon eine Reihe von guten spielerischen Ansätzen zu sehen, an denen jetzt weiter gearbeitet werden muss.“
P. S. Das für den kommenden Sonnabend (15 Uhr) geplante Heimspiel des 1. FC Magdeburg gegen den Drittligisten FC Erzgebirge Aue musste kurzfristig abgesagt werden. So fndet das nächste Testspiel des FCM am 21. Juli bei Union Heyrothsberge statt.
Der Höhepunkt der Saisonvorbereitung ist dann am 25. Juli die Partie gegen den Zweitligisten FC Hansa Rostock – die off zielle Saisoneröffnung.

15.Juli 2009

Probst: „Man spürt die Cottbuser Schule“

Magdeburg. „Das Thema ist für mich eigentlich erledigt“, so Marcel Probst auf die Frage, wie er sich jetzt fühle, nachdem er erst unter Trainer Paul Linz ausgemustert wurde, dann unter dem gleichen Coach wieder ins Team zurückkam und jüngst sogar einen neuen Vertrag erhielt. „Ich freue mich, dass ich meinen Vertrag habe. Damals ging das von Paul Linz aus. Aber der gleiche Trainer hat mich ja ins Team zurückgeholt, deshalb bin ich ihm längst nicht mehr gram“, so FCMKicker Marcel Probst mit Blick auf die Querelen, die er im letzten halben Jahr zu überstehen hatte. Der Trainerwechsel spielte dabei für ihn eine untergeordnete Rolle.
Seinen Platz sieht Probst weiterhin auf der rechten Deckungsseite: „Ich gehe davon aus, dass das auch in der Saison 2009/10 nicht anders sein wird. Hier bin ich eingespielt, hier sehe ich meine Stärken.“
Einiges ist aber inzwischen anders geworden. „Mit 26 Jahren gehöre ich inzwischen zu den Älteren in der Mannschaft. Mit den neuen, jungen und zugleich talentierten Spielern sind wir schon ein recht ,guter Haufen‘. Es geht locker zu, und die Charaktere der Neuen passen auch zu unserer Mannschaft“, schätzt Probst ein.
In einer Hinsicht geht es aber nicht gerade locker zu. „Im Training musste ich mich ganz schön umstellen – aber nicht nur ich. Bei Dirk Heyne ging es ja schon recht deutlich zur Sache, doch bei Steffen Baumgart ist das noch um einiges mehr. Da spürt man die ,Cottbuser Schule‘, intensive Arbeit zu jeder Zeit. Aber man gewöhnt sich daran. Auch an einen Trainingsanfang um 7.30 Uhr, um nur ein Beispiel zu nennen“, hebt Probst die hohen Anforderungen im Training unter Baumgart hervor. Für ihn sind sie eine der zu erfüllenden Voraussetzungen, um in den kommenden Punktspielen ganz vorn mit dabei zu sein. Und 2009/10 soll es ja dann auch endlich etwas werden, mit dem Aufstieg in die dritte Liga.
P. S. Heute trifft der FCM um 18 Uhr auf dem Sportplatz Zielitzer Straße auf den polnischen Erstligisten Zaglebie Lubin.

14.Juli 2009

Wolf verletzt, Lob für Verkic, Vujanovic bald Kapitän?
Von Uwe Tiedemann

Mit einem freien Tag hat Trainer Steffen Baumgart gestern die Spieler des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg belohnt. Doch das ist nur eine Momentaufnahme. Schon heute geht die Schinderei weiter, und zur Heimpremiere in zwei Wochen gegen Hansa Rostock soll sich dann die Stammformation herauskristallisiert haben.
Magdeburg. Baumgart gönnte seinen Schützlingen gestern eine kurze Verschnaufpause: „Es ist auch als Geste zu verstehen, dass alle sehr gut gearbeitet haben und sogar über ihren Schmerzpunkt hinausgegangen sind. Ein besonderes Kompliment möchte ich den jungen Spielern wie Bartsch, Gerwien oder Instenberg machen, die ja derzeit wirklich Ungewohntes erleben. Aber es klagt keiner.“
Noch können sich fast alle Hoffnungen auf einen Stammplatz machen. Aber in den nächsten 14 Tagen wird sich wohl die Spreu vom Weizen trennen. Baumgart: „Zum off - ziellen Saisonauftakt gegen Hansa Rostock (am 25. Juli/d. Red.) steht die Mannschaft zu 90, 95 Prozent. Konkret stelle ich mir das so vor, dass fünf, sechs Spieler in etwa gesetzt sind und um die restlichen Plätze im Team ein harter Konkurrenzkampf herrscht.“ Dass sein Vorhaben so umgesetzt werden kann, davon ist der 37-Jährige überzeugt: „Weil wir deutlich breiter als in der Vorsaison aufgestellt sind.“
Von den wichtigsten Spielern ist allerdings einer frühzeitig verletzt – Denis Wolf, der nach den Abgängen von Christian Reimann und Najeh Braham – sein Wechsel zum FC Erzgebirge Aue ist seit gestern perfekt (Vertrag bis Saisonende) – als neuer Hoffnungsträger im Sturm gilt. „Er hat sich vor einer Woche beim ersten Training das Knie verdreht. Wir wollen ihn jetzt in Ruhe aufbauen, nichts riskieren, zumal er in Erfurt bereits Probleme mit dem Sprunggelenk hatte“, berichtete Baumgart, der hervorhob, dass der Angreifer aufgrund seiner sehr guten Laktatwerte relativ schnell wieder den Anschluss fnden sollte. Und: „Wir haben ihn schließlich nicht nur für zwei, drei Wochen verpf ichtet, sondern für eine ganze Saison.“
Wolf am ehesten im Nacken dürften Deniz Siga und Testspieler Marko Verkic sitzen. Baumgart: „Siga kommt immer besser in Schwung, und Verkic ist mit seinen gerade 19 Jahren ein wuchtiger Stürmer, der schon gute Ansätze gezeigt hat.“ Und dann sind da noch der Brasilianer Danilo dos Santos (Baumgart: „Ein echtes Talent, aber ich will sehen, ob er sich auch am Mittwoch gegen ein vermutlich robustes Team wie Zaglebie Lubin aus der ersten polnischen Liga durchsetzen kann“) und René N‘Dombasi, der aber die schlechtesten Karten haben dürfte. Nicht zuletzt deshalb, weil er aus familiären Gründen momentan in Frankreich weilt.
Unantastbar im Sturm scheint eigentlich nur Radovan Vujanovic zu sein. Der FCM-„Knipser“ (20 Tore in der vergangenen Saison) gilt auch für das Kapitänsamt als erste Wahl. Apropos Wahl: Baumgart will diesbezüglich nicht die Spieler abstimmen lassen, sondern ganz alleine entscheiden: „Weil es jemand sein muss, auf den sich einerseits der Trainer verlassen kann und der andererseits auch von der Mannschaft akzeptiert wird.“ Und weiter: „Im Fußball lebe ich nun mal in keiner Demokratie, sondern in einer Diktatur, in der nur einer das Sagen hat, und das ist der Trainer!“
In Kürze will sich der Coach, der selber keine allzu guten Erinnerungen an Kapitänswahlen hat („Während meiner Prof - Laufbahn gab es Trainer, die die Wahl einfach rückgängig gemacht haben, wenn ihnen die Person nicht passte“), festlegen, wobei Vujanovic wohl die größten Aussichten haben dürfte. Allerdings spielen auch Namen wie Christian Beer, Daniel Bauer und Neuzugang Andreas Gaebler durchaus eine Rolle.

