Okay des Aufsichtsrates heute „reine Formsache“
FCM plant im Aufstiegsfall 2009/10 mit einem Etat in Höhe von 4,7 Millionen Euro
Magdeburg. Aufsichtsrat und Präsidium des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg machen heute „Überstunden“. Denn es gilt, nicht nur auf der Tribüne die Daumen im Spitzenspiel gegen den Tabellenvierten SV Babelsberg 03 (Anstoß 14 Uhr) zu drücken, sondern zuvor endgültig die Lizenzierungsunterlagen für 2009/10 abzusegnen.
Doch allzu lange dürften die Gespräche am Vormittag wohl nicht dauern. „Wir sind mit der Arbeit des Präsidiums sehr zufrieden. Das Etat-Volumen bewegt sich innerhalb des veranschlagten Budgets. Insofern ist das o.k. unsererseits eine reine Formsache“, erklärte Aufsichtsrats-Mitglied Heiner Bertram.
Der Vorsitzende Rüdiger Koch nannte konkrete Zahlen: „In der 3. Liga würde der Etat 4,7 Millionen Euro betragen. Die 4. Liga ist noch nicht exakt durchgeplant. Wir haben ja auch noch ein wenig Zeit. Ich gehe von rund 3,2 bis 3,5 Millionen Euro aus.“ Das wären immerhin mindestens 300 000 Euro mehr als in der laufenden Saison (2,9 Millionen Euro). Bis zum 2. März müssen die Drittliga-Unterlagen bei der DFB-Zentrale in Frankfurt/ Main vorliegen.
Was die Aufstiegschancen anbetrifft, äußerte sich Bertram recht optimistisch, wenngleich er sich „in der Winterpause noch einen offensiven Mittelfeldspieler gewünscht hätte, um die Qualität im Team zu erhöhen“. Doch zum einen, so der Unternehmer, sei laut Präsidium ein weiterer Transfer aus Budgetgründen nicht möglich gewesen, zum anderen habe auch der Markt keinen passenden Spieler hergegeben. Bertram räumte aber zugleich ein: „Dem steht natürlich eine eingespielte Magdeburger Mannschaft entgegen, die gewachsen ist und deutlich an Stärke gewonnen hat.“
Sein Fazit: „Die Voraussetzungen sind gut. Wieder einmal. Auch die Fans ziehen voll mit. Und da ja Fußballer immer auch ein wenig abergläubisch sind, glaube ich, dass uns nach den beiden denkbar knapp verpassten Aufstiegen in die 2. bzw. 3. Liga (2006/07 und 2007/08/d. Red.) diesmal eine dritte herbe Enttäuschung in Folge erspart bleibt.“
Erneut ein Dreier gegen Gera?
1. FC Magdeburg II
Magdeburg (hma). Nachdem der Oberliga-Rückrundenstart bei Mitaufsteiger Erzgebirge Aue II vor Wochenfrist ausf el, hofft die zweite Vertretung des 1. FC Magdeburg darauf, morgen (14 Uhr/Germer-Stadion) das Heimspiel gegen den 1. FC Gera austragen zu können.
Trotz der nur zehn Punkte aus der Hinrunde ist man beim Vorletzten optimistisch, die Klasse halten zu können. „Wir haben jetzt knapp ein halbes Jahr Oberliga-Luft schnuppern können. Die Jungs sind reifer geworden, zudem haben wir mit René N’Dombasi (vereinslos) und Marvin Taylor (SSV Reutlingen II) zwei erfahrene Akteure in der Winterpause hinzubekommen“, erklärte FCM-Coach Andrzej Wojcik.
Gern würden die Blau-Weißen, die soweit alles an Deck haben und bei denen möglicherweise der eine oder andere Anschlusskader aus der Ersten mitwirkt, den 3:1-Hinrundenerfolg gegen Gera, einer von zwei bisherigen Saisonsiegen, wiederholen.
Heute Hit gegen Babelsberg, Derby beim HFC wirft Schatten voraus
1. FC Magdeburg: Bereits 9 000 Karten weg / Frühkasse öffnet um 10 Uhr / Karten für HFC-Spiel / Sonderzug nach Halle
Zwar steht heute erst einmal das Topspiel gegen den SV Babelsberg als „Filmreifes Spitzenspiel“ auf dem Programm des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg, doch wirft auch schon das prestigeträchtige Landesderby am kommenden Sonntag (8. März) beim Halleschen FC seine Schatten deutlich voraus.
Magdeburg. Nach dem starken Auftritt der Linz-Elf vor Wochenfrist bei Holstein Kiel könnte es heute gegen den Tabellenvierten aus Babelsberg durchaus einen neuen Saison-Zuschauerrekord geben. Bis gestern Abend waren nach Auskunft von FCM-Manager Bernd Hofmann 9 000 Karten für das heutige Spiel, das Fifa-Referee Wolfgang Stark (Ergolding) um 14 Uhr im Stadion Magdeburg anpfeifen wird, im Vorverkauf abgesetzt.
Da die FCM-Verantwortlichen mit großem Andrang und einer Besucherzahl weit jenseits der 10 000 rechnen, wird auf die Frühkasse im Stadion hingewiesen, die heute bereits um 10 Uhr öffnet. Weiterhin besteht noch bis kurz vor Spielbeginn die Möglichkeit des Kartenkaufs im Volksstimme-Service-Center, Goldschmiedebrücke.
Für das Landesderby am Sonntag kommender Woche in Halle beginnt heute im Stadion (FanRat-Bude) der freie Kartenvorverkauf. Aufgrund des bisherigen Verlaufs des Vorverkaufs kann davon ausgegangen werden, dass das zur Verfügung stehende Kontingent von 3 000 Karten heute nahezu ausverkauft sein wird.
Bis gestern lief im FCMTicketservice der Vorverkauf für den Gästeblock des Kurt-Wabbel-Stadions ausschließlich für aktuelle FCM-Mitglieder, Dauerkartenbesitzer sowie für die offi ziellen Fanclubs. In diesem Rahmen wurden bereits 1 500 der insgesamt 3 000 zur Verfügung stehenden Tickets verkauft. Das verbleibende Kartenkontingent ist heute mit Stadionöffnung an der FanRat-Bude hinter der Nordtribüne des Stadions zu Preisen von 8,00 Euro bzw. 6,00 Euro (unter 15 Jahren) erhältlich.
Ab Dienstag kommender Woche (3. März), gehen dann die letzten Gästeblock-Tickets, soweit verfügbar, in den freien Verkauf im FCM-Ticketservice in der Otto-von-Guericke-Straße 46 a.
Außerdem können am Fan-Rat-Stand Anrechtsscheine für den Zug nach Halle erworben werden, hier stehen den FCMFans insgesamt 900 Plätze zum Preis von je 7,00 Euro.
Die Bundespolizeidirektion Pirna verweist in einer gestern veröffentlichten Erklärung darauf, dass aus Sicherheitsgründen den mit der Bahn reisenden Fußballfans am 8. März die Mitnahme von Glasfl aschen in den eingesetzten Zügen der Deutschen Bahn AG per Allgemeinverfügung durch die Bundespolizei untersagt ist. Dieses Verbot gilt sowohl für die Anreise als auch die Abreise auf der Verbindungsstrecke Halle – Magdeburg, sowie Magdeburg – Dessau – Halle. Kontrollen wurden angekündigt.
Fußball-Regionalligist will ersten Dreier 2009 einfahren / Mehr als 10 000 Zuschauer zu erwarten
„Filmreifes Spitzenspiel“ für den FCM gegen Babelsberg
Von Uwe Tiedemann
Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg hat sein erstes Heimpunktspiel 2009 unter das Motto „f lmreifes Spitzenspiel“ gestellt. Gegner ist der Tabellenvierte aus Babelsberg, wo sich das weltweit bekannte Filmstudio bef ndet.
Magdeburg. Ob die Blau-Weißen morgen (14 Uhr) allerdings auch eine „f lmreife“ Leistung abliefern, muss sich erst noch zeigen. Dass die Mannschaft gut in Schuss ist, bewies sie am vergangenen Sonnabend beim respektablen 1:1 in Kiel, dem Tabellenführer. Nun gilt es, den ersten Dreier im neuen Jahr einzufahren und sich gleichzeitig für die 0:2-Pleite im Hinspiel zu revanchieren.
Trainer Paul Linz hält zwar nichts von „Revanchegelüsten“, betonte bei der gestrigen Pressekonferenz aber auch: „Was wir damals in Babelsberg geboten haben, war gar nichts, richtig schlecht. Der FCM hat inzwischen ein anderes Gesicht und sich gut entwickelt. Auch die Fans stehen mittlerweile wieder voll hinter uns, nachdem sie der Mannschaft im Hinspiel noch den Rücken zugekehrt haben. Ich bin jedenfalls optimistisch, dass die drei Punkte in Magdeburg bleiben, wenngleich ich weiß: Ein Selbstläufer wird das Spiel auf keinen Fall.“
Dabei sieht es der 53-Jährige durchaus als Vorteil an, dass sein Team am vergangenen Wochenende schon im Einsatz war, „und das unter Extrembedingungen“, während der Auftakt der Babelsberger gegen Wilhelmshaven den Platz- und Witterungsverhältnissen zum Opfer f el.
