November 2009

Der FCM überrollt TeBe

Am 1. Advent zündete der 1. FC Magdeburg gleich 7 Kerzen an, ballerte sich nach dem enttäuschenden 0:1 in Oberneuland mit 7:0 gegen Aufsteiger TeBe Berlin den Frust von der Seele!
Beim höchsten Sieg im neuen Stadion trafen Radovan Vujanovic (11., 49.), Lars
Fuchs (43., 56.) und Dennis Siga (66., 82.) je zweimal, Martin Zander traf einmal (52.).
Dabei kam der FCM, der zwei Punkte auf Tabellenführer Babelsberg gut machen konnte, schwer in die Partie, blieb spielerisch blass. Glück, dass Keeper Matthias Tischer gegen den frei durchgelaufenen Yigitusagi rettete (6.).
Selbst das 10. Saisontor von Vujanovic zum 1:0 brachte keine Sicherheit. Erst eine Halbzeit-Standpauke und das 3:0 durch Vujanovic direkt nach der Pause löste alle Bremsen. TeBe (zuvor 18 Gegentore in 16 Spielen) wurde überrollt.
„So hoch habe ich noch nie gewonnen", freute sich Catalin Raca-nel (33), der viermal zum Torerfolg der Kollegen servierte. „Aber das 7:0 dürfen wir nicht überbewerten, müssen am Wochenende in Meuselwitz nachlegen

Bauer fällt bis Jahresende aus

Schock für Magdeburgs Daniel Bauer (27)! Vor dem morgigen Heimspiel gegen TeBe Berlin (13.30 Uhr), brach sich der Defensivmann den rechten Arm, trägt jetzt Gips. Ein Trainingsunfall...
„Nach der vorläufigen Diagnose ist der rechte Ellbogen zumindest angebrochen" stöhnt Bauer. „Aber am Montag habe ich noch einen Arzt-Termin, denn theoretisch könnte auch eine OP drohen. Fakt ist: Die letzten vier Partien des Dahres fällt Bauer aus,mindestens zwei bis vier Wochen Zwangspause drohen.
Deswegen muss Trainer Steffen Baumgart (37) seine Startelf erneut umbauen. Bauer: „Das ist so ärgerlich. Wir haben uns gerade auf die letzten vier Spiele eingeschworen und jetzt kann ich nicht helfen. Dabei lief das ganze Dahr so gut für mich, keine ernsthafte Verletzung. Und ausgerechnet zum Jahresende passiert so etwas Blödes..
Als Bauer-Ersatz wird wohl Martin Zander (22) ins Team rutschen. Gegen TeBe wieder von Anfang an mit dabei: Außenbahn-Routinier Stephan Neumann (28),
der seine Gelb-Sperre abgebrummt hat, und Verteidiger Christian Prest (29), der zuletzt wegen Grippe fehlte.

Bartsch wird der Ein-Fünftel-Manager

BILD hatte es schon vor Wochen berichtet, seit gestern ist es offiziell: Rüdiger Bartsch (45) tritt die Nachfolge von Bernd Hofmann (41) an und übernimmt ab 1. Dezember dessen Job beim 1. FC Magdeburg.
Bartsch: „Verein und Stadion kann man nur bei sportlichen Erfolg maximal vermarkten. Ansonsten stehen wir alle im Regen."
Bartsch ist der Ein-Funftel-Manager beim Club: In Personalunion wird er zudem Geschäftsführer der 1. FC Magdeburg Stadion- und Sportmarketing GmbH (SSG), soll sich um die Vermarktung des Vereins und der MDCC-Arena kümmern. Magdeburgs OB Lutz Trümper: „80 Prozent seiner Beschäftigung muss er für die Stadion- und Sportmarketing GmbH aufwenden und kann ein Fünftel seiner Zeit für den Manager-Posten im Verein nutzen."
Hintergrund: Die SSG ist die einzige Sport- und Kulturstätte der Landeshauptstadt, die sich selbst finanziert.
Der FCM-Job - eine Herzensangelegenheit für Bartsch: „Der 1. FCM ist mein Verein. Hier habe ich 1970 als Sechsjähriger begonnen und für den Club brenne ich noch immer."