13.Juli 2009

Späte Tore sichern 3:0-Sieg beim BFC

1. FC Magdeburg fährt zwei weitere Testspielerfolge ein / Am Sonnabend 3:1 in Strausberg / „Fall Braham“ vorm Abschluss?

Mit zwei weiteren Siegen und einem halben Dutzend Tore setzte Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg am Wochenende seine Testspielreihe fort. Beim FC Strausberg (Brandenburgliga) gewann der Club am Sonnabend mit 3:1 (2:0), beim BFC Dynamo (NOFV-Oberliga Nord) gestern mit 3:0 (0:0).
Magdeburg. FCM-Cheftrainer Steffen Baumgart zeigte sich insgesamt zufrieden: „Die Mannschaft befndet sich auf einem guten Weg. Es ist klar, dass nach den letzten Strapazen nicht alles klappt, vor allem gegen Ende der 90 Minuten noch zu viele leichte Fehler gemacht werden. Und es hätten trotz vieler guter Chancen mehr Tore sein müssen.“
In Strausberg trafen Deniz Siga (2) und Marko Verkic, in Berlin Radovan Vujanovic (2) und erneut Verkic.
Co-Trainer Carsten Müller ergänzte: „Wichtig war auch, dass wir uns als Mannschaft präsentiert haben, kompakt aufgetreten sind und alle Spieler bereit waren, eine ordentliche Leistung abzuliefern. Duelle gegen den BFC Dynamo sind aus der Tradition heraus ohnehin immer etwas Besonderes.“
Zum ersten Mal das FCMTrikot trug am Wochenende der Neuzugang von Hansa Rostock, Simon Tüting. Baumgart sprach von einem ordentlichen Einstand des 22-Jährigen, der bekanntlich für mehr Kreativität im Mittelfeld sorgen soll.
Nicht zum Einsatz kam dagegen der von RW Erfurt zu den Blau-Weißen gewechselte Denis Wolf. Den Angreifer plagt eine Fußverletzung.
Weiter in der Vorbereitung geht es am Mittwoch (18 Uhr, Sportanlage TuS Neustadt, Zielitzer Straße) gegen den polnischen Erstliga-Aufsteiger Zaglebie Lubin, der den Elbestädtern noch mehr abverlangen dürfte.
Unterdessen sind Manager Bernd Hofmann & Co. weiter bemüht, eine Lösung im „Fall Najeh Braham“ herbeizuführen. Der mit einem Kontrakt bis 2011 ausgestattete Stürmer war vom FCM aussortiert worden, absolviert derzeit ein Probetraining beim FC Erzgebirge Aue. Hofmann: „Die Aussichten für ihn, dort unterzukommen, stehen nicht schlecht. Allerdings muss man schauen, wie ein möglicher Vertrag dann konkret aussieht. Vielleicht fnden alle drei Seiten, also Aue, der Spieler und wir, eine gemeinsame Lösung.“ Wie es aussieht, will der FCM die Angelegenheit so schnell wie möglich vom Tisch haben und denkt auch daran, sich an einem Transfer f nanziell zu beteiligen.
FCM in Strausberg: Filatow - Georgi, Gaebler, Prest (79. Littmann), Neumann (79. Bankert), Watzka (69. Probst), Zander (69. Gewelke), Tüting (69. Instenberg), Brendel (79. Racanel), Verkic (79. Vujanovic), Siga (69. Gerwien)
Zuschauer: 502. Tore: 0:1 Siga (15.), 0:2 Verkic (39.), 0:3 Siga (48.), 1:3 Fiedler (86.) FCM in Berlin: Tischer - Probst, Littmann (82. Prest), Instenberg (46. Gaebler), Bankert (71. Neumann), Bauer (89. Bartsch), Watzka (61. Georgi), Gewelke (61. Tüting), Racanel (82. Brendel), dos Santos (71. Siga), Vujanovic (82. Verkic)
Zuschauer: 714. Tore: 0:1, 0:2 Vujanovic (71., 74.), 0:3 Verkic (87.)

Middendorf sieht keinen Fortschritt

Fußball-Testspiel: FCM-Zweite 1:1 bei Fortuna

Eichenweiler (mus). Zum Abschluss einer intensiven Trainingswoche kam die U 23 des 1. FC Magdeburg am Freitagabend beim Landesligaabsteiger SV Fortuna nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.
Es entwickelte sich eine sehr schwache Anfangsphase mit wenigen Höhepunkten. Dieses lag aber auch daran, dass die Fortuna in ihrem Abwehrverbund sehr gut stand. So entstand die erste nennenswerte Möglichkeit für die U 23 auch aus einem Abwehrfehler der Fortunen. Doch Christof Köhne konnte diese nicht nutzen (20.). Da die Fortuna kaum Chancen aus dem Spiel heraus zuließ, wurden die Gäste nur bei Standardsituationen gefährlich. So kam Bastian Benkel nach einem Freistoß von Tim Girke frei zum Kopfball, dieser verfehlte knapp das Ziel (30.).
In der gleichen Minute kamen die Fortunen gefährlich vor das Tor von Keeper Franco Flückiger, als dieser einen Schuss von Schönijahn entschärfen musste. Nach einem weiteren Freistoß von Tim Girke machte es Bastian Benkel besser und köpfte zur 1:0-Führung für die FCM-Zweite ein (41.). Wer gehofft hatte, dass sich nach dem Wechsel ein besseres Spiel auf Seiten der FCM-Zweiten entwickeln sollte, der wurde enttäuscht. So wurde die Heimmannschaft stärker und die Fortunen erarbeiteten sich Chancen. Nach einer Ecke hatte Nico Spieler den Ausgleich auf dem Fuß, konnte diese Möglichkeit aber nicht nutzen (57.). Bei der nächsten Ecke machte es Spieler aber besser und vollendete zum verdienten Ausgleich für die Fortuna (65.).
Jetzt plätscherte dieses Spiel vor sich hin. Beide Abwehrreihen standen gut und es ergaben sich kaum noch nennenswerte Möglichkeiten.
„Ich kann nur hoffen, dass nach einer harten Trainingswoche einige Spieler schwere Beine hatten, sonst wäre dieses Spiel ein gewaltiger Schritt in die falsche Richtung“, war nach der Partie von FCM-Trainer Mario Middendorf zu hören. Am Samstagmorgen traf sich die Mannschaft zum „lockeren“ Auslaufen im Stadtpark. Dort wurde das Spiel vom Vortag in Form einer „ausgedehnten Laufeinheit“ verarbeitet.
FCM II: Flückiger (60. Gropius) – Benkel, Loth, Schock (55. Hennecke), Gebauer, Osterland (46. Dürstel), Köhne, Girke (46. Dentz), Herold, Tietz (46. Schmidt), Kientopp (46. Kratochvil).

11.Juli 2009

„Ich sehe mich als sinnvolle Ergänzung zu Steffen Baumgart"

Volksstimme-Interview mit Carsten Müller, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Männer-Co-Trainer des 1. FCM