Ein weiterer positiver Aspekt ist die abgebrummte Gelb-Sperre von Mittelfeldakteur Catalin Racanel. „Die Chance, dass er ins Team zurückkehrt, ist sehr groß“, erklärte Linz, der bis auf Rene Gewelke (5. Gelbe Karte) alle Mann an Deck hat.
Manager Bernd Hofmann bekräftigte noch einmal das „klar defnierte Saisonziel, das da heißt: Aufstieg!“ Gegen einen der härtesten und zweikampfstärksten Konkurrenten, so der 40-Jährige, biete sich nun die Möglichkeit, den Abstand zu vergrößern und darüber hinaus Wiedergutmachung für das 0:2 zu betreiben.
Beim Saisonauftakt 08/09 hatte der selbst ernannte Titelanwärter drei Spiele in Folge verloren (Kiel, Babelsberg, Halle) und plötzlich einen Abstiegsplatz (16) inne. Darauf wies Linz gestern noch einmal hin: „Wir waren praktisch schon weg, aber die Mannschaft hat den Bogen noch gekriegt und sich selber aus dem Sumpf wieder herausgezogen. Deswegen sage ich heute auch: Wir sind auf gutem Wege und stark genug, am Ende dort zu stehen, wo wir hinwollen, nämlich auf Platz eins.“
Auch gegen Babelsberg kann der FCM wieder auf eine stattliche Kulisse bauen. Hofmann: „Der Vorverkauf läuft auf Hochtouren. Wir kalkulieren mit einer Zuschauerzahl, die bei 10 000 plus x liegt.“
Fußball-Oberliga Süd: FCM-II-Trainer Andrzej Wojcik zum Punktspiel gegen den Tabellenfünften Gera:
„Wollen drei Punkte holen und Selbstvertrauen tanken!“
Magdeburg (rsc). An den 22. August des vergangenen Jahres erinnern sich Spieler und Verantwortliche des 1. FC Magdeburg II sehr gern zurück. An jenem Freitagabend gelang der jungen Mannschaft des Aufsteigers der erste Sieg in der neuen Spielklasse, der NOFV-Oberliga Süd. Beim 1. FC Gera stellten der zweifache Torschütze Steven Herold und Marcel Werner mit ihren Treffern den 3:1-Erfolg sicher.
„An diese gute Leistung wollen wir nunmehr am Sonntag im Rückspiel anknüpfen“, blickt Trainer Andrzej Wojcik voraus. Gespielt werden soll ab 14 Uhr im Heinrich-Germer-Stadion. Bis gestern Nachmittag war den Verantwortlichen des Clubs nichts von einer Spielverlegung auf einen der Kunstrasenplätze hinter dem neuen Stadion Magdeburg bekannt. „Wir hoffen, dass wir im Germer-Stadion spielen können, zumal der Platz heute Mittag einen guten Eindruck hinterließ. Der Rasen dort zählt ja zum Besten, was die Landeshauptstadt in dieser Hinsicht zu bieten hat“, macht Wojcik aus seinem Herzen keine Mördergrube, dass er und natürlich auch die Mannschaft gerne auf Naturrasen spielen würde.
Nach der Spielabsage vom ersten Rückrundenspieltag am vergangenen Wochenende beim FC Erzgebirge Aue II will die Clubreserve keinen weiteren Spielausfall. „Es ist wahrlich Zeit, dass es endlich losgeht“, so der Coach der Blau-Weißen.
Personell müssen Wojcik und sein Co-Trainer Mario Middendorf auf den angeschlagenen Nils Kauffmann verzichten. Felix Krause hat zwar berufsbedingt unter der Woche beim Training gefehlt, hat aber beim Ligakontrahenten Germania Halberstadt mittrainieren können. Von seinem Fitnesszustand will sich Wojcik aber erst am Spieltag persönlich überzeugen.
„Wir wollen auch das Rückspiel gewinnen, den dritten Sieg im Saisonverlauf einfahren. Dadurch wollen wir uns viel Selbstvertrauen holen um dann eine kleine Serie zu starten. Denn ich bleibe dabei: Die Mannschaft hat das Zeug zum Klassenerhalt“, so Wojcik im Hinblick auf das Spiel.
Doch auch die Thüringer, bei denen seit Juli des vergangenen Jahres auch Ex-FCMStürmer Ronny Scholze unter Vertrag steht, im Hinspiel aber verletzungsbedingt noch fehlte, haben sich einiges für dieses Spiel vorgenommen. „Wir wollen uns für die Hinspiel-Niederlage revanchieren“, so Gera-Trainer Nico Quade, der mit seiner Mannschaft derzeitig Rang fünf belegt. Dabei hat das Team 16 Punkte mehr auf dem Konto als die Clubzweite aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, die nicht nur deshalb am Sonntag trotzdem nur klarer Außenseiter sein dürfte.
Fußball-Regionalliga: 1. FCM empfängt am Sonnabend SV Babelsberg 03
Demuth: „Am liebsten Partie wie im Hinspiel“
Von Klaus Kahmann
Magdeburg. Dietmar Demuth, der Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03, febert schon dem Spiel seiner Mannschaft am kommenden Sonnabend (Anpf ff 14 Uhr) im neuen Stadion Magdeburg entgegen: „Wir haben die Winterpause gut genutzt, hatten allerdings jetzt die Probleme mit der Witterung“, so der Babelsberger Coach, der seine Mannschaft komplett an Deck und damit die Qual der Wahl hat.
„Sicher ist Magdeburg der Favorit in dem Spiel. Die Magdeburger und die Kieler waren für mich schon vor Saisonbeginn die heißen Aufstiegskandidaten. Aber wir wollen weiter vorn mitmischen, wollen mit Erfolgen auch auswärts ranrauschen an die Spitzenmannschaften. Und dazu wollen wir möglichst drei Punkte aus der Elbestadt mitnehmen“, war gestern weiter von Demuth zu hören.
Von einem Spiel auf Augenhöhe will der Trainer allerdings nichts wissen. „Bei den Möglichkeiten, die Kiel und auch Magdeburg haben, bei deren Etat kann ich einfach nicht von Augenhöhe sprechen. Die Voraussetzungen in Kiel und Magdeburg sind einfach viel besser als bei uns“, so der Babelsberger.
Am liebsten wäre es ihm, die Partie würde wie im Hinspiel in Potsdam ablaufen. „Da hat ja Magdeburg das Spiel gemacht. Wir waren weniger spielbestimmend, aber geduldig. Meine Mannschaft hat auf die Fehler der Magdeburger gewartet und diese dann konsequent genutzt. Geduld kann also nicht nur Gold, sondern manchmal auch drei Punkte wert sein“, erklärte Demuth.
Da das Spiel seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende ausfel, hatte er sich nach Kiel auf den Weg gemacht, um die Magdeburger beim Spitzenreiter zu beobachten. „Da konnte man bei Angreifern wir Braham oder Vujanovic schon individuelle Klasse sehen. Dazu kommen dann noch solch starke Mittelfeldleute wie Dragusha. Und in Kiel hatte ja mit Racanel noch ein wichtiger Mittefeldspieler gefehlt. Trotzdem haben die Magdeburger da ein tolles Spiel gezeigt – wie die Kieler auch“, kommt Demuth über die beiden Mannschaften an der Tabellenspitze ins Schwärmen.
Doch bei aller Klasse der beiden Kontrahenten setzt der Mann aus Brandenburgs LandeshauptstadtaufdenKampfeswillen und den Ehrgeiz seiner Mannschaft. „Sicher, wir haben nicht eine Bilanz wie Magdeburg mit nunmehr 15 Spielen ohne Niederlage, aber wir stehen auch nicht durch Zufall auf Platz vier. Wir haben eine Mannschaft, die sich in jedem Spiel voll engagiert. Das erwarte ich auch am Sonnabend in Magdeburg. Dann sind wir nicht ganz chancenlos“, blickt Demuth der Partie an der Elbe optimistisch entgegen.
Präsident Rehboldt sowohl f nanziell als auch sportlich optimistisch
FCM bei Lizenzunterlagen 2009/10 „voll im Plan“
Von Uwe Tiedemann
Magdeburg. Es ist wieder soweit: Bis zum 2. März muss Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg seine Lizenzierungsunterlagen für die 3. Liga (Saison 2009/10) eingereicht haben. Wenig später erfolgt dann auch der Antrag für die 4. Liga, was allerdings reine Formsache sein dürfte.