FCM plant ohne Brendel

Macht Marcel Brendel (21) im Winter den Abflug? Der Offensivmann sitzt beim 1. FC Magdeburg nur auf der Bank.
Brendel: „Mir wurde klar gemacht, dass ich mir einen neuen Verein suchen kann. Trainer Steffen Baumgart hat mir gesagt: Du kannst trainieren wie Du möchtest, aber das wird nichts an deiner Situation ändern.
Seine „Situation" heißt Bank oder Oberliga-Reserve. Brendel:
,lch weiß nicht, woran es liegt. Bei der Reserve habe ich sieben Tore in sechs Spielen geschossen, ich trainiere ordentlich. Und ich bin bestimmt kein Typ, der aufmüpfig ist."
Wie geht es weiter?
Brendel: „Ich werde mich im Winter nach einem neuen Klub umschauen, will auf jeden Fall weiter Regionalliga spielen. Wenn ich nichts finde, erfülle ich meinen FCM-Vertrag." Der endet im Sommer...

Morgen übernimmt Bartsch

16 Tage nach dem Rücktritt von Bernd Hofmann schließen Stadt und 1. FC Magdeburg die erste Lücke.
Am 10. November hatte Hofmann seine Ämter als Manager und Geschäftsführer des FCM sowie als Chef der Stadion-Vermarktungsgesellschaft hingeworfen.
Morgen Mittag soll Rüdiger Bartsch (vorher Germania Halberstadt) als neuer Vermarkter vorgestellt werden. Wohl nicht die einzige Neuerung...
„Vielleicht gibt es sogar eine Aufgabenteilung", hatte Präsident Volker Rehboldt in BILD angekündigt. Künftig soll es eine Dreifachspitze geben - Michael Richter leitet weiter den sportlichen Bereich, Bartsch wird Vermarktungs-Geschäftsführer. Den kaufmännischen Bereich übernimmt ein dritter Mann. Heißester Anwärter ist Ralf Hechel (aktuell bei Babelsberg 03).

Bankert : Unsere Chance kommt noch

Von R. HARTMANN
0:1 in Oberneuland - nach der dritten Saisonpleite hat der 1. FC Magdeburg schon neun Punkte Rückstand zu Spitzenreiter Babelsberg. Das Ziel Aufstieg ist erstmal in weite Ferne gerückt...
Kann man sich jetzt das Winter-Trainingscamp in Portugal sparen? Präsident Volker Rehboldt (42): „Es gibt keinen Grund, unser Ziel aufzugeben."
Meint auch Silvio Bankert (24). „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir unsere Chancen noch bekommen", so der Verteidiger. „Die letzten Jahre haben außerdem gezeigt, dass Babelsberg in der Rückrunde immer noch einmal einbricht. Wir sind heimstark, und haben die Mitfavoriten noch bei uns im Stadion/'
Stimmt! In der Rückrunde müssen noch Babelsberg (13.3.), Halle (27.3.) und
Chemnitz (24.4.) in die MDCC-Arena...
Deshalb sei auch das Wintercamp so wichtig! Bankert: „Dort wird die Grundlage für die wichtige Rückrunde gelegt, wo wir die Big Points landen können.
Torwart Matthias Tischer (24): „Es wird jetzt sicher nicht leichter, auch TeBe und Meuselwitz sind schwere Aufgaben. Aber wir haben noch 19 Spiele und damit noch alle Chancen

Aufholjagt gestoppt

Unfassbar! 0:1 (0:0) verliert der 1. FC Magdeburg beim FC Oberneuland, kassiert nach zuletzt sieben Spielen ohne Niederlage wieder eine Pleite.
Ausgerechnet bei der drittschwächsten Offensivmannschaft der Liga (erst 15 Tore). Und der FCM? Ist, neben der SpVgg Weiden (Süd-Staffel, je 31 Treffer), eigentlich das torgefährlichste Team aller drei Regionalligen. Doch Magdeburgs Erfolgssturm war gestern nicht gut drauf.
Dabei spielt die Truppe von Beginn an Einbahnstraßen-Fußball, hat Chancen im Minutentakt - doch die besten vergeben Vujanovic (2./ 76./ 88.), Racanel (13./76.), Tüting (23./ 41.) und Fuchs (43./ 63./76.) kläglich.
Volker Rehboldt (42) verzweifelt fast unter den 800 Zuschauern. Der FCM-Boss: „Es ist zum Haareraufen, das Tor wie vernagelt. Aber wenn man acht Hundertprozentige nicht reinmacht, kann man so ein Spiel halt verlieren."
Effektiv dagegen Oberneuland. Nach einer Ecke wird Björn Dreyer von der FCM-Abwehr allein gelassen. Er nickt dankbar zum Tor des Tages ein - 0:1 (56.).
Und unterbricht Magdeburgs Aufholjagd zum Aufstiegsplatz. Durch die dritte Saisonpleite rutscht der Club auf Rang 5 ab, hat schon 9 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Babelsberg. Trainer Steffen Baumgart: „Wir hatten acht hundertprozentige Chancen. Es lag eindeutig an uns selbst, dass wir nicht gewonnen haben. So setzen wir uns immer mehr unter Druck .

