Februar 2010

Sportdirektor geht auf Tüting los

Von MICHAEL NOWACK
Beim 1. FC Magdeburg tobt seit drei Wochen das sportliche Chaos. Und niemand gibt ein besseres Sinnbild dafür ab als Mittelfeld-Chef Simon Tüting!
Ausgestattet mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten hätte er das Zeug zum Uberflieger in Liga 4. Er wurde geholt um das Team in die 3. Liga zu führen. Doch die Realität ist anders. Sportdirektor Michael Richter knallhart: „Er macht auf coolen Hund, kommt aber offensichtlich mit dem Druck nicht klar. Er ist nur noch ein Schatten seiner selbst."
„Kein Widerspruch. Zwischen eigenem Anspruch und meiner Leistung liegen Welten", sagt „Tüte". Und dann ratlos: „Ich habe selbst nur Fragen, keine Antworten. Ich finde einfach keine Sicherheit im Spiel.
Dazu kommt: im Sommer läuft sein Vertrag aus. Nach Verlängerung riecht das nicht. „Ich möchte gern bleiben. Am Wollen liegt es nicht, sondern irgendwo im Kopf. Das Negative muss da raus."
Und wie? „Gas geben, im Training kleine Erfolgserlebnisse schaffen und einfach ein, zwei Schritte mehr machen, als vorher."

Baumgart " Trainerfrage zu stellen,ist berechtigt

Drei Spiele, ein Punkt, Aufstiegstraum geplatzt: der 1. FC Magdeburg steckt in der Krise. Nach der 0:1-Blamage gegen Plauen war Trainer Steffen Baumgart (38) niedergeschlagen: „Es ist schwer, dazu Worte zu finden.
BILD fragte ihn gestern: Erreichen Sie noch die Mannschaft?
Baumgart: „Daran glaube ich fest. Aber die Frage ist nach so einer Leistung absolut berechtigt. Wenn man sieht, was die Mannschaft leisten kann, aber derzeit abruft, muss man auch den Trainer hinterfragen."
Boss Volker Rehboldt (41) will in nächster Zeit ganz genau hinschauen. Baumgart: „Ich hoffe, dass nicht ich die Kopfblockade bin. Momentan spielt die Mannschaft nicht das, was der Trainer sagt. Wir haben also ein Problem, das wir schnellstmöglich lösen müssen. Sonst könnte es auch eng für ihn werden.

Baumgart " So spielt ein Absteiger "

Von MICHAEL NOWACK und RONNY HARTMANN
Vor drei Wochen war der 1. FC Magdeburg noch in Aufstiegsstimmung. Nach dem 0:1 gegen Plauen ist er nur noch ein Trümmerhaufen.
Sportdirektor Michael Richter: „In nur 270 Minuten hat die Mannschaft alles weggeschmissen, was wir uns in dieserSaison aufgebaut haben."
In drei Spielen gegen die Abstiegskandidaten Türkiyemspor, Hansa II und Plauen gab es nach der Winterpause nur einen Punkt.
Die Mannschaft ist völlig verunsichert, wurde mit Spott und Häme in die Kabine geschickt! Trainer Steffen Baumgart rechnete die grottenschlechte Leistung gegen Plauen so ab: „Wir müssen uns bei den Fans entschuldigen. So spielt ein Absteiger."
Stellt sich trotzdem die Frage, wie lange Baumgart angesichts der unterirdischen Leistungen seines Teams noch verlieren darf.
Rehboldt: „Die Wurzel allen Übels ist nicht der Trainer. Wir wollen mit Steffen Baumgart in die neue Saison gehen. Aber ein Persilschein ist das für ihn, ebenso gilt das für uns, nicht. Wir erwarten von der Mannschaft gegen Wilhelmshaven eine deutliche Reaktion."
Die Fans waren schon während des Plauen-Spiels auf dem Baum. „Ihr ruiniert unseren Klub. Rehboldt raus", gifteten sie von der Tribüne in Richtung Präsident. Der AOK-Manager: „Die Fans haben das Recht, mich zu kritisieren. Ich bin kein Sado-Maso-Typ, dem Schmerzen Freude bereiten. Mir tut die aktuelle Situation sehr weh. Aber ich stelle mich dem Druck, bin kein Feigling."
Ab sofort spielt das Team auf Bewährung! Richter: „Anscheinend haben wir uns im Charakter der Spieler getäuscht und müssen bei der Zusammenstellung des Teams für die nächste Saison sorgfältiger auf solche Dinge achten.
Bedeutet im Klartext: Es droht zum Saisonende wieder das große Ausmisten...