„Der Wirtschaftsprüfer hat seine Arbeit beendet. Ich denke, wir werden pünktlich, in gewohnter Qualität und auf einer Linie der f nanziellen Vernunft alle Forderungen des DFB erfüllen. Wir liegen voll im Plan, haben auch für das neue Spieljahr einen Gewinn einkalkuliert“, sagte gestern Präsident Volker Rehboldt, der allerdings zu den Etats noch keine Auskunft geben wollte. „Ich möchte erst noch das abschließende, Ende dieser Woche stattf ndende Gespräch mit unserem Aufsichtsrat abwarten“, so der Club-Chef.
Rehboldt kritisierte in diesem Zusammenhang allerdings die Verteilung der TV-Gelder. „Ich kann den Protest der Drittligisten (Volksstimme berichtete) durchaus nachvollziehen, denn es ist immer auch eine Frage der Durchlässigkeit der Spielklassen. Vier Millionen für die 2. Liga, 800 000 für die 3. Liga und nur 100 000 für die 4. Liga sind nicht in Ordnung. Ich muss mich doch schließlich als Verein so aufstellen, dass ich wettbewerbsfähig bin.“
Doch nun gilt das Interesse Rehboldts zunächst dem Heimspiel-Knaller gegen den SV Babelsberg (Sonnabend, 14 Uhr). Und auch der Ärger über den späten Gegentreffer beim jüngsten 1:1 in Kiel ist gewichen, weil das Team seiner Meinung nach eine starke Leistung gezeigt habe, „die es nun gegen Babelsberg zu konservieren gilt“.
Unterdessen wirft das Derby beim HFC (8. März) seine Schatten voraus. Noch bis Freitag läuft im FCM-Ticketservice (Otto-von-Guericke-Straße) der Vorverkauf für Mitglieder und Dauerkartenbesitzer (Preise im Gäste-Block zwischen 6,00 und 8,00 Euro). Der freie Verkauf ist dann ab kommendem Dienstag (3. März) sowie zuvor am Sonnabend beim Heimspiel gegen SV Babelsberg (FanRat-Hütte hinter der Nordtribüne) möglich. Insgesamt stehen 3 000 Tickets zur Verfügung.
Was ist das Unentschieden bei Holstein Kiel wert?
Von Uwe Tiedemann
Vor dem Spiel wäre Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg mit einem Punkt bei Tabellenführer Holstein Kiel zufrieden gewesen. Doch nach dem 1:1 am Sonnabend gab es überwiegend lange Gesichter. Tenor: Hier war mehr drin. Was das Unentschieden letztlich wert ist, dürften erst die nächsten Wochen zeigen.
Magdeburg. Was beide Spitzenteams trotz der schwierigen Bodenverhältnisse boten, verdiente Respekt. Und bei aller Wertschätzung für die Konkurrenz: Die Vermutung liegt nahe, dass weder Kiel noch der FCM in der Rückrunde allzu viele Punkte abgeben werden. Insofern kann das Fazit nach den packenden 90 Minuten im endlich einmal wieder voll besetzten Holsteinstadion (8250 Zuschauer) nur lauten: Vorteil Kiel.
„Die Mannschaft hat sich als starke Einheit präsentiert. Dennoch überwiegt natürlich die Enttäuschung, wenn man kurz vor dem Ende noch den Ausgleich hinnehmen muss“, sagte FCM-Präsident Volker Rehboldt, dessen Wunsch, sieben Zähler aus den ersten drei Begegnungen zu holen, immer noch in Erfüllung gehen kann. Dazu müssen allerdings jetzt Siege daheim gegen den SV Babelsberg (Vierter) und beim Halleschen FC (Dritter) her.
In der Hinrunde hatte der Club gegen alle drei Teams verloren und somit einen klassischen Fehlstart hingelegt. Doch das ist Vergangenheit. „Wir sind viel weiter als zu Beginn der Saison. Auch die lange Winterpause hat uns offensichtlich nicht geschadet“, befand Kapitän Daniel Rosin, der mit seinen Abwehrkollegen zwischenzeitlich gewaltig unter Druck stand, aber einen soliden Eindruck hinterließ. Das galt auch für Neuzugang Daniel Bauer, zunächst auf der rechten Seite und später im Mittelfeld eingesetzt.
Und im Kasten verhinderte Christian Beer mit reaktionsschnellen Paraden mehrfach einen Gegentreffer. Seine größte Tat vollbrachte der 28-Jährige in der 77. Minute, als er aus kürzester Distanz einen Stier-Kopfball parierte. „Man hat deutlich gesehen, dass beide Mannschaften nach der Winterpause heiß waren, endlich wieder spielen zu können. Und für die Bodenverhältnisse war‘s ein ordentliches Spiel.“ Allerdings war auch dem Keeper der späte Ausgleich (85.) mächtig auf den Magen geschlagen. „Richtig lachen kann ich wohl erst in ein paar Tagen wieder“, so Beer, den absolut keine Schuld am 1:1 der Kieler durch den 180 Sekunden zuvor eingewechselten und eigentlich schon ausgemusterten „Oldie“ Dmitrijus Guscinas traf.
Apropos ausgemustert: Auch Marcel Probst sollte eigentlich nicht mehr zum Kader der ersten Mannschaft gehören, wurde Mitte der zweiten Halbzeit aber eingewechselt. Linz traute ihm mit seiner rustikalen Spielweise bei den komplizierten Bodenverhältnissen offenbar mehr zu als den anderen. Aufdrängen konnte sich der 26-Jährige bei seinem halbstündigen Einsatz allerdings nicht.
Gegen Babelsberg hat Linz nun die Qual der Wahl, denn der gelb-gesperrte Catalin Racanel steht ebenso wieder zur Verfügung wie Stephan Neumann, der in Kiel schon auf der Bank saß.
Magdeburger Oberbürgermeister erläutert Übernahmepläne
Trümper: Stadt muss ohnehin Kredite fürs Stadion bedienen
Von Rainer Schweingel
Der Magdeburger Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) hat seine Pläne verteidigt, das Magdeburger Stadion künftig unter städtischer Regie zu betreiben. „Wenn wir schon das fnanzielle Risiko tragen, wollen wir auch an den Schalthebeln sitzen“, sagte Trümper der Volksstimme. Zugleich schloss er eine Pleite des Stadions aus. Am Donnerstag entscheidet der Stadtrat.
Magdeburg. Anlass zu solchen Veränderungen geben die anhaltenden f nanziellen Probleme. Bisher decken die Einnahmen nicht die Kosten für den Betrieb sowie für die Bedienung des Baukredits über rund 15 Millionen Euro. Die Schlüsselrolle spielt dabei die Baukonzessionsgesellschaft. Sie ist im Auftrag der Stadt für Bau und Betrieb der 30 Millionen Euro teuren Arena zuständig. Diese GmbH gehört dem Baukonzern Hochtief und der GTE Gebäudetechnik zu jeweils 49,5 Prozent sowie der Stadt Magdeburg zu einem Prozent. Doch die Rechnung, dass die Gesellschaft aus den Einnahmen Betriebskosten und Kredit bedient, geht bisher nicht auf. Der Hauptgrund: Der 1. FC Magdeburg spielt bisher nur viertklassig, womit massive Einnahmeverluste verbunden sind. 2008 musste die Stadt Magdeburg deshalb die fällige Kreditrate in Höhe von 900 000 Euro für die Gesellschaft bezahlen. Dasselbe droht auch 2009.
Für die Stadträte war diese Situation der Auslöser, Oberbürgermeister Trümper mit der Suche nach eff zienteren Strukturen zu beauftragen. Trümper schlägt nun vor, die Betreibergesellschaft ab Juli 2009 komplett zu übernehmen. Das wurde möglich, nachdem die beiden anderen Gesellschafter den 30 Jahre laufenden Betreibervertrag zum 31. Dezember 2008 fristlos kündigten, den Ausstieg aus der Gesellschaft erklärten und nur noch übergangsweise bis Juli 2009 als Betreiber fungieren. Danach will Magdeburg alle Anteile übernehmen. Trümper dazu: „Ich verspreche mir Kosten senkende Synergieeffekte mit städtischen Gesellschaften und bessere Vermarktung von Stadionräumen.“ Forderungen nach Großveranstaltungen außerhalb von Fußball sieht Trümper als nicht erfüllbar an: „Es gibt keine Veranstalter, die ins Stadion drängen. Außerdem sind die Kosten höher als die Einnahmen.“
Eine Pleite des Stadions schloss der Oberbürgermeister aus. Das gelte auch, falls der 1. FC Magdeburg den Aufstieg in die dritte Liga verpassen sollte. Dann würde sich jedoch der Zuschussbedarf weiter erhöhen.