Baumgart an die Algarve

Portugiesische Meeresfrüchte anstatt türkischer Lokum-Honig: Vom 26. Danuar bis 2. Februar wird der 1. FC Magdeburg sein Winter-Trainingslager wohl im portugiesischen Portimao aufschlagen.
Einen Tag nach dem morgigen Auswärtsspiel beim FC Oberneuland (13.30 Uhr), fliegt Steffen Baumgart (37) zu einem Ein-Tages-Trip an die Algarve.
Der Trainer: „Es geht ; im Kopf! „Am Ende zählt
nicht darum, zu prüfen, ob das Hotel schön ausschaut. Ich will mir einen Eindruck machen, ob die Rasenplätze die erforderliche Qualität haben." Erst danach entscheidet der FCM, der auch noch das Vorjahrescamp in der Türkei auf dem Zettel hat, wohin es in der Rückrunden-Vorbereitung geht.
Vorher hat Baumgart aber nur Oberneuland dort nur ein Sieg", ist die deutliche Forderung an sein Team, das seit sieben Spieltagen ungeschlagen ist.
Baumgart: „Oberneuland zieht sich weit zurück, wartet auf Konterchancen. Aber das sind wir gewohnt." Einzige personelle Änderung: Für den gesperrten Stephan Neumann (5. Gelbe) rutscht Andreas Gaebler in die Startelf.

Wolf darf endlich wieder trainieren

Von R.HARTMANN

„Heute war ein glücklicher Tag. Ich habe hart trainiert. Danach fühlte sich alles sehr gut an. "Denis Wolf (26) gestern zu BILD
Während sich der 1. FC Magdeburg auf seine Auswärtsaufgabe Sonntag (13.30 Uhr) in Oberneuand vorbereitet, freut sich der Dauerpatient über sein Einzelpro gramm mit Physiotherapeut Hartmut Müller (60).
Nach seiner Sprunggelenke Mitte August lag der Sommereinkauf aus Erfurt mehr als 6 Wochen flach, konnte noch keine Regionalliga-Minute für den FCM kicken. Wolf: „Wenn man so lange nicht laufen darf, macht alles Spaß - Sprint-und Krafttraining, Ausdauer, wirklich alles. Hartmut quält mich täglich. So eine gute Rund-um-Betreuung habe ich noch bei keinem Verein erlebt."
Wann spielt er für Magdeburg? „Ich muss es ganz ruhig angehen lassen", sagt Wolf, „Ein erster Erfolg wäre schon, endlich mal mit der Mannschaft trainieren zu können. Doch mein großes Ziel ist es, nach der Winterpause im FCM-Trikot aufzulaufen'
Erster Termin wäre in 12 Wochen beim Heimspiel gegen Türkiyemspor Berlin (voraussichtlich am 13. Februar)

Rehboldt bedauert Stocks Weggang

Mit einer Generalkritik hat sich Torwarttrainer Jo Stock (46) beim 1. FC Magdeburg verabschiedet, sagte: „Das Misstrauen in meine Arbeit und meine Person kam von den Schlüsselpositionen: von der sportlichen Leitung, der Vereinsführung und der Nachwuchsleitung."
Wie reagiert der FCM? Boss Volker Rehboldt (41): „Sein Weggang ist schade, denn für mich gab es keine Probleme, die nicht härten gelöst werden können. Einige Kritikpunkte waren uns gar nicht bekannt, weil er sie wahrscheinlich in sich hineingefressen hat. Doch die Summe daraus hat ihn leider zu seiner Entscheidung gebracht."
„Jo ist ein akribischer, guter Trainer",, lobt auch Trainer Steffen Baumgart (38). „Persönlich bedauere ich seine Entscheidung. Aber aus Vereinssicht muss ich sagen: Deder ist ersetzbar. Wir verfolgen unbeirrt unsere Ziele."