Prest ist jetzt der FCM-Depp

Wenn's nicht läuft, muss man Zeichen setzen! Für FCM-Abwehrmann Christian Prest ging's voll in die Hose. Er foulte sich gegen Plauen zu Gelb-Rot, ist neben Vujanovic und Fuchs schon der dritte Spieler, der im nächsten Spiel in Wilhelmshaven gesperrt ist.
Prest: „Wir können im Moment machen, was wir wollen, alles richtet sich gegen uns. Ich wollte mit einer engagierten Spielweise gegen die Krise angehen. Jetzt bin ich der Depp."
Hat er eine Erklärung für den Zusammenbruch des Teams? „Ich bin schon durch viele Krisen beim FCM gegangen. Doch so schlimm war es noch nie. Vor allem, weil wir keine Antworten auf unsere Fragen haben."
Große Sprüche hat der 1,90-Meter-Recke noch nie gemacht. Prest: „Jeder muss jetzt beim Training drei Schritte mehr machen als vorher."

Großöhmichen legt heute los

Der 1. FC Magdeburg heute (19 Uhr, MDCC-Arena) mit Schaum vorm Mund gegen Plauen. Nach zwei Grottenkicks mit Nervenflattern soll Wiedergutmachung her.
Einer ist ganz entspannt. Neuzugang Hendrik Großöhmichen (24, Ex-Kiel): „Natürlich ist es dumm, wenn man in so eine kritische Phase platzt. Aber ich bin froh, nach sechs Monaten Pause endlich wieder Fußball spielen zu können."
Warum war er so lange arbeitslos? „Mein Berater hat's schleifen lassen. Ich habe jetzt gewechselt", sagt der zentrale Mittelfeldspieler, der dem bisher nicht überzeugenden Simon Tüting Druck machen soll. Wie sieht er die Konkurrenzsituation?
„Ich bin nicht Tütes Konkurrent. Wir haben beide schon zusammen in Osnabrück gespielt. Und das klappte richtig gut. Wir schaukeln uns gegenseitig hoch."

Bauers Ziel : Noch ein FCM-Spiel

Gestern wurde er aus dem Klinikum Vogelsang entlassen. Morgen (19 Uhr, MDCC-Arena) sitzt Daniel Bauer (27) zum ersten Mal seit der OP am Syndesmoseband auf der Tribüne, drückt seinem 1. FC Magdeburg gegen Plauen die Daumen.
Die Eltern Claudia und Klaus reisen extra an, um ihren Sohn danach mit heim nach Andernach bei Koblenz zu nehmen. Bauer: „Durch Gips und Krücken bin ich die ersten sechs Wochen sowieso zum Nichtstun verurteilt."
Dazu kommt: In Donaustauf hat Klaus Eder (56) seine Praxis. Daniel lässt sich vom Physiotherapeuten der deutschen Olympiamannschaft in Vancouver und der Fußball-Nationalmannschaft behandeln. Bauer: „Ich habe sehr gute Erfahrungen mit ihm gemacht, bin dort in professionellen Händen.
Wie plant er sein Comeback?: „In zehn Tagen werden die Fäden gezogen, in sechs Wochen beginnt das Aufbautraining. Ein Spiel will ich diese Saison noch machen. Am 16. Mai beim Landespokalfinale im eigenen Stadion will ich unbedingt fit sein."

Kann der FCM Watzka halten ?