Braham trifft, aber später Ausgleich reißt FCM aus allen Siegesträumen
Das Statement von Manager Hofmann fel am knappsten, aber treffendsten aus: „Minimalziel erreicht, das Remis geht in Ordnung“, bilanzierte der 40-Jährige nach dem 1:1 (0:0) des 1. FC Magdeburg im Regionalliga-Gipfeltreffen am Sonnabend bei Spitzenreiter Holstein Kiel. Braham hatte die Gäste in Führung gebracht (72.), der eingewechselte Guscinas fünf Minuten vor Ultimo den Ausgleich erzielt.
Kiel. 8250 Zuschauer, darunter mindestens 3000 Gäste-Anhänger, sahen auf tiefem, aber erstaunlich gut präpariertem und komplett vom Schnee geräumten Geläuf von Beginn an ein heiß umkämpftes Match, das in der Tat keinen Verlierer verdient hatte. Holstein war vor allem nach der Pause die aktivere Elf mit viel Druck nach vorn, der FCM besaß insgesamt die besseren Möglichkeiten.
Es begann schon nach zwei Minuten, als der Pass von Vujanovic zu kurz kam, sonst wäre Watzka alleine aufs gegnerische Tor zugelaufen. Ohnehin fehlte es mitunter an der nötigen Präzision, was allerdings auch an den äußeren Bedingungen lag. So kam das spielerische Element logischerweise zu kurz.
Die dickste Chance im ersten Abschnitt vergab Vujanovic, als Frech seinen Knaller aus 14 Metern aus dem rechten Winkel f schte. Vorausgegangen war ein indirekter Freistoß nach unerlaubter Rückgabe. „Den hält nicht jeder Torwart. Ich hatte ihn schon drin gesehen“, lobte Vujanovic hinterher den Holstein-Keeper und fasste das Spiel so zusammen: „Andere mögen mit dem 1:1 zufrieden sein. Ich bin es nicht. Wir hätten gewinnen müssen.“
Der Stürmer bezog sich dabei vor allem auf die beiden Riesenchancen in der Schlussphase, als zunächst Gewelke und wenig später Braham aus kürzester Distanz verpassten.
Das wäre das 2:1 und vermutlich der Sieg gewesen. Zuvor hatte Braham nach Eckball von Watzka per Kopf in den rechten Winkel die vielumjubelte Führung (72.) und Guscinas nach feiner Einzelleistung den Ausgleich erzielt (84.). „Ich wollte in dieser Szene nicht zuviel riskieren, weil ich schon Gelb hatte, Mats (Wejsfelt/d. Red.) kam aber auch nicht mehr ran, so dass es dann passiert war. Man muss aber auch fairerweise anerkennen, dass sich Guscinas bei dem Tor ganz clever verhalten hat“, schilderte FCM-Kapitän Rosin das 1:1, der von einem „rassigen Spiel auf Augenhöhe“ sprach, „in dem wir auf keinen Fall die schlechtere Mannschaft waren und nun schon zum 15. Mal in Folge ohne Niederlage geblieben sind.“
Dennoch überwog nach dem Abpfff eher die Enttäuschung als die Freude über einen verdienten Auswärtspunkt beim Tabellenführer. „Das ist einfach ärgerlich, so kurz vor Schluss das 1:1 hinnehmen zu müssen“, zürnte Braham, der trotz Handmanschette genau wie Vujanovic vorne eine starke Leistung ablieferte. Präsident Rehboldt drückte es so aus: „Ich freue mich über den Punkt am nächsten Tag mehr als jetzt ...“
Wie unterschiedlich die Sichtweisen eines Fußballmatches mitunter sein können, belegte vor allem die Aussage des Kieler Torschützen: „Das Tor von Braham hat den Spielverlauf auf den Kopf gestellt.“
Apropos Kiel: Für den Ex-Magdeburger Sandmann, der nach einem Jahr Verletzungspause so happy war, wieder dabei sein zu können, endete das Spiel nach 44 Minuten. Deprimierende Diagnose im Krankenhaus: Knöchelbruch. Tragisch!
Und wie beurteilte FCMCoach Linz die Partie? „Kiel hat viel Druck gemacht, mein Team die klareren Chancen gehabt. Mit dem Punkt können wir leben, wenngleich im Gefühl des Sieges das 1:1 kurz vor Schluss natürlich bitter war.“
Kollege Götz sah es so: „Wir haben einige Wellentäler durchschritten. Froh bin ich vor allem darüber, dass mein Team nach dem 0:1 so ruhig geblieben ist. Das Remis ist o.k.“
Holstein: Frech - Sandmann (44. Hasse), Jürgensen, Wulff, Vujcic (81. Guscinas), Lartey, Schyrba (77. Holt), Siedschlag, Nouri, Stier, Grgic
FCM: Beer - Bauer, Rosin, Wejsfelt, Bankert, Watzka, Matthias (58. Probst), Gewelke, Dragusha, Braham, Vujanovic Schiedsrichter: Brych (München). Zuschauer: 8250. Tore: 0:1 Braham (72.), 1:1 Guscinas (85.). Gelb: Wulff / Bankert, Rosin, Gewelke
Führt die neue Handschrift von Götz auch zum Erfolg?
1. FC Magdeburg heute beim Regionalliga-Spitzenreiter Holstein Kiel
Was erwartet die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg heute (13.30 Uhr) in Kiel? Das Gipfeltreffen zwischen Tabellenführer (Holstein) und Verfolger (FCM) elektrisiert auf alle Fälle die Massen. Allein mehr als 2500 Club-Fans wollen die Blau-Weißen unterstützen, Gastgeber Kiel rechnet mit einem für seine Verhältnisse sensationellen Besuch von bis zu 10 000 Zuschauern (normal sind rund 2000, maximal 11 500 passen rein).
Kiel/Magdeburg. Sportlich gesehen dürften sich beide Teams zunächst mit gehörigem Respekt gegenüberstehen. Sowohl Kiel als auch der FCM werden von Experten als die mit Abstand stärksten Mannschaften eingeschätzt, die den Titel unter sich ausmachen. Nur der Erste schafft bekanntlich den Sprung in die dritte Liga.
In Kiel gehen seit der Amtsübernahme von Falko Götz für Peter Vollmann die Uhren anders. Die Zurückhaltung wurde komplett aufgegeben, viel Geld investiert und alles dem großen Ziel Aufstieg untergeordnet. Und Götz lässt die Beteiligten an der Förde träumen, übt sich keineswegs in Zurückhaltung: „Ich bin mit den Jungs sehr zufrieden. Wir würden schon jetzt eine gute Rolle in der dritten Liga spielen.“ Auch habe die Mannschaft die Taktik-Umstellung vom unter Vollmann praktizierten 3:5-2-zum 4:4-2-System gut verinnerlicht. Der erstliga-erfahrene Coach (Hertha BSC) will nicht nur erfolgsorientierten, sondern zudem attraktiven Fußball spielen lassen. Ob sich seine Vorstellungen allerdings so leicht umsetzen lassen, muss die Zukunft erst zeigen. Den ersten Dämpfer für den 46-jährigen gebürtigen Rodewischer, dem man einen gewissen Hang zur Überheblichkeit nachsagt, gab es bereits: Zoff mit der örtlichen Presse ...
Das bevorstehende Duell mit dem FCM bezeichnet Götz als „optimale Standortbestimmung“. Und: „Drei Punkte zum Einstand wären genau das richtige Signal.“ Allerdings stellte der Chefcoach auch klar, dass dieses Gipfeltreffen keineswegs schon vorentscheidend für die Meisterschaft sei.
Im spanischen Trainingslager in Andalusien hatte sich das Team bei idealen äußeren Bedingungen den nötigen Feinschliff geholt. Und es gab zwei „Gewinner“, die unter Vollmann bislang eher keine Rolle gespielt hatten: Florian Meyer (21), Flügelfitzer auf der linken Außenbahn, und Kevin Schulz (20), ein offensiv ausgerichteter Spieler.
Verstärkt hat sich Holstein in der Winterpause mit zwei Stürmern – in der Hinrunde oftmals der schwächste Mannschaftsteil: Vujanovic-Kumpel Velimir Grgic kam aus Sandhausen, Marco Stier von Bayern Münchens Amateuren.
Wie heiß Götz auf die Partie ist, belegt auch diese kurze Episode: Beim Ortstermin im Holsteinstadion am Donnerstag hatte sich der verantwortliche Vertreter der Platzkommission zunächst gegen die Austragung ausgesprochen. Der Kieler Trainer konnte ihn nach einem klärenden Gespräch unter vier Augen vom Gegenteil „überzeugen“ ...
PS: Zum Einsatz von Najeh Braham war gestern von FCMTrainer Paul Linz zu hören: „Es sieht gut aus, ist aber noch nicht 100 Prozent sicher.“
Montag, 23. Februar 2009 - 07:53 Uhr
Unnötige Niederlage für die Club-Zweite
Cracau (mmi). Eine verdiente wie unnötige 1:2 (1:1)-Niederlage musste Fußball-Südoberligist 1. FC Magdeburg II in einem kurzfristig organisierten Testspiel gegen den Nord-Oberligisten Brandenburger SC Süd hinnehmen.