Torwarttrainer schmeißt hin

Von RONNY HARTMANN

Stühlerücken beim 1. FC Magdeburg: Nur sechs Tage nachdem Manager und Stadionvermarkter Bernd Hofmann (41) seine Amter niedergelegt hatte, warf nach zweieinhalb Jahren gestern auch Torwarttrainer Jo Stock (46) beim Regionalligisten hin.
Der Coach, der alle Torhüter bis zum Nachwuchs betreute, zu BILD: „Es waren in der Summe zuletzt so viele Vertrauensmissstände, die eine weitere Zusammenarbeit für mich unmöglich machten. Das Misstrauen in meine Arbeit und meine Person kam von den
Schlüsselpositionen: von der sportlichen Leitung, der Vereinsführung und der Nachwuchsleitung." .
Fehlendes Vertrauen hatte vor einer Woche schon Hofmann als Begründung für seinen freiwilligen Abgang aufgeführt.
Wie geht's weiter?.
Der FCM will in der Winterpause eine Entscheidung über eine mögliche Nachfolge treffen. Stock, der nebenberuflich als Schauspieler (u.a. GZSZ, „Das Wunder von Bern") arbeitet: „Ich absolviere als Nächstes einen Torwarttrainerlizenz-Lehrgang in Wien, hospitiere danach bei einem italienischen Klub in Verona."

Bartsch " Frei für Manager Posten beim FCM "

Die Manager-Suche beim 1. FC Magdeburg gehl in die entscheidende Phase! Rüdiger Bartsch (45) trat als Manager und Geschäftsführer bei Oberligist VfB Germania Halberstadt zurück. Damit ist der Wunschkandidat für die Nachfolge von Bernd Hofmann frei für den Posten beim FCM. Geht es jetzt ganz schnell? Präsident Volker Rehboldt (42.): „Wir wollen den neuen Mann vor dem Heimspiel gegen TeBe am 29. November vorstellen."

Ex-Spieler halten sich beim FCM fit

Der 1. FC Magdeburg und die Rückkehr seiner Haudegen! In jüngster Zeit wurde der Trainingsbetrieb zum Tummelplatz ehemaliger Leistungsträger: Bei der FCM-Zweiten halten sich Kais Manai (37, zuletzt Co-Trainer bei Türkiyemspor), Frank Gerster (33, zuletzt Chemnitz)
und Mats Wejsfelt (28, vereinslos) fit.
Gerster, der wie Manai bis ]uli 2008 beim FCM kickte: „Ich bin immer mal wieder in Magdeburg. Aus alter Verbundenheit, und um meinen Körper auf Trab zu halten. Ich will meine Karriere nicht mit einer Verletzung beenden. Doch aktuell habe ich immer noch mit Knieproblemen zu kämpfen." Gerster laboriert seit über einem Jahr an einem Patellasehnen-Einriss.
Die Rückkehr der Ex-Profis - für Reserve-Trainer Mario Middendorf (31) eine Win-Win-Situation: „Wir bieten den Jungs die Möglichkeit, wieder in Form zu kommen. Und meine jungen Spieler profitieren unheimlich von deren Erfahrung."

Wie will der FCM zwei Manager bezahlen ?

Die Ptlichtaufgabe wurde erfüllt: Im Landespokal gewann der 1. FC Magdeburg bei der TSG Calbe 3:0.

Viel wichtiger: Wie geht in der Manager-Frage weiter? Nach dem Rücktritt von Manager Bernd Hofmann (42) will der 1. FC Magdeburg mit Rüdiger
Bartsch (45) und Ralf Hechel (44) gleich zwei Nachfolger einstellen.

Schmeißt Volker Rehboldt (41) Geld zum Fenster raus? Der Präsident: „Nein! Der FCM muss sich personell für die Zukunftsaufgaben aufstellen." Vorrang dabei hat die Einstellung eines Vermarkters, der von Verein und Stadion-GmbH finanziert wird. Rehboldt: „Die Verhandlungen mit Herrn Bartsch laufen. Zum nächsten Heimspiel am 29.11. gegen TeBe soll alles perfekt sein."
Wozu braucht der FCM noch einen Kaufmann wie Hechel? Rehboldt: „Gute Mitarbeiter in diesem Bereich finanzieren sich oft selbst."

Holt der FCM zwei neue Manager ?

Wer wird Nachfolger des zurückgetretenen Managers Bernd Hotmann (41) heim 1. hC Magdeburg? Boss Volker Rehboldt (42): „Vielleicht gibt es sogar eine Aufgabenteilung."
BILD erfuhr: Dor FCM denkt an eine Doppelspitze mit Rüdiger Bartsch (45, Germania Halberstadt) als Vermarkter und mit Ralf Hechel (44, Babelsberg 03) im kaufmännischen Bereich. Perfekt ist aber noch nichts!
Bartsch: „Warten wir ab, was passiert Es ist für mich eine Ehre, von einem Verein angesprochen 7u werden, für den ich 15 Jahre selbst gespielt habe."
Hechel, gerade mit Gattin im Ostseeurlaub: „Zuerst mal habe ich eine vernünftige Aufgabe in Babelsberg. Aber man soll niemals nie sagen. Zumal ich seit Jahren persönlich sehr gute Kontakte nach Magdeburg habe."
Übrigens: Heute (13 Uhr) spielt der FCM im Landespokal bei der TSG Calbe,

