April 2009

FCM im Pokalfinale , Erzfeind HFC kommt

Der 1. FC Magdeburg spielte sich im Pokal den Frust des verpassten Aufstiegs von der Seele, überrollte in Halberstadt Oberligist Germania mit 3:1 (3:0).
Das war endlich wieder der souveräne FCM der Hinrunde. 800 Mitgereiste unter den 1200 Fans feierten glücklich den Einzug ins Landespokal-Finale. In der ersten Halbzeit Einbahnstraßenfußball.
Die fleißigen Stürmer Braham (20., 40.) und Vujanovic (19., 37., 42.) hätten sich berühmt schießen können. Doch die Tore machten die Verteidiger Probst (28.), Bankert (37.) und Mittelfeldmann Watzka (33.).
Präsident Volker Rehboldt (41) genehmigte sich in der Pause ein Bierchen: „Mit dieser Leistung kann ich gut leben."
Doch nach der Pause machte der FCM nur noch was nötig war. Germania besser im Spiel, macht durch Eggert (80.) den Ehrentreffer. Magdeburgs Matthias kassiert nach Foul Rot.
Torschütze Probst: „Hoffentlich habe ich mein Pulver nicht verschossen, denn eigentlich treffe ich immer erst im Finale."
Das Endspiel steigt am 27. Mai in Magdeburg. Der Gegner: Erzfeind HFC. Der gewann 3:0 In Wolfen.

FCM spielt um seine Zukunft

Schafft Regionalligist 1. FC Magdeburg heute (18 Uhr) im Landespokal-Halbfinale bei Oberligist Germania Halberstadt den Weg aus der Krise?
Für die FCM-Kicker ist der Pokal der letzte Ausweg, ihre Arbeitsplätze für die nächste Saison sicherer zu machen.
Boss Volker Rehboldt (41) hatte nach dem verpassten Aufstieg angekündigt: „Niemand, auch nicht der, der Vertrag hat, sollte sich sicher fühlen."
Manager Bernd Hofmann (40): „Der Pokalgewinn ist für uns sportlich, psychologisch und wirtschaftlich enorm wichtig."
Als Pokalsieger wäre man für den DFB-Pokal qualifiziert, der in der ersten Runde 110 000 Euro Antrittsgeld in die Kasse spült.
Spielmacher Catalin Racanel (32): „Der Präsident ist enttäuscht, die Mannschaft auch. Der Pokal ist das einzige, was uns geblieben ist. Deshalb wollen wir ihn holen. Ich denke, dass die Fans in Halberstadt einen hochmotivierten FCM erleben werden." Stürmer Christian Reimann
(29): „Wir haben beim 0:1 in Lübeck unsere schlechteste Saisonleistung abgeliefert. Das wollen wir in Halberstadt wieder gerade rücken."

Reboldt droht seinen Versagern

Dieser Mannschaft spreche ich mein Vertrauen aus. Sie ist aufstiegsfähig. "
Das sagte Volker Rehboldt (41) im Januar. Mittlerweile hat der Präsident des
1. FC Magdeburg seine Meinung geändert: „Ich habe mehr als berechtigte Zweifel, dass wir mit diesem Personal nächste Saison ernsthaft um den Aufstieg mitspielen können."
Beweis: In der Rückrunde hat der FCM nur 12 von 30 möglichen Punkten geholt.
Beginnt jetzt das große Aussortieren? Rehboldt: „Eigentlich hatten wir vor, nur zwei Verstärkungen nach der Saison zu holen. Doch diese Überlegung wurde von den sportlichen Tatsachen überrollt."
Allerdings: Bis auf Wejsfelt, Probst, Zander, Dragusha und Siga haben alle Spieler Vertrag über 2009 hinaus.
Der Präsident warnt die Versager: „Niemand, der Vertrag hat, sollte sich in Sicherheit wiegen..."

FCM-Boss tobt nach dem 0:1

Das war unterirdisch! Nach dem 0:1 in Lübeck sollte der 1. FC Magdeburg diese Saison unter „Geld verbrannt" abhaken - und sich schon Gedanken um die nächste machen.
Aber mit dieser Mannschaft steigt der FCM auch im zweiten Anlauf nicht auf!
Präsident Volker Rehboldt angefressen: ..Schockierender Alibi-Fußball. Der Auftritt hotte Anflüge einer Katastrophe."
Blamage: Beim FCM spielen Profis (Durchschnitts-Verdienst ca. 4500 Euro). Bei den Lübeckern Klempner, Polizisten, Verwaltungsangestellte und Studenten, die im Schnitt 400 Euro Aufwands-Entschädigung bekommen.
Aber Lübeck lebte, kämpfte ideen- und harmlose Magdeburger nieder.
Kapitän Daniel Rosin völlig entnervt: „Es ist deprimierend. Die haben uns einfach den Schneid abgekauft."
Lübecks Mittelfeld-Turbo Hendrik Helmke: „Wir hätten nicht gedacht, dass es so einfach ist, den FCM zu besiegen. Der war wohl schockiert davon, wie bissig wir draufgingen."
FCM-Trainer Steffen Baumgart: „Unverständlich! Der Gegner ist so aufgetreten, wie wir das eigentlich wollten."

Hilfe,FCM gehen die Stürmer aus

Zehn Punkte Rückstand zum Aufstiegsplatz, zuletzt die torlose Magerkost gegen Absteiger Leipzig und nun auch noch Personalsorgen: Vor dem Auswärtsspiel heute (14 Uhr) beim VfB Lübeck muss Magdeburgs Trainer Steffen Baumgart seine Mannschaft umbauen.
Mit Stürmer Najeh Braham (10. Gelbe) und Defensivmann Stephan Neumann (Rippenprellung) fallen zwei Stammspieler aus. Auch Mehmet Dragusha (Fußprellung) und Mats Wejsfelt (OP am Schienbein) fehlen. Wenigstens
gab Radovan Vujanovic (27,11 Tore) Grünes Licht.
Der Torjäger, den eine Zerrung im linken Oberschenkel quält:
„Der Schmerz ist noch da. aber ich beiße auf die Zähne." Zum Glück, denn so kann Baumgart auch Lübeck auf sein System mit einem Offensiv-Dreieck setzen.
Das sieht so aus: Vujanovic spielt mit Christian Reimann im Sturm, dahinter ist Pascal Matthias als dritte Kraft geplant. Für den verletzten Neumann rutscht Daniel Bauer in die Startelf.
Gutes Omen: Seit April 2007 ging der FCM gegen Lübeck stets als Sieger vom Platz, (8:0 Tore).

Torwart Beer stellt sich selber auf

Der 1. FC Magdeburg muss morgen (14 Uhr) bei Kellerkind VfB Lübeck ran. Aber wer steht in der Kiste?
Stammkeeper Christian Beer (28) fehlte drei Spiele wegen einer Muskelverhärtung im rechten Oberschenkel. Vertreter Matthias Tischer (23) hielt, was zu halten war, wurde dafür von Steffen Baumgart (37) gelobt. Jetzt sagt der Trainer: „Beerchen ist meine absolute Nummer 1. Egal, was Tischer geleistet hat. Wenn Christian grünes Licht gibt, steht er."
Beer hört's gern: „So viel Vertrauen vom Trainer zu bekommen, das wünscht sich jeder Spieler. Und es verstärkt den Heilungsprozess ungemein."
Wie sieht's aus nach drei Wochen Stromtherapie, medizinischer Gymnastik und unzähligen
Schmerztabletten? Der Keeper: „Jetzt würde ich sagen, es geht. Aber bei einer Muskelgeschichte gibt e leicht Rückschläge. Also werde ich mich erst vo dem Anpfiff entscheiden."
Auch um Stürmer Radovan Vujanovic Oberschenkelzerrung) und Flügelflitzer Stefan Neumann (28, Rippenprellung) muss der FCM noch bis Anpfiff zittern.