Von MICHAEL NOWACK

Maximilian Watzka (24) -sein Vorname (der Größte) ist Programm. Der Rechtsfuß vom 1. FC Magdeburg ist der gefährlichste Mittelfeldspieler (7 Tore/5 Vorlagen) der Regionalliga!
Klar, dass der FCM ihm sofort verlängern möchte. Doch vorm Hintergrund der sportlichen Krise sind die Chancen gering. Zwar sagt „Maxi" diplomatisch: „Ich fühle mich wohl. Magdeburg ist mein erster Ansprechpartner."
Dafür spricht sein Berater René Deffke Klartext: „Es liegen Anfragen aus der 2. Liga, der 3. Liga und
der Regionalliga für ihn vor." Nach BILD-Informa-tionen sollen Energie Cottbus und auch RB Leipzig (5. Liga) dabei sein. Deffke: „Über Namen möchte ich nicht reden. Aber das Gerücht, dass RB Interesse hat, kenne ich auch." Alle jagen Watzka! Rührt Deffke nur die Werbetrommel, um die Ausgangssituation vor den Vertragsgespräche mit dem FCM zu verbessern? Sportdirektor Michael Richter: „Aberwitzig, wenn andere Vereine das Format von Herrn Watzka nicht erkennen würden. Wir wollen ihn halten, gehen dafür bis an die finanzielle Schmerzgrenze."

Rehboldt " Alles kommt auf den Prüfstand "

Das ist der Super-GAU! Nach dem 0:1 bei Hansa II hat der 1. FC Magdeburg alle Aufstiegschancen verspielt. Genau wie in der Vorsaison! Damals kostete das Trainer Linz und sechs Spielern den Job.
Präsident Volker Rehboldt ertrinkt in SMS und E-Mails von wütenden Fans. Tenor. Alle rausschmeißen!
Der Boss: „Alles kommt auf den Prüfstand. Doch vorher gibt es eine Diskussion mit den Beteiligten und nicht um sie. Ich brauche Antworten, um über Konsequenzen entscheiden zu können."
Eine Frage quält ihn besonders: „Wir haben den besten Kader der Liga. Wir sind mit einer Wucht aus der Hinrunde ins Trainingslager und die Testspiele gegangen, die uns die Gewissheit gegeben hat, wir sind aufstiegsfähig. Wieso kann das alles in nur zwei Wochen kaputt sein?"
Sportlich tobt das Chaos. Doch eins versichert der Boss: „Finanziell geraten wir durch die neue Situation nicht in Schieflage. Die Fans werden uns jetzt die Quittung geben, einfach wegbleiben. Wir haben aber das Glück, dies durch zusätzliche Sponsorenleistungen ausgleichen zu können."

Baumgart " FCM-Trainer droht Geldstrafe "

Der DFB ermittelt gegen FCM-Trainer Steffen Baumgart wegen Aggression gegen den Schiedsrichter-Assistenten beim 0:1 in Rostock. Das steht im Bericht von Schiri Schmickärtz. „Lächerlich, er
wollte nur unseren Spieler schützen", sagt Sportdirektor Michael Richter. 82. Minute: Nach einem Tritt ins Gesicht krümmt sich Zander vor Schmerzen. „Baumi" fordert den Schiri auf, das Spiel
zu unterbrechen. Doch der Assistent brüllt: „Sei still, der hat doch nichts." Baumgart brüllt zurück: „Das kann doch nicht wahr sein." Dafür muss er auf die Tribüne. Jetzt droht eine Geldstrafe

" 0:1 ! " Nächste FCM-Blamage

Nur drei Tage nach dem 1:1 gegen Türkiyemspor stolpert der 1. FC Magdeburg in die nächste Blamage. Peinliche 0:1-Niederlage bei Hansa Rostock II. Wer in Magdeburg jetzt noch vom Aufstieg spricht, ist ein Träumer!
Rostock mit 7 Profis, darunter, Langen und Schied! Trotzdem kommt nicht viel. Der FCM hat die ersten Chancen. Doch Kremer rettet gegen Watzka (12.). Aus dem Nichts macht Hansa die 1:0-Führung durch Becker (15.).
Magdeburg geschockt, bringt nichts mehr auf die Reihe. Tüting verstolpert gegen Keeper Becker (24.) und Racanel hebt einen Freistoß auf die Latte (74.).
Während sich gegen Türkiyemspor noch Vujanovic, Fuchs und Racanel daneben benahmen (BILD berichtete), gingen diesmal Trainer Steffen Baumgart die Nerven durch. Er wurde in seiner Heimatstadt von Schiri Schmickartz wegen Meckerns auf die Tribüne geschickt.
Schon das zweite Spiel der Rückrunde vergeigt. Unter der Woche wird wohl eine Krisensitzung die andere jagen...