Bartsch & Hechel sind die Manager Kandidaten

Von MICHAEL„NOWACK

Tag eins nach dem Rücktritt von Manager Bernd Hofmann (41). Wie will der 1. FC Magdeburg die Lücke füllen?
„Präsidium und Aufsichtsrat haben sich schnellstens verständigt. Aber über Personen zu reden, wäre noch zu früh", sagt Präsident Volker Rehboldt (41). Doch eins steht schon fest. Der neue Mann soll kein Umversal-Manager (Sport, kaufmännischer Bereich und Vermarktung) wie Hofmann sein, sondern ein reiner Vermarkter.
Wer hat das Zeug dazu? BILD erfuhr: Rüdiger Bartsch (45), Geschäftsführer bei Oberligist Germania Halberstadt, soll gute Chancen auf die Hofmdnn-Nachfolge haben. Bartsch war im Sommer auch als Geschäftsführer des SC Magdeburg heiß umworben, sagte aber ab.
Und noch ein Name taucht auf: Ralf Hechel (44). Hechel führte 2001 Babelsberg 03 als Geschäftsführer in die 2. Liga, gilt als kompetenter Mann. Heute ist er die rechte Hand von SV-Präsident Rainer Speer (50, Ex-Finanzminister Brandenburg).
FCM-Boss Rehboldt zu den Personalien: „Im Moment ist alles Spekulation, obwohl wir eine Kandidatenliste haben."

Rehboldt wollte Hofmann umstimmen

Die Entscheidung ist endgültig!
Wie BILD gestern berichtete, lässt sich Bernd Hofmann heute offiziell von den Aufgaben als Manager des 1. FC Magdeburg und als Geschäftsführer des Stadion-Vermarkters entbinden.
Alle Versuche von Präsident Volker Rehboldt, ihn noch mal umzustimmen, scheiterten: „Ich bedauere sein Ausscheiden ausdrücklich. Wir verlieren einen ganz fähigen Mann." Rehboldt betont: „Sein Ausscheiden hat nichts mit dem 1. FC Magdeburg zu tun, sondern mit der Stadion-Betreibergesellschaft." Hofmann: „Es war einfach keine Vertrauensbasis mehr da."
Aber warum macht er dann nicht wenigstens beim 1. FC Magdeburg weiter? Es geht ums Geld. Hofmann wird im Paket bezahlt. Zu 80 Prozent von der Stadion-Gesellschaft und zu 20 Prozent vom Verein. Das Gehalt kann der FCM allein nicht stemmen,

Manager Hofmann tritt zurück

Von
MJCHAEL NOWACK
Riesen-Ärger beim 1. FC Magdeburg! Mitten im sportlichen Höhenflug bat Bernd Hofmann (42) gestern den Verein,
ihn von allen Ämtern zu entbinden.
Hofmann ist Manager und Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg und Geschäftsführer der Stadion-Vermarktungsgesellschaft. Warum will er hinschmeißen?
Präsident Volker Rehboldt (41): ..Ich gebe in dieser Angelegenheit keine Stellungnahme ab." Auch Hofmann wollte sich nicht äußern.
Uber die Hintergründe kann nur spekuliert werden. Angeblich soll es im Zusammenhang mit dem Verkauf der Namensrechte des Stadions zu Differenzen innerhalb des Vermarkters gekommen sein. Von dort sollen interne Informationen ins Rathaus gelangt sein, die Hofmann gezielt schaden sollten. Daraus entwickelte sich ein Dauer-Zoff innerhalb der Gesellschaft.
Allerdings sollen zwei Präsidiumsmitglieder bis in den späten Abend hinein versucht haben, Hofmann noch mal umzustimmen, wenigstens seine Jobs beim 1. FC Magdeburg weiter zu machen.
Hofmann ist der wichtigste Sponsorenjäger, genießt in der Wirtschaft großes Vertrauen. Das ist jetzt vorbei.