Angst vor neuer Blamage

Samstag (14 Uhr) muss der 1. FC Magdeburg bei Abstiegskandidat VfB Lübeck ran. Und spielt dort auch gegen sein Kellerkind-Trauma. Zuletzt gab's zu Hause die 0:0-Blamage gegen Sachsen Leipzig.
Für Trainer Steffen Baumgart (37) steht fest: „Ich habe gegen Leipzig viel Positives gesehen. Aber wenn du die Kiste nicht triffst, ist es eben eine Blamage. Das wollen wir in Lübeck vermeiden."
Tore müssen her! Und Außenbahnflitzer Maximilian Watzka (24) weiß, warum die fallen werden: „Weil die sich nicht wie Leipzig mit zwei Viererketten hinten einigen können. Denen steht das Wasser bis zum Hals und die müssen was riskieren. Da wird es Lücken geben. Und die müssen wir gnadenlos ausnutzen und unsere Chancen rein machen."
Ausgerechnet jetzt hat der Trainer ein Problem mit seinem 21 Tore-Sturm. Braham (10. Gelbe, 10 Tore) fällt aus und der angeschlagene Vujanovic (11 Tore) wackelt. Auch Außenbahnflitzer Stephan Neumann (28, Rippenprellung) steht auf der Kippe.
Baumgart gelassen: „Bis Samstag ist noch etwas Zeit. Vielleicht entspannt sich die Lage."

LINZ " HFC hat FCM das Rückgrat gebrochen "

Spitzenteam 1. FC Magdeburg? In der Regionalliga-Hinrunde (36 Punkte, 27:12 Tore) hielt der Club dem Anspruch stand. Doch jetzt sieht vieles nach Kampf, Krampf und Nervenflattern aus - der Aufstieg ist weg.
Wo ist die Leichtigkeit, die Torgeilheit und die Souveränität geblieben?
Für Ex-Trainer Paul Linz (53) steht fest: ..Die Niederlage bei Erzfeind HFC (0:1. d. Red) hat der Mannschaft mental das Rückgrat gebrochen und mich den Job gekostet."
Mittelfeldstratege Maximilian Watzka (24) sieht das auch so:
„Im Fußball macht 80 Prozent der Kopf. Nach dem HFC-Spiel waren wir total angeknockt und haben uns bisher nicht erholt. Deshalb sieht alles so verkrampft aus."
Genau aus diesem Grund kann der neue Trainer die Saison nicht abhaken.
Der Psychologe Steffen Baumgart (37) ist jetzt gefragt: „Leichtigkeit kommt nur durch Siege zurück. Und wenn wir nächste Saison mental unvorbelastet das Ziel Aufstieg angehen wollen, dann kann das Team noch diese Saison eine gute Grundlage dafür schaffen. Siege sind am besten fürs Selbstvertrauen".

Kopfstoss Braham zum Rapport beim Trainer

.Ich werde kein Exempel statuieren, ihm aber ganz deutlich die Zähne zeigen." FCM-Trainer Steffen Baumgart (37) über Najeh Braham (31). Der Torjäger muss diese Woche zum Rapport.
Braham, der Publikumsliebling, die Tormaschine (10 Treffer), das Zweikampf-Ungeheuer. Aber es gibt auch seine andere, die dunkle Seite. Wenn die Nerven flattern, wird er oft zum Rüpel.
Trauriger Höhepunkt:
Der Kopfstoß beim 0:0 gegen Leipzigs Hempel den der Referee jedoch nicht hin sah...
Aber der Trainer hat genau hingeguckt: ..Ich dachte. Najeh habe sich stabilisiert. Er beging keine blöden Fouls mehr, legte sich nicht mehr mit
Schiris und Gegenspielern an. Aber jetzt hat er sich wieder negativ ins Gespräch gebracht. Diese Undiszipliniertheiten kann ich nicht dulden."
Dennoch steht Baumgart zu Braham: „Wenn er seine Nerven im Griff hat, kann der ein ganzes
Stadion allein unterhalten. Natürlich ging der Saisonverlauf den Spielern mächtig an die Nieren. Aber wir arbeiten jetzt schon an der neuen Saison. Und die kann nur erfolgreich sein, wenn wir solche Dinge abstellen."

Vujanovic verballert die Aufstiegsträume

Das war's wohl mit dem Aufstieg! Nach dem 0:0 gegen den insolventen Absteiger Sachsen Leipzig, kann der Regionalliga-Vierte 1. FC Magdeburg seine Hoffnungen endgültig begraben!
Da auch Spitzenreiter Holstein Kiel (58) nur remis spielte, bleibt der Abstand bei zehn Zählern. Doch bis Saisonende sind es nur noch acht Partien.
Ausgerechnet Torjäger Radovan Vujanovic (11 Treffer) wurde gegen Leipzig zur tragischen Figur, als er einen Elfmeter in die Arme von Keeper Daniel Lippmann (27) schoss. Der Ösi-Serbe: „Es tut mir leid, ich habe den Ball nicht richtig getroffen, er war unplatziert. ]etzt muss ich mit der Kritik umgehen!"
FCM-Boss Volker Rehboldt (41): „Es hat mich gewundert, als plötzlich Vujanovic am Punkt stand." Denn eigentlich ist Cata-lin Racanel (31) der Mann für die Strafstöße. Der Rumäne: „In der Hinrunde war Rado für die Elfer vorgesehen und hat mir auch zwei überlassen. Nun kam er zu mir und sagte, dass er sich gut fühlt. Weil mich Leipzigs Torwart ganz gut kennt, war die Sache klar."
Doch zum Entsetzen der 10 552 Fans war der Wechsel nicht von Erfolg gekrönt.
Racanel: „Wir hatten genug Chancen, es lag nicht allein an diesem Elfmeter. Die Enttäuschung ist groß, aber wir haben Charakter, Die Mannschaft gibt sich nicht auf."
Vujanovic: „Es werden noch 24 Punkte vergeben. Wir gucken nur auf uns und werden punkten."

Lustloser FCM verballert sogar nen Elfer

Schon vorm Anpfiff betätigte sich Präsident Volker Rehboldt (41) als Orakel, legte sich gut gelaunt fest: „Mindestens 3:0, das wird ein ganz souveräner Sieg."
Von wegen - der Boss und 10 552 Fans zitterten sich zu einem ganz mageren 0:0 gegen den FC Sachsen Leipzig.
Wer dachte, dass ein bisher gut und pünktlich bezahltes Spitzenteam wie der 1. FC Magdeburg den Top-Abstiegskandidaten überrennt, war auf dem Holzweg. Beide Teams standen sich auf Augenhöhe gegenüber.
Die erste Halbzeit hatte nur wenige Höhepunkte
► 15. Minute: nach einem Watzka-Heber reagiert Sachsen-Keeper Lippmann super, fliegt aber gegen die Tornetzaufhängung. Er muss minutenlang behandelt werden, kann dann weitermachen.
► Dann trifft Sachsens Backhaus (20.) das Magdeburger Außennetz.
► Jetzt erst kommt der FCM, aber Reimann (41.) und Braham (45.) verpassen die Halbzeitführung.
Auch im 2. Durchgang spielt der FCM nur lange Bälle, erzielt damit keine Wirkung. Dann kann 11-Tore-Stürmer Vujanovic zum Helden werden, wird aber zum Deppen. Denn er haut den Elfmeter (Hempel foulte Reimann) in die Arme von Lippmann. Danach liegen die Nerven blank, Fehlpässe über Fehlpässe.
Der FC Sachsen geht als moralischer Sieger vom Platz, hatte bis zum Umfallen für seinen Trainer Dirk Heyne (Ex-Magdeburger) gefightet.
Und Magdeburg? Sollte diese verschenkte Saison ganz schnell vergessen.
Rehboldt nach Abpfiff: „So hatte ich mir das nicht vorgestellt." Vielleicht lag's ja daran, dass er der Mannschaft letzte Woche angekündigt hatte, an die Gehälter oder Prämien zu gehen?
Der Präsident: ..Ich möchte eins ganz klar stellen: Die Spieler sollen nur bis Ende der Saison auf gewisse Prozente verzichten, um die Verluste nach dem sportlichen Versagen auszugleichen. Ihre Verträge bleiben unangetastet."
Rehboldt weiter: „Ich möchte den Spielern und Fans die Angst nehmen. Der 1. FC Magdeburg ist nicht zahlungsunfähig und die nächste Saison ist finanziell abgesichert. Wir planen den Aufstieg im zweiten Anlauf mit dem gleichen Etat (2,9 Mio., d. Red) wie diese Saison."