Carsten Müller, bisher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) beim 1. FC Magdeburg, ist seit dem 1. Juli auch Co-Trainer der Regionalliga-Männer. Hans-Joachim Malli sprach mit dem 37-jährigen gebürtigen Burger, der kürzlich die Fußballlehrer-Lizenz erwarb.
Volksstimme: Gibt es jetzt den zweigeteilten Carsten Müller?
Carsten Müller: Nein, beide Aufgaben werde ich gleichwertig behandeln.
Volksstimme: Ist es ein Problem, ein Vierteljahr älter als Cheftrainer Steffen Baumgart zu sein und die Fußballlehrerlizenz gegenüber der A-Lizenz zu besitzen?
Müller: Nein, überhaupt nicht. Die Aufgaben sind klar formuliert. Ich werde alles daran setzen, um Steffen so zu unterstützen, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Ich sehe mich als sinnvolle Ergänzung zu Steffen Baumgart.
Volksstimme: Sehen Sie sich als Co-Trainer als besserer Hütchenaufsteller oder Erarbeiter der Trainingspläne. Warum haben Sie das Amt eigentlich zusätzlich übernommen?
Müller: Ich sehe eine ideale Möglichkeit, eine noch engere Verknüpfung von Männer- und Nachwuchsbereich zu schaffen. Ich kenne die Nachwuchsspieler, habe die Leistungsdaten. So haben wir noch bessere Voraussetzungen, auch die Anschlusskaderplätze 18 bis 22 mit Talenten aus den eigenen Reihen zu besetzen. Als Trainerkollektiv, dazu gehören neben Chefcoach Steffen Baumgart auch noch Frank Windelband und Torwarttrainer Jo Stock, stimmen wir die Pläne ab. Zusammenfassend kann man sagen, die vorhandenen Ressourcen im Verein sollten nicht leichtfertig vergeben werden.
Volksstimme: Was hat Ihnen die elfmonatige Ausbildung zum Fußballlehrer an der Hennes-Weisweiler-Akademie des DFB in Köln gebracht?
Müller: Vor allem einen enormen Wissensgewinn, nicht zuletzt durch die Praktika und die Vorträge bekannter Trainer, ob nun Joachim Löw, Matthias Sammer, Christoph Daum oder Ralf Rangnick. Die uns vermittelte trainingsmethodische Arbeit fndet ja auch ihre Bestätigung in den jüngsten Erfolgen der DFB-Jahrgangsmannschaften. Immens wertvoll war auch die Trainingshospitation bei Hannover 96, wo ich Chefcoach Dieter Hecking und Co-Trainer Dirk Bremser wochenlang praktisch auf Schritt und Tritt begleiten konnte. Ein bisschen stolz ist man schon, wenn man sich im Vorfeld mit 21 anderen Trainern aus ganz Deutschland gegen über 100 Lehrgangs-Bewerber durchsetzen kann und am Ende nach neun schweren Prüfungen mit einem Schnitt von 1,7 abschließt.
Volksstimme: Ein ganz anderes Thema. Die U 23 des 1. FCM ist abgestiegen, die U 19 mit 25 Punkten Rückstand auf Staffelsieger Hallescher FC Regionalliga-Fünfter, die U 17 um zwei Zähler am Bundes-ligaaufstieg vorbeigeschrammt. Wie bewerten Sie das Abschneiden?
Müller: Die U 17 spielte für unsere Verhältnisse eine gute Saison, trotzdem überwog am Ende die Enttäuschung. Der starke 1992-er Jahrgang war in der Lage, zumindest die Relegation zu erreichen. Knackpunkt war das 0:0 bei Borea Dresden. Die U 19 spielte permanent mit dem jüngeren Jahrgang. War die Hinrunde nicht befriedigend, konnte sie sich später festigen. Die Platzierung entspricht ungefähr dem Leistungsverhältnis.
Volksstimme: Wie sind die Aussichten für die neuformierten Teams der U 17 und U 19?
Müller: Die Jahrgänge 1991 und 1992 wurden zusammengelegt, bilden die neue U 19, die auf alle Fälle stärker sein dürfte als die U 17. Doch ist es ganz normal, dass es mal stärkere, mal schwächere Jahrgänge gibt. Wichtig ist, dass am Saisonende möglichst ein, zwei Spieler für die U 23 oder gar einer für die erste Mannschaft dabei sind.
Volksstimme: Zur U 23. Was wurde prinzipiell falsch gemacht?
Müller: Uns war schon bewusst, dass es aufgrund der personellen Zusammensetzung ganz schwer werden würde. Sicherlich hätten uns ein Otte, Friebertshäuser, Deumelandt oder von der Weth als Galionsfguren da gut zu Gesicht gestanden, doch hatten die sich anders entschieden. Es wurde deutlich, dass ein der A-Jugend entwachsener Akteur noch lange kein gestandener Männerspieler ist. Unser Ziel war aber dennoch, die Klasse zu halten.
Volksstimme: Warum klappte das nicht?
Müller: Die Trainingsgestaltung war gut. Andrzej Wojcik und Mario Middendorf leisteten eine gute Arbeit. Die U 23 ist ein hochsensibler Bereich zwischen A-Junioren und Männern mit vielen neuen Einf üssen. Ein Problem ist auch, man trainiert unter der Woche gut und muss dann kurzfristig für einen Rekonvaleszenten aus der Ersten Platz machen. Ich denke, jeder andere Trainer hätte auch große Probleme gehabt, doch bleibe ich dabei, dass der Klassenerhalt dennoch möglich war.
Volksstimme: Der FCM ist stolz auf sein lizenziertes Nachwuchsleistungszentrum, doch der HFC steigt in die U-19-Bundesliga auf. Mit welchen Argumenten wollen sie HFC-Talente an die Elbe locken?
Müller: Erst einmal f nde ich es gut, dass überhaupt eine Mannschaft aus Sachsen-Anhalt in der Bundesliga spielt, wobei mir natürlich der FCM lieber wäre. Die Theorie sagt, dass die 15 Jahrgangsbesten nach Magdeburg kommen. Die Praxis sieht aber anders auch, das ist auch ein Problem der räumlichen Trennung. Mit dem Jahrgang 1997 werden wir besser dastehen, er ist das erste Produkt des NLZ.
Volksstimme: Der als guter Trainer bekannte Dessauer Dieter Hausdörfer ist nicht mehr beim FCM. Warum?
Müller: Dieter Hausdörfer war immer schon beim Fußballverband Sachsen-Anhalt beschäftigt, trainierte nebenbei unsere B 2. Dafür fehlt ihm künftig die Zeit.
Volksstimme: Seit Anfang Juni wird das neue Funktionsgebäude genutzt. Ist damit nun alles paletti?
Müller: Wir sind sehr froh, dank der Stadt und anderer Helfer für die Jungs wieder eine Heimat gefunden zu haben. Allerdings müssen wir genau schauen, wie wir aus den vorhandenen Ressourcen (nur sechs Kabinen/d.R.) das Beste herausholen. Schön ist, dass alle Mannschaften wieder in Cracau, im Schatten des neuen Stadions trainieren. Die U 17 wird aber weiter bei TuS an der Zielitzer spielen.
Volksstimme: Ohne die Hilfe zahlreicher Vereine hätte der Club in den letzten Jahren aber große Probleme bekommen?
Müller: Darum kann ich nur immer wieder all jenen Vereinen einen riesen Dank aussprechen, ohne deren Hilfe wir die schwierige Situation nicht gemeistert hätten.

„In Magdeburg sind Umfeld und Stadion zweitligareif“

Interview mit dem FCM-Neuzugang Simon Tüting

Seit Dienstagabend verstärkt der im niedersächsischen Bramsche geborene 22-jährige Simon Tüting die Reihen des 1. FC Magdeburg. Über seinen Wechsel von Rostock nach Magdeburg und seine Aufnahme beim 1. FCM sprach gestern Klaus Kahmann mit dem offensiven Mittelfeldspieler.
Volksstimme: Was war der Grund für Ihren Wechsel von der Ostsee an die Elbe?
Simon Tüting: Ich habe in Rostock zwei Superjahre verbracht, die sehr lehrreich waren. Aber ich wollte nicht dauernd zwischen erster und zweiter Mannschaft wechseln.
Volksstimme: Es gab ja – unter anderem mit Dynamo Dresden – auch noch andere Teams, die Sie umworben haben. Was brachte den Ausschlag für den 1. FCM?
Tüting: In erster Linie der Trainer und das Umfeld – einschließlich Stadion und Fans. Ich habe Herrn Baumgart als offenen, ehrlichen und direkten Mann kennengelernt, der alles für die Mannschaft gibt. Ich habe ihn ja auch noch als Spieler erleben können. Dazu kommt ein Umfeld inklusive Stadion, das ja zweitligareif ist – nicht zu vergessen die tolle Fankulisse, die den Aufstieg des FCM in die dritte Liga verdient hat.
Volksstimme: Apropos dritte Liga. Ihr Vertrag verlängert sich mit dem Aufstieg …
Tüting: Ja, und ich will mit der Mannschaft den Aufstieg und dann auch in Magdeburg bleiben.
Volksstimme: Wie Sind Sie von der Mannschaft aufgenommen worden?
Tüting: Bestens. Das ist eine junge Truppe, in der alle mit vollem Einsatz an dem großen Ziel arbeiten. Die Stimmung in der Mannschaft ist toll, jeder macht seinen Job mit ganzer Kraft. Ich glaube, im Verbund mit den Zuschauern und dem Trainer ist dieser Zusammenhalt unsere zusätzliche Stärke.
Volksstimme: Wo sehen Sie Ihre Rolle in der Mannschaft?
Tüting: Ich möchte im zentralen Mittelfeld spielen, Angriffe und damit auch Tore einleiten.
Volksstimme: Wo haben Sie in Magdeburg Quartier bezogen. Tüting: Derzeit wohne ich noch im Hotel. Aber ich will mich heute (Freitag) schon einmal auf Wohnungssuche machen.
Volksstimme: Eine Wohnung nur für Sie oder...
Tüting: Also, ich bin vergeben. Meine Freundin studiert in Cottbus. Da soll es keine Einzimmer-Wohnung sein.
Volksstimme: Da sind Sie ja Ihrer Freundin mit Magdeburg räumlich nähergerückt?
Tüting: Das war ein positiver Nebeneffekt – nicht ausschlaggebend, aber es kam mir natürlich sehr entgegen. So können wir uns öfter sehen.
Volksstimme: Am vergangenen Mittwoch hatten Sie Ihren ersten Einsatz für den 1. FC Magdeburg. Geht es am Wochenende weiter?
Tüting: Ja. Bei den Spielen gegen den FC Strausberg (Sonnabend) und den BFC Dynamo (Sonntag) möchte ich schon mit aufaufen. Am meisten freue ich mich aber auf das DFB-Pokalspiel am 1. August hier gegen Energie Cottbus. Da würde ich dann auf meinen ehemaligen Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz treffen. Mit ihm habe ich beim VfL Osnabrück damals den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. Deshalb werde ich mich aber nicht zurückhalten.