Dabei begann für die Wojcik-Elf alles optimal. Gästekeeper Jurzik vertändelte eine Rückgabe gegen den gut nachsetzenden Sören Osterland, welcher zur frühen Führung (2.) einnetzen konnte. Mit diesem Treffer im Rücken agierten die Gastgeber anfänglich noch gefällig und setzten die Gäste unter Druck. Mit zunehmender Spieldauer allerdings verflachte das Spiel und die Clubelf holte den Gast wieder mehr und mehr ins Spiel zurück. Als kurz vor der Pause Göres bei einem Konter allein aufs Tor zulief, den herauseilenden Jurzik umdribbelte, dann aber aus spitzem Winkel das leere Tor nicht traf, sollte sich dies rächen. Im Gegenzug konnte Geisthardt eine harmlose Freistoßfl anke nicht festhalten und Karazewitz (44.) staubte zum Ausgleich ab.
In der zweiten Hälfte verflachte die Partie zusehends. Beiden Teams merkte man das Fehlen einiger Stammkräfte an, so dass viele Aktionen Zufallsprodukte waren oder im Ansatz verpufften. Einziger Höhepunkt des zweiten Abschnitts im negativen Sinne, war die Verletzung von Gästekeeper Jurzik nach einem Zusammenprall mit einem Mitspieler. Da der etatmäßige Ersatztorwart des Block-Teams krank zu Hause weilte, bekam FCM-II-Ersatzkeeper Filatow noch seine Einsatzzeit und hielt „seinen“ Kasten bis zum Schluss sauber. Anders die Hausherren, die einen Standard nicht zwingend klären konnten und aus dem Gewühl heraus das 1:2, wiederum durch Karazewitz (86.), kassierten.
1. FC Magdeburg II: Geisthardt – Gebauer, Loth, Knöfler, Schmidt, Göres, Weiß, Girke, Siga (Dentz), Tietz, Osterland (Krause)
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Montag, 23. Februar 2009 - 07:50 Uhr
Braham trifft, aber später Ausgleich reißt FCM aus allen Siegesträumen
Das Statement von Manager Hofmann fel am knappsten, aber treffendsten aus: „Minimalziel erreicht, das Remis geht in Ordnung“, bilanzierte der 40-Jährige nach dem 1:1 (0:0) des 1. FC Magdeburg im Regionalliga-Gipfeltreffen am Sonnabend bei Spitzenreiter Holstein Kiel. Braham hatte die Gäste in Führung gebracht (72.), der eingewechselte Guscinas fünf Minuten vor Ultimo den Ausgleich erzielt.
Kiel. 8250 Zuschauer, darunter mindestens 3000 Gäste-Anhänger, sahen auf tiefem, aber erstaunlich gut präpariertem und komplett vom Schnee geräumten Geläuf von Beginn an ein heiß umkämpftes Match, das in der Tat keinen Verlierer verdient hatte. Holstein war vor allem nach der Pause die aktivere Elf mit viel Druck nach vorn, der FCM besaß insgesamt die besseren Möglichkeiten.
Es begann schon nach zwei Minuten, als der Pass von Vujanovic zu kurz kam, sonst wäre Watzka alleine aufs gegnerische Tor zugelaufen. Ohnehin fehlte es mitunter an der nötigen Präzision, was allerdings auch an den äußeren Bedingungen lag. So kam das spielerische Element logischerweise zu kurz.
Die dickste Chance im ersten Abschnitt vergab Vujanovic, als Frech seinen Knaller aus 14 Metern aus dem rechten Winkel f schte. Vorausgegangen war ein indirekter Freistoß nach unerlaubter Rückgabe. „Den hält nicht jeder Torwart. Ich hatte ihn schon drin gesehen“, lobte Vujanovic hinterher den Holstein-Keeper und fasste das Spiel so zusammen: „Andere mögen mit dem 1:1 zufrieden sein. Ich bin es nicht. Wir hätten gewinnen müssen.“
Der Stürmer bezog sich dabei vor allem auf die beiden Riesenchancen in der Schlussphase, als zunächst Gewelke und wenig später Braham aus kürzester Distanz verpassten.
Das wäre das 2:1 und vermutlich der Sieg gewesen. Zuvor hatte Braham nach Eckball von Watzka per Kopf in den rechten Winkel die vielumjubelte Führung (72.) und Guscinas nach feiner Einzelleistung den Ausgleich erzielt (84.). „Ich wollte in dieser Szene nicht zuviel riskieren, weil ich schon Gelb hatte, Mats (Wejsfelt/d. Red.) kam aber auch nicht mehr ran, so dass es dann passiert war. Man muss aber auch fairerweise anerkennen, dass sich Guscinas bei dem Tor ganz clever verhalten hat“, schilderte FCM-Kapitän Rosin das 1:1, der von einem „rassigen Spiel auf Augenhöhe“ sprach, „in dem wir auf keinen Fall die schlechtere Mannschaft waren und nun schon zum 15. Mal in Folge ohne Niederlage geblieben sind.“
Dennoch überwog nach dem Abpfff eher die Enttäuschung als die Freude über einen verdienten Auswärtspunkt beim Tabellenführer. „Das ist einfach ärgerlich, so kurz vor Schluss das 1:1 hinnehmen zu müssen“, zürnte Braham, der trotz Handmanschette genau wie Vujanovic vorne eine starke Leistung ablieferte. Präsident Rehboldt drückte es so aus: „Ich freue mich über den Punkt am nächsten Tag mehr als jetzt ...“
Wie unterschiedlich die Sichtweisen eines Fußballmatches mitunter sein können, belegte vor allem die Aussage des Kieler Torschützen: „Das Tor von Braham hat den Spielverlauf auf den Kopf gestellt.“
Apropos Kiel: Für den Ex-Magdeburger Sandmann, der nach einem Jahr Verletzungspause so happy war, wieder dabei sein zu können, endete das Spiel nach 44 Minuten. Deprimierende Diagnose im Krankenhaus: Knöchelbruch. Tragisch!
Und wie beurteilte FCMCoach Linz die Partie? „Kiel hat viel Druck gemacht, mein Team die klareren Chancen gehabt. Mit dem Punkt können wir leben, wenngleich im Gefühl des Sieges das 1:1 kurz vor Schluss natürlich bitter war.“
Kollege Götz sah es so: „Wir haben einige Wellentäler durchschritten. Froh bin ich vor allem darüber, dass mein Team nach dem 0:1 so ruhig geblieben ist. Das Remis ist o.k.“
Holstein: Frech - Sandmann (44. Hasse), Jürgensen, Wulff, Vujcic (81. Guscinas), Lartey, Schyrba (77. Holt), Siedschlag, Nouri, Stier, Grgic
FCM: Beer - Bauer, Rosin, Wejsfelt, Bankert, Watzka, Matthias (58. Probst), Gewelke, Dragusha, Braham, Vujanovic Schiedsrichter: Brych (München). Zuschauer: 8250. Tore: 0:1 Braham (72.), 1:1 Guscinas (85.). Gelb: Wulff / Bankert, Rosin, Gewelke
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Samstag, 21. Februar 2009 - 06:48 Uhr
Führt die neue Handschrift von Götz auch zum Erfolg?
1. FC Magdeburg heute beim Regionalliga-Spitzenreiter Holstein Kiel
Was erwartet die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg heute (13.30 Uhr) in Kiel? Das Gipfeltreffen zwischen Tabellenführer (Holstein) und Verfolger (FCM) elektrisiert auf alle Fälle die Massen. Allein mehr als 2500 Club-Fans wollen die Blau-Weißen unterstützen, Gastgeber Kiel rechnet mit einem für seine Verhältnisse sensationellen Besuch von bis zu 10 000 Zuschauern (normal sind rund 2000, maximal 11 500 passen rein).
Kiel/Magdeburg. Sportlich gesehen dürften sich beide Teams zunächst mit gehörigem Respekt gegenüberstehen. Sowohl Kiel als auch der FCM werden von Experten als die mit Abstand stärksten Mannschaften eingeschätzt, die den Titel unter sich ausmachen. Nur der Erste schafft bekanntlich den Sprung in die dritte Liga.
In Kiel gehen seit der Amtsübernahme von Falko Götz für Peter Vollmann die Uhren anders. Die Zurückhaltung wurde komplett aufgegeben, viel Geld investiert und alles dem großen Ziel Aufstieg untergeordnet. Und Götz lässt die Beteiligten an der Förde träumen, übt sich keineswegs in Zurückhaltung: „Ich bin mit den Jungs sehr zufrieden. Wir würden schon jetzt eine gute Rolle in der dritten Liga spielen.“ Auch habe die Mannschaft die Taktik-Umstellung vom unter Vollmann praktizierten 3:5-2-zum 4:4-2-System gut verinnerlicht. Der erstliga-erfahrene Coach (Hertha BSC) will nicht nur erfolgsorientierten, sondern zudem attraktiven Fußball spielen lassen. Ob sich seine Vorstellungen allerdings so leicht umsetzen lassen, muss die Zukunft erst zeigen. Den ersten Dämpfer für den 46-jährigen gebürtigen Rodewischer, dem man einen gewissen Hang zur Überheblichkeit nachsagt, gab es bereits: Zoff mit der örtlichen Presse ...