Baumgart" Es war ein Risiko,mich zu holen

Drei Spiele, drei Siege - Steffen Baumgart (37) ist als Trainer des 1. FC Magdeburg noch immer ungeschlagen. Das soll heute (20 Uhr) gegen Sachsen Leipzig so bleiben.
Doch für einen Wunderheiler hält sich „Baumi" nicht. Der Ex-Profi (u.a. Hansa, Wolfsburg, Union, Cottbus): „Der 1. FC Magdeburg ist ein großes Risiko eingegangen, mich zum Trainer zu machen. Gleich in der ersten Trainerstation so einen Traditionsklub zu bekommen, ist für mich eine große Chance. Für das Vertrauen bedanke ich mich und will es mit Erfolg zurückzahlen."
Baumgart in der „Kloppo-Rolle". „Ich bin nicht so vermessen, mich mit Dürgen Klopp zu vergleichen. Aber unsere Situation ist ähnlich. Mainz hatte damals den Mut, einen Spieler zum Trainer zu machen. Und das hat sich ausgezahlt."
Klopp führte Mainz in die Bundesliga, coacht jetzt Borussia Dortmund.
Zurück in den Viertliga-Alltag: Zwei Mal hat Baümgart die Sachsen beobachten lassen, das 1:1 in Lübeck selbst gesehen. Sein Fazit: „Eine Kämpfertruppe mit Individualisten, die ein Spiel allein entscheiden können. Wir müssen konzentriert sein." Viel Lob für einen Gegner, der längst auf Regionalliga-Abschiedstournee ist.
Hat Baumgart Sorgen mit dem eigenen Team? Er sagt: „Diese Sorgen wünscht sich jeder Trainer. Alle sind fit, drängen sich im Training für die Stammplätze auf .Ich habe daher die Qual der Wahl.
Nur Verteidiger Mats Wejsfelt ( Knochenhautentzündung ) fällt aus .

Hat Braham den Trainerwechsel verdaut ?

„Paul Linz ist ein Trainer, unter dem ich am besten meine Leistung abrufen kann", sagte einst Najeh Braham (31).
Paul Linz (53) ist entlassen. Beim 1. FC Magdeburg regiert seit 16 Tagen Trainer Steffen Baumgart (37). Ein Problem für den 10-Tore-Stürmer?
Najeh: „Es ist schon komisch. Letzte Saison waren wir noch Spielerkollegen und Kumpel. Heute ist er mein Chef. Ich werde das aber ganz professionell angehen."
Baumgart: „Dieses Problem habe ich mit fast allen. Also muss ich aufpassen, dass ich hier ein Trainer-Spieler-Verhältnis schaffe."
Und Braham? Dass der nur unter Linz Topleistung abliefert, lässt „Baumi" nicht gelten: „Man hat ihm anfangs angemerkt,dass ihn der Trainerwechsel niedergeschlagen hat. Doch in Plauen habe ich einen Braham in Topform gesehen."
Der Tunesier scheint den Trainerwechsel-Schock überwunden zu haben. Sein Doppelpack von Plauen sagt alles. Und vielleicht wird Najeh eines Tages sagen: „Auch unter Trainer Baumgart kann ich am besten meine Topleistung abrufen..."

Dickes Minus gegen Lok Leipzig

Sonntag kommt Oberliga-Spitzenreiter Lok Leipzig zum 1.FC Magdeburg II (14 Uhr). Warum findet ein Spiel, das in die höchste Sicherheitsstufe fällt, nicht im neuen Stadion statt, sondern im maroden Germer-Stadion?
Es geht ums Geld! Manager Bernd Hofmann (40): „Allein die Grundmiete für das neue Stadion liegt bei 25 000 Euro. Mit Betriebs- und Sicherheitskosten steigen die auf 45 000." Aber auch im Germer-Stadion macht Magdeburg Minus, weil hier Kosten in Höhe von 8000 Euro entstehen. Die wirft das Spiel garantiert nicht ab. Zumal an Leipzig nur 300 Tickets gingen.

15.April 2009

Hofmann : FCM Spieler sollen freiwillig auf Geld verzichten

Präsident Volker Rehboldt (41) hatte den Spielern des 1. FC Magdeburg letzte Woche verkündet das es ans Geld geht (BILD berichtete).
Fest steht: Seit sich der Club aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet hat, brachen die Zuschauereinnahmen drastisch ein. Allein dadurch entstehen bis Saisonende Verluste von rund 250 000 Euro.
Manager Bernd Hofmann (40) fügt hinzu: ..Die neue sportliche Situation bringt auch Einbußen im Fanartikelverkauf und im Sponsoring."
Trotzdem: es gibt Verträge, in denen Gehälter und Prämien fixiert sind. Da kann man nicht einfach so ran!
Hofmann: „Darüber sind wir uns im Klaren. Deshalb werden wir mit den Spielern reden müssen.
Und ich hoffe, dass wir positive Signale aus der Mannschaft erhalten."
Und wenn nicht? „Der 1. FC Magdeburg hat die letzten 3 Jahre schwarze Zahlen geschrieben. Er hat aber nicht die finanziellen Rücklagen, um so eine Situation auszugleichen. Ich denke, es ist auch im Interesse der Spieler, dass wir finanziell gesund und mit einem aufstiegsfähigen Team in die nächste Saison gehen. Deshalb muss eine Einigung her", so Hofmann.

Baumgarts Sturmkonzept ein Volltreffer für den FCM

Wird Steffen Baumgart (37) zum Glücksfall für den 1. FC Magdeburg? Beim 4:3 in Plauen fuhr der neue Trainer den 3. Pflichtspielsieg in Folge ein.
Entscheidend: Najeh Braham (558 Minuten ohne Punktspieltor) und Radovan Vujanovic (291 Minuten) trafen gleich im Doppelpack.
Wie hat Baumgart, einst selbst Stürmer (226 Bun-desligaspiele/29 Tore für Rostock, Wolfsburg, Cottbus), das Stürmertrauma beendet?
„Durch viele Gespräche! Aber die entscheidende Komponente ist Christian Reimann. Er reißt durch seine langen Wege und das Binden von zwei Gegnern - die Lücken für seine Kollegen-Wenn er spielt, haben es die beiden leichter."
Braham/Reimann in der Spitze und Vujanovic dahinter „Baumis" neues Stürmerkonzept war ein Volltreffer.
Aber 3 Gegentore sprechen auch eine deutliche Sprache!
Der Trainer: „Es wird zu
analysieren sein, dass wir uns hinten teilweise dämlich angestellt haben. Individuelle Fehler können ein ganzes Team runterziehen. Aber ich muss meinen Jungs ein Kompliment machen. Jeder war bereit, die Fehler des anderen auszubügeln."