10.Juli 2009

FCM atmet auf: Rosin weg und Tüting neuer Hoffnungsträger

Aufatmen beim 1. FC Magdeburg: Nach Christian Reimann wechselt nun auch Daniel Rosin zum neuen Oberliga-„Emporkömmling“ RasenBallsport (RB) Leipzig. Damit verschwindet der Ex-Kapitän, der beim Club noch einen Vertrag bis 2011 besaß, wie sehnlichst erhofft von der Gehaltsliste.
Magdeburg. „Eine erfreuliche Nachricht. Wir sind immer davon ausgegangen, dass sich ein Vollblutfußballer wie Daniel Rosin nicht auf die Tribüne setzt und die Hände aufhält, sondern einen neuen Verein fndet. Allerdings war ein gewisses Restrisiko natürlich immer dabei“, sagte Manager Bernd Hofmann.
Damit ist nur noch die Personalie Najeh Braham ungeklärt. Der Stürmer, ebenfalls mit einem Kontrakt bis 2011 ausgestattet, absolviert derzeit ein Probetraining beim FC Erzgebirge Aue. Hofmann: „Sein Aufenthalt dort ist verlängert worden. Das ist schon mal ein gutes Zeichen.“
Von allen drei Spielern hatte sich der FCM trotz laufender Verträge getrennt. Die vermeintlich größte Hürde, so verriet Hofmann jetzt, sei eigentlich der „Fall Reimann“ gewesen, weil der Club davon ausgegangen war, den Angreifer nicht so schnell loszuwerden: „Wir hatten aber insofern Glück, dass Tino Vogel dort Trainer blieb, und da sich beide noch aus gemeinsamen Plauener Zeiten kennen und schätzen, ging die Sache überraschend schnell über die Bühne.“
Damit rüstet der sächsische Oberligist, der vom SSV Markranstädt das Spielrecht erworben hatte und mit millionenschwerer Unterstützung des österreichischen Getränkeherstellers Red Bull innerhalb von zehn Jahren in die Bundesliga will, weiter kräftig auf.
Zurück zum FCM: Trotz der positiven personellen Entwicklung stellte Hofmann klar, dass der Club nicht mehr auf dem Transfermarkt aktiv wird: „Unsere Planungen sind klar def - niert und nach der Verpf ichtung von Simon Tüting (Volksstimme berichtete/d. Red.) abgeschlossen. Es kommt lediglich noch ein Perspektiv-Stürmer dazu. Trainer Steffen Baumgart wird sich da zwischen unseren drei Testkandidaten Rene N‘Dombasi, Danilo Dos Santos und Marko Verkic entscheiden. Wir gehen davon aus, dass bis spätestens Ende nächster Woche der Kader komplett ist.“
Richtig happy ist Hofmann, dass der Transfer mit dem Rostocker Tüting – hatte mehrere Angebote von höherklassigen Vereinen – geklappt hat: „Das haben wir in erster Linie der Hartnäckigkeit unseres Trainers zu verdanken, der Tüting klargemacht hat, dass er bei uns eine Hauptrolle einnehmen kann.“ Der Manager weiter: „Es ist kein Geheimnis, dass der Spieler gerne in die dritte Liga wollte. Aber wir konnten ihn davon überzeugen, dass er über den Umweg FCM, was ja trotz Viertklassigkeit nun wirklich keine schlechte Adresse ist, im nächsten Jahr dort spielen kann.“ So haben dann auch beide Seiten die Vertragsmodalitäten dahingehend geregelt, dass sich der Ein-Jahres-Kontrakt automatisch verlängert, wenn der Sprung in Liga drei gelingt.
An den Fähigkeiten des vierten Neuzugangs zweifelt beim FCM indes niemand. „Ein großes Talent, Linksfuß, 1,88 m groß, Mittelfeld-Allrounder, der mit 22 Jahren zudem noch unter die U-23-Regel fällt“, schwärmte Hofmann. Baumgart: „Ich bin froh, dass wir einen weiteren Wunschspieler unter Vertrag nehmen konnten. Er ist ein sehr kreativer und torgefährlicher Mittelfeldmann, der unsere Qualität auf dieser Position erhöhen wird.“
Morgen (15 Uhr, Energiearena) gastiert die Baumgart-Truppe mit Tüting beim FC Strausberg, am Sonntag (ebenfalls 15 Uhr) beim BFC Dynamo (Sportforum Hohenschönhausen).
Übrigens: Für den noch offenen Testspieltermin am 15. Juli konnte der FCM gestern einen Gegner fnden. Die Blau-Weißen treffen auf der Sportanlage vom TuS Neustadt (Zielitzer Straße) auf den polnischen Erstliga-Aufsteiger Zaglebie Lubin (Anstoß 18 Uhr).

510 Zuschauer trotzen dem Wettergott

Fußball-Testspiel : Ummendorfer SV – 1. FC Magdeburg 0 : 17 ( 0 : 8 )

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100. Vereinsjubiläum empfng der Ummendorfer SV am Mittwoch das Fußball-Regionalligateam des 1. FC Magdeburg. Obwohl der Wettergott sich von seiner schlechtesten Seite zeigte, lockte die Begegnung immerhin 510 Zuschauer an, die sich an 17 Toren der Magdeburger erfreuen konnten.

Ummendorf. Für die Spieler des 1. FC Magdeburg hatte der Mittwoch um sieben Uhr mit einem halbstündigen Schwimmen in der Elbehalle begonnen. Am Vormittag schlossen sich dann mehrere Ausdauerläufe über 1 000 Meter an, ehe sie sich auf den Weg nach Ummendorf machten. Um allen Aktiven Einsatzmöglichkeiten zu geben, ließ Cheftrainer Steffen Baumgart in der ersten und in der zweiten Halbzeit zwei verschiedene Formationen spielen. Sie sollten das Zusammenspiel präzisieren, die Laufwege trainieren und jede Möglichkeit zum Torschuss nutzen. Und davon machten sie auch rege Gebrauch, so dass die Niederlage für den Gastgeber zweistellig ausfel. In der Formation der ersten Halbzeit bewies Radovan Vujanovic mit vier Treffern seine Torjägerqualitäten. Von den Spielern, die im zweiten Durchgang zum Einsatz kamen, waren Catalin Racanel und Marko Verkic je zweimal erfolgreich. Die restlichen Tore gingen auf das Konto von neun Aktiven. Allen Spielern des Regionalligisten war anzumerken, dass sie voll bei der Sache waren und sie ihre Chancen auf einen Stammplatz in der Mannschaft nutzen wollten. Das Team des Ummendorfer SV, fünf Spielklassen tiefer angesiedelt, war daher überwiegend mit Abwehraufgaben beschäftigt und kam nur selten über die Mittellinie, denn der Druck und die Überlegenheit der Magdeburger war einfach zu groß. Trotzdem war dieses Spiel auch für sie ein Erlebnis, an dass sie noch eine Weile denken werden. In der Halbzeitpause berichtete Wilfried Duwald aus Ummendorf vom Wiederbeginn des Sports im Ort nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Er erinnerte unter anderem an den Auftritt einer Ummendorfer Jugendmannschaft 1949 in Hötensleben vor deren Spiel gegen Tennis Borussia Berlin. Hans Adamy ( 62 ), Vereinsmitglied seit 1958, hat eine lange Zeitstrecke im Ummendorfer Sport entscheidend mitgestaltet. 1969 wurde er als 23-J ähriger Leiter der Sektion Fußball, von 1975 bis 2000 fungierte als Vereinsvorsitzender. In einem Interview am Stadionmikrofon ging er auf einige Höhepunkte in der Vereisgeschichte des USV ein. Vereinschef Kurt Zielinski hatte diesen Tag dank der Mithilfe zahlreicher Sportfreunde und Sponsoren gewohnt umsichtig gestaltet.

Ummendorfer SV : Hecht – Happe, Springmann, Veckenstedt, Nessau, Türke-Reinert, Friedl, Richter, Kaiser, Pitschmann, Sacher ( Manthey, Hammerl, Barabas, Bormann, Haase, Fliegel, Schulle ).

1. FC Magdeburg ( 1. Halbzeit ) : Filatow – Prest, Tüting, Vujanovic, Gewelke, Watzka, Brendel, Neumann, Bauer, Dos Santos, Georgi. ( 2. Halbzeit ) : Tischer-Bankert, Littmann, Gaebler, Racanel, Verkic, Siga, Instenberg, Bartsch, Zander, N’Dombasi ( Gerwien ).

Tore : 0 : 1, 0 : 2, 0 : 5, 0 : 6 Vujanovic ( 4 ., 6 ., 23 ., 35. ), 0 : 3 Prest ( 12. ), 0 : 4 Tüting ( 21. ), 0 : 7 Brendel ( 37. ), 0 : 8 Watzka ( 38. ), 0 : 9 Siga ( 57. ), 0 : 10 Instenberg ( 58. ), 0 : 11, 0 : 15 Verkic ( 60 ., 79. ), 0 : 12, 0 : 17 Racanel ( 67 ., 86. ), 0 : 13 N’Dombasi ( 75. ), 0 : 14 Bartsch ( 79 ), 0 : 16 Zander ( 85 ).

Schiri-Kollektiv : Marco Bunger ( Olvenstedt ), Peter Bree ( Völpke ), Robert Scheer ( Siegersleben ).

Zuschauer : 510.