Probst heute wieder dabei

Von Nowack

Verteidiger Marcel Probst ist beim 1. FC Magdeburg der Mann für die rustikalen Dinge -knallhart zum Gegner, aber auch gegen sich selbst. Heute, nur 48 Stunden noch seinen Kreislauf-Problemen, steht er wieder auf dem Trainingsplatz.
Was war los beim 3:1 über Wolfsburg? Probst: „Ich habe mich so schwach gefühlt, mir war übel und die Hände zitterten. Schon nach zehn Minuten habe ich Trainer Baumgart informiert, wollte raus."
Trotzdem hielt er bis zur Pause durch, zeigte eine ganz starke Vorstellung.
„Da, ich wollte der Mannschaft helfen. Doch nach 45 Minuten ging nichts mehr. Ich übergab mich in der Kabine, wurde sofort an den Tropf gehängt."
Dann hat er ja eine richtig geile zweite Halbzeit verpasst! „Nö, wir haben doch TV in der Kabine. Irgendwer hat mir eine Fernbedienung in die Hand gedrückt und ich habe alles im Videotext verfolgt."
Und was sagen die Ärzte? Probst: „Was soll ich ! denn beim Arzt? Ich tippe mal auf eine Lebensmittelvergiftung. Stilles Wasser und Tee bringen mich wieder auf die Beine. Dienstag stehe ich auf dem Platz, wetten!?"

FCM ringt starke Wölfe nieder

Von MICHAEL NOWACK
Die Aufholjagd auf den Aufstiegsplatz geht weiter! Der 1. FC Magdeburg schlug gestern den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg II 3:1 (2:0). Knapp 10 000 Fans sahen ein Spiel, in dem zwei Teams auf Augenhöhe gnadenlos um den Sieg kämpften.
Wie verbissen es dabei zuging schildert Manndecker Marcel Probst: „Ich bekam nach 20 Minuten Schwächeanfälle, der Kreislauf spielte verrückt und mein ganzer Körper zitterte. In der Halbzeit musste ich mich in der Kabine übergeben."
Aber der Reihe nach. Der VfL reiste mit 10 Spielern aus dem Profi-Ka-dor an, darunter die bundesliyu-erfahrenen Simunek, Esswein und Schindzielorz. Und die übernahmen sofort die Regie. Wie letzte Saison (0:3) bahnte sich ein Albtraum gegen die Wölfe an. Doch Bankert (5.) und Keeper Tischer (7.) retten gegen Könnecke.
Als die Fans noch Böses ahnten, flankte Watzka auf den Kopf von Fuchs - das 1:0 (23.) aus dem Nichts.
Der FCM jetzt stärker, macht mehr Druck. Wolfsburg zeigt Nerven.Klamt und Reiche behindern sich im eigenen Strafraum. Vujanovic schmeißt seine 85 Kilo Körpergewicht dazwischen, macht aus 6 Metern das 2:0 (34.).
Spiel entschieden? Denkste! Beide werfen jede Taktik über Bord, wollen jetzt den Sieg! VfL-Torjäger Könnecke schnappt sich den Ball an der eigenen Eckfahne, stürmt bis in den FCM-Strafraum und macht eiskalt das 2:1 (47.).
Die Erlösung erst in der 81. Minute: Einwechsler Gaebler mit klugem Rückpass auf Fuchs. Sein Hammer in den Winkel entscheidet ein echtes Spitzenspiel - 3:1.
Vujanovic: „Wir haben drei Stück gegen eine Mannschaft gemacht, die in der ganzen Saison erst 4 Gegentore kassiert hat. Ich denke, wir haben verdient gewonnen."
VfL-Coach Lorenz-Günter Kästner gibt ihm recht: „Magdeburg hat uns mit seiner Kampfkraft übertölpelt. Sie waren so stark, dass heute keine unserer Tugenden zum Tragen kam."

Fuchs " Der Mann für die Traumtore "

Das war Regionalliga-Fußball vom Feinsten! Doch das Allerfeinste war Lars Fuchs (27).
Vor der Saison in Jena aussortiert, ist er in Magdeburg auf dem Weg zum Volkshelden.
Für Tor Nummer 1 braucht man eigentlich einen Pilotenschein. Gefühlte 5 Sekunden flog der blonde Blitz waagerecht durch die Luft, köpfte 10 cm über der Grasnarbe ein.
Bei Tor Nummer 2 hatte er Nerven wie Drahtseile, hämmerte in den Winkel. Bescheiden erklärt er danach: „Ohne die Vorarbeit meiner Kollegen könnte ich solche Tore nicht machen."
Auch Ex-Präsident und Hotelier Ecki Meyer, bei dem Lars wohnt, fühlt sich mitverantwortlich. Meyer augenzwinkernd: „Ich habe ihm gesagt, dass er heute treffen muss. Ansonsten lasse ich ihn nicht ins Hotel. Er wollte wohl nicht auf einer Parkbank schlafen."