FCM-Boss will die Kohle kürzen

Böses Oster-„Geschenk" für Mannschaft des 1. FC Magdeburg. Die Spieler feierten in der Kabine noch den Einzug ins Landespokal-Halbfinale (3:1 bei Preußen Magdeburg), da musste der Teamrat zu einem Gespräch mit Präsident Volker Rehboldt. Der erklärte Christian Beer, Radovan Vujanovic und Daniel Rosin knallhart, dass es ab sofort ans Geld geht!
Rehboldt gestern zu BILD; Ja. ich habe mit dem Rat gesprochen und ihnen erklärt, dass wir auf die aktuelle Situation reagieren müssen."
Die sieht so aus: Seit sich der FCM aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet hat, brachen die Zuschauerzahlen und VIP-Kartenverkäufe ein. Hochgerechnet hat der Club dadurch in den
verbleibenden 4 Heimspielen mindestens einen Einnahmeverlust von 200 000 Euro. Rehboldt: „Wir müssen reagieren, um nicht finanziell ins Schlingern zu kommen. Da die Mannschaft ihren Anteil an der Situation hat, suchen wir nach Wegen, sie an den Verlusten zu beteiligen."
Es geht ans Geld! Werden jetzt Gehälter und Prämien gekürzt oder eingefroren?
Der Präsident: „Wir suchen nach Lösungen. Entscheidungen sind nicht gefallen."
Wie geht die Mannschaft mit diesen Hiobsbotschaften um? Maximilian Watzka: „Wir Spieler haben uns darauf geeinigt, nichts zu den Finanzen zu sagen. Der 1. FC Magdeburg hat uns bisher immer pünktlich bezahlt. Wir vertrauen dem Präsidenten, dass wir weiterhin fair behandelt werden."

Pokal-Knipser Reimann spielt

Morgen (14 Uhr) muss der 1. FC Magdeburg in Plauen ran. Mit Christian Reimann (Foto) in der Startelf.
Denn der erlebte Donnerstagabend seine Wiedergeburt als Torjäger. Beim 3:1-Pokalsieg gegen Preußen wurde er für den schwachen Braham eingewechselt (60.), machte zwei Tore selbst und bereitete das dritte für Vujanovic vor.
15 Monate ist „Reimi" jetzt in Magdeburg, traf bisher aber nur 3-mal in Punktspielen. Klar, dass er im Vertragspoker für die nächste Saison ganz schlechte Karten hatte. Wird das jetzt anders? Reimann: „Die Tore haben mir Selbstvertrauen gegeben. Aber ich bin keiner, der Sprüche macht. Ich kann nur ehrliche Arbeit abliefern."
Im Vogtland nicht dabei:
Stammkeeper Christian Beer. Der fällt nach Oberschenkelzerrung zwei Wochen aus. Dafür geht Matthias Tischer in den Kasten.

Baumgart soll Trainer und Sportdirektor werden

Heute steht Trainer Steffen Baumgart (37) vor seiner zweiten Bewährungsprobe.
Um 18 Uhr will er als neuer FCM-Coach den Re-gionalligisten gegen Preussen Magdeburg (6. Liga) ins Landespokal-Halbfinale führen.
Eigentlich sollte der ExProfi, der bis Sommer 2008 für den FCM kickte, ja als
Sportdirektor nach Magdeburg zurückgeholt werden (BILD berichtete).
Gut möglich, dass daraus trotzdem noch etwas wird! FCM-Boss Volker Rehboldt (40): „Wir haben im Moment verschiedene Gedankenspiele, die von seiner Arbeit und seinem Erfolg abhängig sind. Wenn Steffen Baumgart Erfolg hat, bleibt er natürlich Chefcoach. Und dann ist auch nicht ausgeschlossen, dass
er ab der kommenden Saison Sportdirektor und Trainer in Personalunion wird, also ähnlich wie ein Herr Magath in Wolfsburg."
Trauen Sie sich das zu, Herr Baumgart?
Er sagt: „Ich konzentriere mich im Moment nur auf meine Aufgabe als Trainer. Und das bedeutet, den FCM sportlich erfolgreich zu machen. Die Zeit wird entscheiden, ob weitere Ideen auch real werden."

Baumgart sollte Sportdirektor werden

Seit acht Tagen ist Steffen
Baumgart (37) neuer Trainer beim 1. FC Magdeburg! Morgen, 18 Uhr, hat er seinen zweiten Einsatz im Landespokal-Viertelfinale bei Verbandsligist Preussen Magdeburg.
Doch eigentlich sollte er ab der nächsten Saison Sportdirektor des Re-gionalligisten werden. Nur Stunden nach dem Linz-Rauswurf wurde er als Nachfolger präsentiert .
FCM-Boss Volker Rehboldt (40): „Wir standen schon länger in Kontakt mit ihm, hatten ihn eigentlich nicht als Trainer vorgesehen."
Am Rande des 0:1 bei Hertha II trafen sich Rehboldt und Manager Bernd Hofmann (40) mit Baumgart, um den Job klar zu machen. Doch als der FCM Ende März die Reißleine zog, machte man „Baumi" hat seit drei Dohren die A-Lizenz kurzfristig zum Coach.
Warum er so schnell Zugriff? Baumgart: „Einen besseren Verein als Magdeburg konnte ich mir für meinen Einstieg ins Trainergeschäft doch gar nicht wünschen. Der FCM ist ein Traditionsklub. Ich habe meine Spielerkarriere beendet, habe hier das Vertrauen bekommen und bin ab sofort überall als Trainer in den Köpfen."

Fussball ist Zweikampfsport

„Wer vom Feld geht, keine Schmerzen hat und niemandem Schmerzen zubereitet, der hat auch nicht verdient zu gewinnen."
Magdeburgs Neu-Trainer Steffen Baumgart (37) bei seiner Amtseinführung vor einer Woche.
Geht es nach seinen Worten, hatte der FCM den Einzug ins Landespokal-Viertelfinale mehr als verdient. Denn beim 2:0 gegen Ger-
mania Halberstadt II gingen die Verteidiger Silvio Bankert (23) und Rene Gewelke (19) sogar blutend vom Platz.
Baumgart danach: „Fußball ist ein Zweikampfsport. Zum Einsatz kann man nichts Negatives sagen. Bei mir bluten zwei Leute, ich denke, die beiden haben es verstanden."
Bankert holte sich in einem Zweikampf eine Kopfplatzwunde, konnte aber mit Verband weiterspielen. Gewel-
ke wurde von Haiberstadts Andreas Luck niedergestreckt und musste mit Einrissen am und im Mund ins Krankenhaus.
Während Bankert nur genäht wurde, musste Gewelke in der Klinik bleiben und fällt möglicherweise bis zu drei Wochen aus. Teamarzt Matthias Greulich (35): „Wir haben ihn wegen des Verdachts einer Gehirnerschütterung eine Nacht zur Beobachtung bei uns behalten."

Schöner Doppelpack von Racanel

Regisseur Catalin Racanel (32) glänzte mit einem Doppelpack. Beim 2:0-Pokalsieg in Halberstadt zirkelte er erst einen Freistoß
(50.) mit links in den Winkel. Und dann traf der Rumäne mit rechts (79.) von der Strafraumgrenze.
Schon am Donnerstag (17.30 Uhr, Germer-Stadion) geht's für den FCM im Pokal weiter. Gegner im Viertelfinale: Preußen Magdeburg.