9.Juli 2009

Beer: „Ab nächste Woche torwartspezifisches Training“

Keeper des 1. FC Magdeburg pumpt schon Kondition

Magdeburg. „Beim Konditionstraining und anderen Dingen bin ich schon seit dem Auftakt wieder dabei. Nur mit dem torwartspezifschen Training geht es noch nicht“, so gestern Christian Beer, der Keeper des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg.
Am letzten Tag der vergangenen Saison hatte es ihn erwischt: Schultereckgelenk-Sprengung. „Zwei Bänder im Bereich des Schlüsselbeins sind da bei mir gerissen“, erklärt der Torhüter seine Verletzung.
So lief dann der Urlaub nicht ganz wie geplant. „Ich habe vor allem die Reha absolviert, um zum Trainingsauftakt wieder den Anschluss zu fnden. Das hat dann auch geklappt. Nächste Woche will ich – wenn alles gutgeht – dann auch ins torwartspezifsche Training einsteigen. Denn Bälle fangen, springen, sich nach Bällen werfen – das alles ist mir derzeit noch nicht gestattet. Wenn die anderen mit dem Ball gearbeitet haben, habe ich mein eigenes Programm gehabt. Zum Zuschauen blieb mir also keine Zeit.“
Trotzdem ist „Beerchen“ bei allen Testspielen seines Vereins mit von der Partie. „Das ist bei uns in der Mannschaft Pf icht. Wer nicht gerade im Bett liegt, hat die Mannschaft zu den Spielen zu begleiten. Das fördert den Zusammenhalt. Darum halte ich das auch für richtig“, so der langjährige Stammkeeper der Elbestädter.
Auf das neue Mannschaftsgefüge angesprochen, meint Beer: „Im Training sieht man schon, dass alle konditionell sehr gut drauf sind. Aber mit einem Urteil muss ich da noch abwarten, bis die heiße Phase vor dem Punktspielauftakt anläuft. Wenn die Testspielgegner stärker werden und das Training spezif scher auf spielerische und taktische Dinge ausgerichtet ist, kann man das Ganze erst richtig einschätzen“, meint Beer.
Der 28-Jährige ist sich sicher, dass die Mannschaft in der neuen Besetzung oben ein Wörtchen mitreden kann: „Wenn wir alle das bisher im Training gezeigte im Spiel umsetzen, sind wir am Ende oben dabei. Wir werden dann sehen, wo genau. Ich hoffe, ganz oben.“

Tüting vierter FCM-Neuzugang

17:0-Sieg in Ummendorf

Magdeburg (rb). Der 1. FC Magdeburg hat gestern Mittelfeldspieler Simon Tüting vom Zweitligisten Hansa Rostock verpfichtet. Der 22-Jährige erhält einen Einjahresvertrag. Der 1,88 m große Linksfuß ist der vierte Neuzugang. Für Hansa bestritt er eine Bundesligapartie sowie fünf Zweitligaspiele. Trainer Steffen Baumgart: „Ein sehr kreativer und torgefährlicher Mittelfeldmann. “
In einem weiteren Vorbereitungsspiel besiegte der 1. FC Magdeburg gestern Abend Gastgeber SV Ummendorf mit 17:0 (8:0). Beim Börde-Kreisklassen-Vertreter war Vujanovic mit vier Treffern bester Schütze für den Regionalligisten. In ihren bisher drei Testspielen gegen unterklassige Teams erzielten die Blau-Weißen damit insgesamt schon 32 Treffer.

FCM-Zweite in Torlaune

Magdeburg. Die U 23 des 1. FC Magdeburg zeigte sich auch im gestrigen Test gegen Landesligaaufsteiger SG Handwerk in Torlaune, gewann mit 4:1 (2:0). Girke (10.) nach Vorarbeit von Kientopp, einem Testspieler aus der U 19 von Hannover 96, Glage (28.), Dentz (73.) nach Kientopp-Flanke und Weiß (75.) trafen für den Gastgeber. Bauer im Nachsetzen per Kopf (55.) verkürzte zwischenzeitlich für die Neustädter.
Zum Glück konnten sich beide Teams nach dem Spiel im „Käfig“ und den zwischenzeitlichen Gewitterduschen im neuen Funktionsgebäude des Nachwuchsleistungszentrums umziehen.
FCM II: Flückiger – Benkel, Loth, Weiß, Hennecke – Dürstel, Osterland, Gierke, Tietz, Glage – Kientopp (Köhne, Dentz, Schock, Herold, Gebauer).

FC Deutsch feiert zünftig Geburtstag

Am Sonnabend fand anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des FC Deutsch das
siebte Fußballturnier „von Fans für Fans“ auf der Sportanlage des TuS 1860 Neustadt statt.
Der FC Deutsch wurde 1989 von fünf Deutschland-Fußballfans gegründet. Da man in der damaligen DDR noch kein Fußballfan von Deutschland sein durfte, ließ man einfach das
Land weg. Somit war der FC Deutsch geboren.
Über die zwei Jahrzehnte wuchs der Fanclub auf zeitweise 40 Mitglieder an. 1990
zum zehnjährigen Jubiläum wurde das erste Fan-Fußballturnier organisiert, das bis
2004 jährlich stattfand. Aufgrund von berufl ichen Situationen wurde danach kein Turnier
mehr durchgeführt. Doch zum 20-jährigen Jubiläum wurde nun ein Turnier auf die
Beine gestellt, was alles bisher dagewesene übertreffen sollte.
Am Sonntag, 10 Uhr, war es soweit, um das Turnier mit 18 Mannschaften zu starten. Gespielt wurde in drei Gruppen,in denen auch zwei Frauenmannschaften spielten. Nach
einer schweren Qualifi kation, fanden sich der Titelverteidiger von 2004 „Die Schönen“ ,
FC Neustädter Feld, Plauzenkicker und eine Uni-Auswahl im Halbfi nale wieder. Der Titelverteidiger „Die Schönen“ siegte im Spiel um Platz drei souverän mit 4:1 gegen die
Plauzenkicker. Im Anschluss an das spannende Finale zwischen der Uni Magdeburg und
dem FC Neustädter Feld wurde jedes Team mit einem Pokal geehrt und man ging zum gemütlichen Teil über. Um 21 Uhr wurden alle Gäste von der Rockband „Ella G“ in gute
Partylaune versetzt und auf das Highlight des Abends eingestimmt.
Gegen 22.30 Uhr war es dann soweit. Die Firma Hegro Feuerwerke
ließ den Magdeburger Abendhimmel durch ein sensationelles Feuerwerk mit tollen
Lichteffekten erleuchten. Mit Beifall der etwa 400 Gäste versehen war das Feuerwerk eines Jubiläumsturnieres würdig.
Anschließend wurde im Festzelt noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Auf diesem Wege noch einmal ein großes Lob und Dankeschön an
alle Beteiligten.

8.Juli 2009

Am 25. Juli Premiere in der „MDCC-Arena“


Magdeburg. Am 25. Juli, zum offziellen Saisonauftakt beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg (15 Uhr), wird sich das Stadion der Landeshauptstadt erstmals unter seinem neuen Namen „MDCC-Arena“ präsentieren. Gegner der Blau-Weißen an diesem Tag ist Zweitligist Hansa Rostock.
MDCC steht für Magdeburg-City-Com GmbH, eine im Oktober 1997 gegründete Telekommunikationsf rma (Kabel-TV, Telefon, Internet), deren Geschäftsführer Guido Nienhaus zugleich FCM-Vizepräsident ist.
Wie MDCC-Marketingchef Stephan Jahnel gestern erstmals mitteilte, hat sein Unternehmen einen Fünf-Jahres-Vertrag mit der Stadionbetreibergesellschaft abgeschlossen.
MDCC strebe mit dem Vertrag an, seinen Bekanntheitsgrad über die Landeshauptstadt hinaus zu erhöhen, sagte Jahnel. Sein Unternehmen werde seine Dienste künftig auch in anderen Teilen Sachsen-Anhalts anbieten.
Über Zahlen wollte gestern offziell keine der beteiligten Seiten reden. Nach Volksstimme-Informationen soll die Vermarktung des Stadionnamens eine jährliche Summe von 200 000 Euro erbringen. Laut Jahnel ist der Vertrag in gewisser Weise „erfolgsabhängig“. Spielt der FCM also in der dritten oder gar zweiten Liga, würden höhere Summen gezahlt.
FCM-Präsident Volker Rehboldt erhofft sich von dem Vertrag, für den vor allem sein Manager Bernd Hofmann viel Vorarbeit geleistet habe, „einen sehr, sehr positiven Effekt“.
Der überdimensionale Schriftzug „MDCC“ wird – Weiß auf Orange – ab 25. Juli an drei Seiten des Stadions angebracht sein. Er soll später auch in Leuchtschrift zu sehen sein. Jahnel schloss nicht aus, dass auch noch ein FCM-Emblem hinzukommen könne.
Seit Anfang Juli bewirtschaftet die Stadt ihr Stadion (Baukosten 31 Millionen Euro, Fassungsvermögen 27 500 Zuschauer) allein, was der Stadtrat erst vor wenigen Tagen gebilligt hatte. Der neue Chef der Betreibergesellschaft, Peter Fechner, bezifferte die jährlichen Betriebskosten auf etwa 500 000 Euro.
Heute Abend (18 Uhr) tritt der FCM in einem weiteren Testspiel beim Börde-Kreisklasse-Team SV Ummendorf an. Am Wochenende gastieren die Blau-Weißen dann beim FC Strausberg (Sonnabend) und beim BFC Dynamo (Sonntag).