Prest soll Torjäger Könnecke stoppen

Von MICHAEL NOWACK

10 000 Fans wollen dabei sein, wenn der 1. FC Magdeburg morgen (13.30 Uhr) im Regionalliga-Topspiel den VfL Wolfsburg II schlägt. 6000 Tickets waren gestern im Vorverkauf weg.
Doch Vorsicht! Der VfL kommt mit Mitteistürmer Mike Könnecke (21). Der bissigste Wolf hat schon 8 mal getroffen und zwei Tore vorbereitet.
Ein Fall für Abwehrbeißer Christian Prest (29). Der Innenverteidiger: „Seine Quote spricht für ihn. Aber bei uns wird die Null stehen, das haben wir uns vorgenommen."
Auch bei Catalin Racanel (33), der beim 1:1 in Chemnitz mit einer Prellung im Sprunggelenk runter musste stehen die Zeichen auf Sieg: „Ich bin fit und freue mich auf den dicken Brocken Wolfsburg. Mit unseren Fans im Rücken sind wir eine Macht. Wir gehen als Sieger vom Feld."
Übrigens: Der 1. FC Magdeburg verpflichtete gestern Defensiv-Allrounder
Tobias Friebertshäuser (23) bis zum Ende der Saison. Heimkehrer „Friebe", beim FCM groß geworden, spielte letzte Saison noch für Regionalligist SSV Reutlingen, hatte aber Heimweh (BILD berichtete).

Wolf - Comeback zur Hinrunde

Zusätzliche Konkurrenz für den mit 28 Toren besten Sturm der Liga! Offensiv-Allrounder Denis Wolf (26) steht vorm Comeback beim 1. FC Magdeburg!
„Ich habe einen langen Leidensweg hinter mir. Und bin richtig heiß darauf, zu beweisen, dass man mich zu recht geholt hat", sagt der Rechtsfuß.
Aus Erfurt brachte er einen nicht erkannten Syndesmose-bandriss im Fuß mit. Weil die Ärzte ihm Grünes Licht fürs Training gaben, wurde das Problem größer, weitete sich zu einem Knieschaden aus. Vor 11 Wochen OP bei Dr. Woltersdorf im Klinikum Vogelsang.
Jetzt schwitzt er erstmals wieder im Kraftraum. Denis, der 2003 sein Bundesligadebüt bei Hannover 96 gab: „Meine Muskulatur ist nach so langer Zeit weg. Ich habe
Gewicht verloren und bin dabei, wieder Muskelmasse anzutrainieren."
So lange weg vom Ball. Und die Konkurrenten Vujanovic (8) und Fuchs (7) treffen. Wie schwer wird es, da reinzukommen? „Ich bin sehr egoistisch, denke nur an mich. Ich weiß, was ich kann und will in der Rückrunde angreifen."

Vujanovic ist schon in Baller-Laune

Von MICHAEL NOWACK

1. FC Magdeburg gegen VfL Wolfsburg II - Sonntag (13.30 Uhr) steigt der Kracher in der Regionalliga. Kann der beste Angriff (28 Tore) die beste Abwehr (4 Gegentore) der Liga knacken?
Selbst FCM-Trainer Steffen Baumgart (37) ist vom VfL-Bollwerk beeindruckt: „Das ist fast schon unheimlich, wie oft bei denen die Null steht." Sorgen macht er sich deswegen aber nicht. Er hat ja Radovan Vujanovic. Baumgart: „Er ist unser Mann für die wichtigen Tore. Er ist nicht umsonst unser Kapitän, unser unumstrittener Leader, einer, der immer voran-
geht. Ich zähle auf ihn."
„Rado" nimmt den Auftrag an: „Nur 4 Gegentore! Da ist der Reiz noch größer zu treffen. Ich glaube, dieses Spiel wird so eng, dass ein Treffer alles entscheiden kann. Ich bin bereit."
So, wie zuletzt in Chemnitz. Sein Team lag lange 0:1 hinten. Doch dann kam Vujanovic, beendete nach 220 Minuten und 9 vergebenen Hundertprozentigen seine torlose Zeit. Das Traumtor per Hacke rettete Magdeburg einen ganz wichtigen Auswärtspunkt.
„So bin ich eben. In konzentriere mich auf die wichtigen Dinge", grinst der Serbe aus Arandelovac.