Das bevorstehende Duell mit dem FCM bezeichnet Götz als „optimale Standortbestimmung“. Und: „Drei Punkte zum Einstand wären genau das richtige Signal.“ Allerdings stellte der Chefcoach auch klar, dass dieses Gipfeltreffen keineswegs schon vorentscheidend für die Meisterschaft sei.
Im spanischen Trainingslager in Andalusien hatte sich das Team bei idealen äußeren Bedingungen den nötigen Feinschliff geholt. Und es gab zwei „Gewinner“, die unter Vollmann bislang eher keine Rolle gespielt hatten: Florian Meyer (21), Flügelfitzer auf der linken Außenbahn, und Kevin Schulz (20), ein offensiv ausgerichteter Spieler.
Verstärkt hat sich Holstein in der Winterpause mit zwei Stürmern – in der Hinrunde oftmals der schwächste Mannschaftsteil: Vujanovic-Kumpel Velimir Grgic kam aus Sandhausen, Marco Stier von Bayern Münchens Amateuren.
Wie heiß Götz auf die Partie ist, belegt auch diese kurze Episode: Beim Ortstermin im Holsteinstadion am Donnerstag hatte sich der verantwortliche Vertreter der Platzkommission zunächst gegen die Austragung ausgesprochen. Der Kieler Trainer konnte ihn nach einem klärenden Gespräch unter vier Augen vom Gegenteil „überzeugen“ ...
PS: Zum Einsatz von Najeh Braham war gestern von FCMTrainer Paul Linz zu hören: „Es sieht gut aus, ist aber noch nicht 100 Prozent sicher.“
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Freitag, 20. Februar 2009 - 07:50 Uhr
Wird „neuer“ Mannschaftsbus gleich zum Glücksbringer?
Es geht wieder los! Gestern Mittag um 12 Uhr gab die Platzkommission in Kiel „grünes Licht“ für den Regionalliga-Gipfel Holstein kontra 1. FC Magdeburg, zu dem die Gäste im neu gestalteten Mannschaftsbus anreisen. Damit endet für beide Teams die 63-tägige Winterpause.
Magdeburg/Kiel. Im Holsteinstadion war in den vergangenen Tagen f eißig gearbeitet, das schneebedeckte Geläuf mit schwerem Gerät, Bürste und Kali-Dünger bis auf 1,5 Zentimeter abgetragen worden. Da sich der Rasen darunter in gutem Zustand bef ndet und vor allem der Boden nicht gefroren ist, steht der Austragung nichts mehr im Wege. Der Rest des Schnees soll nun morgen Vormittag geräumt werden.
Mit dem Pf ichtspielauftakt im Jahr 2009 kommt auch der „neue“ Mannschaftsbus des FCM erstmals zum Einsatz, der gestern offziell präsentiert wurde.
Genau genommen handelt es sich um den bisherigen Bus, der jedoch ein komplett neues Outf t erhielt. Der „Setra S 416 HDH“ erstrahlt zukünftig in den Vereinsfarben Blau und Weiß. „Damit werden wir auswärts noch gefährlicher“, witzelte Trainer Paul Linz, der weiter um seinen angeschlagenen Torjäger Najeh Braham („Ich bin total heiß, aber die Entscheidung, ob ich spielen kann, fällt wohl erst kurzfristig“) bangt und sowohl auf Mittelfeldmotor Catalin Racanel (fünfte gelbe Karte) als auch auf den lange verletzten, in Kürze aber wieder voll belastbaren Stephan Neumann verzichten muss.
„Wir wünschen uns, dass es ein gutes Omen für die Reisen wird. Der 1. FC Magdeburg bedankt sich auf diesem Weg bei allen beteiligten Partnern. Mit dem Ergebnis können wir rundum zufrieden sein“, sagte Manager Bernd Hofmann. Das 435 PS starke Gefährt des Schönebecker Busunternehmens „Elb-Saale-Tourist“ um Detlef „Bussi“ Later fährt schon seit mehr als vier Jahren für den FCM. „Da dürften mittlerweile locker 150 000 km zusammengekommen sein“, schätzte Later.
Auch Kapitän Daniel Rosin („Der Bus sieht jetzt richtig geil aus“) nahm an der Präsentation teil und wünscht sich nun noch ein paar zusätzliche Annehmlichkeiten im Inneren wie z. B. Tische.
Was das Duell in Kiel anbetrifft, meinte der 28-Jährige, der nach seiner Zahn-OP auf Anraten der Ärzte auch morgen wieder mit Mundschutz auf äuft: „Das wird natürlich gleich ein echter Härtetest, und man weiß hinterher, wo man steht. Sicherlich wäre es besser gewesen, wenn die Partie noch im alten Jahr stattgefunden hätte, als wir richtig gut drauf und 14-mal in Folge ungeschlagen waren, aber auch so rechne ich mir gute Chancen aus. Wir fahren nach Kiel, um dort drei Punkte zu holen. Noch dazu, wenn uns mindestens 2500 FCM-Fans unterstützen wollen. Die Zahl ist wirklich enorm.“
Hofmann sprach von einem „sehr, sehr wichtigen, wenngleich nicht entscheidenden Spiel“ und ergänzte: „Wir haben die Kieler beobachten lassen. Sie sind mit dem neuen 4:4:2-System wesentlich offensiver ausgerichtet, dafür hinten natürlich auch anfälliger.“
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Donnerstag, 19. Februar 2009 - 07:35 Uhr
Vor Kiel: Applaus für FCM-Kicker
Die komplette Mannschaft des 1. FC Magdeburg, einschließlich der Mannschaftsbetreuer, besuchte Dienstagabend das Magdeburger Gefängnis
und beantwortete eine Stunde lang Fragen der Häftlinge. Mittelstürmer Najeh Braham kam mit Fußverletzung: „Ich bin heute umgeknickt.“ Ob er am Sonnabend gegen Kiel spielen könne, so die besorgte Frage eines Gefangenen. Mit Blick zu Paul Linz: „Wenn der Trainer sagt, ich soll spielen, dann spiele ich.“
Allerdings steht noch nicht fest, ob die Partie bei den Holsteinern überhaupt über die Bühne gehen kann. „Wir unternehmen alles, um den Platz bespielbar zu machen. Eine Entscheidung wird aber erst am Freitag getroffen“, so Anja Fiedler von der Geschäftsstelle der Kieler Regionalliga-Kicker. Linz geht davon aus, dass beide Teams nach sechs Wochen Training endlich wieder in die Punktspiele einsteigen wollen.
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Donnerstag, 19. Februar 2009 - 07:33 Uhr
Heinz Krügel im „Sports Walk of Fame“ verewigt
Seit gestern ist der Name des Magdeburger Fußballmeistertrainers Heinz Krügel im „Sports Walk of Fame“ (Ruhmesweg des Sports) der Landeshauptstadt verewigt. Auf dem Breiten Weg, nur einen Steinwurf von der Wohnung des im Oktober 2008 Verstorbenen entfernt, wurde eine aus Bronze und Marmor gefertigte Bodenplatte eingeweiht. Die Platte wurde von der Volksstimme gesponsert. Der Sportbeigeordnete Rüdiger Koch nannte Krügel „eine der bedeutendsten Personen der Magdeburger Sportgeschichte“.
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Donnerstag, 19. Februar 2009 - 07:30 Uhr
Trainer Linz hofft auf offensives Spiel
Magdeburg. Mindestens zwei Gründe gibt es für die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg, sich am Sonnabend (Anpfff 13.30 Uhr) beim Tabellenführer KSV Holstein Kiel drei Punkte abzuholen. Zum einen brennen die Männer um FCM-Trainer Paul Linz auf Revanche für die 0:1-Heimniederlage. Zum anderen wollen sie ihre Superserie – nach dem verpatzten Start ist das Team seit 14 Spielen ungeschlagen, darunter sind elf Siege – auch von den Kielern nicht unterbrechen lassen.
Doch erst muss geklärt werden, ob die Partie in der Ostseemetropole überhaupt ausgetragen werden kann. „Eine Entscheidung wird erst am Freitag fallen. Noch macht Schnee den Platz unbespielbar. Doch wir setzen alles daran, dass das Spitzenspiel am Sonnabend stattfnden kann“, erklärte gestern Anja Fiedler von der Geschäftsstelle der Holsteiner.