Richter geht auf Führungsspieler los

Nur drei Tage nach der 1:1-Schande gegen Türkiyemspor muss der 1. FC Magdeburg heute (18 Uhr) beim FC Hansa II ran.
Vor allem die Leitwölfe Radovan Vujanovic (schrammte knapp an Rot vorbei), Catalin Racanel (verweigerte dem Trainer den Handschlag) und Lars Fuchs (Gelb-Rot wg. Meckerns) stehen nach ihren Ausrastern unter Beobachtung. Sportdirektor Michael Richter: „Ich bin sehr enttäuscht von ihnen. Im merhin haben wir bei der Verpflichtung unserer Führungsspieler auch auf Charakter geachtet. Ausgerechnet die, die als Vorbilder voran gehen sollten, sind jetzt die ersten, die austicken. Da stimmt was nicht." Vujanovic, Fuchs und Racanel entschuldigten sich.
Für Mittelfeld-Motor Daniel Bauer ist die Saison wohl vorbei: Außenband- und Syndesmoseband-Anriss im linken Fuß. Heute OP im Vogelsang,

Hat Baumgart den FCM noch im Griff,Herr Rehboldt

Von MICHAEL NOWACK

Der Tag nach der 1:1-Schande gegen Türkiyemspor: Volker Rehboldt (42), Präsident des 1. FC Magdeburg, hatte viele Fragen zu beantworten.Bei 12 Punkten Rückstand! Ist das Saisonziel Aufstieg abgehakt? Rehboldt: „Nein! Nach einem verkorksten Ding alles in Frage stellen zu wollen, ist doch Unsinn. So viele Undiszipliniertheiten in einem Spiel. Hat der Trainer die Mannschaft noch im Griff? Rehboldt: Davon bin ich überzeugt Zwischen Herrn Baumgart und mir hat noch nie ein Blatt Papier gepasst. Fuchs meckert sich zu Gelb-Rot, Vujanovic belabert den Schiri, Racanel verweigert Baumgart den Handschlag - geht's jetzt ans Gehalt?
Rehboldt: Wir lassen uns das nicht bieten. Aber Strafen werden hinter verschlossenen Türen festgelegt.
Der FCM hat formal Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingelegt. Wird das jetzt auch offiziell? Rehboldt: Die Nr. 29 stand nicht auf dem Spielbogen. Unsere Anwälte prüfen die Aussicht auf Erfolg. Besteht die, legen wir auch offiziell Einspruch ein.

Großöhmichen auf der Wunschliste

Verpflichtet der 1. FC Magdeburg Hendrik Großöhmichen (24)? Nach BILD-Informationen sollen sich beide Seiten einig sein. Der 1,90-Meter-Recke (Abwehr, Mittelfeld)
kam über Wolfsburg, Hannover 96 und Osnabrück zu Holstein Kiel, löste in der Winterpause seinen Vertrag auf.
Neues aus dem Lazarett: Wolf (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich, 3 Wochen und Bauer (Außenbandanriss fallen aus. Bei Bauer besteh noch der Verdacht auf Syndesmosebandriss. Diagnose heute.

Rehboldt:Streiche Versagern Gehalt

Erbärmliches 1:1 (Tore: Vujanovic, Teichmann) gegen Türkiyemspor! 4621 Fans trugen mit dem 1. FC Magdeburg alle Aufstiegshoffnungen zu Grabe.
Boss Volker Rehboldt: „Wenn die Mannschaft nur 50 Prozent von dem erfüllt hätte, was sie uns versprach, wären wir Sieger gewesen. Ich bin maßlos enttäuscht.
Es gab jede Menge Undiszipliniertheiten!
34. Minute: Vujanovic belöffelt Schiri Weickenmeier, schrammt knapp an Rot vorbei. 74.: Racanel verweigert Baumgart nach der Auswechslung den Handschlag, brüllt Richtung Bank: „Was tut ihr da draußen bloß?"
Doch die Krönung war Fuchs. Der geht nach Foul-Gelb auf den Schiri los, kassiert Gelb-Rot (72.). Baumgart: „Wer ständig den Referee beleidigt, provoziert Reaktionen."
Der FCM meckert sich aus dem Aufstiegsgeschäft! Rehboldt: „Ich denke darüber nach, bei einigen ans Gehalt zu gehen."
Der 1. FC Magdeburg hat aber formal Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingelegt. Weil mit Avcioglu ein Türkiyemspor-Spieler eingewechselt wurde, dessen Nummer nicht auf dem Protokoll stand.