2:0! Baumgart spielte an der Seitenlinie mit

Gelungener Einstand als Trainer für Ex-Bundesliga-Profi Steffen Baumgart (37). 2:0 siegte sein 1. FC Magdeburg bei Halberstadt II im Landespokal.
Nervös nestelt er in der holprigen Anfangsphase am Drei-Tage-Bart, bearbeitet hektisch seinen Kaugummi im Mund. Um dann lautstark reinzurufen: „Macht Druck, schiebt hinten raus, traut euch was zu."
Wie ein Derwisch tanzte er aus der Coaching Zone, wurde von der Germania-Tribüne beschimpft: „Scher dich zurück auf deinen Platz."
Baumgart verbeugte sich artig, rief auf die Ränge: „Sorry, ich bin doch neu in dem ]ob." Er hatte die Lacher auf seiner Seite.
Trainer Baumgart - oft fühlte er noch wie ein Spieler. 66. Minute: Eine hohe Ecke segelt in den Strafraum und „Baumi" springt neben der Trainerbank zum Kopfball
hoch. Und als der Schiri ein falsches Abseits pfeift, feuert Baumgart seine blaue Mütze auf die Tartanbahn.
90 Minuten gelitten, aber trotzdem zufrieden. Baumgart: „Die Null stand, wir sind weiter." Und nur darum ging es gestern.

Baumgart ohne Innen - Verteidigung

Das Landespokal-Achtelfinale bei Halberstadt II wird morgen, 14 Uhr, Friedensstadion, der Einstand für
Magdeburgs Neu-Trainer Steffen Baumgart
(37).
Am 10. Februar 2008 gab der Ex-Profi (kam aus Cottbus) an gleicher Stelle sein Debüt im blau-weißen Dress. Magdeburg gewann zwar 3:2 nach Verlängerung, doch Baumgart erwischte einen rabenschwarzen Tag. „Das war mehr als ein Totalausfall", ärgerte er sich im Anschluss. Mittlerweile kann er darüber schmunzeln. Baumgart: „Das Gute ist ja, dass es danach um einiges besser geworden ist."
Allerdings muss er morgen auf die gewohnte Innenverteidigung verzichten. Mats Wejsfelt (28) liegt nach seiner OP (BILD berichtete) noch in der Klinik, aber auch Daniel Rosin (28) muss passen. Der Kapitän hat wie Wejsfelt eine Entzündung im Schienbein: „Die Knochenhaut ist gereizt, ich habe seit zwei Wochen Schmerzen."

Wejsfelt muss heute auf den OP-Tisch

Los geht's! Noch 9 Tage hat Neu-Trainer Steffen Baumgart (37) Zeit, den sportlich abgestürzten 1. FC Magdeburg wieder in die Spur zu bringen. Erst am 12. April muss der Vierte in der Regionalliga in Plauen (13.) ran.
Die erste Bewährungsprobe muss Baumgart allerdings schon diesen Sonntag im Landespokal gegen Halberstadt II bestehen. In der Vorbereitung darauf gab's jedoch einen Schock: Innenverteidiger Mats Wejsfelt (28) droht das Saison-Aus!
Bereits heute Vormittag liegt der Schwede in der Klinik Vogelsang bei Professor Jörg Woltersdorf unterm Messer. Dabei wird eine Verkapselung im Bereich der Knochenhaut im linken Unterschenkel entfernt, die den Abwehrspezialisten schon seit Ende 2008 behinderte (BILD berichtete).
Wejsfelt: „Ich konnte zuletzt nur spielen, wenn ich gespritzt wurde. Ich hatte immer Schmerzen und wollte jetzt endlich Ruhe." Teamarzt Matthias Greulich (35) bestätigt: „Die OP ist nötig, weil er mittlerweile sowieso nicht mehr hätte dabei sein können. Wir haben ihn gespritzt, ihm Medikamente gegeben und Physio-Maß-nahmen gemacht. Aber es ist nicht besser geworden."
Damit ist die Saison wohl gelaufen, denn Wejsfelt fehlt mindestens sechs bis acht Wochen. Pikant: Auch der Vertrag des Schweden läuft aus. Wejsfelt: „Ich glaube nicht, dass ich dadurch schlechte Karten habe. Ich warte erst mal ab wie die Heilung verläuft."

Halberstadt setzt die Erste ein

Pokalfieber in Halberstadt! Sonntag, 14 Uhr, kommt der 1. FC Magdeburg zu Germania II. Kein Geheimnis: Die dürfen laut Spielordnunq
ihre „Erste" aus der Oberliga auflaufen lassen. Trainer Andreas Petersen stapelt trotzdem tief: Gegen Magdeburg haben wir doch keine
Chance. Aber so ein bisschen hoffen wir auf die Pokalgesetze und einen tollen Fight für die Fans." 2000 werden beim Pokal-Derby erwartet .

Baumgart legt los

„Laufen und Leidenschaft - damit geht alles los." Das ist die Philosophie, mit der Neu-Trainer Steffen Baumgart (37) den abgestürzten Aufstiegsaspiranten 1. FC Magdeburg aus der sportlichen Krise holen will.
Nur 4 Punkte aus 6 Spielen nach der Winterpause kosteten Vorgänger Paul Linz (53), der sich gestern vom Team verabschiedete, den ]ob. Für ihn kehrte
„Baumi" (spielte bis 2008 beim FCM) zurück!
Und fordert von der Mannschaft, womit er als Profi in der Bundesliga (225 Spiele, 29 Tore) Erfolg hatte.
Baumgart: „Ich bin bestimmt kein Zauberer gewesen. Ich habe Zauberer meistens bekämpft und bin damit gut gefahren. Das heißt, man sollte Dreck fressen. Wer vom Feld geht und hat keine
Schmerzen und niemandem Schmerzen zubereitet, der hat auch nicht verdient zu gewinnen."
Gestern Nachmittag, 15.32 Uhr, bat er zur ersten Einheit scheuchte das Team zwei Stunden über den Platz, führte Einzelgespräche. Baumgart: „Ich bin hier, um der Mannschaft den Mut zu geben, den sie jetzt braucht. Theoretisch sind die letzten zehn
Spiele zu gewinnen," und so sollten wir die Sache auch angehen."
Vorher muss der FCM am Sonntag (14 Uhr) in Halberstadt im Landespokal ran - der „Pott" ist ja das zweite Saisonziel. Für seinen Einsatz muss sich jeder Spieler neu anbieten!
Baumgart: „Es wird Veränderungen geben. Ich glaube, es ist viel Potential in der Mannschaft."

Baumgart " Heute erstes FCM-Training "

Was BILD gestern schon vermeldete, wurde am Vormittag wahr: Steffen Baumgart (37) ist der neue Trainer des 1. FC Magdeburg, löst Paul Linz (53) ab und unterschrieb einen Vertrag bis Saisonende.
Der Linz-Nachfolger düste sofort nach Lübeck, um den nächsten Heimgegner Sachsen Leipzig zu beobachten. Heute Vormittag leitet Baumgart bereits vor seiner offiziellen Vorstellung die erste Einheit, am Nachmittag folgt die zweite.
Der Ex-Profi (Rostock. Wolfsburg. Union Berlin. Cottbus): ..Die Situation ist schwierig, das Saisonziel fast verfehlt. Es geht darum, die Köpfe frei zu bekommen und Ergebnisse zu liefern." Was ihm Mut macht: ..Wir haben noch zehn Spiele, wo wir punkten können und müssen."
Ist Baumgart auf seiner ersten Trainerstation erfolgreich, winkt eine Vertragsverlängerung. Erfolgreich heißt dabei nicht automatisch Aufstieg. Baumgart weiß: „Der Verein bekam nach den letzten beiden Spielen das Gefühl, er könne abstürzen. Das soll verhindert werden."
Präsident Volker Rehboldt verrät: „Wir wollten ihn ohnehin zurückholen." In welcher Position, lässt der FCM-Boss offen. Dafür sagt er, was er vom Ex-Stürmer erwartet: „Das ganze Gefüge drohte in Lichtgeschwindigkeit zusammen zu fallen; das Team war psychisch nicht auf der Höhe. Das wird sich nun ändern. Unser Zwei Jahres-Plan besteht weiter." Das heißt: Autstieg spätestens 2010 - mit Baumgart!

Wird Baumgart heute Nachfolger von Linz ?