Aber nicht nur die Kieler wollen unbedingt die Partie über die Bühne bringen, auch der 1. FCM. Nach den Problemen mit dem Pokalspiel bei Germania Halberstadt II können die Elbestädter keine zweite „Baustelle“ gebrauchen.
„Ich gehe davon aus, dass die Kieler wirklich alles daransetzen, damit das Spiel stattf ndet“, war sich Linz gestern sicher. „Nach sechs Wochen Training geht es denen nicht anders als uns. Man will endlich wieder in die Punktspiele, will sehen, wie sich die harte Arbeit der Winterpause auszahlt“, so Linz weiter. Auf eine Revanche für das Hinspiel angesprochen, meinte der FCM-Trainer: „Wir sind heute viel weiter als damals, haben unseren Rhythmus gefunden, sind als Mannschaft gefestigt.“
Nach Kiel werden auf jeden Fall Maik Georgi und Daniel Bauer mitfahren. Mit den beiden Akteuren hat sich der FCM in der Winterpause verstärkt.
Dass der FCM-Coach auf offensives Spiel setzt, ist nicht neu. „Aber auch Falko Götz, der neue Trainer der Kieler, ist ja für sein frühes Attackieren der Gegner bekannt. Die Kieler werden also auf keinen Fall nur hinten drinstehen. Darin sehe ich durchaus einen Vorteil auch für uns. Wenn beide das Spiel offen gestalten, ergeben sich nun einmal mehr Chancen“, hofft Linz auf eine beiderseits offensiv geführte Partie – mit einem FCM-Sieg am Ende.
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Mittwoch, 18. Februar 2009 - 07:43 Uhr
Regionalliga-Gipfel in Kiel arg auf der Kippe
Magdeburg/Kiel. Mehr als 2500 Fans wollen am Sonnabend (Anstoß 13.30 Uhr) den Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg zum Gipfeltreffen nach Kiel begleiten. Doch momentan sieht es ganz so aus, als würde die Partie gar nicht stattf nden.
Derzeit liegt im Holsteinstadion noch eine Schneedecke von zirka sieben Zentimetern. „Die Räumung der weißen Pracht durch schweres Gerät oder zahlreiche f eißige Hände kommt allerdings nicht in Frage, weil der Boden nicht, wie man erwarten könnte, gefroren, sondern zu weich ist“, erklärte Detlef Baasch, Head-Greenkeeper vom nahe gelegenen Golf-Club Altenhof.
Zudem ist für die nächsten Tage wieder Frost angesagt, so dass der Schnee nicht wegtauen kann. Holstein-Insider beziffern die Chance, dass gespielt wird, auf 30:70. Die nächste Platzbegehung ist für heute anberaumt worden.
Wer vermutet, dass die Kieler gar kein Interesse an der Austragung haben könnten, dürfte falsch liegen. Das neue Trainergespann Falko Götz/Andreas Thom hat alle Mann an Deck und möchte endlich loslegen. Zumal auch die jüngsten Testspiele mit dem neuen 4:4:2- System durchaus vielversprechend verlaufen waren.
Sollte das Spitzentreffen zwischen dem Tabellenführer und direkten Verfolger tatsächlich abgesagt werden, käme vor allem der FCM noch mehr in Terminnot. Schon der Landespokal – das Achtelf nale bei Germania Halberstadt II f el bekanntlich zum dritten Mal aus – hat sich zu einer Hängepartie entwickelt. Ein Ausweichtermin für das Kiel-Spiel an einem Samstag oder Sonntag ist jedenfalls nicht möglich. So muss sich der Club auf einen Mittwochabend und damit eine weitere „englische Woche“ einstellen.
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Dienstag, 17. Februar 2009 - 10:46 Uhr
Kieler Sandmann: „Wir haben jetzt nur die dritte Liga im Auge“
Fußball-Regionalliga: 1. FC Magdeburg spielt am Sonnabend beim KSV Holstein
Magdeburg. Wenn am kommenden Sonnabend (Anpf ff 13.30 Uhr) der 1. FC Magdeburg als Regionalliga-Tabellenzweiter beim Spitzenreiter KSV Holstein Kiel aufäuft, dann könnte auf der gegnerischen Seite ein guter Bekannter dabei sein. Der in Burg geborene Jan Sandmann, der das Fußball-Abc beim 1. FC Magdeburg erlernte, ist nach seinem Faserriss in der Rückrundenvorbereitung seit drei Wochen wieder im Mannschaftstraining. „Ob ich auch gegen Magdeburg mit auflaufen werde, kann ich heute noch nicht sagen. Das entscheiden die Trainer kurzfristig“, so Sandmann gestern.
Natürlich reizt es ihn, gegen seinen ehemaligen Club zu spielen. „Obwohl es – wie in jedem Spiel – um drei Punkte geht, ist es schon etwas Besonderes. Schließlich habe ich von der Jugend an zehn Jahre für den 1. FCM gespielt. Das sind Jahre, die man nicht so schnell vergisst“, meint er zu dem Spitzenspiel.
„Ich denke, mit Kiel und Magdeburg stehen sich die zwei Spitzenmannschaften dieser Liga gegenüber, und das auf gleicher Augenhöhe. Wir haben derzeit kaum Verletzte, hatten ein gutes Trainingslager mit erfolgreichen Testspielen. Doch die Vorbereitung ist das eine. Die Spiele dann etwas ganz anderes, weil der mentale Druck wächst. Zudem kann die Partie am Sonnabend – obwohl noch viele Spiele danach folgen – schon richtungsweisend sein. Ich rechne mit einem knappen Ausgang zu unseren Gunsten“, so Sandmann mit Blick auf die Sonnabendpartie.
Den Wechsel in der Winterpause weg von Trainer Peter Vollmann, der das Team an die Spitze der Regionalliga führte, hin zum neuen bundesligaerfahrenen Gespann Falko Götz und Andreas Thom sieht der Ex-Magdeburger nicht so dramatisch. „Sicher kam der Schritt für Außenstehende und auch eine Reihe von Spielern bei uns überraschend. Aber es ist eine Angelegenheit, die im Verein mit einer gewissen Anlaufzeit vorbereitet wurde. Die beiden passen wohl am besten in das mittel- und langfristige Konzept des KSV Holstein Kiel“, schätzt Sandmann ein.
Von einem geplanten Durchmarsch nach der Art von Hoffenheim will er allerdings nichts wissen: „Davon reden zwar einige, aber das ist utopisch. Auch wenn sich die Bedingungen bei uns durch einige Investitionen deutlich verbessert haben, denken wir nicht daran, den dritten Schritt vor dem ersten zu machen. Und der erste – sprich Aufstieg in die dritte Liga – wird schon schwer genug. Dem gelten jetzt erst einmal all unsere Anstrengungen“, warnt er vor Illusionen unter den Anhängern des KSV Holstein Kiel: „Jetzt haben wir nur die dritte Liga im Auge.“
Der jetzt 30-jährige Sandmann hatte im Jahr 2000 den 1. FCM in Richtung Bundesligist Hamburger SV verlassen. Nach zwei Jahren und nur sechs Einsätzen war der Deckungs- und Mittelfeldspieler 2002 zum damaligen Zweitligisten Union Berlin gewechselt und von dort 2004 nach Kiel.
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Dienstag, 17. Februar 2009 - 10:46 Uhr
Besondere Ehrung für Fußball-Legende Krügel
Morgen Übergabe der Platte im „Walk of Fame“
Magdeburg. Dem am 27. Oktober 2008 im Alter von 87 Jahren verstorbenen Meistertrainer des 1. FC Magdeburg, Heinz Krügel, wird morgen eine besondere Ehre zuteil. Der unvergessene Coach, der den Klub 1974 zum Europapokalsieg führte, erhält Einzug in die „Sports Walk of Fame“ (Ruhmesweg des Sports).
Mit der Verlegung von Bodenplatten im Breiten Weg ehrt die Stadt seit 2007 die Leistungen erfolgreicher Sportlerinnen und Sportler und macht so die Rolle Magdeburgs als Sportstadt erlebbar.
Die Veranstaltung, zu der der Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport, Rüdiger Koch, die Vereinsspitze des FCM und zahlreiche Fans erwartet werden, beginnt um 16 Uhr mit einer Würdigung Krügels für seine außergewöhnlichen Leistungen. Im Anschluss daran wird die von der Volksstimme gesponserte Bodenplatte eingeweiht.
Krügel übernahm 1966 den Trainerposten beim FCM, verhalf dem Oberliga-Absteiger zum direkten Wiederaufstieg und schaffte in zehn Jahren drei Meistertitel und zwei FDGB-Pokaltriumphe. All diese Erfolge wurden jedoch vom Gewinn des Europokals 1974 mit dem 2:0 über den AC Mailand in Rotterdam überstrahlt.