Hier kämpft der FCM ums Spiel

Von MICHAEL NOWACK

„Alles wird in die Wege geleitet, damit wir spielen können", sagt Rüdiger Bartsch, Geschäftsführer der Magdeburger Stadiongesellschaft.
Vorm Rückrundenstart des 1. FC Magdeburg gegen Türkiyemspor (morgen 13.30 Uhr) sieht's um die MDCC-Arena aus, wie auf einer Großbaustelle.
Kleintraktoren räumen Schnee auf Parkplätzen, Zufahrtswegen und Eingangsbereichen. Helfer laden auf, Laster fahren ihn ab. „Wir werden die Sicherheit der Fans auch unter extremsten Wetterbedingungen gewährleisten", verspricht Bartsch.
Im Stadion selbst gibt's weniger Probleme. Bartsch: „Ich würde mal sagen, wir haben Toprasen mit Puderzucker drauf. Die Rasenheizung ist ein Segen. Wenn jetzt kein extremer Schneesturm oder Regen kommt, wird gespielt.
Mittendrin im Winterchaos: Trainer Steffen Baumgart: „Wir ziehen den Hut, was die Jungs hier bei der Kälte leisten, um uns das Fußball spielen zu ermöglichen. Der Winterdienst hat alles gegeben."

Baumi bangt um 2 Mann

Nach 63 Tagen Winterpause! Sonntag (13.30 Uhr, MDCC-Arena) haben die Fans endlich ihren
1. FC Magdeburg wieder. Der muss zum Auftakt gegen Türkiyemspor ran.

Und Trainer Steffen Baumgart hat ein Problem. , Nach den Verletzungen von Bankert und Gewelke hatte er wochenlang nach der Idealbesetzung in der Abwehr gesucht und sie erst letzte Woche gefunden. Doch der Beton bröckelt wieder, weil Probst (Grippe) und Friebertshäuser (Achillessehne) angeschlagen sind.
Muss „Baumi" schon wieder umbauen? „Wenn's so kommt, kann ich es nicht ändern. Aber ich habe einen Kader, dem ich vertraue. Wichtig ist, dass jeder Gas gibt, der auf dem Platz steht. Mit Zander und Gaebler sind Leute da, die die Lücken schließen können.
Und er sagt auch: „Egal, wie der Gegner heißt. Im eigenen Stadion muss jeder geschlagen werden." Vor allem mit Türkiyemspor hat der FCM noch eine Rechnung offen. Der Trainer: „Beim 0:1 im Hinspiel haben wir die schlechteste Leistung bisher abgerufen. Eine Katastrophe.

Filatow droht wieder die Bank

Von R. HARTMANN

In der Winterpause wechselte Magdeburgs Ersatztorhüter Konstantin Filatow (20) vom FCM zu Ligakonkurrent Türkiyemspor. Das Talent: „Der FCM hat mir keine Steine in den Weg gelegt. In Berlin sehe ich eher die Chance, mich weiter zu entwickeln und in der Regionalliga zu etablieren."
Eine Rückkehr in die Heimat: Bei Tasmania ging er durch die Jugend und wohnt jetzt wieder bei den Eltern in Tempelhof. In Magdebürg hatte er Matthias Tischer und Christian Beer vor sich. „Mein Anspruch ist der Stammplatz", so Filatow.
Sein erster Auftritt im Türkiyem-Trikot-vielleicht schon am Sonntag (13.30 Uhr) bei Ex-Klub Magdeburg. Filatow: „Eine spannende Sache. Auch weil wir wegen des Wetters und der Platzverhältnisse in Berlin kaum im Freien trainieren konnten. Ich konnte mich zwar hier erst eine Woche präsentieren, hoffe aber, das ich gegen
den FCM spiele." Heute will Türkiyem Coach Taskin Aksoy bekannt geben, ob Filatow oder Norman Köhlmann in der Rückrunde die Nummer 1 im Tor ist.