Von RONNY HARTMANN
Das Aus für Paul Linz (53) als Trainer des 1. FC Magdeburg rückt näher. Gestern vormittag leitete er zwar noch
das Auslaufen nach dem 0:3 gegen Wolfsburg II. Doch das Präsidium tagte bereits am Abend hinter verschlossenen Türen zur Zukunft ohne Linz. Sein Nachfolger auf
der Trainerbank könnte ein alter Bekannter werden: Steffen Baumgart (37), von Januar bis Juni 2008 selbst noch Stürmer beim FCM. Derzeit lässt er bei Oberligist Germania Schöneiche seine Karriere als Spieler ausklingen.
Kann sich er sich eine Rückkehr nach Magdeburg vorstellen?
Baumgart zu BILD: „Ich habe immer Kontakt zum FCM gehalten. Und klar ist auch: Ich will schnell Trainer werden, spätestens im Sommer. Wenn sich vorher eine Lösung findet. bin ich nicht abgeneigt."

Die erforderliche A-Lizenz hat der Ex-Bundesligaprofi (Hansa, Wolfsburg, Cottbus) seit 2006 in der Tasche. Schon morgen könnte Baumgart das Training beim Regionalligisten leiten.
Für den heutiger trainingsfreien Tag hat FCM-Boss Volker Reh-boldt eine Erklärung angekündigt. Sieht nicht gut für Linz aus...
Pikant: Im Sommer 2008 scheiterte eine
Vertragsverlängerung mit Publikumsliebling Baumgart als Spieler, weil es der knappe Etat der Magdeburger nicht hergab. Jetzt kann die Rückkehr ganz schnell gehen...

FCM 0:3 ! Trainer Linz vor dem Aus

Y o n R 0 N N Y H ART MANN
Aufstieg ade, FCM! Nach dem 0:3 (0:2) gegen Wolfsburg II vor 5825 Fans steht jetzt Trainer Paul Linz (53) vor dem Aus!
Das Unheil nahm früh seinen Lauf, als Bankert nach einer Notbremse Rot sah, Kreuels den Elfmeter zur Wolfsburger Führung verwandelte (10. Erneut Kreuels (31.) und Riemer (78.) besiegelten das Schicksal des FCM - und das von Paul Linz? Zehn Punkte besteht bereits der Rückstand auf Tabellenführer Holstein Kiel (gestern 1:0 in Chemnitz).
Linz eilte sofort nach Abpfiff in die Katakomben, wirkte ge-
knickt: „Ich weiß nicht, was auf mich zukommt, es gibt nur zwei Möglichkeiten entweder so oder so."
Präsident Volker Reh-boldt (40) verschanzte sich mit Manager Bernd Hofmann (40) gestern im Stadion, ließ nur bekannt geben, dass es am Sonntag keine Entscheidung geben
werde - kündigte aber für heute abend eine Präsidiumssitzung an!
Muss Linz danach gehen? Fakt ist: Er verlängerte im Sommer erst bis 2010. Fraglich ob sich der Klub einen Rauswurf überhaupt leisten kann! Der Zeitpunkt wäre günstig - das nächste Spiel findet erst am 11. April in Plauen statt...

Wejsfelt vor Comeback

1. FC Magdeburg gegen Wolfsburg II: Stoppt der Klub morgen (13.30 Uhr) den Negativtrend und fährt im sechsten Spiel 2009 endlich den zweiten Sieg ein?
Nur 6000 Fans dürfen nach dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern in Halle ins Stadion Magdeburg (BILD berichtete). Hoffentlich schafft es Innenverteidiger Mats Wejs-felt (28) zurück ins Team. Mit dem Schweden hat der FCM diese Saison erst einmal verloren.
Doch der Abräumer fehlte zuletzt in der Abwehr wegen einer Angina und einer mysteriösen Schienbein-Verletzung. Schon seit Ende letzten Dahres quälte er sich mit Schmerzen im linken Standbein herum. Zuerst wurde eine Knochenhautent-
zündung vermutet - das war's aber nicht.
Mittlerweile wurde auch ein Tumor ausgeschlossen, gestern war er erneut bei Professor Woltersdorf in der Klinik Vogelsang. Wejsfelt: „Es ist wahrscheinlich eine Verkapselung, die der Körper gebildet hat, nachdem ich irgendwann einen Schlag darauf bekommen und sich ein Haarriss gebildet hatte."
Kann er gegen Wolfsburg trotzdem spielen?
Wejsfelt. ..Hängt davon ab. ob ich am Samstag schmerzfrei trainieren kann. Wenn ja, werde ich mich dem Trainer natürlich anbieten."
Dann muss der FCM in die Erfolgsspur zurück! Und vielleicht steht mit Wejsfelt endlich mal wieder die Null. Das ist schon länger als 16 Wochen her - am 3. Dezember kassierte der FCM beim 0:0 gegen Altona letztmals KEIN Gegentor...

Ladehemmung bei den Torjägern

Sieben Punkte Rückstand zu Holstein Kiel - schafft der Regionalliga-Vierte 1. FC Magdeburg in den letzten elf Spielen noch die Wende im Aufstiegskampf?
Wohl nur, wenn die Goal-getter Radovan Vujanovic (bislang neun 9 Tore) und Najeh Braham (8) wieder treffen.
Jeweils 1 Tor in den letzten 5 Partien ist die Mager-Bilanz des Duos - insgesamt kommen sie auf 17 Saisontreffer! Woran hakt's?
Vujanovic: „Wir haben in den ersten Spielen nach der Winterpause gut gespielt und Pech gehabt. Irgendwann gehen die Dinger wieder rein."
So wie beim jüngsten Heimspiel gegen die HSV-Reserve, als der Ösi-Serbe sein erstes Tor 2009 schoss -das 2:1 war der einzige FCM-Sieg in diesem Jahr. Vujanovic: „Wer die Tore macht, ist egal, die drei Punkte zahlen." Möglichst schon wieder am Sonntag gegen Wolfsburg II ...

Magdeburg mit halben Geisterspiel zufrieden

Für das Pyrotechnik-Spektakel einiger Fans in Halle bekommt der FCM ein „halbes Geisterspiel" aufgebrummt!
Bei der 0:1-Derbypleite waren Rauchbomben und Feuerwerk gezündet worden. Als Strafe gibt's Sonntag gegen Wolfsburg II (13.30 Uhr) „einen teilweisen Ausschluss der Öffentlichkeit", wie NOFV-Richter Stephan Oberholz (44) gestern entschied.
Bedeutet: Nur 5500 FCM-An-hänger und 500 Gästefans dürfen ins Stadion. Tickets gibt es nur noch gegen Ausweisvorlage. „Wir sind nicht hundertprozentig zufrieden, werden es aber akzeptieren," so Volker Rehboldt (40), der durch einen Einspruch (BILD berichtete) noch einmal 1000 Karten mehr „aushandelte".
Der FCM- Boss: ..6000 Zuschauer gegen Wolfsburg bedeuten einen geringeren Schaden. als wenn wir das nächste Spiel gegen Leipzig hätten deckein müssen."

Christian Beer hakt Aufstieg nicht ab

Er ist der Publikumslieb-ling und war einer der wenigen Lichtblicke des 1. FC Magdeburg beim 0:1 bei Hertha II; Keeper Christian Beer.

Ihm hat die Niederlage und die Häme der Fans sehr weh getan. Doch für ihn ist die Saison längst nicht abgehakt. „Mir geht es tierisch auf den Senkel, dass uns einige schon als Versager abge-stempelt haben. Ich halte das Thema Aufstieg erst für abgehakt, wenn wirklich nichts mehr geht."