Unter Krügels Ägide wurden zudem diverse Akteure zu Nationalspielern, darunter Namen wie Martin Hoffmann, Jürgen Pommerenke, Jürgen Sparwasser, Wolfgang Seguin oder Manfred Zapf. Auch im Ruhestand blieb Krügel „seinem“ FCM stets verbunden.
Dienstag, 3. Februar 2009 - 08:42 Uhr
Heute fliegt der FCM ins Trainingslager nach Antalya
Eine Woche Quartier im Fünf-Sterne-Hotel / Drei Testspiele geplant / Torjäger Braham operiert
Mit 18 Feldspielern, vier Torhütern und einem neun Personen umfassenden Betreuerstab bezieht heute Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg sein Wintertrainingslager im türkischen Antalya. Eine Woche halten sich die Elbestädter im Fünf-Sterne-Luxushotel „Fame Residence Lara“ (2006 erbaut, 9 Etagen, 442 Zimmer) auf und bestreiten zudem drei Testspiele.
Magdeburg. Zuletzt hatte der FCM vor acht Jahren ein Wintertrainingslager aufgeschlagen. 2001 ging‘s unter Coach Eberhard Vogel ebenfalls in die Türkei (Belek). Präsident war seinerzeit Lutz Trümper, Geschäftsführer Bernd Lindner. Und vielleicht ist es ja ein gutes Omen, dass am Saisonende der Staffelsieg und nach zwei Relegationsspielen gegen den BFC Dynamo (0:0/5:2) der Aufstieg von der Oberliga in die damalige Regionalliga gelang.
Diesmal geht es ebenfalls um sehr viel. Der Club strebt mit Macht die Rückkehr in die 3. Liga an und will sich in der Türkei den Feinschliff für die am 21. Februar in Kiel beginnende Rückrunde holen. „Die Drecksarbeit haben wir hinter uns. Speziell in den letzten beiden Wochen haben die Jungs ganz schön geackert“, sagte Trainer Paul Linz, der jetzt vor allem auf taktische Dinge setzt. Es werden auch keine drei, sondern nur zwei Einheiten pro Tag durchgeführt. „Wir haben schließlich auch drei Spiele. Da muss man schon das Training entsprechend dosieren“, so Linz, der allerdings auf Torjäger Najeh Braham verzichten muss. Zumindest vorläufg. Ob der Tunesier nach seiner gestrigen Mittelhand-OP eventuell nachfiegt, steht noch nicht fest.
Dafür ist ein alter Bekannter dabei – Marcel Probst. Der von Linz eigentlich aussortierte Defensivspieler ist beim FCM geblieben und soll mithelfen, die zweite Mannschaft vorm Abstieg zu retten. Aber wie sich jetzt zeigt, scheint auch die Tür für die „Erste“ nicht gänzlich geschlossen.
Eine weitere Personalie ist Daniel Bauer. Wie erwartet haben die Elbestädter gestern den Transfer über die Bühne gebracht. Der 26-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2010 und meinte: „Ich freue mich auf die Herausforderung beim 1. FC Magdeburg und denke, dass die Mannschaft stark genug ist, den Aufstieg zu schaffen.“
Bauer ist 1,84 m groß und wurde am 17. Oktober 1982 in Andernach geboren. Über die Stationen TuS Mayen, Eintracht Trier und Union Berlin wechselte er im März 2008 zu Rovaniemi PS nach Finnland. In Deutschland kam er in 26 Zweit- sowie 20 Regionalligapartien zum Einsatz. Beim FCM trägt er die Trikotnummer 20.
Drei Spiele trägt der FCM in der Türkei aus. Bekannt waren bereits die Tests gegen den SV Elversberg (8.2./15 Uhr/Fame Sport Komplex in Antalya) und FC Saturn Ramenskoje (9.2./15 Uhr/ Belek). Hinzu kommt nun noch die Partie gegen den russischen Erstligisten FK Moskau (5.2./15 Uhr/ebenfalls in Belek). Und das alles bei guten Bedingungen. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage lautet: heiter bis wolkig, 17 bis 20 Grad.
Braham, Vujanovic und Brendel schießen FCM zum Turniersieg
Blitzrunde statt Pokalspiel: Germania Halberstadt in Magdeburg Zweiter
Die Regionalliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg haben am Sonnabend ein Blitzturnier auf Kunstrasen auf eigenem Gelände durch einen 2:1-Sieg über Germania Halberstadt und ein 1:1 gegen den Oscherslebener SC gewonnen. Zweiter wurde der Oberligist aus dem Vorharz, der den Landesligisten Oschersleben 2:0 besiegte.
Magdeburg. „So offen habe ich die Halberstädter noch nie spielen sehen“, kommentierte FCM-Trainer Paul Linz die angriffsorientierte Spielweise der Halberstädter. Trotzdem setzte sich sein Team am Ende durch. „Das waren dumme Tore gegen uns. Magdeburg hatte im Grunde nur zwei echte Chancen und macht daraus zwei Tore. Wir sahen ja gar nicht so schlecht aus, aber der Vujanovic ist ein absoluter Knipser“, so das Urteil von Germania-Trainer Andreas Petersen.
Erst hatte Braham nach einer Flanke von rechts mit einem direkt verwandelten Ball Borgsdorf überwunden. Dann war „Knipser“ Vujanovic bei einer Flanke von Braham – der sich später eine Mittelhandverletzung zuzog –mit dem Kopf zur Stelle – 2:0. Ein direkt verwandelter Freistoß von Germania-Kapitän Gerlach ließ Beer im FCM-Tor „alt“ aussehen. „Den muss der Torwart haben. Das ist seine Ecke“, meinte Linz zum 2:1.
Gegen Oschersleben ließ er dann zum großen Teil die zweite Reihe spielen. Und Neuzugang Maik Georgi gab seinen Einstand mit einer Flanke von rechts, die Brendel zum 1:0 nutzte. Als FCMKeeper Tischer bei einem Oschersleber Angriff aus dem Tor kam, nutzt Huth die Chance für das Team aus der Börde zum Ausgleich.
Sommermeyer und Eggert hießen zum Schluss des Turniers, bei dem jedes Spiel über jeweils 45 Minuten ging, die Torschützen für Halberstadt. „Von dem Turnier haben wir alle proftiert. Ich f nde es gut, dass, nachdem klar war, dass das Pokalspiel ausfällt, noch diese Spiele auf die Schnelle organisiert wurden. Bei aller gesunder Konkurrenz freut es mich, dass es geklappt hat“, erklärte Petersen.
Ähnlich sahen es Paul Linz und OSC-Trainer Roland Zahn, die betonten, dass ein Spiel ihren Akteuren immer mehr gibt als nur Training.
Montag, 2. Februar 2009
Cracau (rsc). In einem Testspiel trennte sich Fußball-Oberligist 1. FC Magdeburg II gestern Nachmittag vom Niedersachsen-Oberligist MTV Gifhorn 2:2. Tobias Tietz erzielte dabei die beiden Clubtreffer zum 1:1 bzw. 2:1.
Auf schneebedecktem Kunstrasenplatz zeigten beide ein gutes Spiel, wobei die Club-Zweite feldüberlegen war und sich spielerisch verbessert zeigte. Allerdings sündigte man wieder bei der Chancenverwertung (N‘Dombasi Pfosten) und lag zur Pause mit 0:1 zurück.
Nach dem Wechsel war der Club weiter am Drücker, kam jetzt endlich durch den agilen Tietz zu zwei Treffern. Kurz vor Ultimo kassierte man dann aber noch den Ausgleich.
1. FC Magdeburg II: Filatow – Gebauer, Loth, Taylor, Jahnel, Schmidt, Weiß, Herold, Göres, N‘Dombasi, Osterland (46. Tietz).
Denis Wolf 3
Stiefel 2
Daniel Bauer 1
1.Lübeck - FCM 0:2
2.FCM - HSV II 1: 1
3.Wilhelmshaven - FCM 0:3
4.FCM - Oberneuland 1:0
5.RB Leipzig - FCM
6.FCM - VfL Wolfsburg II
7.VFC Plauen - FCM
8.FCM - Hertha BSC II
9.Cottbus II - FCM
10. FCM - Meuselwitz
11.HFC - FCM
12. FCM - CFC
13.TSV Havelse - FCM
14.FCM -Türkiyemspor
15.Braunschweig II - FCM
16.FCM- H96 II
17.Kiel - FCM
1.1. FC Magdeburg 10
2.Chemnitzer FC 10
3.VfL Wolfsburg II 9
4.Holstein Kiel 9
5.Hallescher FC 8
6.VfB Lübeck 7
7.VFC Plauen 7
8.Hannover 96 II 7
9.RB Leipzig 6
10.TSV Havelse 6
11.E. Braunschweig II 4
12.Hertha BSC II 4
13.SV Wilhelmshaven 4
14.ZFC Meuselwitz 3
15.Hamburger SV II 2
16.Türkiyemspor Berlin 1
17.Energie Cottbus II 0
18.FC Oberneuland 0