7.Juli 2009

Offizieller Trainingsauftakt beim 1. FC Magdeburg

27 Spieler vorgestellt, aber keine weiteren Neuzugänge

Rund 350 „Kiebitze“ verfolgten gestern bei f otter Musik, Gegrilltem und kühlen Getränken das erste off zielle Training des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg. 27 Spieler, darunter die Neuen Andreas Gaebler, Robert Littmann und Denis Wolf, die Testkandidaten Marko Vertic (Energie Cottbus) und Danilo BB Dos Santos (Fluminense de Feira/ Brasilien) sowie vier Nachwuchskicker, präsentierten sich auf dem Stadiongelände der Öffentlichkeit.
Magdeburg. Jeder Spieler wurde von den Stadionsprechern Torsten Rohde und Jens Hönel einzeln vorgestellt und von den Anhängern mit viel Beifall bedacht. Zwischendurch gab es immer wieder kurze Interviews. Dabei sprachen die „Dauerbrenner“ Christian Prest und Marcel Probst – hat seinen Vertrag gerade um ein Jahr verlängert – vom bislang härtesten Training, das sie beim FCM mitgemacht haben. Der neue Chefcoach Steffen Baumgart („Ich hoffe, dass wir in einem Jahr hier wieder stehen und dann in der dritten Liga spielen“) hat also sogleich Maßstäbe gesetzt.
Zwei Akteure will der FCM zwar noch verpf ichten, doch diesbezüglich gab es wenig Neues. Heißeste Kandidaten sind Simon Tüting (Hansa Rostock) und der Ex-Magdeburger Tobias Friebertshäuser (SSV Reutlingen). Auch Kosta Rodrigues (Eintracht Braunschweig) ist weiter ein Thema. „Es sagt keiner ab, bekennt sich aber auch nicht zum FCM – das typische Pokerspiel eben, um das Optimale auszureizen. Bis Ende der Woche wollen wir die Sache dennoch vom Tisch haben. Wir brauchen Planungssicherheit“, erklärte Präsidiumsmitglied Kristian Tolk.
Gespannt waren die Fans auch auf die neuen Trikots. Der Club spielt zu Hause in blau-weiß gestreiften Hemden, weißer Hose und blauen Stutzen, auswärts in goldfarbener Kluft. Den Meisterstern für drei DDR-Titel aus den Jahren 1972, ‘74 und ‘75 ziert bislang aber nur das Heimtrikot.
Übrigens: Heute ist Vorverkaufsstart für Dauerkarten, die Saisoneröffnung gegen Hansa Rostock (25. Juli) und das DFBPokalspiel gegen Energie Cottbus (1. oder 2. August) – allerdings ausschließlich beim FCM-Ticketservice (Otto-von-Guericke-Str. 46a). Der Vorverkauf an den Volksstimme-Service-Centern und über die „biber-ticket“-Hotline
(01805/121310) beginnt am Donnerstag.
Was den Pokal-Hit betrifft, sagte Tolk: „Mittwoch werden die Termine genau festgelegt. Wir favorisieren Sonntag, den 2. August, weil Sonnabend noch nicht alle aus den Sommerferien zurück sein könnten.“

1. FC Magdeburg legt in Lübeck los

Magdeburg (ut). Eine Woche nach dem DFB-Pokal-Ostderby gegen Energie Cottbus (1. oder 2. August) startet der 1. FC Magdeburg in die neue Fußball-Regionalligasaison und muss zum Auftakt beim VfB Lübeck antreten. Die Heim-Premiere am 2. Spieltag (14. bis 16. August) steigt gegen den HSV II. Die neuen Spielpläne gab gestern der DFB bekannt.
Die Saison 2009/10, die zwischen dem 20. Dezember 2009 und 19. Februar 2010 wieder eine traditionelle Winterpause einlegt, endet am 29. Mai. Nur der Tabellenerste steigt in die dritte Prof liga auf.

6.Juli 2009

FCM startet mit 15 Test-Toren

Siege in Altenweddingen und Barleben / Heute Spieler-Vorstellung

Magdeburg. Die Neugier ist auch in diesem Jahr groß: Mehr als 1300 Zuschauer verfolgten gestern den 7:0 (2:0)-Testspielsieg von Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg bei Landesliga-Aufsteiger FSV Barleben, beim 8:0 (6:0) tags zuvor in Altenweddingen (Landesklasse) waren es etwa die Hälfte.
„Ich bin recht zufrieden. Die Jungs haben das umgesetzt, was ich erwartet habe, nämlich jeweils 45 Minuten volles Tempo zu gehen. Und so mancher ist dabei sogar über seinen Schatten gesprungen“, lautete das Fazit von Trainer Steffen Baumgart, der in beiden Partien zur Halbzeit die komplette Mannschaft gewechselt hatte.
Während sich in Altenweddingen Vujanovic mit vier Treffern in 45 Minuten hervorgetan hatte, war es gestern Nachwuchskicker Maximilian Gerwien, der mit drei Toren, darunter ein sehenswerter Weitschuss zum 0:3, auf sich aufmerksam machte. Insgesamt kamen am Wochenende 24 Akteure, darunter die Neuzugänge Robert Littmann, Andreas Gaebler und Denis Wolf, zum Einsatz.
Ab heute beginnt für die Spieler die Schufterei erst richtig, wird täglich dreimal trainiert. Mit den Ergebnissen des am Freitag durchgeführten Leistungs-Checks konnte Baumgart im Übrigen ebenfalls leben: „Jeder hat seine Hausaufgaben gemacht, wobei es durchaus Unterschiede gab. Aber dafür haben wir die Tests ja durchgeführt. So können wir jetzt individuell auf jeden eingehen.“
Ab 17 Uhr werden heute die Spieler, mit denen der Club in die Saison geht, auf dem Nebenplatz des Stadions offiziell vorgestellt. Darüber hinaus ist die neue Trikotkollektion von Ausrüster „Uhlsport“ zu sehen.
FCM in Altenweddingen: Tischer (46. Filatow) - Probst (46. Georgi), Littmann (46. Prest), Gaebler (46. Gewelke), Bankert (46. Neumann), Bauer (46. Zander), Watzka (46. Gerwien), Instenberg (46. Bartsch), Brendel (46. Racanel), Siga (46. Verkic), Vujanovic (46. Wolf)
Tore: 0:1 Instenberg (12.), 0:2, 0:3, 0:4, 0:5 Vujanovic (19./24./32./37. Foulelfmeter), 0:6 Siga, 0:7 Verkic (46.), 0:8 Racanel (76.)

FCM in Barleben: Flückinger (46. Tischer) - Bankert (46. Probst), Prest (46. Gaebler), Littmann (46. Gewelke), Brendel (46. Neumann), Wolf (46. Watzka), Instenberg (46. Gerwien), Zander (46. Bauer), Racanel (46. Georgi), N‘Dombasi (46. Verkic), Siga (46. Vujanovic) Tore: 0:1 Prest (32.), 0:2 Wolf (41.), 0:3, 0:4 Gerwien (47., 52.), 0:5 Vujanovic (64.), 0:6 Gerwien (71.), 0:7 Verkic (89.)

Herold und Glage treffen je vier Mal

Fußball-Test: 1. FC Magdeburg II – FSV Nienburg

Cracau. Durch jeweils vier Treffer von Steven Herold (30., 47.,55., 57.) und Philipp Glage (49., 54., 60., 66.) sowie einem Tor von Sören Osterland (39.) gewann Fußball-Oberliga-Absteiger 1. FC Magdeburg II sein zweites Testspiel gegen den Landesliga-Aufsteiger FSV Nienburg am Sonnabend 9:0 (2:0).
Bei sommerlichen Temperaturen spielten beide Mannschaften von Beginn an ein hohes Tempo. Dabei war die Anfangsphase recht ausgeglichen und die Abwehrreihen beider Teams standen gut. So waren Chancen zunächst Mangelware. Ein erstes Achtungszeichen setzte Osterland (12.) mit einem schönen Schuss.
Danach kam der Gast besser in das Spiel. Durch gefährliche Konter brachten sie die Abwehr der Magdeburger des Öfteren unter Druck. Doch Maik Brösel (18.) scheiterte an Franco Flückiger im FCM-II-Tor und Tobias Donath (25.) schoss vorbei. Die erste gute Chance für die junge Clubelf nutzte Herold per Hacke zur 1:0-Führung (30.). Nach einem Pass von Herold erhöhte Osterland neun Minuten später auf 2:0. Die nächste gute Möglichkeit hatte Glage kurz vor dem Pausenpfff, doch scheiterte er am Keeper der Gäste.
Zur Halbzeit wurde kräftig durchgewechselt. So startete der Gastgeber mit neuen Kräften in den zweiten Durchgang. Zwei Minuten nach Wiederanpf ff traf Herold nach Pass von Glage zum 3:0. Wiederum zwei Minuten später erzielte Glage nach schöner Flanke von Bastian Benkel das 4:0.
Jetzt war bei den Nienburgern die Luft raus. In der 54. Minute erhöhte Glage nach einem Freistoß von Tim Girke auf 5:0. Nur eine Minute später war wiederum Herold zur Stelle, als er einen Pass von Tobias Tietz aus 5 Metern zum 6:0 einschob.
Jetzt waren die Magdeburger in einem Torrausch. Und so dauerte es keine zwei Minuten, als Herold nach einem Pass von Tietz mit seinem vierten Treffer das 7:0 erzielte (57.). Dieses Tor war fast eine Kopie des sechsten Treffers. Nach einer Stunde bereitete wiederum Tietz den nächsten Treffer vor. Als er eine Flanke in den Strafraum der Gäste schlug, war Glage per Kopf zur Stelle und markierte das 8:0. Den 9:0-Endstand erzielte Glage mit seinem vierten Treffer, als er in der 65. Minute allein auf den Torhüter zulief und ihm diesmal keine Chance ließ.
„Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Nach einer harten Trainingswoche hat sie bis zum Schluss konzentriert gespielt. Ich habe aber auch gesehen, woran wir in den nächsten Wochen arbeiten müssen. Da gibt es noch einiges zu tun“, war nach dem Spiel von FCM-IITrainer Mario Middendorf zu hören.
1. FC Magdeburg II: Flückiger (46. Gropius) – Gebauer, Weiß, Loth, Hennecke (46. Benkel), Dürstel, Dentz (46. Schock), Glage, Girke, Herold (60. Köhne), Osterland (46. Tietz).