Gaebler happy:2.Baby im Juli

Von RONNY HARTMANN
FCM-Verteidiger Andreas Gaebler (25): privat auf der Überholspur, sportlich momentan auf dem Standstreifen (Ersatzbank).
Zum Glück hat Gaebler private Freuden: Ehefrau Karolina ist schwanger, erwartet im Sommer das zweite Kind nach Sohn Janick (21 Monate). Errechneter Geburtstermin ist der 2. Juli. Gaebler: „Am 7. Juli haben wir unseren dritten Hochzeitstag, ein schönes Geschenk. Nächste Woche erfahren wir auch, ob es Junge oder Mädchen wird."
Bringt ihm die frohe Nachricht neue Kraft für den Kampf um die Stammplätze?
Im Sommer wechselte der Verteidiger mit viel Vorschusslorbeeren von Wilhelmshaven nach Magdeburg, stand dann aber nur in der Hälfte der 18 Saisonspiele in der Startelf. Auch zum Auftakt am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Türkiyemspor muss er wohl wieder Marcel Probst auf der rechten Abwehrseite den Vortritt lassen.
Gaebler: „Natürlich ärgert mich die aktuelle Situation.
Aber ich denke, daß ich in der Vorbereitung Vollgas gegeben habe und mir nichts vorzuwerfen brauche. Gaebler kennt sein Problem: „Trainer Baumgart hält mir vor, das ich immer einen Leichtsinnsfehler dabei habe. Natürlich weiß ich, dass ich mich da verbessern kann und werde. Doch wenn ich fehlerlos wäre, würde ich wahrscheinlich Bundesliga spielen

Heimspiel findet garantiert statt

Von MICHAEL NOWACK und RONNY HARTMANN

Rückrundenstart verschoben. Das Spiel des 1. FC Magdeburg beim HSV II (morgen) fällt aus. Trainer Steffen Baumgart angesäuert: „Ich hätte gern gespielt, um nicht in Zeitdruck zu geraten. Wer weiß denn, was noch alles abgesagt wird?"
Geschäftsführer Rüdiger
Bartsch sieht in der Absage auch eine Chance: „Hamburg war der Hammergegner zum Auftakt. Mit Türkiyemspor, Hansa II und Plauen folgen Teams, wo man neun Punkte vorlegen kann. Das wäre gut für uns und ein Signal an die Konkurrenz."
Doch wie sieht's eigentlich in der MDCC-Arena aus? Steigt das Spiel am Samstag (13.30 Uhr) gegen Türkiyemspor? Bartsch nach der morgendlichen Stadionbegehung mit BILD: „Garantiert! 100 Quadratmeter müssen noch geräumt werden. Danach ist alles tiptop." Die Rasenheizung läuft
seit Tagen. Die Kosten übernimmt anteilig der DFB. Denn am 2. März findet in Magdeburg das U21-EM-Quali-Spiel Deutschland -Irland statt.

Entwarnung bei Gewelke

Fünf Tage vorm Rückrundenstart - was ist los im Lazarett des 1. FC Magdeburg? Gute Nachricht für Rene Gewelke. Der Verdacht auf Ermüdungsbruch am Schienbeinkopf bestätigte sich nicht. Der Abwehr-Allrounder: „Nur eine schwere Reizung. Trotzdem wirft mich das zurück.
Innenverteidiger Silvio Bankert zwei Wochen nach seinem Innenband-Anriss: „Noch vier Wochen Ausfall, sagen die Ärzte. Aber ich möchte es eine Woche früher schaffen. Sorgen auch um Tobias Friebertshausen .Der Bankert-Ersatz hat Achillessehnen-Probleme,

" Friebertshäuser gesetzt"

Der 1. FC Magdeburg gewann den letzten Test vorm Rückrundenstart am Mittwoch in Hamburg 3:0! Gegner Auerbach war ein echter Prüfstein, ging teilweise überhart in die Zweikämpfe.
Nach vier Wochen Vorbereitung legt sich Trainer Steffen Baumgart fest: „Härtetest bestanden! Trotz der harten Gegenwehr haben wir schönen Fußball gespielt und viele Chancen erarbeitet. Wir sind bereit für die Rückrunde."
Und für eine gnadenlose Aufholjagd. Abstand zu Spitzenreiter Babelsberg: zehn Punkte. Präsident Volker Rehboldt: „Alles taktieren und rechnen hilft nicht mehr. Ich erwarte, dass die Mannschaft rausgeht und einfach Siege einfährt."
Siegen & Aufsteigen! Dafür wurde jetzt auch die letzte Personalfrage geklärt. Tobias Friebertshäuser spielt für den verletzten Innenverteidiger Bankert (Innenbandanriss). Friebertshäusers Bilanz gegen Auerbach: 13 von 14 Zweikämpfen gewonnen, kein Kopfballduell verloren, fehlerfrei in der Spieleröffnung und zwei Torchancen erarbeitet. Baumi: „Das war mehr als ordentlich.