Baumgart " Wir haben uns weiter entwickelt "

Sonntag (13.30 Uhr) kommt der Tabellenzweite Wolfsburg zum 1. FC Magdeburg. Nur mit einem Sieg bleiben die Blau-Weißen im Aufstiegsgeschäft.
Aber wie soll das gehen, nachdem sich der FCM zuletzt gegen 10 Chemnitzer zu einem mühsamen 1:1 zitterte?
Überraschende Erkenntnis von Trainer Steffen Baumgart (37): „Jeder meiner Spieler hat mindestens 5 Anfängerfehler gemacht. Wir haben in den Dreck getreten, den Ball zum Gegner gespielt. Und erst in den Schlüsselnden habe ich gemerkt, dass wir einer mehr waren. Und trotzdem hat sich diese Mannschaft weiterentwickelt."
Wie bitte? Das schreit nach einer Erklärung! „Solche engen Spiele härten wir letzte Saison noch verloren. In hitzigen, hektischen Situation härten wir um Rot gebettelt, uns selbst dezimiert. Doch die Jungs sind klüger geworden, haben ihre Gefühle im Zaum und überlassen es dem Gegner, sich zu schwächen." Ist wohl was dran: Während Magdeburg eine Gelbe kassierte, bekam Chemnitz gleich vier, dazu eine Gelb-Rote.
Doch Disziplin allein wird gegen Wolfsburg nicht reichen...

Racanel : Wir hatten Angst

Die gute Nachricht vorweg: Catalin Racanel (33), der beim 1:1 in Chemnitz mit Verdacht auf Knöchelbruch (22.) ausgewechselt wurde, gab gestern nach dem MRT Entwarnung: „Nichts gebrochen! Es ist nur eine Prellung."
Kann der Supertechniker erklären, warum sich seine Kollegen gegen 10 Chemnitzer (Gelb-Rot Richter, 39.) fast in die Hose machten, nichts von der Überzahl zu merken war?
Der Rumäne: ..Schon als ich noch drin war, hatte uns der CFC längst den Schneid abgekauft. Sie hatten die Lufthoheit. waren aggressiver in den Zweikämpfen. Wir haben schnell gemerkt, dass an diesem Tag nichts drin war. Auch in Uberzahl war die Angst da. in einen Konter zu laufen"
Angsthasenfußball!
Und Sonntag kommt Wolfsburg zum Spitzenspiel! Racanel: „Keine Sorge. Wir werden denen schon zeigen, wo die Reise hingeht."

Wejsfelt " FCM hilft bei Comeback "

Was ist denn jetzt los? Mats Wejsfelt (28) steigt morgen wieder ins FCM-Training ein. Dabei war der Schweden-Manndecker vor der Saison wegen einer komplizierten Knochenhaut-Entzündung aussortiert worden. Trainer Baumgart: „Mats hat Jahre für uns die Knochen hingehalten. ]etzt haben wir auch die Pflicht, ihm bei seinem Comeback zu helfen." Beim FCM? Der Trainer: „Wir werden abwarten, wie sich alles entwickelt..."

FCM zittert gegen 10 Chemnitzer

Von MICHAEL NOWACK

Die ganze Liga spielte für den 1. FC Magdeburg, nur der spielte nicht mit! Die Elbestädter enttäuschten vor 5575 Fans beim 1:1 (0:1) in Chemnitz, sind nun Vierter.
Manager Bernd Hofmann sauer: „Das war viel zu schwach. Wer die Zweikämpfe nicht annimmt, die Räume nicht besetzt, kann nicht gewinnen." 1:1 beim Mitbewerber um den Aufstieg klingt erst mal nicht schlecht. Doch Magdeburg spielte 51 Minuten in Überzahl - zu sehen war davon nichts! Chemnitz machte Druck, nagelte den FCM vorm eigenen Strafraum fest. Der kam kaum aus der eigenen Hälfte, hatte dem CFC-Angriffswirbel nur ein Grätschenfestival entgegenzusetzen. Doch Keeper Tischer hielt den Gast im Spiel, kratzte einen Richter-Kopfball (30.) aus dem Winkel.
Acht Minuten später war er aber machtlos. Freistoß Garbuschewski. die Mauer zog die Köpfe ein. Richter nickte zum 0:1 ein. Als ihn die CFC-Fans noch feierten ein Pfiff. Richter hatte Watzka gefoult, sah Gelb-Rot
Trainer Steffen Baumgart wurde in der Kabine laut! Aber der FCM zitterte gegen zehn Mann weiter. Nur offensiv wurde es besser. Watzkas Volleyhammer (47.) ging noch um Zentimeter vorbei. Erst Vujanovic erzielte nach Watzka-Eingabe per Hacke das 1:1 (52.). Er über sein Traumtor: „Ein typischer Vujanovic. So ein Tor machst du nicht oft im Leben."
In den Schluss-Sekunden war sogar der Sieg drin. Doch CFC-Keeper Pentke reagierte sensationell gegen Probst (89.) und Vujanovic (90.). Verdient wäre das 2:1 auch nicht gewesen. Baumgart: „Wir haben nicht das gezeigt, was wir wollten, hatten eine sehr hohe Fehlerquote."