4.Juli 2009

Am Wochenende die ersten Tests in Altenweddingen und Barleben
FCM startet erneuten Anlauf Richtung 3. Liga

Seit gestern unternimmt Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg einen erneuten Anlauf, endlich den Sprung in die dritte Liga zu schaffen. Zu Beginn der Vorbereitung stand ein Leistungs-Check auf dem Programm, am Wochenende steigen bereits die ersten beiden Testspiele. Heute (15 Uhr) gastiert der Club beim SV Altenweddingen (Landesklasse), morgen geht‘s zur gleichen Zeit zum Landesliga-Aufsteiger FSV Barleben. Von Uwe Tiedemann
Magdeburg. Dass der Start etwas ungewöhnlich verläuft, indem noch vor dem ersten off ziellen Training (Montag ab 17 Uhr mit Vorstellung der Neuen) zwei Tests stattf nden, räumte auch Trainer Steffen Baumgart ein: „Ich hätte es gerne anders gehabt, aber dann wäre die Pause für die Spieler noch kürzer gewesen. Und so schlimm ist es nun auch wieder nicht.“
Gestern wurde ab 8 Uhr jeder einzelne Akteur 45 Minuten lang verschiedenen Tests, u.a. mit Atemmaske, unterzogen. „Ganz schön anstrengend, und das bei dieser Hitze. Aber von nichts kommt nichts“, stöhnte ein schweißgebadeter Christian Prest. Mit Hilfe ausgewählter Analyseverfahren erstellen die in enger Kooperation fungierenden Sportwissenschafts-Unternehmen „ivergo“ (Mario Meier und Carsten Horney, Magdeburg) und „Wesp“ (Merseburg) ein individuelles Bild des Einzelnen, das dann in die tägliche Trainingsarbeit einf ießen soll.
25 Spieler – nur der verletzte Pascal Matthias fehlt – hat Baumgart derzeit unter seinen Fittichen, und alle werden laut Trainer heute und morgen auch zum Einsatz kommen, darunter die Ex-A-Jugendspieler Franco Flückinger (Torhüter), Patrick Bartsch, Moritz Instenberg (beide Mittelfeld) und Maximilian Gerwien (Angriff). Baumgart hob hervor, dass „nicht viele Vereine ihren Nachwuchsleuten so schnell die Möglichkeit geben würden, sich im Männerbereich zu zeigen“. Wie rasant es aber manchmal geht, zeigte sich erst vergangene Saison am Beispiel René Gewelke, der auf Anhieb zum Stammspieler avancierte.
Dagegen müssen die Fans auf den Spieler für die einzig noch vakante Position im kreativen Mittelfeld weiter warten. „Simon Tüting von Hansa Rostock ist derjenige, den wir gerne haben möchten und der in unser Profl passt. Aber entschieden ist noch nichts. Sollte es nicht klappen, bleibt auch Kosta Rodrigues aus Braunschweig ein Thema“, so Baumgart, der ab Montag dreimal täglich (7.30, 11 und 17 Uhr) trainieren lässt.
Übrigens: Der bisherige Co-Trainer Frank Windelband sitzt weiter mit im Boot. „Er ist zu 100 Prozent Mitglied des Trainerstabes“, betonte Baumgart. Damit geht der FCM mit vier Übungsleitern in die neue Saison: Baumgart (Chefcoach), Carsten Müller (Co-Trainer), Jo Stock (Torwarttrainer) und eben Windelband.

3.Juli 2009

FCM-Saisonvorbereitung beginnt mit Leistungs-Check

Heute Trainingsauftakt beim Fußball-Regionalligisten / Chefcoach Baumgart: „Gemeinsames Ziel“

Es ist sein Debüt: Nach 14 Jahren Prof -Karriere als Spieler steht Steffen Baumgart jetzt zu Beginn einer neuen Saison auf der anderen Seite. Auf der als Trainer. Mit dem 1. FC Magdeburg will er das erreichen, was Vorgänger Paul Linz nicht geschafft hatte: den Sprung in die dritte Fußball-Liga.
Magdeburg. Für seine neue Aufgabe ist er bestens gewappnet, hat schon im vergangenen Spieljahr als „Feuerwehrmann“ jede Minute in den Club investiert und selbst jetzt während der Sommerpause lediglich drei Tage Urlaub gemacht („Meine Familie bringt für den Job eine Menge Verständnis auf“), wenngleich er seine Premiere ein wenig herunterspielt: „Allzu schwer ist mir die Umstellung nicht gefallen, obwohl man natürlich viele Facetten anders sieht.“
Nun also die Vorbereitung, die heute mit einem Leistungs-Check seiner Schützlinge beginnt. „Wir haben nicht viel Zeit, nämlich nur fünf Wochen. Dann steigt schon das DFB-Pokalspiel gegen Energie Cottbus. Da muss also entsprechend gearbeitet werden“, verdeutlichte der 37-Jährige, der für die erste Woche täglich drei Trainingseinheiten angesetzt hat und ankündigte: „Wenn die Jungs gut mitziehen, aber nur dann, gibt‘s am 20. Juli den ersten freien Tag.“
Was seine Erwartungshaltung anbetrifft, meinte Baumgart: „Dass alle gesund durch die Vorbereitung kommen und wir dann um den Aufstieg mitspielen können.“ Er weiß, wovon er spricht: „Ich war in all den 14 Jahren beim Auftakt ein einziges Mal leichtsinnig, habe als junger Kerl bei Hansa Rostock die Sache etwas zu locker gesehen. Konsequenz war eine Achillessehnenverletzung, die mich bis Oktober außer Gefecht setzte. So etwas ist mir danach nie wieder passiert.“
Und dass er auch als Trainer keine böse Überraschung erlebt, davon ist er überzeugt: „Ich habe mit fast allen Spielern telefoniert. Jeder hat mir versichert, dass er seine ,Hausaufgaben‘ gemacht und auf sein Gewicht geachtet hat. Und die Jungs werden auch weiter Gas geben, denn wir haben ein gemeinsames Ziel.“
Mit der Zusammenstellung des Kaders zeigte er sich mehr als zufrieden: „Wir haben eine gute Truppe, genau die Leute bekommen, die wir haben wollten. Sie standen ganz oben auf unserer Liste.“ Und auch mit dem noch fehlenden kreativen Mittelfeldmann werde es noch klappen, betonte der Coach, der mit insgesamt vier Torhütern - ebenfalls eine Besonderheit beim FCM – ins neue Spieljahr geht. Konstantin Filatow rückt als dritter Mann hinter Christian Beer und Matthias Tischer auf, und auch Nachwuchs-Keeper Franco Flückinger, der in der vergangenen Saison bereits in der Oberliga zum Einsatz kam, nimmt an der Vorbereitung teil.
Doch nicht nur für Baumgart selbst, auch für Carsten Müller, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, beginnt heute eine neue Ära. Der 37-jährige, frisch- gebackene Fußball-Lehrer-Lizenzinhaber tritt nämlich als Co-Trainer erstmals in Erscheinung.