Friebertshäuser wird Bankert Ersatz

Von.M..NOWACK

Heute (14 Uhr) testet der 1. FC Magdeburg gegen Auerbach. Wird die Generalprobe vorm Rückrundenstart beim HSV II am Mittwoch.
Trainer Steffen Baumgart hat die Experimentierphase beendet. 10 von 11 Plätzen im Team sind vergeben. Und um den einzigen Freien streiten sich gleich vier Kandidaten.
Wer ersetzt den verletzten Silvio Bankert in der Innenverteidigung? Baumgart: „Meine Nummer Eins war eigentlich Gewelke." Doch der ist jetzt auch verletzt (BILD berichtete). „Ich habe
aber noch genug Optionen." Die heißen Friebertshäuser, Zander, Probst oder Gaebler. „Für mich hat im Moment Friebe die Nase vorn. Er hat sich gegen Torgelow am stabilsten präsentiert", legt sich Baumgart fest.
Für Tobias Friebertshäuser die Bestätigung, dass er im Sommer die richtige Entscheidung getroffen hat. Trotz eines Zwei Jahres-Angebots vom SSV Reutlingen kehrte er lieber zum FCM zurück. Der Defensiv-Allrounder: „Die Chance, bei meinem Traumverein in die Stammelf zu rutschen, will ich unbedingt nutzen."

Vujanovic Kampfansage : Mit Glatze zum Aufstieg

Von M.NOWACK

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Radovan Vujanovic, Kapitän des 1. FC Magdeburg, hat sich zum ersten mal im Leben eine Glatze rasiert. Der Serbe: "Das Motto heißt Kampffrisur."
Und Kampf ist beim FCM oberste Pflicht! Zehn Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Babelsberg müssen aufgeholt werden, um doch noch aufzusteigen. "Wir sind bereit, den Kampf anzunehmen und überzeugt, dass wir es schaffen. Mit dem neuen Outfit wollte ich auch optisch ein Zeichen setzen." Sportdirektor Michael Richter über die Sturm-Glatze: "Der macht nicht nur Sprüche. Seine zwei Bilderbuch-Tore gegen Torgelow beweisen, dass da Herzblut und Leistung hintersteckt." Vujanovic's Kampfansage geht aber nicht nur Richtung Liga-Konkurrenz, sondern auch an Sturmpartner Lars Fuchs. Der ist dem 12-Tore-Stürmer mit elf Treffern dicht auf den Fersen. Vujanovic selbsbewusst: "Ich könnte jetzt sagen, dass mir egal ist, wer für den Aufstieg trifft. Aber ich bin so torgeil, dass ich meine Torjägerkrone behalten will. Zum Ende der Saison will ich mehr als 20 Tore haben und aufsteigen."

" 3:0 ! Friebertshäuser zusammen getreten "

¥ o.n. M ICHAEL NOWACK

Der 1. FC Magdeburg gewann gestern sein Testspiel gegen Torgelow standesgemäß 3:0 durch Tore von Vujanovic (2) und Tüting.
Sechs Tage vorm Rückrundenstart für Trainer Steffen Baumgart aber viel wichtiger: Wie er den langzeitverletzten Innenverteidiger Bankert (lnnenbandanriss) ersetzen kann. „Baumi" testete erst Friebertshäuser und dann Zander.
Beide spielten fehlerfrei - aber was sagt das schon aus, gegen einen Gegner aus der 5. Liga!
Vor allem Friebertshäuser bekam gleich zu spüren, was ihn in der Rückrunde erwartet. Nach einem brutalen Tritt ins Gesicht musste er sich lange behandeln lassen. Sportdirektor Richter: „Der Test hat gezeigt, dass wir mehrere Optionen haben, um Bankert zu ersetzen.
Wechsel auch in der medizinischen Abteilung. Mannschaftsarzt Dr. Matthias Greulich wird ab sofort durch Dr. Gunnar Maushake ersetzt. Fest steht auch: Das Pokalspiel gegen Wolfen fällt aus. Dafür testet der FCM am Samstag (14 Uhr, Kunstrasen an der MDCC-Arena) gegen den VfB Auerbach.