Und wenn das auch die Fans so sehen, dann erwartet er, doss Team und Tribüne wieder zusammenrücken. Beer: „Wir leben von den Fans und deshalb dürfen sie uns auch ausbuhen. Aber uns beleidigen und bespucken, das ist unter der Gürtellinie."Vorm Heimspiel gegen Wolfsburg II (Sonnabend, 14 Uhr) wünscht er sich: „Lasst uns die Chance, auch wenn sie noch so klein ist, gemeinsam nutzen. Wir brauchen euch .

FCM-Boss hakt Aufstieg ab

In ihm brodelt es! Doch Präsident Volker Rehboldt ist nach der 0:1-Blamage seines 1. FC Magdeburg bei Hertha II bemüht. Ruhe zu bewahren.
Der AOK-Personalchef: „Nach diesem Auftritt immer noch vom Aufstieg zu reden, damit würde ich mich lächerlich machen. Unser Hauptziel ist jetzt aus finanziellen Gründen der Gewinn des Landes-pokals."
Aufstieg abgehakt! Freie Fahrt für die Spieler, weiter so rumzug-
urken? Rehboldt warnt: „Ich lege den Spielern nahe, das Maximum an Punkten einzufahren. Wir werden genau hinschauen, wer sich da reinhängt."
Und der Trainer? Immerhin sprach er seit Saisonbeginn davon, dass die Mann-
schaft mit Druck umgehen kann.Rehboldt: „Der Trainer steht nicht in der Kritik. Mit seinem Statement wollte er nur sein Team schützen. Ich gehe davon aus, dass er die Vorstellung genau so kritisch sah, wie die Klubleitung."

FCM wie ein Absteiger



Nach dem 0:1 des 1. FC Magdeburg bei Hertha II ist das Thema Aufstieg für die Blau-Weißen wohl endgültig beerdigt.Präsident Volker Rehboldt ge-frustet: „Das war eine charakterlose Vorstellung. Bei dem Gekicke verbietet es sich von selbst, das Wort Aufstieg in den Mund zu nehmen."

Magdeburg spielte so trostlos wie ein Absteiger. Die Szene, als sich Probst und Watzka gegenseitig übern Haufen rannten (65.), war bildhaft für das unsägliche Gewürge. Schon in der 3. Minute tobt das Chaos. Zander lässt Riedel einfach durchlaufen - das 0:1.
Silvio Bankert, neben Torwart Beer und Rosin, einziger Lichtblick: „Das Tor hat uns total verunsichert und wir konnten uns davon nicht erholen."
Nach der Pause gibt Hertha, angetrieben von Skandal-Profi Ebert, noch mehr Gas. Rommel (53., 77.) und Bolivard (80.) müssen für die Berliner alles klar machen, scheitern aber an Beer. Und auf der Gegenseite rettet Keeper-Kollege Burchert gegen Rosin (90.).
1000 Mitgereiste vom Katastrophen-Auftritt genervt, eröffneten die Trainerdiskussion um Paul Linz mit „Heyne, Heyne"-Rufen. Der war Linz' Vorgänger.
Boss Rehboldt zum Fan-Zorn: „Der ist nach dieser Leistung absolut verständlich. Eine Trainerdiskussion kann ich nicht unterstützen. Allerdings werden wir ab sofort genau hinschauen, welcher Spieler sich für uns aufreibt."

Morgen gegen Skandal-Profi Patrick Ebert

Operation Auswärtssieg! Morgen (13.30 Uhr, Jahn-Sportpark) muss der 1. FC Magdeburg bei Hertha II ran. Ohne die verletzten Wejsfelt und Reimann.Einer steht besonders im Fokus: Linksverteidiger Silvio Bankert (23). Der muss Herthas Skandal profi Patrick Ebert (22) ausschalten.
Die Ebert-Akte: 2006 die | Suff-Tour durch Berlin (1,46 Promille). Letzten Dienstag „feierte" er sei- | nen 22. bis 3.45 Uhr, soll 6 Autos und einen Roller beschädigt haben. Die Polizei ermittelt. Ebert, bester Torvorlagengeber (7 Assists), ist aus dem Bundesliga-Kader gefeu-erl (BILD berichtete).
FCM-Trainer Paul Linz (53): „Interessiert mich nicht. Wir wollen gewinnen. Ich kann mich nicht nach dem Gegner richten." Dafür ist Bankert richtig heiß: „Ich wachse an dieser Aufgabe, weiß dass ich gegen so einen Mann 100 Prozent Gas geben muss. Ich freue mich schon.

Halbes Geisterspiel für 1.FC Magdeburg



Der 1. FC Magdeburg ist geschockt. Gestern verkündete die DFB-Kontrollkommission den Strafantrag für die F"yrotechnik-Orgie beim Derby in Halle. Hammerhart! Das nächste Heimspiel muss der Club vor nur5000 Fans austragen. Manager Bernd Hofmann (40): „Das sind für uns 30 000 Euro Verlust. Wir lehnen den Strafantrag ab." letzt muss NOFV-Richter Stephan Oberholz (44) am Montag den Antrag in ein Urteil umwandeln. Hofmann: „Auch dagegen werden wir in Revision gehen." Der Club reagierte gegen die Täter von Halle, sprach für die Ultra-Gruppe „Next Generation" Hausverbot bis Ende der Saison aus.

Manager im Dauerstress

Bernd Hofmann (40), Manager des 1. FC Magdeburg, ist vorm Spiel bei Hertha II (Sonntag 13,30 Uhr) permanet im Dauerstress.
Brennpunkt 1: das Verhältnis der Mannschaft zu einigen Fans ist gestört. Weil die beim Grotten-Kick gegen Hamburg II ein Plakat aufhängten (Wir sind nur wegen Fußball da. Ihr Spieler, ihr seid austauschbar!), verweigerte das Team den Gang zur Tribüne. Hof mann: „Das ist wie in der Ehe. Ohne Zoff geht's nicht. So, wie ich den Fans Kritik zugestehe, müssen die auch damit leben, wenn die Spieler eine Reaktion zeigen. Die beste Möglichkeit, die Wogen zu glätten, sind Siege."
Brennpunkt 2: neue Sponsoren. Es laufen Gespräche mit mehreren Geldgebern im Gesamtumfang von rund 100 000 Euro. Hof mann: „Bis Ende des Monats möchte ich alles unter Dach und Fach haben."
Brennpunkt 3: Die Pyrotechnik-Orgie beim Derby in Halle. Hofmann hat dem Uf-B in seiner Stellungnahme entlastendes Videomaterial beigefügt. Wird wohl kaum was nützen! Denn heute wird das NOFV-Sportgericht unter Vorsitz von Richter Stephan Oberholz in der Sportschule Leipzig das Urteil verkünden! Und weil der 1. FC
Magdeburg, genau wie der HFC, Wiederholungstäter ist wird es richtig bitter.
NOFV-Vize Werner Georg (Braunsbedra) übers Strafmaß: „Von Geldbuße bis Geisterspiel ist alles drin. Das liegt ganz allein im Ermessen des Gerichts."

Neumann " Noch nicht bei 100 % "

Hilft dieses Comeback dem 1. FC Magdeburg im Aufstiegskampf? Nach seinem Kurzeinsatz gegen den HSV II will Stephan Neumann (27) zurück in die Stammelf. „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, arbeite dran", so der linke Außenverteidiger, der sich gegen Chemnitz (4:1) am 14. Dezember eine Meniskus- und Seitenband-verletzung zuzog.
Neumann: „Es tat sehr weh, nicht spielen zu können und das Team nur am Videotext zu verfolgen. Aber ich denke, Silvio Bankert hat mich optimal vertreten."
Nach über dreimonatiger Pause voller schweißtreibender Reha-Einheiten blickt Neumann mittlerweile nur nach vorn: „Wir spielen lieber wie gegen Hamburg schlecht und holen uns so drei Punkte für den Aufstieg, als sie bei gutem Spiel I zu verschenken." Drei Punkte braucht Magdeburg auch am Sonntag (13.30 Uhr) bei Hertha II.
Neumann in der Startelf? Würde der zuletzt wackligen Abwehr gut tun...