2.Juli 2009

Morgen startet der FCM mit einem Leistungs-Check in die neue Regionalligasaison
Rehboldt: „Wir sind diesmal nicht der ultimativ Gejagte“
Von Uwe Tiedemann

Morgen beginnt Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg mit der Vorbereitung für die Saison 2009/10. Die Erwartungshaltung von Präsident Volker Rehboldt ist zwar weniger euphorisch als im vergangenen Jahr (als der Club als selbsternannter Titelanwärter hoch favorisiert ins Rennen ging und am Ende kläglich scheiterte), aber dennoch recht optimistisch.
Magdeburg. „Zum einen herrscht bei mir eine gewisse Vorfreude auf das DFB-Pokalspiel gegen Energie Cottbus, zum anderen denke ich, dass wir die allgemeinen Schwächen der Vergangenheit beseitigt haben“, sagte Rehboldt, der damit den fehlenden Teamgeist ansprach: „Diesbezüglich sind wir einen deutlichen Schritt weiter, haben die Probleme erkannt und darauf reagiert.“
Der 40-Jährige verteidigte noch einmal die Trennung von Akteuren wie Rosin, Wejsfelt oder Braham: „Die Maßnahme war unvermeidbar, und dazu stehe ich auch.“ Und weiter: „Es hagelte zwar Kritik, auch an meiner Person, aber Alternativen hat auch niemand benennen können. Die gab es einfach nicht, und deswegen haben wir auch so entschieden.“
Noch ist allerdings der neue Kader nicht komplett. Zwar konnte der Club nach der Innenverteidigung auch die Lücke im Sturm schließen und Einigung mit dem Erfurter Denis Wolf erzielen (Volksstimme berichtete), der einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieb. Weiter unklar ist jedoch, wer der neue Mann im kreativen Mittelfeld sein wird. Rehboldt: „Wir sind nah an einer Lösung dran, lassen uns aber nicht unter Druck setzen.“
Zielsetzung sei es, mit der neuen Truppe um den Aufstieg mitzuspielen. Von einer eigenen Favoritenrolle ist nicht mehr die Rede. Aber ist der FCM nicht automatisch wieder der Gejagte? Rehboldt dazu: „Der ultimativ Gejagte nicht. Wenn wir beispielsweise nach Goslar fahren, sind wir natürlich kaum der Außenseiter. Aber insgesamt werden sich eine Reihe von Teams wieder da oben tummeln. Der VfL Wolfsburg II gehört für mich auf jeden Fall dazu. Dann wird es wieder einen Überraschungskandidaten geben. Und aus Babelsberg waren zuletzt auch f otte Töne zu hören.“ Vizemeister HFC erwähnte Rehboldt bei seiner Aufzählung nicht, „weil ich glaube, dass das zweite Jahr immer des Schwerere ist.“
Doch soweit, um über die Titelvergabe zu reden, ist es noch lange nicht. Jetzt müssen in der Vorbereitung zunächst einmal die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison gelegt werden. Als Einstieg hat Trainer Steffen Baumgart für Freitag einen Leistungs-Check gewählt, den die neue Firma „ivergo“ (Pechauer Straße) durchführt. Weiter geht es am Wochenende mit Laufeinheiten und Testspielen in Altenweddingen (Sonnabend, 15 Uhr) sowie Barleben (Sonntag, 15 Uhr), bevor sich das Team seinen Fans zum Training erstmals am kommenden Montag (17 Uhr, Stadiongelände) präsentiert.

1.Juli 2009

"Das Beste, was der Altmark und der Region Klötze passieren konnte"

Fußball, Landespokal : VfB Klötze empfängt den 1. FC Magdeburg

Am Wochenende wurde in Kelbra die erste Hauptrunde im Fußball-Landespokal ausgelost. Allen sieben im Landespokal vertretenen altmärkischen Mannschaften bleibt die Ausscheidungsrunde am 25. Juli erspart, dafür geht es am Wochenende des 5. Septembers richtig rund.

Salzwedel. Das ganz große Los zog der Landesklassenaufsteiger und Kreispokalfinalist VfB Klötze. Die Purnitzstädter empfangen den Regionalligisten 1. FC Magdeburg. Ebenfalls ein Heimspiel bestreiten die SG Eintracht Mechau ( Börde Magdeburg ) und der Post SV Stendal ( Eintracht Salzwedel ). Der SSV 80 Gardelegen kämpft bei Preussen Magdeburg II um den Einzug in die nächste Runde. Kein leichtes Los zog Verbandsligist 1. FC Lok Stendal. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Sandhowe gastiert beim Vorjahresvierten der Landesliga, Staffel Nord, dem VfB Ottersleben. TuS Bismark reist zu Eintracht Gommern.

VfB Klötze - 1. FC Magdeburg. " Dieses Los ist natürlich das Non plus ultra. In der Altmark gibt es zahlreiche FCMFans. Die Menschen verbinden Erinnerungen mit diesem Klub ", so Klötzes Trainer Dirk Reichelt. Erfahren hatte es der Coach auf " schnellstem Weg " von seinem Abteilungsleiter, der vorher von Burkhard Kramp informiert wurde. In den nächsten Tagen wird mit den Planungen für das Großereignis begonnen. " Wir werden diesen Tag zu einem echten Höhepunkt machen ", verspricht Reichelt. Dass es aufgrund des späten Spieltermins und des großen Gegners Motivationsprobleme bei seinem Team geben könnte, glaubt der Trainer nicht. " Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie Jahre dafür gearbeitet hat, um wieder auf Landesebene zu spielen. Wir werden das Hauptziel, sprich Klassenerhalt in der Landesklasse, nicht aus den Augen verlieren. " Und zur Not helfen sportliche Argumente. " Wer sich in den Wochen zuvor nicht anbietet, wird auch gegen Magdeburg nicht spielen. " Abschließend fasste Dirk Reichelt zusammen : " Das Los ist das Beste, was der Altmark und der Region Klötze passieren konnte. "

Endlich ein Namensgeber und trotzdem Ärger

Stadion Magdeburg soll künftig „MDCC-Arena“ heißen

Magdeburg. Es hat lange gedauert, aber nun bewegt sich etwas in Richtung Namensrecht für das Ende 2006 eingeweihte Stadion in der Landeshauptstadt: Mit dem Magdeburger Telekommunikationsanbieter MDCC ist endlich ein Namenssponsor gefunden.
MDCC steht für Magdeburg-City-Com GmbH, eine am 2. Oktober 1997 gegründete Telekommunikationsfrma mit heute 61 Mitarbeitern und Guido Nienhaus als Geschäftsführer, der gleichzeitig Vize-Präsident des 1. FC Magdeburg ist.
Das Unternehmen war im Übrigen schon 2006 für wenige Monate Brust-Hauptsponsor des damaligen Oberligisten FCM.
Oberbürgermeister Lutz Trümper bestätigte gestern den Deal, bestritt aber die von einer Boulevardzeitung genannten 200 000 Euro jährlich bei einer Laufzeit von zwei Jahren: „Diese Zahlen sind def nitiv falsch. Mehr möchte ich dazu gegenwärtig aber nicht sagen.“
Was die ohnehin geringe Laufzeit anbetrifft, liegt folgende Vermutung nahe: Sie muss länger sein, denn die Stadt dürfte sich kaum auf einen Zeitraum von nur einem Jahr eingelassen haben.
Von deutlich höheren Einnahmen wie seinerzeit angedacht (Trümper: „Unter 400 000 Euro pro Jahr geht gar nichts ...“) hat sich der 53-Jährige indes verabschiedet, handelte nach dem Sprichwort „Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach“: „So kann man es ausdrücken. Wir wollten nicht wieder bei Null landen. Es ging einfach darum, endlich entsprechende Einnahmen zu erzielen.“
Von heute an bewirtschaftet die Stadt ihr Stadion (Baukosten 31 Millionen Euro, Fassungsvermögen 27 500 Zuschauer) allein, was der Stadtrat erst vor wenigen Tagen gebilligt hatte. Den bisherigen Betreibern (Baukonzern Hochtief und die Firma GTE Gebäudetechnik) war es nicht gelungen, die Arena ausreichend zu vermarkten.
Allerdings gibt‘s Krach hinter den Kulissen. Trümper ist verärgert über die Vorgehensweise von Bernd Hofmann, Geschäftsführer der 1. FC Magdeburg Stadion- und Sport-Marketing GmbH (SSG), der künftig die Vermarktung des Namensrechtes übertragen werden soll.
Worum geht‘s? Laut Trümper hat Hofmann, der auch Manager des 1. FC Magdeburg ist, für die SSG den Namensgebervertrag unterzeichnet, obwohl die GmbH das Namensrecht noch gar nicht erhalten hat, was erst am Freitag geschehen soll. Trümper: „Die SSG kann derzeit noch gar keine Rechte vergeben. Herr Hofmann hat eine Woche zu früh und ohne Rechtsgrundlage gehandelt, was einfach unseriös ist. Über Konsequenzen nachzudenken, ist derzeit zu früh, aber ich muss mich auf meine Geschäftspartner verlassen können ...“ Mehr noch: Es fehlt die Unterschrift des zweiten Geschäftsführers Andreas Brakmann.