Bankert & Watzka in Hamburg nicht dabei

7 Tage vorm Rückrundenstart in Hamburg werden die Sorgenfalten bei FCM-Trainer Steffen Baumgart größer. Sieht so aus, als ob er für lange Zeit auf die besten Spieler der Hinrunde verzichten muss.
Sorgenkind Silvio Bankert: Der Abwehrspieler fällt nach einem Innenband-Anriss im rechten Knie noch mindestens vier Wochen aus.
Sorgenkind Maximilian Watzka: Der torgefährlichste Mittelfeldspieler (7 Tore/4 Vorlagen) ist nach seiner Meniskus-OP vor fünf Wochen noch nicht in Form. Watzka: „Nach Belastung macht das Knie zu." Er hofft: „Dass das Spiel in Hamburg ausfällt Vielleicht bin ich ja zum ersten Heimspiel fit." Hinzu kommt: Bankert-Alternative René Gewelke droht, sogar Monate auszufallen. Verdachts-Diagnose: Ermüdungsbruch im Schienbein köpf. Eine weitere Untersuchung soll heute Gewissheit bringen.
Immerhin: Der Test gegen den Torgelower SV Greif steigt definitiv. Gespielt wird heute (15 Uhr) auf Kunstrasen an der MDCC-Arena.

Baumgart " Sorge um den Rythmus "

Von M. NOWACK

Sonntag schwitzte der 1. FC Magdeburg noch im Portugal-Camp. Heute steht er zum ersten Mal wieder auf dem heimischen Trainingsplatz. Willkommen zurück im deutschen Winterchaos!
Acht Tage vorm Rückrundenstart in Hamburg sagt Trainer Steffen
Baumgart (38): „Die Mannschaft ist in einem akkuraten Fitnesszustand. Sorgen mache ich mir aber um den Rhythmus."
Erst Schnee, dann Eis, jetzt Tauwetter! „Baumi" improvisiert seit Wochen: „Klar ist unser Kunstrasenplatz geräumt. Trotzdem sind die Bedingungen so, dass man nicht einschätzen kann, wo deine Mannschaft steht. So geht es aber auch der Konkurrenz. Verzerrt der lange, harte Winter den Wettbewerb? „Ich bin richtig gespannt auf den ersten Spieltag.
Keiner meiner Kollegen kann mit Sicherheit sagen, wie stark sein Team ist. Auf Grund der Wetterlage könnten einige Favoriten stolpern", so Baumgart.
Übrigens: Das Testspiel gegen Torgelow (morgen 15 Uhr) steht. Das Pokalspiel in Wolfen (Samstag 13 Uhr) wackelt.

"Sind alle gesund,reicht der Kader aus"

Von.R.HARTMANN
„Adeus Palmela" - tschüss Portugal! Um 11.05 Uhr deutscher Zeit machte sich der 1. FC Magdeburg gestern auf den Heimweg. Sieben Tage Camp und zwei Testsiege.
Trainer Steffen Baumgart (38) ist zufrieden: „Wir hatten hier super Bedingungen, konnten gut arbeiten und eine Menge von dem machen, was wir wollten."
Ist der FCM gerüstet, um die zehn Punkte Rückstand zu Spitzenreiter Babelsberg aufzuholen? Baumgart: „Wir haben eine Hinserie gespielt, in der wir alle Spiele hätten gewinnen können. Wir haben uns auch häufig selbst auf den Füßen gestanden und arbeiten daran, diese Fehler abzustellen."
Dabei könnten personelle Verstärkungen helfen, doch Kandidaten wie Balbinot und Rodrigues sagten ab. „Wenn alle gesund sind, dann reicht der aktuelle Kader aus, um unser Ziel zu erreichen. Leider haben wir einige Verletzungssorgen, Watzka und Gewelke hatten bislang keine optimale Vorbereitung", so der Coach, der das Saisonziel weiter fest im Blick hat. „Wir halten daran fest. Wir wollen nach oben dicht dran bleiben und um den Aufstieg mitspielen