Schluss mit den Tagen der offenen Tür

Grottig gespielt, aber gewonnen! Doch das 2:1 gegen HSV II hat gezeigt: Wenn der 1. FC Magdeburg noch aufsteigen will, klappt's mit dieser Aufstellung (wohl) nicht.
Baustelle 1: die Abwehr hatte Tag der offenen Tür. Linz nimmt die nervösen Prest und Gewelke in Schutz: „Sie hatten keine Spielpraxis. Da kann man keine Topleistung erwarten." Fest steht: Sonntag (13.30 Uhr) bei Hertha II werden Rosin (nach der 5. Gelben) und Wejsfelt (nach Angina) in die Innenverteidigung zurückkehren.
Baustelle 2: das Mittelfeld überfordert. Von hinten kam keine Unterstützung. Das soll sich in Berlin mit Rosin und Wejsfelt ändern, die ein Spiel von hinten eröffnen können.
Baustelle 3: der Sturm. Torjäger Vujanovic (9 Tore) ist ohne seinen „Zwilling" Bra harn (8) nur die Hälfte wert. Das Experiment mit Reimann ging daneben. Das Problem erledigt sich von selbst: Reimann liegt mit Bauchmuskelzerrung flach.
Unternehmen Auswärtssieg! Deshalb wird mit Vuja-novic/Braham (17 Tore) wieder das nach Pollok/Storey (22 Tore, Wilhelmshaven) erfolgreichste Sturm-Duo der Liga auflaufen.

Braham" Ich brauche keine Denkpause "

Nach dem 2:1 über Hamburg II ist beim 1. FC Magdeburg etwas Ruhe eingekehrt. Nur in Najeh Braham (30) kocht's!
Der sagte mal über seinen Trainer Paul Linz (53): „Wir verstehen uns blind. Nur unter ihm rufe ich meine optimale Leistung ab."
Doch die „Männerliebe"
stand am Wochenende auf dem Prüfstand. Linz ließ seinen 8-Tore-Stürmer auf der Bank sitzen: „Der steht im Moment neben sich, braucht eine Denkpause."
Braham angefressen: „Ich will jeden Ball, binde immer zwei Mann und reiße mir den Hintern auf. Ich brauchte keine Denkpau-
se." Und weiter: „Ein Spieler, der die Bank akzeptiert, hat kein Herz und keinen Charakter."
Dass der Tunesier Charakter hat, bewies er nach seiner Einwechslung in der 65. Minute. Er beschäftigte den HSV so, dass der kaum noch was für die Offensive tat. An Braham richtete sich
die ganze Mannschaft auf und siegte noch.
Braham und Linz - wie lieb haben sie sich noch? Najeh: „Er ist und bleibt mein Lieblingstrainer. Und unser Verhältnis hat nicht gelitten. Viel wichtiger ist, dass wir als Mannschaft zurück in die Erfolgsspur gefunden haben."

Grotten-Leistung reicht FCM zum Sieg

Nach guten Leistungen stehen sie mit leeren Händen da! Und die Katastrophen-Kicks werden gewonnen. Fußball bekloppt beim 1. FC Magdeburg. Der gewann 2:1 (1:1) gegen den Hamburger SV II, bleibt weiter im Aufstiegsrennen.
Aber außer dem Ergebnis passte nichts. Die umformierte Innenverteidigung (Prest/Gewelke für Rosin/Wejsfelt) ein Hühnerhaufen, das Mittelfeld ohne Durchblick und vorn die totale Fehlanzeige. Linz' Maßnahme. Stürmer Braham eine Denkpause zu verpassen, ging nach hinten
los. Ersatz Reimann blieb blass.
Auch das 1:0 (8.) durch Gewelke und die Gelb-Rote für Hamburgs Haas (56.) brachten keine Sicherheit. 7474 Fans pfiffen und ahnten Böses nach dem 1:1 (35.) von Pressel. Sie müssen lange zittern und werden erst von Vujano-vic erlöst, der einen 22-Meter-Frei-stoß (70.) zum Sieg einhämmert. Vor Spielbeginn hatten die Anhänger ein Transparent enthüllt: „Nur für den Club sind wir heute da! Spieler, ihr seid austauschbar." Das sagt alles.
Linz: „Wir waren nervös, von hinten kam nichts. Aber Hauptsache gewonnen." Wenns immer so klappt...

Watzka " Wir wollen nicht die Deppen sein"

Raus aus der Krise! Morgen (13.30 Uhr) kommt der HSV II. Und der 1. FC Magdeburg hat keine Ausreden mehr! Wenn der Aufstieg noch ein Thema bleiben soll, ist ein Sieg Pflicht.
Das Team weiß, wo der Hammer hängt! Rechtsfuß Maximilian Watzka (22) trotzig: „Wir sind in einer kritischen Situation. Die Mannschaft hat sich unter der Woche geschworen, dass wir nicht die Deppen der Liga sein wollen. Es muss ein Sieg her."
Und sein Mittelfeld-Kollege Catalin Racanel (32) weiß, was sich nach drei Spielen ohne Sieg ändern muss: „Wir hatten den Torfluch, die Kiste war vernagelt. Aber wir haben viel richtig gemacht, sind nur nicht belohnt worden. Wir müssen unser Ding so weiter
machen, nur noch geiler auf Tore werden. Alles andere als ein Sieg, wäre eine Katstrophe."
Der Torfluch! Die Doppelspitze Braham/Vuja-novic (beide jeweils 8 Tore) steht unter Druck. Beim Lieblings-Italiener Lago Di Garda und lecker Essen arbeiteten die beiden das Thema Ladehemmung auf.
Najeh Braham (31): „Es gab nur eine Erkenntnis. Wir dürfen nicht daran verzweifeln, wie oft Pfosten, Latte oder ein Keeper zuletzt im Wege standen. Rado und ich haben das abgehakt. Und wir wissen, dass wir die Qualität haben, um wieder zu treffen. Wir haben noch 13 Spiele. Und wir kommen zurück in die Erfolgsspur."
Allerdings: Mit Rosin (5. Gelbe) und We-jsfelt (Angina) fällt die komplette Innenverteidigung aus.

Rehboldt : Müssen alles mitnehmen ,was geht

7 Punkte in 3 Spielen verschenkt, der Aufstieg aus eigener Kraft nicht mehr zu schaffen!
Beim 1. FC Magdeburg ist Krisen-Management gefragt. Und Präsident Volker Rehboldt (40) spricht klare Worte: „Wir haben die Big Points liegen lassen. Jetzt müssen wir eben alles aufsammeln, was auf dem Weg liegt."
Seine Botschaft vorm Spiel gegen den HSV II (Sonntag 13.30 Uhr): „Ein Sieg ist Pflicht. Da brauchen wir nicht drumrum reden." Da passt der HSV als Aufbaugegner gut in den Kram. Das Exklusivste am Kellerkind (Platz 16) ist wohl der Trainer Rodolfo Esteban Cardoso (40, 220 Bundesligaspie-le/47 Tore).
„Eine Meinung, die ich nicht teile. 3ede Reserve-Mannschaft eines Bundesligisten ist wie eine Wundertüte. Man weiß nie, wer da spielt und wie die drauf sind. Ich gehe davon aus, dass es ein ganz hartes Stück Arbeit wird."
Zurück zur Krise! Plant er in außergewöhnlichen Zeiten auch außergewöhnliche Maßnahmen? Rehboldt: „Das ist zu diesem Zeitpunkt nicht nötig. Unter der Woche hat es sehr viele selbstkritische Töne aus dem Team gegeben. Sie wissen, was die Stunde geschlagen hat."